Otto Ostrowski – Berlins "vergessener" Oberbürgermeister

01. Juni 2022

Lüdenscheider Gespräche

Zeitraum
01.06.2022, 18:00 Uhr
(bis 20 Uhr)

Ort
Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, 58511 Lüdenscheid, und via Zoom

Veranstalter/-in
Institut für Geschichte und Biographie

Referent/-in
Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch
FernUniversität
Historiker, ehemaliger Leiter des Instituts für Geschichte und Biographie der FernUniversität Hagen, hat sich in mehreren Publikationen mit der Nachkriegsgeschichte Berlins befasst.

Moderation
Dr. Almut Leh (FernUniversität in Hagen)

Nur eine unscheinbare Seitenstraße im Bezirk Prenzlauer Berg erinnert heute an Berlins ersten gewählten Nachkriegs-Oberbürgermeister, den Sozialdemokraten Otto Ostrowski (1883-1963). Kaum größer könnte der Kontrast zu seinem Nachfolger Ernst Reuter ausfallen, dem eine Vielzahl von Straßen, Plätzen und Einrichtungen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Stadtgrenzen gewidmet wurden.

Wie aber kam es überhaupt dazu, dass das eben noch einstimmig gewählte und von der Alliierten Kommandantur bestätigte Stadtoberhaupt von seiner eigenen Partei fallen gelassen und als „trojanisches Pferd“ aus dem Amt gejagt wurde? Worin bestand Ostrowskis Versagen, der doch als „ehrlicher Makler“ im Sinne gesamtstädtischer Integrität und sozialistischer Umgestaltung angetreten war? Welche Kräfte wirkten im Hintergrund? Und welche historische Bedeutung kommt der so genannten Ostrowski-Krise im Hinblick auf (West)Berlins Meistererzählung als Heldenstadt des Kalten Kriegs zu?

Die Veranstaltung mit Vortrag und Diskussion ist öffentlich, sie findet in Präsenzform statt und wird parallel im Internet übertragen. Eine Anmeldung ist notwendig bei Eva Engelhardt.

Gerd Dapprich | 21.04.2022