Berufsrecht der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte

08. Dezember 2021

Vortragsreihe Recht in der Praxis

Zeitraum
08.12.2021
18:00 Uhr (bis ca. 20 Uhr)

Ort
online

Veranstalter/-in
FernUni in Hagen - Institut für wiss. Weiterbildung

Referent/-in
Dr. Christian Deckenbrock
Institut für Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Universität zu Köln
Dr. Christian Deckenbrock wurde nach Studium und Referendariat in Köln an der Universität zu Köln promoviert. Er ist Akademischer Rat am Institut für Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Universität zu Köln. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen neben dem Bürgerlichen Recht und dem Verfahrensrecht das anwaltliche Berufsrecht und das Rechtsdienstleistungsrecht.

Auskunft erteilt
FernUni in Hagen - Institut für wiss. Weiterbildung

Die große BRAO-Reform.


Die Bundes­rechts­an­walts­ordnung (BRAO), das Steuer­be­ra­tungs­gesetz (StBerG) und die Patent­an­walts­ordnung (PAO) werden reformiert. Ziel der neuen Regelungen ist es, der Rechtsanwaltschaft, der Patentanwaltschaft und den Steuerberater:innen gesellschaftsrechtliche Organisationsfreiheit zu gewähren, weitgehend einheitliche und rechtsformneutrale Regelungen für alle anwaltlichen, patentanwaltlichen und steuerberatenden Berufsausübungsgesellschaften zu schaffen und die interprofessionelle Zusammenarbeit zu erleichtern. Außerdem wird die Berufsausübungsgesellschaft als zentrale Organisationsform anwaltlichen, patentanwaltlichen und steuerberatenden Handelns anerkannt.

Zukünftig soll daher Anknüpfungspunkt der berufsrechtlichen Regulierung nicht mehr ausschließlich die einzelnen Berufsträger:innen sein, sondern auch die Entität, in der diese ihren Beruf ausüben. Über die Neuregelung des Gesellschaftsrechts hinaus modernisiert das Gesetz das Berufsrecht. Insbesondere wird das Verbot der Interessenkonflikte zukünftig auch in Hinblick auf sogenannte Sozietätssachverhalte in der BRAO, der PAO und dem StBerG unmittelbar geregelt. Außerdem werden Änderungen in den Bereichen vorgenommen, in denen die Berufsordnungen an die rechtlichen oder tatsächlichen Entwicklungen angepasst werden müssen.

Die Veranstaltung ist öffentlich, alle Interessierten sind willkommen.

Carsten Sander | 04.11.2021