Forschungsticker

In regelmäßigen Abständen werfen wir Schlaglichter auf FernUni-Forschungsaktivitäten. Unser Forschungsticker macht FernUni-Forschung sichtbar. Auf welchen Konferenzen sprechen unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler? Welche neuen Bücher haben sie publiziert? Welche Auszeichnungen haben sie erhalten? Und in welchen Lehrgebieten ist Forschungsbesuch zu Gast?


Projekttreffen / Störl / Datenbanken und Informationssysteme

DFG-Projekttreffen an der FernUniversität

Foto: dbis
Prof. Uta Störl (zweite von links) mit dem Projektteam am FernUni-Campus.

Am 21. und 22. September fand am Lehrgebiet Datenbanken und Informationssysteme der Kick-Off Workshop für die Fortsetzung des DFG-Projekts „NoSQL Schema Evolution and Big Data Migration at Scale“ statt.

Motivation für dieses Projekt ist die Schemaevolution im Kontext von agilen Software-Projekten und die dadurch notwendig werdende skalierbare Migration von Daten in NoSQL-Datenbanken. Im nun gestarteten zweiten Teil dieses Projekts sollen Methoden für die Schemaoptimierung und -evolution in Polystores entwickelt werden. Polystores sind Systeme, die aus mehreren Datenbanksystemen mit unterschiedlichen Datenbankmodellen zusammen gesetzt sind. Dadurch können die spezifischen Bedürfnisse von Anwendungen noch besser erfüllt werden.

Gemeinsam mit den Projektbeteiligten aus Rostock und Passau tauschte sich Prof. Uta Störl und ihr Team über den Stand des Projektes aus. Der Workshop dauerte zwei Tage und es wurden die nächsten Schritte und Projekt-Meilensteine besprochen.

21. Oktober 2021 | AG


Partnerschaft / von Sachsen Gessaphe / EDELNet

Neuer Präsident des EDELNet Boards

Foto: FernUniversität
Prof. Dr. von Sachsen Gessaphe

Prof. Dr. Karl August Prinz von Sachsen Gessaphe ist neuer Präsident des EDELNet Boards. Im Projekt EDELNet (European Distance Education in Law Network) haben sich drei führende europäische Fernuniversitäten zusammengeschlossen, um Chancengleichheit in der Hochschulbildung zu ermöglichen. Die FernUniversität in Hagen, die Universidad Nacional de Educación a Distancia (UNED) und die Open Universiteit Nederland (OUNl) haben sich auf interkulturelle Kommunikation für ein besseres Verständnis der jeweils anderen Rechtskulturen und -praktiken in ganz Europa und darüber hinaus verständigt.

Als Präsident des Leitungsorgans der Partnerschaft wird Prof. von Sachsen Gessaphe Veränderungsprozesse anstoßen und die Umsetzung wichtiger Entscheidungen überwachen. Er wurde für zunächst zwei Jahre gewählt.

7. Oktober 2021 | sam


Workshop / Gradinari und Böning / Gender und Theologie

Fernuni-Geschlechterforscherinnen zu Gast an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt

Foto: Privat/Volker Wiciok
Dr. Anja Böning und Jun.-Prof. Irina Gradinari

Auch von Theolog:innen wird in wissenschaftlichen Auseinandersetzungen und der kirchlichen Praxis erwartet, dass sie mit Gender-Diskursen vertraut und für Genderthematiken in theologischen Kontexten sensibilisiert sind. Das nahm die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt zum Anlass, einen Online-Workshop zu veranstalten, zu dem Jun.-Prof. Dr. Irina Gradinari (Junior-Professur für literatur- und medienwissenschaftliche Genderforschung) und Dr. Anja Böning (Lehrstuhl für Gender und Recht) als Expertinnen eingeladen waren. Irina Gradinari befasste sich in ihrem Workshop-Beitrag mit Ansätzen, Methoden und Perspektiven der Gender Studies. Anja Böning nahm das Verhältnis von Gender und Recht in den Blick. Die Veranstaltung, die für Studierende und Promovierende der Katholisch-Theologischen Fakultät war, fand vom 29. September bis zum 1. Oktober statt.

6. Oktober 2021 | Presse


Konferenz / Baule / BWL

Internationale Konferenz zu strukturierten Finanzprodukten an der FernUniversität

Foto: Hardy Welsch
Prof. Rainer Baule

Strukturierte Finanzprodukte für Privatanleger sind eine Anlageklasse, die sich seit etwa 20 Jahren einer großen Beliebtheit erfreut. In Europa sind die größten Märkte in der Schweiz und in Deutschland zu finden; weiterhin werden derartige Finanzprodukte beispielsweise auch in Hongkong, Korea und den USA gehandelt. Dabei wird den Banken häufig vorgeworfen, die Unbedarftheit der Kleinanleger auszunutzen, den Markt bewusst intransparent zu gestalten. Vor diesem Hintergrund hat Prof. Dr. Rainer Baule (Lehrstuhl für Betriebs­wirt­schafts­lehre, ins­b. Bank- und Finanz­wirt­schaft) in den letzten Jahren verschiedene Forschungsprojekte in diesem Bereich durchgeführt, unter anderem gefördert durch Drittmittel von der Verbraucherzentrale NRW in Kooperation mit Landesministerien sowie dem Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung.

International beschäftigen sich einige wenige Forschergruppen mit der Thematik. So entstand die Idee, zum Zwecke des Austauschs und der Vernetzung die Wissenschaftler zu einem Workshop nach Hagen einzuladen, der Ende September online stattfand. Die Resonanz war überwältigend, Spitzenforscherinnen und -forscher unter anderem aus den USA, Kanada, Australien, der Schweiz und Deutschland hatten zugesagt.

Zehn Forschungsprojekte

Es wurden zehn aktuelle Forschungsprojekte präsentiert und rege diskutiert, darunter auch Promotionsprojekte zweier Doktoranden des Lehrstuhls für Bank- und Finanzwirtschaft der FernUniversität. Insgesamt fanden sich etwa 30 Teilnehmende zusammen, teilweise in den frühen Morgenstunden in Kanada und den USA, teilweise spätabends in Korea. Vielfach wurde der Wunsch nach einer Neuauflage des Workshops geäußert – dann nach Möglichkeit persönlich auf dem Campus in Hagen.

Näheres zum Workshop, insbesondere zum Programm mit den gehaltenen Vorträgen finden Sie auf der Konferenz-Homepage.

5. Oktober 2021 | Presse


Veröffentlichung und Konferenz / Sonnabend / VWL

Missbrauch der Gelbsperren-Regel

Foto: Hardy Welsch
Dr. Hendrik Sonnabend

Dr. Hendrik Sonnabend (Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik) hat strategisches und antizipierendes Verhalten in mehrstufigen Turnieren untersucht. Hier kann es sinnvoll sein, in der aktuellen Runde Ressourcen zu sparen, wenn der Unterschied in den Stärken der Gegner hinreichend groß und der Ausgang entsprechend gewiss ist. Gleiches gilt, wenn der Unterschied in der nächsten Runde hinreichend groß ist. Diese Hypothesen wurde empirisch mit Daten aus der ersten Fußballbundesliga und mit einem Fokus auf der „Gelbsperre“ von Spielern nach Ansammeln von fünf gelben Karten getestet. Entsprechend den aus der Theorie formulierten Erwartungen passen Teams ihre Ressourcen (= Verfügbarkeit der Spieler) rational an den aktuellen und kommenden Gegner an.

Das Paper mit dem Titel „Strategic investment decisions in multi-stage contests with heterogeneous players”, gemeinsam mit Prof. Dr. Christian Deutscher (Universität Bielefeld), Prof. Dr. Marco Sahm (Universität Bamberg) und Dr. Sandra Schneemann (Universität Bielefeld), ist in Theory and Decision veröffentlicht worden.

Zur Veröffentlichung

Konferenzteilnahme

Zudem hat Dr. Hendrik Sonnabend an der jährlichen Konferenz der European Association of Labour Economists (EALE) teilgenommen. Diese fand pandemiebedingt vom 16. bis 18. September online statt, Organisatorin war die Universität Padua.

Auf der Konferenz hat Hendrik Sonnabend das Forschungsprojekt „Using goals to motivate students: The power of small financial rewards” (gemeinsam mit Sarah Rezaei und Bastian Westbrock) präsentiert. In der Studie geht es darum, Studierende mit selbst gesetzten Zielen, deren Erreichen eine kleine monetäre Prämie verspricht, zu größerer Leistung zu motivieren.

Zum Diskussionspapier

5. Oktober 2021 | Presse


Gast und Vortragseinladung / Hoffmann / Philosophie

Bestimmung des hegelschen Begriffs der Natur

Foto: FernUniversität
Prof. Thomas Sören Hoffmann (li.) und Prof. Luis Eduardo Gama Barbosa

Prof. Dr. Luis Eduardo Gama Barbosa von der Universidad Nacional de Colombia in Bogotá hat vom Deutschen Akademischen Austauschdienst ein Stipendium für einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt am Lehrgebiet Philosophie II, Praktische Philosophie: Ethik, Recht, Ökonomie von Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann erhalten. Das Thema seines Forschungsprojekts lautet „Die Natur im Geist. Unterwegs zu einer Bestimmung des hegelschen Begriffs der Natur“. Prof. Hoffmann und Prof. Gama arbeiten seit vielen Jahren im Kontext von FILORED zusammen.

Das „Deutsch-lateinamerikanische Forschungs- und Promotionsnetzwerk Philosophie“ initiiert, unterstützt und bündelt den deutsch-lateinamerikanischen Austausch im Bereich philosophischer Forschung zur klassischen deutschen Philosophie zwischen Kant und Hegel. Im Zentrum steht dabei eine gezielte Nachwuchsförderung mit der Perspektive einer Doppelpromotion an jeweils zweien der an FILORED beteiligten Universitäten. Einer von Gamas Promovierenden hat bereits die Doppelpromotion an beiden Universitäten durchlaufen.

Gewissen bei Hegel und Kierkegaard

Die Deutsche Gesellschaft für Sozialanalytische Forschung (Köln) hat Prof. Hoffmann eingeladen, bei ihrer Herbsttagung am 25. September einen Vortrag zu dem Thema „Zum Begriff des Gewissens bei Hegel und Kierkegaard“ zu halten.

17. September 2021 | Da


Vorträge / Glawe / VWL

Arbeiten auf Konferenzen vorgestellt

Foto: Hardy Welsch
Dr. Linda Glawe

Dr. Linda Glawe, Wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Helmut Wagner, stellte im Sommer mehrere gemeinsam mit ihm verfasste Arbeiten bei drei Konferenzen vor.

17. September 2021 | Da


Publikation / Schubbe-Åkerlund, Lemanski / Philosophie

Neues Lexikon über das Werk Schopenhauers

schubbe-lemanskiFoto: Veit Mette/Hardy Welsch
Experten für Schopenhauers Schriften (v.li.): Daniel Schubbe-Åkerlund und Jens Lemanski

Die FernUni-Wissenschaftler PD Dr. Jens Lemanski und Dr. Daniel Schubbe-Åkerlund sind Herausgeber eines neuen Lexikons zu Arthur Schopenhauer. Als Teil einer beliebten Lehrbuchreihe bei UTB erklärt es Grundbegriffe und Werk des deutschen Philosophen. „Eine Besonderheit des Lexikons ist seine internationale und interdisziplinäre Ausrichtung“, erklärt Lemanski. So beinhaltet der Band 200 Einträge von 76 Autorinnen und Autoren aus 18 Ländern. „Sie stammen aus unterschiedlichen Fachrichtungen wie etwa Philosophie, Literaturwissenschaft, Psychologie, Mathematik, Jura oder Wissenschaftsgeschichte.“ Den Überblick rundet eine Darstellung der Wirkungsgeschichte Schopenhauers ab, die die beiden Forscher mitverfasst haben. Dr. Daniel Schubbe-Åkerlund arbeitet im Zentralbereich der Fakultät für Kultur und Sozialwissenschaften, PD Dr. Jens Lemanski im Lehrgebiet Philosophie I von Prof. Dr. Hubertus Busche.

Zum Buch

10. September 2021 | br


Konferenz / Sonnabend und Reicherseder-Braun / VWL

Vorträge auf Sportökonomen-Konferenz

Foto: Hardy Welsch / Privat
Dr. Hendrik Sonnabend und Felia Reicherseder-Braun

Dr. Hendrik Sonnabend (Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik) und die Doktorandin Felia Reicherseder-Braun haben an der 12th Conference of the European Sport Economics Association (ESEA) teilgenommen. Die Konferenz fand vom 25. bis 27. August online statt. Hendrik Sonnabend stellte Ergebnisse der Studie „Presenteeism when employers are under pressure: evidence from professional soccer“, zusammen mit Dr. Mario Lackner, Universität Linz, vor. Felia Reicherseder-Braun präsentierte ein gemeinsames Projekt mit dem Titel „When colleagues come to see each other as rivals: Does internal competition affect workplace performance? Evidence from professional soccer“. Dabei ging es um die Frage, wie sich Rivalität am Arbeitsplatz auf die Performance auswirkt: Treibt sie an oder entmutigt sie? Für die Analyse nutzten die Forschenden Daten aus dem Profifußball. Sie widmeten sich der Rivalität zwischen Spielern auf der Torwartposition.

03. September 2021 | sam


Veröffentlichung und Berufung / Susanne Lütz / Politikwissenschaft

The European Union as a Global Actor. Trade, Finance and Climate Policy

Foto: Hardy Welsch
Prof. Susanne Lütz

Das neue Buch von Prof. Dr. Susanne Lütz (Lehrgebiet II: Internationale Politik) et al. konzentriert sich auf die Europäische Union als einen wichtigen Akteur in den internationalen Beziehungen und der internationalen Politischen Ökonomie.

Die EU handelt internationale Wirtschaftsabkommen aus, vertritt Europa in internationalen Organisationen und ist ein bedeutender Handelsblock mit einer wichtigen Reservewährung. Inwieweit und unter welchen Bedingungen die EU ihre beträchtliche Wirtschaftskraft nutzen kann, um ihre Interessen auf internationaler Ebene durchzusetzen, ist eine gleichermaßen relevante Frage für Studierende, Forschende und Praktikerinnen und Praktiker. Um dieser Frage nachzugehen, führt das Lehrbuch in das Konzept von „Actorness“ (Akteurqualität) ein und gibt einen Überblick über die wissenschaftliche Akteursdebatte sowie relevante Theorieansätze. Am Beispiel von drei zentralen europäischen Politikfeldern wie Handels-, Finanz- und Klimapolitik wird die Akteurqualität der EU vergleichend untersucht.

Susanne Lütz, Tobias Leeg, Daniel Otto und Vincent Woyames Dreher, 2021: The European Union as a Global Actor. Trade, Finance and Climate Policy. Springer Texts in Political Science and International Relations (STPSIR). Springer Nature; DOI: https://link.springer.com/book/10.1007%2F978-3-030-76673-3.

Auswahlausschuss für den Heinz Maier-Leibnitz-Preis

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Prof. Susanne Lütz für die nächsten drei Jahre in den interdisziplinären Auswahlausschuss zur Vergabe des Heinz Maier-Leibnitz-Preises berufen wurde. Hierbei handelt es sich um den wichtigsten Nachwuchspreis der DFG.

Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis, benannt nach dem im Jahr 2000 verstorbenen Physiker und ehemaligen Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft Prof. Dr. Heinz Maier-Leibnitz, wird seit 1977 vergeben. Er dient dazu, die exzellenten Leistungen von jungen Forscherinnen und Forschern anzuerkennen und sie anzuspornen, ihre wissenschaftliche Laufbahn weiterzuverfolgen. Die Preise sind mit je 20.000 Euro dotiert.

13. August 2021 | Presse


Konferenz / Sonnabend / VWL

Die Ökonomie der Fan-Fiction

Foto: Hardy Welsch
Dr. Hendrik Sonnabend

Bei der 21st International Conference on Cultural Economics (ACEI), die online vom 6. bis 9. Juli stattfand, hat Dr. Hendrik Sonnabend (Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik) eine gemeinsame Arbeit mit Dr. Maria Marchenko (Wirtschaftsuniversität Wien) vorgestellt. Sie trägt den Titel „From Consumers to Creators: The economics of fan fiction“. In dem Projekt geht es um die Frage, was das Angebot von User Generated Content (nutzergenerierte Inhalte) beeinflusst. Konkret nutzten die beiden Forschenden Daten zu Fan-Fiction. Das sind von Fans erstellte Texte mit neuen, fortgeführten oder alternativen Handlungen bestimmter Bücher oder Filme. Mithilfe der Daten ging es darum, zu untersuchen, welche Effekte das Community Feedback und neue Inhalte des Originalwerks auf die „Produktion“ von Fantexten haben – etwa in Bezug auf die Schreibzeit oder den Umfang.

04. August 2021 | Presse


Vorträge / Glawe / VWL

Neuere Arbeiten bzw. Forschungspapiere

Foto: Hardy Welsch
Dr. Linda Glawe

Dr. Linda Glawe, Wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Helmut Wagner, hat mehrere gemeinsam mit ihm verfasste Arbeiten bei den Konferenzen

  • RCEA 8th Biennial Conference: „Future of Growth”, Online, 20. und 21. Mai 2021
  • 69th AFSE Annual Congress 2021, Online, 8. bis 10. Juni 2021
  • 2021 Chinese Economists Society 2021 Conference, Online, 19. und 20. Juni 2021
  • European Economics & Finance Society Conference 2021, Online, 23. bis 25. Juni 2021

vorgestellt.

Konkret waren dies die neueren Arbeiten bzw. Forschungspapiere

  1. Schooling is not learning – The impact of the learning-adjusted years of schooling on growth in a dynamic panel data framework;
  2. The „Double Trap” in China – Multiple Equilibria in Institutions and Income and their Causal Relationship;
  3. New evidence on the institutional dynamics in China – A club convergence perspective.

30. Juli 2021 | Da


Vortrag / Schultz / BWL

Decision support for digital business models

Foto: Hardy Welsch
Dr. Carsten D. Schultz

Vom 7. bis 9. Juli fand an der Erasmus University Rotterdam die gemeinsame virtuelle Konferenz für „Data Science, Statistics & Visualisation (DSSV)“ und der „European Conference on Data Analysis (ECDA)“ statt. Die diesjährige Zielsetzung bestand darin, einen interdisziplinären Austausch von Data Science und Statistik sowie deren Anwendung zu fördern. Im Rahmen der Arbeitsgruppe Marketing hat Dr. Carsten D. Schultz, Akademischer Rat am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing (Prof. Dr. Rainer Olbrich), die FernUniversität in Hagen bei der Konferenz vertreten. An der Konferenz nahmen mehr als 200 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teil.

Schultz präsentierte die jüngsten Ergebnisse aus seiner Forschung zu digitalen Innovationen, speziell zu digitalen Sprachassistenten. Der Beitrag mit dem Titel „Decision support for digital business models: An empirical study on users’ preferences for digital voice assistants“ ist in Zusammenarbeit mit PD Dr. habil. Friederike Paetz von der Technischen Universität Clausthal entstanden. Der Beitrag untersucht mittels eines sogenannten Discrete Choice-Experiments Nutzerpräferenzen für Markierungen und weiteren Produkteigenschaften (insbesondere Datenverarbeitung, Kommunikationsmöglichkeiten und Preis) von Sprachassistenten.

Basierend auf den Daten von 350 Smart Speaker-Nutzerinnen und -Nutzern werden Latent Class –Multinomiale Logit Modelle geschätzt und fünf Nutzersegmente abgeleitet, die sich maßgeblich in ihren Präferenzen unterscheiden. Die Wichtigkeit der Markierung für den Kauf eines Sprachassistenten zeigt sich in allen identifizierten Segmenten: Während Smart Speaker einer unbekannten Marke generell abgelehnt werden, differieren die Markenpräferenz zwischen den Segmenten stark. Die nachdrückliche Präferenz einzelner digitaler Sprachassistenten verdeutlicht ihre potenzielle Schlüsselfunktion als Intermediäre in digitalen Geschäftsmodellen. Dies kann nicht nur zu Verzerrungen und Umwerfungen im bisherigen Marktgeschehen führen, sondern bedingt unter Umständen auch marktregulierende Eingriffe, sofern der Wettbewerb, z. B. durch direkte Plattformanbindung, deutlich eingeschränkt wird.

28. Juli 2021 | Presse


Veröffentlichung und Vortrag / Tausendpfund / Kultur- und Sozialwissenschaften

Empirische Studien lesen. Einführung in die Praxis der quantitativen Sozialforschung.

Foto: Bernhard Kreutzer
Dr. Markus Tausendpfund

Interview / Wagner / VWL

Wirtschaftsexperte im südkoreanischen Fernsehen

Foto: Hardy Welsch
Prof. Helmut Wagner

Prof. Dr. Helmut Wagner (Lehrstuhl für VWL, insb. Makroökonomie) wurde vom südkoreanischen Fernsehsender Arirang News zum Interview eingeladen. Arirang TV ist ein globaler, englischsprachiger Fernsehkanal in Seoul, Südkorea. Sein Service zielt auf die Überseemärkte, ähnlich wie BBC World News, und wird von der Korea International Broadcasting Foundation betrieben und finanziell vom Kulturministerium von Korea unterstützt. Der Kanal sendet in 105 Länder.

Der Hintergrund des angefragten Interviews war der vor einigen Tagen verabschiedete neue Wirtschaftsplan der südkoreanischen Regierung (der sogenannte $190 billion ‚New Deal 2.0‘ economic plan), wozu Professor Wagner auf Wunsch des Fernsehsenders als international renommierter Experte verschiedene Fragen beantwortete.

23. Juli 2021 | Presse


Konferenz / Beckmann / VWL

Wechselkurserwartungen und abnormale Renditen

Foto: FernUniversität
Prof. Joscha Beckmann

Der Lehrstuhl für Makroökonomie organisierte gemeinsam mit der City University of London vom 23. bis zum 25. Juni die 19. Jahrestagung der „European Economics and Finance Society“ (EEFS). Über 70 Teilnehmende präsentierten in einer Mischung aus Live-Vorträgen und aufgezeichneten Präsentationen ihre Forschungsarbeiten. Die EEFS hat einen breiten Fokus, der viele Bereiche der Wirtschafts- und Finanzwelt abdeckt: unter anderem Finanzmärkte und Institutionen, Internationale Währungsökonomie, Wachstum und Entwicklung und Industrieökonomie und Organisation. Prof. Dr. Joscha Beckmann, Leiter des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insbes. Makroökonomie, ist Vorstandsmitglied der EEFS und referierte über Wechselkurserwartungen und abnormale Renditen als Auswirkung der Corona-Pandemie.

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12. Juli 2021 | sam


Studie, Vortrag, Veröffentlichung / Boening / Rechtswissenschaft

Vom Arbeiterkind zum Juraprofessor – Interviewstudie über soziale Langstreckenmobilität in der Rechtswissenschaft

Foto: Privat
Dr. Anja Böning

Im universitären Fächergefüge stellt die prestigeträchtige Rechtswissenschaft die sozialexklusivste aller Disziplinen dar. Eine Interviewstudie mit Juraprofessoren, die aus statusniedrigen Herkunftsgruppen stammen, hat Dr. Anja Böning (FernUniversität, Lehrstuhl für Gender im Recht) gemeinsam mit Frerk Blome (Leibniz Universität Hannover) und Dr. Christina Möller (Fachhochschule Dortmund) durchgeführt. Tatsächlich ließen sich für die Studie nur Männer finden, die sogenannte „weite Aufstiege“ bis hin zu einer Universitätsprofessur in der Rechtswissenschaft durchlaufen haben. Dies kann mit dem ohnehin geringen Frauenanteil auf juristischen Lehrstühlen (knapp 18 Prozent) erklärt werden. Im Mittelpunkt der Untersuchung standen die Aufstiegsnarrative der interviewten Professoren, die, wie das Autorenteam herausfinden konnte, eng mit der Kohortenzugehörigkeit der Erzählenden verknüpft sind. Schrieben die Professoren älterer Kohorten in ihren Narrativen vor allem Gelegenheitsstrukturen eine hohe Bedeutung für ihren Aufstieg zu, beziehen sich jüngere Kohorten auf die Relevanz von Begabung und Ehrgeiz für ihren Aufstieg – und damit auf individuumsbezogene Narrative. Biographische Narrative wandeln sich im Zeitverlauf mit gesellschaftlichen Transformationsprozessen und sich verändernden normativen Leitbildern, die in der Gesellschaft zirkulieren.

Zur Studie

Geschlecht und Recht

Im Vortrag „Wozu brauchen wir feministische Erkenntnisperspektiven im Recht? Plädoyer für eine reflexive und herrschaftssensible Rechtswissenschaft“ leuchtete Dr. Anja Böning das Verhältnis von Geschlecht und Recht aus einer herrschaftssensiblen und machtkritischen Perspektive aus und zeigte konfigurative Momente des Verhältnisses von Recht und Geschlecht auf. Der Vortrag fand im Rahmen des Lore-Agnes-Projekts „Gender im Recht“ und des Justitia-Programms der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum statt.

Anlässlich des 150-jährigen Bestehens des § 218 StGB kommentierte Anja Böning in dem Blogbeitrag „150 Jahre § 218 StGB: Patriarchat in der Gebärmutter“ die aktuelle Regelungslage zum Abbruch einer ungewollten Schwangerschaft und konfrontierte sie mit den völkerrechtlich verbürgten reproduktiven Rechten von Frauen, die im „Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau“ (CEDAW) und der „Europäischen Menschenrechtskonvention“ (EMRK) verbürgt sind. Der Beitrag ist im „blog interdisziplinäre geschlechterforschung“ des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW nachzulesen.

Zum Blogbeitrag

07. Juli 2021 | Da

 

Veröffentlichung / Lütz / Politikwissenschaft

Global-Regional Realignments in Trade, Finance and Development

Foto: Hardy Welsch
Prof. Susanne Lütz

Prof. Dr. Susanne Lütz (Lehrgebiet Internationale Politik an der FernUniversität in Hagen) ist Herausgeberin des Sonderhefts der Zeitschrift „Global Policy“ zum Thema „Global-Regional Realignments in Trade, Finance and Development“, in dem es um das Verhältnis globaler Wirtschaftsinstitutionen wie dem IWF, der Weltbank und der WTO zu regionalen Institutionen in den Politikfeldern Handel, Finanzen und Entwicklung geht.

In dem von der FernUniversität geförderten Sonderheft untersuchen die Autoren Motive und Strategien von Akteuren in fragmentierten Regimekomplexen, fragen nach der Konkurrenz oder Komplementarität regionaler und globaler Institutionen und diskutieren die Implikationen der veränderten Institutionenlandschaft für Global Governance. Das Sonderheft geht auf einen Workshop mit dem Titel „Bretton Woods Institutions and Regional Organizations in a Changing Multilateral Order“ zurück, der im September 2019 am Regionalzentrum Berlin der FernUniversität stattfand.

Susanne Lütz (ed.) (2021), Global-Regional Realignments in Trade, Finance and Development. Special Issue of Global Policy 12 (S4), May. DOI: https://onlinelibrary.wiley.com/toc/17585899/2021/12/S4.

02. Juli 2021 | Da


Veröffentlichung / Töller / Politikwissenschaft

Fahrverbote für Dieselautos erforscht

PortraitFoto: Hardy Welsch
Prof. Annette Elisabeth Töller

Sie sind ein wichtiges Thema in vielen deutschen Städten: Fahrverbote für dieselbetriebene Autos. Der konkrete Umgang mit der Maßnahme zur Stickstoffdioxid-Reduzierung fällt jedoch sehr unterschiedlich aus. In manchen Städten gelten die Restriktionen bereits, in anderen stehen sie noch in Aussicht, in wieder anderen wurden sie verhindert. Prof. Dr. Annette Elisabeth Töller hat den politischen Prozess und sein heterogenes Ergebnis untersucht. Die Professorin leitet an der FernUniversität in Hagen das Lehrgebiet Politikfeldanalyse und Umweltpolitik. Ihre Erkenntnisse veröffentlichte sie jetzt in der wissenschaftlichen Zeitschrift European Policy Analysis (EPA).

Töller, A.E. (2021). Driving bans for diesel cars in German cities: The role of ENGOs and Courts in producing an unlikely oucome. European Policy Analysis. https://doi.org/10.1002/epa2.1120

Zur Studie

30. Juni 2021 | br


Förderung / Hoffmann / Allgemeine Psychologie

DFG-Projekt zu den Grenzen der Handlungsemulation

sven-hoffmann-querFoto: FernUniversität
Sven Hoffmann

Dr. Sven Hoffmann (Lehrgebiete Allgemeine Psychologie: Urteilen, Entscheiden, Handeln sowie Psychologische Methodenlehre und Evaluation) ist an einem neuen Projekt beteiligt, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert. Darin forscht der wissenschaftliche Mitarbeiter gemeinsam mit Prof. Dr. Christian Beste (Kognitive Neurophysiologie, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden / Institute of Psychology, TU Dresden) und Prof. Dr. Dr. Markus Raab, Leiter des Psychologischen Instituts an der Deutschen Sporthochschule in Köln.

Das Projekt trägt den Titel „The limits of action emulation – A psychophysiological investigation in athletes and patients with autism spectrum disorder“. Die DFG unterstützt es im Rahmen einer Sachbeihilfe von 2021 bis 2024. Die Handlungsplanung und -ausführung an ihren Grenzen bei Spitzensportler:innen und Menschen mit Autismus wird mithilfe von MRT und EEG neurophysiologisch untersucht und mit Transkranieller Magnetstimulation hinsichtlich ihrer kausalen Mechanismen geprüft. Ziel des Projektes ist die Prüfung und Entwicklung eines integrativen Modells der Handlungssteuerung und des motorischen Lernens. Gutachten sehen das Projekt als wegweisend für das Verständnis des menschlichen Systems zur Handlungskontrolle.

18. Juni 2021 | Presse


Workshop / Beckmann und Schmerer / VWL

„Hagener Workshop on Global Economic Studies“

Foto: FernUniversität
Prof. Joscha Beckmann (li.) und Prof. Hans-Jörg Schmerer

Prof. Dr. Hans-Jörg Schmerer (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbes. Internationale Ökonomie) und Prof. Dr. Joscha Beckmann (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insb. Makroökonomie) organisierten am 25. und 26. Mai den ersten „Hagener Workshop on Global Economic Studies“. In etwa 40 Vorträgen tauschten sich internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen der digitalen Veranstaltung zu Themen wie Internationaler Handel und Internationale Finanzmärkte aus. Mit Prof. Dr. Wilhelm Kohler (Universität Tübingen) und Prof. Dr. Hiro Ito (University of Portland) konnten zwei hochrangige Keynote-Speaker gewonnen werden. Ausgewählte Beiträge des Workshops werden in der international renommierten Zeitschrift Open Economies Review veröffentlicht.

14. Juni 2021 | Presse


Workshop / Brösel / BWL

Prof. Brösel nahm an der WMEMC 2021 teil

Foto: Hardy Welsch
Prof. Gerrit Brösel

Die „14th World Media Economics and Management Conference“ (WMEMC 2021) wurde am 21. und 22. Mai 2021 von der Luiss Business School, Rom, ausgetragen. In regelmäßigen Abständen kommen auf dieser Konferenz weltweit führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem Forschungsschwerpunkt „Medienwirtschaft” zusammen, um sich über aktuelle Themen und wirtschaftliche Entwicklungen in diesem Bereich auszutauschen. Prof. Dr. Gerrit Brösel (Lehrstuhl für BWL, insbesondere Wirtschaftsprüfung) ist Mitglied einer temporären Forschungsgruppe um Dr. Paul Clemens Murschetz, Salzburg, zum Themenschwerpunkt „Strategisches Management und Leistungstreiber im Medienbereich“. In diesem Rahmen stellte die Gruppe in Rom ihre Studie „Big Data, News Automation and Public Service Media. Developing A Generic Public Value Scorecard Model to measure PSM’s PV performance in practice” vor, die zusammen mit sechs weiteren Forschenden aus Finnland, Pakistan, Portugal, Deutschland, Österreich und den Niederlanden entstanden ist.

11. Juni 2021 | Presse


Podcast / Littkemann / BWL

Zahlen hören – Podcast für das BWL-Studium

Portraitfoto Prof. Littkemann Foto: Hardy Welsch
Prof. Jörn Littkemann

In der Podcastreihe von FernUni-Professor Jörn Littkemann gibt es vielfältige Lehr- und Forschungsinhalte zum BWL- und Controllingstudium auf die Ohren. In einem Fach voller Zahlen wie dem Controlling ist es gar nicht so einfach, Inhalte an sehbehinderte Studierende weiterzugeben. Auch aus diesem Grund entstand die Idee bei Prof. Dr. Jörn Littkemann und seinem Team (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Unternehmensrechnung und Controlling) eine Podcastreihe zu beginnen.

Littkemann produziert an der FernUniversität in Hagen bereits Lehrvideos für Moodle und YouTube sowie die Interview-Reihe „Studieren geht über Probieren“. Aus diesen Videos verwendet er die Tonspur für den Podcast. „Momentan haben wir am Lehrstuhl zwei sehbehinderte Studierende, die uns dazu gutes Feedback geben“, sagt Littkemann. Zukünftig möchten der Professor und sein Team noch mehr darauf achten, Forschungs- oder Lehrinhalte besser in den Videos zu erklären, damit es gerade den sehbehinderten Studiereden leichter fällt, das zahlenlastige Fach zu verstehen. Bisher sei es oft so, dass sie auf Hilfe anderer Personen angewiesen sind, die ihnen die Dokumente mit den Zahlen-Tabellen vorlesen. „Der Podcast richtet sich aber auch an alle anderen Studierenden, die vielleicht unterwegs Studieninhalte hören möchten.“

31.05.2021 | ag


Publikation / Rosenthal, Ternes und Strecker / BWL

Zur Simulation von Geschäftsprozessen

Die Simulation von Geschäftsprozessen stellt einen essentiellen Ansatz für die Analyse von Geschäftsprozessen im Rahmen des Geschäftsprozessmanagements (Business Process Management) dar. Der kürzlich erschienene Artikel von Dr. Kristina Rosenthal, Benjamin Ternes und Prof. Dr. Stefan Strecker (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Entwicklung von Informationssystemen) präsentiert einen umfassenden und systematisierenden Überblick über die Forschung zur Simulation von Geschäftsprozessen und es werden Forschungslücken sowie Ideen für zukünftige Forschung diskutiert.

Der Artikel ist im Journal Business & Information Systems Engineering online als Open-Access-Artikel erschienen (Link: https://doi.org/10.1007/s12599-021-00690-3).

Rosenthal, Kristina; Ternes, Benjamin; Strecker, Stefan (2021) Business Process Simulation on Procedural Graphical Process Models: Structuring Overview and Paths for Future Research. Business & Information Systems Engineering, https://doi.org/10.1007/s12599-021-00690-3 (Open Access).

25. Mai | aw


Vortrag / von Gessaphe / Rechtswissenschaft

Vortrag zum Internationalen Privatrecht

PortraitFoto: FernUniversität
Prof. Karl August Prinz von Sachsen Gessaphe

Im Rahmen eines Diplomstudiengangs zum Internationalen Privatrecht für mexikanische Bundesrichterinnen und -richter an der Escuela Federal de Formación Judicial (Bundesschule für die richterliche Ausbildung) hat Prof. Dr. Karl August Prinz von Sachsen Gessaphe einen Vortrag gehalten. Der Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung ist gut mit den Forschenden aus dem mexikanischen Organisationsteam vernetzt. Insbesondere mit dem renommierten Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Jorge Alberto Silva Silva steht er seit den 1980ern im engen Austausch. Zudem ist Prof. von Sachsen Gessaphe – selbst in Mexiko-Stadt geboren – Präsident der Deutsch-Mexikanischen Juristenvereinigung.

„In meinem Vortrag ging es um Probleme des Allgemeinen Teiles des mexikanischen Internationalen Privatrechts“, erläutert Prof. von Sachsen Gessaphe. Die Gemengelage aus verschiedenen Rechtsnormen erweist sich oft als komplex: „Ein Beispiel bildet eine polygame Ehe eines marokkanischen Staatsangehörigen, der in Marokko mit drei Frauen verheiratet ist, mit diesen nach Mexico übersiedelt, dort arbeitet und dann stirbt. Haben die drei Ehefrauen ein Recht auf eine Witwenrente und in welcher Höhe? Dem mexikanischen Recht ist die Polygamie fremd; sie verstößt wohl gegen die mexikanische öffentliche Ordnung und könnte von daher bereits nicht anerkannt werden.“

br | 20. Mai 2021


Berufung / Brösel / BWL

Prof. Brösel in den Fachbeirat der ZCG berufen

Foto: Hardy Welsch
Prof. Gerrit Brösel

Prof. Dr. Gerrit Brösel wurde in den Fachbeirat der Zeitschrift für Corporate Governance (ZCG) berufen. Die Fachzeitschrift befasst sich mit der Leitung und Überwachung in der Unternehmens- und Prüfungspraxis. Insofern ergibt sich hieraus eine enge Verzahnung zum international und interdisziplinär ausgerichteten ForschungsschwerpunktUnternehmensbewertung und Corporate Governance“ der FernUniversität, welcher von Professor Brösel, Lehrstuhl für BWL, insbesondere Wirtschaftsprüfung, koordiniert wird. Die ZCG wird vom Erich Schmidt Verlag (ESV), Berlin, herausgegeben. Aktuell (2021) erscheint die doppelt blind begutachtete Zeitschrift im 16. Jahrgang.

Darüber hinaus macht Prof. Brösel auf die Erscheinung des Lehrbuchs „Business Valuation. Functions – Methods – Principles“ aufmerksam, das er zusammen mit dem Ökonom Prof. Dr. Manfred J. Matschke verfasst hat. Es ist das weltweit erste englischsprachige Lehrbuch, das die funktionale Unternehmensbewertungslehre umfassend beleuchtet. In dem Buch, das bereits in deutscher (vier Auflagen), polnischer und russischer Version erschienen ist, werden die Fehlentwicklungen und Sackgassen aufgezeigt, die aus der einseitigen Ausrichtung auf die marktpreisorientierten Unternehmensbewertungsmethoden resultieren. Zur Verlagsseite

Presse | 30. April 2021


Veröffentlichung / Wagner und Glawe / VWL

Divergence Tendencies in the European Integration Process: A Danger for the Sustainability of the E(M)U?

Eine Frau und ein Mann lächeln in Richtung Kamera. Foto: Veit Mette (re.) und FernUniversität
Dr. Linda Glawe und Prof. Helmut Wagner

Der europäische Integrationsprozess begann mit dem Ziel, die Unterschiede im Einkommen bzw. Lebensstandard zwischen den teilnehmenden Ländern im Laufe der Zeit zu verringern. Um dies zu erreichen, wurde eine gewisse Angleichung der Institutionen und Strukturen als notwendige Voraussetzung angesehen. Während das Ziel dieser Einkommens- und institutionellen Konvergenz über einen langen Zeitraum erfolgreich erreicht wurde, hat sich diese Konvergenzentwicklung in den letzten ein bis zwei Jahrzehnten abgeschwächt oder sogar in Divergenz verwandelt.

Hierzu haben Prof. Dr. Helmut Wagner und Dr. Linda Glawe den Artikel "Divergence Tendencies in the European Integration Process: A Danger for the Sustainability of the E(M)U?" im Journal of Risk and Financial Management 14: 104 (pp. 1-22), https://doi.org/10.3390/jrfm1403010, veröffentlicht. Dieses Papier gibt einen Überblick über die Hintergründe und die empirische Evidenz für diese Konvergenz- und Divergenzentwicklungen und zeigt politische Implikationen (die Herausforderungen und mögliche Auswege) auf.

19. April 2021 | Da


Publikation / Weibler / BWL

Digitale Führung. Beziehungsgestaltung zwischen Sinnesarmut und Resonanz

Foto: Kenzo Volgmann
Prof. Jürgen Weibler

Digitale Führung bzw. Führen aus der Distanz ist inzwischen vielerorts Normalität. Aber was ist eigentlich anders, wenn wir miteinander ortsungebunden in Kontakt treten, zugleich unsere elementaren Ausdrucks- und Wahrnehmungsmöglichkeiten eingeschränkt sind? Und warum ist es so? Welche Effekte sind zu beobachten? Und vor allem: Was können wir tun? Autor dieser Forschungsstudie ist Prof. Dr. Jürgen Weibler, Leiter des Lehrstuhls für BWL, insb. Personalführung und Organisation. Sein neues Werk „Digitale Führung“ gibt hierauf grundlegende wie praxisorientierte Antworten.

Weibler, J. (2021): Digitale Führung. Beziehungsgestaltung zwischen Sinnesarmut und Resonanz. Roman Herzog Institut, München. Kostenfrei auch als Download zu beziehen: https://www.romanherzoginstitut.de/publikationen/detail/digitale-fuehrung.html

12. März 2021 | Da


Veröffentlichung / Glawe und Wagner / VWL

Endogene institutionelle Konvergenzdynamik

Foto: FernUniversität (li.,) Veit Mette
Dr. Linda Glawe, Prof. Helmut Wagner

Die Angleichung der Institutionen und der Pro-Kopf-Einkommen der EU-Mitgliedstaaten ist ein zentrales Ziel des europäischen Integrationsprozesses. Der neue Artikel von Dr. Linda Glawe und Prof. Dr. Helmut Wagner liefert neue Erkenntnisse, inwiefern nach dem EU-Beitritt eine endogene institutionelle Konvergenzdynamik eintritt. Es handelt sich um den ersten Forschungsbeitrag, der im Rahmen der Analyse der institutionellen Entwicklung innerhalb der EU die Möglichkeit von Club-Konvergenz berücksichtigt. Es werden mehrere institutionelle Cluster identifiziert, die einem geographischen Muster folgen (insbesondere liegt eine Nordwest-Südost Teilung vor). Die anfängliche Institutionenqualität und Humankapitalausstattung der EU-Mitgliedstaaten sowie die Teilnahme an der Währungsunion sind vor allem entscheidend dafür, ob ein Land zu einem Club mit relativ hoher oder niedriger Institutionenqualität konvergiert.

Der Artikel erscheint im Journal of Comparative Economics (2021) und ist bereits online verfügbar.

Glawe, Linda und Wagner, Helmut (2021) Convergence, divergence, or multiple steady states? New evidence on the institutional development within the European Union. Journal of Comparative Economics, In Press. Doi: https://doi.org/10.1016/j.jce.2021.01.006

12. März 2021 | Da


Veröffentlichung / Zhao / Psychologie

Interviews im Lehrkontext richtig editieren

Fang_Zhao-portraitFoto: privat
Fang Zhao

Im e-Learning gewinnen spezielle Interview-Videos an Beliebtheit, in denen Lehrkräfte und Fachleute auf didaktische Fragen antworten. Für den Lernerfolg der Zuschauenden spielt dabei eine Rolle, wie die Filme im Nachhinein bearbeitet wurden. Das belegt eine frisch veröffentlichte Studie von Dr. Fang Zhao Lehrgebiet Allgemeine Psychologie: Lernen, Motivation, Emotion (Prof. Dr. Robert Gaschler). Anhand ihrer Tests identifizierte die FernUni-Psychologin ablenkende Faktoren: Ist die Person, die das Interview führt, zu sehen und zu hören, lernt es sich messbar schlechter. Können sich die Lernenden hingegen ganz auf die befragte Person und ihre Antworten konzentrieren, merken sie sich die Inhalte besser. Im didaktischen Kontext ist es deshalb sinnvoll, Interviews so zu bearbeiten, dass die fragenstellende Person weder zu sehen noch zu hören ist.

Zur Studie

Zhao F.: Interviewer presence can affect learning with interview videos. E-Learning and Digital Media. February 2021. doi:10.1177/2042753021995312

10. März 2021 | br


Publikation / Weitzdörfer / Rechtswissenschaft

Jahrestag – Fukushima und das Recht

Foto: Volker Wiciok
Prof. Dr. Julius Weitzdörfer

Anlässlich des zehnten Jahrestages der Dreifachkatastrophe aus Erdbeben, Tsunami sowie dem Nuklearunfall im japanischen Fukushima am 11. März veröffentlicht Prof. Dr. Julius Weitzdörfer zwei Bücher: eine Kurzmonographie zum Tsunami und einen Sammelband zum Atomunfall. Prof. Weitzdörfer ist Juniorprofessor für Ostasiatisches Recht, insbesondere Japanisches Recht an der FernUniversität und Experte für Japan-, Atom-, Katastrophen- und Umweltrecht.

In der Kurzmonografie „Double Debt Disaster: Law, Policy, and Social Justice in the wake of Japan’s 2011 Tsunami” befasst er sich mit wirtschaftlichen Hindernissen und Gerechtigkeitsfragen, die nach Katastrophen immer wieder auftreten. Im Sammelband „Fukushima and the Law” untersucht er zusammen mit 20 internationalen Experten, welche rechtlichen Lehren aus dem Reaktorunfall gezogen werden sollten. Er wird erst nach dem Jahrestag erscheinen.

Julius Weitzdörfer & S. J. Beard: Double Debt Disaster: Law, Policy, and Social Justice in the wake of Japan’s 2011 Tsunami (Iudicium, München & Tokyo 2021, ISSN 0941-1321, 106 Seiten) Zur Veröffentlichung

Julius Weitzdörfer & Kristian Lauta (Hrsg.), Fukushima and the Law (Cambridge University Press, Cambridge 2021, ISBN: 9781108426114, ca. 640 Seiten)

10. März 2021 | sam


Publikation / Röttgers / Philosophie

Das Soziale denken

Soeben ist das Buch „Das Soziale denken. Leitlinien einer Philosophie des kommunikativen Textes“ (Weilerswist 2021) von Prof. Dr. Kurt Röttgers erschienen. Kurt Röttgers war von 1984 bis 2009 Professor für Philosophie, insbes. Praktische Philosophie an der FernUniversität in Hagen.

Dieses Werk mit 754 Seiten ist die Frucht von mehr als zehn Jahren Arbeit seit seiner Pensionierung. In ihm werden aus einer neuen sozialphilosophischen Perspektive die zentralen Themen der Reflexion auf das Soziale ausgeführt, wie z. B. das Epistemische und das Normative, der Zusammenhang des Sozialen und des Psychischen, die Zeitlichkeit des Sozialen, die Formen der Erkundung im Bereich des Sozialen, Politik und Gewalt, die Übergängigkeiten im Sozialen u.v.a.m.

Zum Buch

23. Februar 2021 | Da


Publikation / Wagner / VWL

China’s “Political-Economy Trilemma”

Foto: Hardy Welsch
Prof. Helmut Wagner

Kann ein kommunistisches Herrschaftssystem auf Dauer Stabilität und Konvergenz (ein hierfür ausreichendes Wirtschaftswachstum) gewährleisten? Dies diskutiert Prof. Dr. Helmut Wagner, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insb. Makroökonomie, am Beispiel Chinas mit Hilfe der in der Ökonomie bekannten Trilemma-Methode in seinem Beitrag China’s “Political-Economy Trilemma”: (How) Can it be Solved? in The Chinese Economy. Es wird gezeigt, dass sowohl die Mao- als auch die Deng-Entwicklungsstrategien in Bezug auf diese Ziele letztlich an zunehmenden systemischen Ungleichgewichten scheiterten. Es wird die Frage gestellt, ob die neue Strategie unter Xi Jinping , die auf teilweise neue Instrumente setzt, nämlich die Nationalismuskarte, das BRI-Programm und die digitale Überwachung, dies vermeiden kann, und es werden Strategiealternativen analysiert.

Helmut Wagner (2021): China’s “Political-Economy Trilemma”: (How) Can it be Solved?, The Chinese Economy, online first version: DOI: 10.1080/10971475.2021.1875158

Zur Studie (Link)

16. Februar 2021 | Da


Publikation / Sonnabend / VWL

Unfaire Vorteile im Profifußball

Foto: Hardy Welsch
Dr. Hendrik Sonnabend

Eine Studie über unfaire Vorteile im Profifußball von Dr. Hendrik Sonnabend, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik, und Dr. Mario Lackner von der Johannes Kepler Universität Linz ist zur Publikation angenommen worden. Die beiden Wissenschaftler haben untersucht, ob unberechtigt gegebene Elfmeter häufiger verschossen werden. Die Analyse zeigt, dass die Qualität der Schiedsrichterentscheidung und die Trefferwahrscheinlichkeit grundsätzlich in keinem Zusammenhang stehen. Allerdings treffen Kicker seltener in Situationen, in denen der Erfolg weniger wichtig ist.

Die Ergebnisse der Studie „Coping with advantageous inequity - Field evidence from professional penalty kicking” erscheinen im Journal of Behavioral and Experimental Economics. Zur Studie

01. Februar 2021 | sam


Vortrag / Glawe / VWL

„The impact of the learning-adjusted years of schooling on economic growth”

Foto: Hardy Welsch
Dr. Linda Glawe

„Schooling is not learning – the impact of the learning-adjusted years of schooling on economic growth“: Ihre gemeinsame Forschungsarbeit mit Prof. Dr. Helmut Wagner stellte Dr. Linda Glawe auf Einladung im Rahmen eines von der Nagoya Universität sowie der Japanese Society for International Development organisierten Webinars in einem eineinhalbstündigen Gastvortrag vor. Zuvor hatte sie den Artikel bereits auf dem Virtual Congress der European Economic Association präsentiert.

Zum SSRN Working Paper „Schooling is not learning“

Im Rahmen des 12th International Symposium on Human Capital and Labor Markets hatte Linda Glawe zudem die Möglichkeit, ein neues gemeinsames Forschungsprojekt mit Prof. Wagner zur Dynamik der Humankapitalentwicklung in China vorzustellen.

18. Januar 2021 | Da


Veröffentlichung / Murach und Wagner / VWL

„The effects of external shocks on the business cycle in China”

Foto: Hardy Welsch
Michael Murach (li.) und Prof. Helmut Wagner

Michael Murach und Helmut Wagner: „The effects of external shocks on the business cycle in China: A structural change perspective”, in: Review of International Economics. 2021;00:1–22.

Die Autoren Dr. Michael Murach und Prof. Dr. Helmut Wagner untersuchen die Auswirkungen von externen Schocks auf den Konjunkturzyklus in China und seinen Sektoren (Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen). Sie zeigen mithilfe von VAR-Analysen, dass China – und dort insbesondere der Industriesektor - anfällig für externe Schocks ist. Dies wirkt sich über einen Handelskanal, einen Finanzkanal und einen Vertrauenskanal der Konjunkturübertragung von wichtigen Handelspartnerländern auf die chinesische Wirtschaft aus.

Sie argumentieren, dass die Tertiarisierung in China ein Weg sein könnte, damit das Land weniger anfällig gegenüber diesen Schocks wird.

Zur Veröffentlichung

18. Januar 2021 | Da


Veröffentlichung / Hoffmann / Philosophie

Dissertation ins Englische übersetzt

Foto: Hardy Welsch
Prof. Thomas Sören Hoffmann

Thomas Sören Hoffmann, Absolute Form: Modality, Individuality and the Principle of Philosophy in Kant and Hegel. Brill: Leiden / Boston 2020, 356 S., ISBN: 978-90-04-44105-7 (Critical Studies in German Idealism, Band 27).

Bei dem Buch handelt es sich um die um ein aktuelles Vorwort erweiterte englische Übersetzung seiner Dissertation (1990, Neudruck 2012), die der Verlag noch knapp zum Hegeljahr 2020 herausgebracht hat.

18. Januar 2021 | Da


Veröffentlichung / Kieckhäfer / BWL

Nachhaltige Lieferketten

Karsten KieckhäferFoto: Volker Viciok
Prof. Dr. Karsten Kieckhäfer

Nachhaltigkeit sollte weniger als inflationär genutztes Schlagwort verstanden werden, vielmehr sollte sie als Leitbild für unser Handeln gelten. In einem Gastbeitrag für den Blog „Inclusive Productivity“ der Bertelsmann-Stiftung beschreibt Prof. Dr. Karsten Kieckhäfer (Lehrstuhl für BWL, insb. Produktion und Logistik) nachhaltige Entwicklungen aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive. Als anschauliches Beispiel für nachhaltige Lieferketten nennt Kieckhäfer die Elektromobilität. In seinem Beitrag gibt er Impulse, bei der Forderung nach nachhaltigen Lieferketten immer ökonomische, ökologische und soziale Ziele mitzudenken. Elektrofahrzeuge sind zwar ein wichtiger Baustein zur Senkung von CO2-Emissionen, jedoch birgt gerade die Batterieherstellung, die von knappen Rohstoffen abhängt, noch einige Herausforderungen. Zum Beitrag

16. Dezember | sam


Veröffentlichung / Diamanti / Philosophie

Publikation zum Hegeljahr 2020

diamantiFoto: privat
Marco Diamanti

Marco Diamanti, Doktorand im Rahmen einer binationalen Promotion an der italienischen Sapienza Università di Roma und der FernUniversität in Hagen, hat im Hegeljahr 2020 einen Band zur italienischen Hegelrezeption im 19. Jahrhundert herausgebracht.

Der Band fußt unter anderem auf Studien, die Marco Diamanti für mehrere Monate am Lehrgebiet Praktische Philosophie I: Ethik, Recht, Ökonomie (Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann) betrieben hat. Er enthält Beiträge von insgesamt neun Fachgelehrten, darunter die Studie „Die Besonderheiten der italienischen Hegelrezeption im Kontext des Internationalen Hegelianismus des 19. Jahrhunderts“ von Prof. Hoffmann (S. 89-106) sowie den Beitrag „Vom Leben zum Denken: Antonio Labriola und das Hegelsche Erbe“ von Marco Diamanti (S. 191-219).

Der Band ist unter dem Titel „La fortuna di Hegel in Italia nell’Ottocento“ bei Bibliopolis in Neapel erschienen.

14. Dezember | proe


Veröffentlichung / MaxFab / Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit

Nachhaltige Entscheidungsfindung in Produktion und Logistik

Die Forschungsinitiative MaxFab – Management Energieflexibler Fabriken des Forschungsschwerpunkts Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit hat eine Sonderausgabe des Journal of Business Economics herausgegeben. MaxFab zielt darauf ab, den Wissensstand zur strategischen Planung und zum operativen Betrieb energieflexibler Fabriken zu erweitern. Das Special Issue behandelt das Thema „Sustainable Decision-Making in Production and Logistics“ aus verschiedenen Perspektiven: Entscheidungsträger in Unternehmen konzentrieren sich immer mehr auf nachhaltig produzierte und transportierte Güter, um den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens zu verbessern sowie die natürlichen Ressourcen zu schützen und damit die Auswirkungen des Klimawandels abzuschwächen. Um diese Ziele schrittweise zu erreichen, müssen zukünftig die jeweiligen Ursache-Wirkungs-Beziehungen zwischen ökologischen und ökonomischen Faktoren aufgedeckt und angemessen in den Entscheidungsprozess eingebettet werden, so der Tenor der Sonderausgabe. Zur Veröffentlichung.

Fandel, G., Kleine, A. & Dellnitz, A. Editorial „sustainable decision-making in production and logistics“. J Bus Econ 90

2. Dezember 2020 | sam


Veröffentlichung / Hoffmann und Stübinger / Kultur, Sozial- und Geisteswissenschaften, Rechtswissenschaft

Hegel-Tagung dokumentiert

Foto: Hardy Welsch / FernUniversität
Prof. Dr. Hoffmann / Prof. Dr. Stübinger

Im neuen Heft der „Zeitschrift für Rechtsphilosophie“ (ZRph) dokumentieren die beiden Herausgeber Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann (Lehrgebiet Philosophie II, Praktische Philosophie: Ethik, Recht, Ökonomie) und Prof. Dr. Stephan Stübinger (Lehrstuhl für Strafrecht und Strafrechtsgeschichte und Rechtsphilosophie) eine Tagung zu Hegels Rechtsphilosophie auf dem Campus der FernUniversität in Hagen. Im Oktober 2019 diskutierten hier elf Referentinnen und Referenten aus sieben Ländern über die „Grundlinien der Philosophie des Rechts“ von Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831). Anlass der Tagung war das Erscheinen der „Rechtsphilosophie“ vor 200 Jahren.

Der aktuelle Band der ZRph vereint dabei vor allem Beiträge, die im Rahmen des Forschungscolloquiums vorgetragen wurden. Mitwirkende sind u.a. Johann Braun (Passau), Kathrin Gierhake (Regensburg), Max Gottschlich (Linz), Jean-François Kervégan (Paris), Diethelm Klesczewski (Leipzig), Jakub Kloc-Konkolowicz (Warschau), Christian Krijnen (Amsterdam), Michael Pawlik (Freiburg), Markus Rothhaar (Fortaleza), Kurt Seelmann (Basel) und Matthias Wachter (Regensburg).

Zeitschrift für Rechtsphilosophie. Neue Folge 4 (2020), hg. von Thomas Sören Hoffmann und Stephan Stübinger, LIT Verlag: Berlin / Hamburg / London / Münster, 206 S., ISSN 1618-4726

30. November 2020 | Da


Online-Vortrag / Falkner / Rechtswissenschaft

Strafphilosophie von Leo Tolstoi

Foto: privat
Dirk Falkner

„The Antagonism Between the Criminal Law and Human Dignity in Leo Tolstoy’s Philosophy“ war der Titel eines Vortrags, mit dem sich Dirk Falkner als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Lehrstuhl für Strafrecht und Strafrechtsgeschichte und Rechtsphilosophie (Prof. Dr. Stephan Stübinger) an der Konferenz „Havoc and Healing: Insights into Human Action in Tolstoy and Dostoevsky“ beteiligte. Organisiert wurde die (Online-)Konferenz von der Universität Uppsala.

In seinem Konferenzbeitrag schilderte er das wesentliche Element der Strafphilosophie von Leo Tolstoi: seine Überzeugung, dass das Strafrecht die Menschen durch die blinde Anwendung der Formalitäten und Gesetzesparagraphen schematisch und gefühllos behandle, sie willkürlich zu rechtschaffenen Bürgerinnen und Bürgern stilisiere oder als ruchlose Verbrecherinnen und Verbrecher verdamme und dabei gerade das Wesentliche außer Acht lasse, bestenfalls als „mildernde Umstände“ abtue.

16. November 2020 | Da


Veröffentlichung / Zhao, Gaschler / Psychologie

Bildschirmabstand bei Kindern untersucht

 
Zwei PortraisFoto: privat/Hardy Welsch
Zhao Fang und Robert Gaschler

„Halt still und konzentrier dich!“ – diese Aufforderung an Kinder ist wenig förderlich: Sollen sie schwere Aufgaben am Computer lösen, hilft es ihnen eher, beim Sitzen Bewegungsfreiheit zu haben. Das zeigt eine neue Studie, die die FernUni-Forschenden Dr. Fang Zhao und Prof. Dr. Robert Gaschler (Lehrgebiet Allgemeine Psychologie: Lernen, Motivation, Emotion) gemeinsam mit Prof. Dr. Wolfgang Schnotz und Dr. Inga Wagner von der Universität Koblenz-Landau veröffentlicht haben. Für den Versuch sollten Kinder möglichst stillsitzen, während ihnen auf dem Monitor verschiedene Aufgaben gestellt wurden. Den jungen Testpersonen fiel die starre Haltung umso schwerer, je größer die Anforderung an sie wurde. „Wenn die Aufgaben schwierig wurden, rutschten die Kinder automatisch näher an dem Bildschirm heran und wippten stärker vor und zurück“, fasst Fang Zhao das Ergebnis zusammen. Die vollständige Studie steht jetzt online zur Verfügung. Zur Studie

Zhao, F., Gaschler, R., Schnotz, W. and Wagner, I. 2020. Regulating distance to the screen while engaging in difficult tasks. Frontline Learning Research. 8, 6 (Nov. 2020), 59 - 76. DOI: https://doi.org/10.14786/flr.v8i6.663

9. November | br


Veröffentlichung / Böning / Gender im Recht

Chancengleichheit im Öffentlichen Recht und Diskriminierung durch KI

Anja BöningFoto: FernUniversität
Anja Böning

Die soziale Zusammensetzung der Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im Öffentlichen Recht hat Dr. Anja Böning (Lehrstuhl für Gender im Recht) in einer explorativen Online-Erhebung untersucht. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt in der Festschrift „Wandlungen im Öffentlichen Recht“ erschienen. Die Daten verweisen auf einen sehr hohen Anteil von Kindern aus sozial privilegierten Bevölkerungsgruppen und bestätigen bisherige Befunde, die die Rechtswissenschaft als eine sozial exklusive und für Bildungsaufsteiger und -aufsteigerinnen wenig offene Disziplin charakterisieren.

Böning, Anja: Zur sozialen Situation der Assistent*innen im Öffentlichen Recht – Explorative Erkenntnisse aus einer Online-Erhebung. In: Bretthauer, Sebastian/Henrich, Christina/Völzmann, Berit/Wolckenhaar, Leonard/Zimmermann, Sören (Hrsg.): Wandlungen im Öffentlichen Recht. Festschrift zu 60 Jahren Assistententagung. Baden-Baden 2020. S. 253-278.

Um eine inklusive KI in Europa ging es bei einem Roundtable, zu dem Dr. Anja Böning eingeladen war. Er wurde von der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland in Kooperation mit dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft veranstaltet. Ziel war es, den Austausch unterschiedlicher Interessensgruppen zu KI zu fördern und Diskriminierungsrisiken, die mit dem Einsatz lernender Systeme verbunden sind, zu diskutieren.

9. November | sam


Veröffentlichung / Meyering, Müller-Thomczik / BWL

100 Jahre Betriebswirtschaftliche Steuerlehre

Stephan Meyering und Sandra Müller-ThomczikFoto: Hardy Welsch
Stephan Meyering und Sandra Müller-Thomczik

Seit einigen Jahrzehnten ist in der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre ein zunehmendes Bestreben nach empirischen Arbeiten wahrzunehmen, dass die analytisch-normative Forschung in den Hintergrund zu treten droht. Prof. Dr. Stephan Meyering und Dr. Sandra Müller-Thomczik (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Betriebswirtschaftliche Steuerlehre) haben in einem Grundlagenaufsatz zur Forschungsmethodik die Relevanz des analytisch-normativen Vorgehens herausgearbeitet. Zudem gelang es ihnen, die grundsätzliche Vorgehensweise zu beschreiben und damit Neuland in der Literatur zu betreten. Im Gegensatz zur empirischen Forschung, die auf zahlreiche methodischen Beschreibungen zurückblicken kann, sind wissenschaftstheoretische Überlegungen im Bereich der analytisch-normativen Forschung bisher rar gesät.

Meyering, Stephan/Müller-Thomczik, Sandra: 100 Jahre Betriebswirtschaftliche Steuerlehre – eine Analyse zentraler Kritikpunkte an analytisch-normativer Forschung, in: Steuer und Wirtschaft (StuW), 78. Jg. (2020), S. 263-275.

5. November | sam


Publikation / Sonnabend / VWL

Wie verhalten sich Teams im Wettbewerb?

Hendrik SonnabendFoto: Hardy Welsch
Hendrik Sonnabend

Die Reaktion auf entmutigende Umstände im Teamsport hat Dr. Hendrik Sonnabend, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik, untersucht. Für seine Studie, die bereits im Frühjahr im Journal „Managerial and Decision Economics“ erschienen ist und jetzt frei zugänglich über den Verlag Wiley-VCH abrufbar ist, hat der Wissenschaftler Daten aus dem professionellen Beachvolleyball herangezogen. Unter anderem konnte er nachweisen, dass es durchaus Reaktionen auf Rückstände oder sehr ungleiche Duelle gibt, die entmutigend wirken und das Ergebnis beeinflussen. Unterschiede zwischen Frauen- und Männerteams existieren nicht. Demgegenüber scheinen altersdiverse Alt-Jung-Duos robuster gegenüber Rückständen zu sein als altershomogene Teams.

Zur Studie „On discouraging environments in team contests: Evidence from top‐level beach volleyball“: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/mde.3153

4. November | sam


Veröffentlichung / Murach, Wagner et. al. / VWL

Wirtschaftsentwicklungen in China, Japan und Südkorea verglichen

Foto: Hardy Welsch
Michael Murach und Prof. Helmut Wagner

Japan und Südkorea sind schnell vom Status der Länder mit mittlerem Einkommen zum Status der Länder mit hohem Einkommen aufgestiegen und bieten der Volksrepublik China wertvolle Lehren.

In ihrem Aufsatz „Trajectories to High Income: Growth Dynamics in Japan, the People’s Republic of China, and the Republic of Korea”, ADB Economics Working Paper No. 622 | October 2020, Asian Development Bank, Manila) verwenden Michael Murach, Prof. Dr. Helmut Wagner (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insb. Makroökonomie), Jungsuk Kim und Donghyun Park Cobb-Douglas-Produktionsfunktionen, um die langfristigen Gleichgewichtsbeziehungen zwischen Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt, Kapital und Arbeit mit Hilfe kointegrierter VAR-Modelle zu untersuchen, um so die wirtschaftlichen Wachstums- und Strukturtransformations-Trajektorien von China, Südkorea und Japan auf der makroökonomischen Ebene zu vergleichen.

15. Oktober | Da


Auszeichnung mit Best Conference Paper Award der SERVSIG-Konferenz 2020

Prof. Dr. Sabine Fließ, Stefan Dyck und Maarten Volkers (Douglas-Stiftungslehrstuhl für Dienstleistungsmanagement) erhielten bei der diesjährigen SERVSIG-Konferenz den Best Conference Paper Award für einen konzeptionellen Beitrag zur Kundensicht des Dienstleistungsprozesses. Darin verwenden sie die „Event Segmentation Theory“ als Erklärungsansatz dafür, wie Kundinnen und Kunden Dienstleistungsprozesse in kleinere Sinneinheiten gliedern. Außerdem gibt der Beitrag Handlungsempfehlungen dazu, wie Dienstleistende diesen Segmentierungsmechanismus nutzen können, um Kundinnen und Kunden dabei zu helfen, an der Erbringung von Dienstleistungen zielführender mitzuwirken.

Abstract zum Artikel „Understanding the Structure of Service Processes from a Customer Perspective – an Event Segmentation Approach“.

13. Oktober | br


Inklusion / Fisseler / Fachmediendidaktik

Inklusive digitale Hochschullehre

Bjoern-fisseler-img-6973Foto: FernUniversität
Björn Fisseler

Als die Hochschulen das digitale Sommersemester inmitten der Corona-Krise einleuteten, hat die FernUniversität Starthilfe geleistet. Dr. Björn Fisseler, Fachmediendidaktiker an der Fakultät für Psychologie, befasst sich professionell mit digitaler Barrierefreiheit und inklusiver Hochschullehre. Die Themen hat er in die Community of Practice beim Hochschulforum Digitalisierung (HFD) sowie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DPGs) eingebracht. Daraus entstanden sind ein Artikel im fnma Magazin sowie mehrere Blogbeiträge für das HFD. Sie werden sukzessive im Dossier „Diversität und Barrierefreiheit“ veröffentlicht .

Zum Thema „inklusive digitale Hochschullehre“ hat Dr. Fisseler am 7. Oktober 2020 den Vortrag „Online Teaching's Future Is in the Margins“ beim University Future Festival des HFD gehalten. Für einen Vortrag zum Thema „Digitale Inklusion in Hochschulen“ hat ihn die Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) zu ihrer Jahrestagung eingeladen. Sie findet dieses Jahr online statt.

Fisseler, B. (2020). Inklusive digitale Hochschullehre. fnma Magazin, 2, 9–12. (PDF)

9. Oktober | br


Publikation / Hoffmann / Philosophie

Leitfaden zum Verständnis von Hegel aktualisiert

Portrait Helmut Wagner Foto: Hardy Welsch
Prof. Dr. Hoffmann

Aus Anlass des 250. Geburtstages des Vollenders des Deutschen Idealismus, Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831), hat der Marixverlag in Wiesbaden den Leitfaden zum Verständnis des Philosophen erneut herausgebracht:

  • Thomas Sören Hoffmann, G.W.F. Hegel. Eine Propädeutik, 4. Aufl. Wiesbaden 2020, 543 S., ISBN 978-3-86539-290-9

Das Werk, das gegenüber der Erstausgabe in aktualisierter, vierter Version vorgelegt wird, ist auch in spanischer (2014) und englischer (2015) Übersetzung erschienen. Eine Übersetzung ins Italienische ist derzeit in Vorbereitung.

Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann leitet an der FernUniversität das Lehrgebiet Philosophie II.

28. September | can


Publikationen / Wagner, Glawe / VWL

Konzept der „Middle-Income-Trap“ modifiziert

Portrait Helmut Wagner Foto: Hardy Welsch
Prof. Helmut Wagner
Portrait Linda Glawe Foto: Hardy Welsch
Linda Glawe

Dr. Linda Glawe und Prof. Dr. Helmut Wagner (Lehrstuhl für Makroökonomie) haben das Konzept der „Middle-Income-Trap“ (MIT) vor dem Hintergrund der Vierten Industriellen Revolution und der Herausforderungen durch Automatisierung (unter Kreierung des Konzepts der „MIT 2.0“) modifiziert und diskutieren die Implikationen für das sich in der Entwicklung befindende Asien: “The Middle-Income Trap 2.0: The Increasing Role of Human Capital in the Age of Automation and Implications for Developing Asia”, in: Asian Economic Papers, Volume 19 | Issue 3 | Fall 2020, p. 40-58.

Insbesondere analysieren sie die Auswirkungen von Automatisierung, künstlicher Intelligenz und Digitalisierung auf die Wachstumstreiber der aufstrebenden Marktwirtschaften und den MIT-Mechanismus. Als wichtigster Erfolgsfaktor für die Überwindung des MIT 2.0 kristallisiert sich die Verbesserung der Qualifikationen, die mit dem raschen Voranschreiten der Automatisierung benötigt werden, heraus.

25. September | aw

 
Publikation / Tausendpfund / Sozialwissenschaften

Analyseverfahren im Überblick

Tausendpfund-demokratiezufriedenheit-portraitFoto: FernUniversität
Markus Tausendpfund

In seinem neuen Buch gibt Dr. Markus Tausendpfund (Arbeitsstelle Quantitative Methoden) einen Überblick über wesentliche Analyseverfahren in den Sozialwissenschaften – etwa Regression, Faktorenanalyse, Qualitative Comparative Analysis oder Inhaltsanalyse. Dabei stellt er die einzelnen Verfahren nicht abstrakt dar, sondern macht sie anhand konkreter sozialwissenschaftlicher Fragestellungen anschaulich. Außerdem erklärt er die Voraussetzungen der Verfahren und diskutiert ihre Vor- und Nachteile. Der Band soll die passive Methodenkompetenz fördern und ein tieferes Interesse für die Verfahren wecken.

Tausendpfund, Markus, Hrsg. 2020. Fortgeschrittene Analyseverfahren in den Sozialwissenschaften. Ein Überblick. Wiesbaden: Springer VS.

23. September | br


Paper Award / Beierle, Sauerwald / Informatik

Auszeichnung für KI-Forschung

Foto: Hardy Welsch
Prof. Dr. Beierle

Auf der internationalen Konferenz „The 24th European Conference on Artificial Intelligence“ (ECAI 2020) in Santiago de Compostela/Spanien haben Prof. Dr. Christoph Beierle und Kai Sauerwald, beide Lehrgebiet Wissensbasierte Systeme, gemeinsam mit Prof. Dr. Gabriele Kern-Isberner, TU Dortmund, den „Distinguished Paper Award“ erhalten. Den Preis, mit dem die besten sechs Arbeiten der ECAI 2020 aus mehr als 1700 Einreichungen ausgezeichnet wurden, erhielten sie für den Beitrag „A Conditional Perspective for Iterated Belief Contraction“. Die alle zwei Jahre stattfindende ECAI ist eine der weltweit renommiertesten und größten KI-Konferenzen.

In ihrem Paper entwickeln die Autorin und die Autoren eine neue Betrachtungsweise für das gezielte Zurücknehmen und Vergessen von Wissen. Die Arbeit zeigt dabei insbesondere auf, wie sich grundlegende Prinzipien für Wissensänderungen kompakter beschreiben lassen und entstand im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Kooperationsprojekts FADE. Das Projekt ist Teil des DFG-Schwerpunktprogramms 1921 „Intentional Forgetting“ und soll Methoden des menschlichen Vergessens für komplexe Systeme in Organisationen nutzbar machen.

8. September | aw


DFG-Projekt / Liepelt / Allgemeine Psychologie

DFG bewilligt Projektförderung

Foto: Hardy Welsch
Prof. Dr. Liepelt

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ein Drittmittelprojekt bewilligt, das Prof. Dr. Roman Liepelt (Lehrgebiet Allgemeine Psychologie: Urteilen, Entscheiden, Handeln) in Kooperation mit Prof. Dr. Rico Fischer von der Universität Greifswald durchführt. Das Vorhaben trägt den Titel: „Verstärkte Wahrnehmungs-Handlungs-Verknüpfung durch verkörperte Kognition“.

Das Projekt erforscht, ob Menschen besser im Multitasking sind, wenn ihre körperlichen Reaktionen in direkter Nähe zu äußerlichen Reizen stattfinden – etwa bei der Bedienung eines Touchscreens mit der Hand. Die Wissenschaftler interessiert dabei besonders, wie Menschen mit moderner Technik interagieren.

10. August | br


Publikationen / Wagner / VWL

Evolution aus makroökonomischer Perspektive

Foto: Hardy Welsch
Prof. Helmut Wagner

Asiatischer Monetary Fund

Die Asiatischen Länder haben aus den Erfahrungen der Asienkrise heraus in den letzten zwei Jahrzehnten häufiger versucht, einen eigenen Asiatischen Monetary Fund als Gegenstück und als Abgrenzung zum International Monetary Fund (IWF) zu etablieren. Hier werden die Realisierungschancen sowie die Fallstricke eines solchen Vorhabens näher betrachtet.

Helmut Wagner: „Comments on Toward an Asian Monetary Fund: Ideas for Transition”, in: Asian Economic Papers, Volume 19 | Issue 2 | Summer 2020

06. August | Da


Publikationen / Prinz von Sachsen Gessaphe / Rechtswissenschaft

Europäischer Rechtsverkehr in Zivil- und Strafsachen

Von-sachsen-gessaphe-500Foto: FernUniversität
Prof. Prinz von Sachsen Gessaphe ist mit zwei Beiträgen im Jahrbuch für Italienisches Recht vertreten.

Der Band 32 des Jahrbuchs für Italienisches Recht befasst sich schwerpunktmäßig mit dem europäischen Rechtsverkehr in Zivil- und Strafsachen und weist eine breite Palette von Themen auf. Er enthält zwei Beiträge von Prof. Dr. Prinz von Sachsen Gessaphe (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung). Der Beitrag „Die Adhäsionsklage und das Verhältnis zwischen Strafverfahren und Zivilklage in der deutschen Rechtsordnung“ befasst sich mit der Möglichkeit für das Opfer einer Straftat, seine zivilrechtlichen Schadensersatzansprüche bereits im Strafverfahren gegen den vermeintlichen Straftäter geltend zu machen (Adhäsionsverfahren). Der zweite Beitrag „Unionsrechtliche Regelung von Unterhaltssachen mit Auslandsbezug“ beleuchtet die Auswirkungen der Europäischen Verordnung (EG) Nr. 4/2009 über die Zuständigkeit, das anwendbare Recht, die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen und die Zusammenarbeit in Unterhaltssachen v. 18.12.2008 an Hand von Beispielfällen aus der grenzüberschreitenden Rechtspraxis, wie sie von deutschen Gerichten und dem EuGH entschieden worden sind.

30. Juli | sam


Publikationen / Dimitris-Tsatsos-Institut / Europäische Verfassungswissenschaften

Handbuch- und Editionsprojekt: Zwei neue Bände

Handbuecher DtievFoto: FernUniversität

Das am Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften angesiedelte Handbuch- und Editionsprojekt zur europäischen Verfassungsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert hat weitere Ergebnisse in zwei neuen Bänden vorgelegt. Die Publikationen behandeln auf jeweils über 1.500 Seiten die europäische Verfassungsentwicklung der Zeitabschnitte 1848-1870 und 1989-2013.

Band 3 (1848-1870) setzt die vorangegangene Betrachtung der verfassungsgeschichtlichen Entwicklung Europas im 19. Jahrhundert fort: Der Band setzt mit der großen europäischen Revolutionswelle von 1848/49 ein und veranschaulicht bis 1870 die weitere Ausgestaltung des spannungsreichen Verhältnisses zwischen mehrheitlich monarchisch geprägter Staatsspitze und nach politischer Partizipation drängender Bürger- und Arbeiterschaft.

Band 5 (seit 1989) bildet den Schlussstein der neu eröffneten Handbuchreihe zum 20. Jahrhundert, die die verfassungsgeschichtliche Betrachtung der Vorgängerbände aus der Reihe zum 19. Jahrhundert fortsetzt. Beginnend mit den Umwälzungen von 1989/90 veranschaulicht der Band bis in die 2010er-Jahre hinein das Spannungs- und Wechselverhältnis zwischen der einzelstaatlichen Verfassungsentwicklung sowie der Ausbildung einer supranationalen Verfassungsebene im Zuge des europäischen Integrationsprozesses.

28. Juli | sam


Publikationen / Wagner, Turke, Glawe / VWL

VWL-Übungsbuch und Artikel zu China

Prof. Dr. Helmut Wagner und Hilke Turke haben die Neuauflage des Übungsbuchs „VWL-Klausuren. Ein Übungsbuch“ (De Gruyter Oldenbourg 2020, 4. Auflage) veröffentlicht.

Zwei neue Artikel zu China haben Dr. Linda Glawe und Prof. Helmut Wagner veröffentlicht:

02. Juli | Presse


Projekt / Bildungsforschung / Literarisches Schreiben

FernUniversität evaluiert Fortbildung für Lehrkräfte

Das Programm „Weltenschreiber – Das Literaturvermittlungsprogramm für Kinder und Jugendliche“ der Robert Bosch Stiftung will junge Menschen für Literatur begeistern. Ein zentraler Baustein des Programms ist unter anderem eine 18-monatige Fortbildung für Lehrkräfte zum Literarischen Schreiben. Die Evaluation dieser Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer an den Standorten Göttingen, Rostock und Stuttgart ist Gegenstand des Forschungsprojektes am Lehrgebiet Empirische Bildungsforschung an der FernUniversität in Hagen. Der Stellenwert des literarischen Schreibens im Deutschunterricht und in der öffentlichen Wahrnehmung soll so anerkannt und die Weiterbildung nachhaltig in der Förderpolitik der Länder verankert werden. Wie diese Ziele erreicht werden können und welche Gelingensbedingungen es hierfür gibt, soll die Evaluation zeigen.
Die zweite Evaluationsrunde startet in Kürze und läuft insgesamt 24 Monate (1. Juli 2020 bis 30. Juni 2022). Die Piloten der Weiterbildung in Göttingen und Rostock wurden bereits von Prof. Dr. Julia Schütz, Nora Berner und Davin Patrick Akko (Lehrgebiet Empirische Bildungsforschung) evaluiert.

10. Juni | can


Artikel / Kauff / Psychologie

Der Glaube an Diversität und seine Konsequenzen

PortaitFoto: Hardy Welsch
Prof. Mathias Kauff ist Hauptautor der neuen Studie

„Wir sollten die Vielfalt in unserem Land schätzen, denn sie kann uns einen Nutzen bringen.“ So könnte ein öffentliches Statement zu kultureller Diversität lauten. Prof. Dr. Mathias Kauff sieht in dieser Haltung ein Problem, auch wenn sie meist wohlgemeint ist: „Diversität wird nicht aus sich heraus wertgeschätzt, sondern weil sie einen Gewinn bringen soll. Die Wertschätzung von Vielfalt ist hier abhängig von einer unterstellten Nützlichkeit.“ Vor seinem Ruf an die Medical School Hamburg arbeitete Prof. Kauff im Lehrgebiet Psychologische Methodenlehre der FernUniversität in Hagen. Dort befasste er sich gemeinsam mit Lehrgebietsleiter Prof. Dr. Oliver Christ und Prof. Dr. Katharina Schmid (ESADE Business School, Barcelona) mit dem Thema. Ein neuer Artikel fasst die Ergebnisse nun zusammen: „When good for business is not good enough: Effects of pro-diversity beliefs and instrumentality of diversity on intergroup attitudes“ Den Rahmen bildete das DFG-Projekt: „Die Dunkle Seite nutzenbezogener Wertschätzung von Diversität – Outgroup-Abwertung durch Personen mit Pro-Diversity Beliefs als Reaktion auf nicht-nützlichen Intergruppenkontakt“.

8. Juni | br


Workshop / Dettmers / Psychologie

17. Nachwuchsworkshop der DGPs-Fachgruppe Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie

nachwuchsworkshop-dgpsFoto: Torsten Silz

Das Lehrgebiet Arbeits- und Organisationspsychologie der FernUniversität in Hagen (Prof. Dr. Jan Dettmers) richtet den 17. Nachwuchsworkshop der Fachgruppe Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie aus. Die Veranstaltung findet vom 3. bis 5. Februar auf dem Hagener Campus statt.

Der Nachwuchsworkshop ist ein Angebot für Doktorandinnen und Doktoranden in unterschiedlichen Phasen ihres Promotionsvorhabens, die auf Fragestellungen aus der Arbeits-, Organisations- oder Wirtschaftspsychologie ausgerichtet sind. Ziel ist es, sie bei der Weiterentwicklung ihrer Dissertation zu fördern und strategisches Wissen für die eigene Karriereentwicklung zu vermitteln. Zudem erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit aktuellen (auch kontroversen) Themen der Forschungspraxis (Publikation, Zeitschriften, Drittmittel) und Karrierewegen.

Die Teilnehmenden haben im Workshop die Möglichkeit, ihre Vorhaben in einem kleinen Kreis vorzustellen und intensives Feedback von Peers und Senior Scientists zu erhalten. Der Workshop ist damit nicht nur eine gute Gelegenheit, Rückmeldung zum eigenen Promotionsvorhaben zu erhalten, sondern auch andere Doktorandinnen und Doktoranden sowie erfahrenere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kennenzulernen.

12. Mai | proe


Forschungsprojekt / Baule / BWL

Sind Informationen der Banken transparent und vergleichbar?

Rainer-baule Hw 800x480Foto: Hardy Welsch
Prof. Rainer Baule

Nach über zehn Jahren nach der Finanzkrise untersuchen Prof. Dr. Baule und David Shkel (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Bank- und Finanzwirtschaft) in einem bewilligten Drittmittelprojekt, wie sich der Anlegerschutz im Zusammenhang mit strukturierten Finanzprodukten entwickelt hat. Das Forschungsprojekt fördert das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Im Projekt möchten Prof. Baule und David Shkel die Kostentransparenz für Verbraucher näher analysieren. Konkret soll untersucht werden, inwieweit die Regulierungsmaßnahme nach der Finanzkrise tatsächlich einen Mehrwert für den Kleinanleger hinsichtlich Information und Vergleichbarkeit der in den Finanzprodukten enthaltenen (mitunter versteckten) Kosten erzielt. Dieses Marktsegment ist in Deutschland häufig unter dem Begriff „Zertifikate“ bekannt und erfreut sich großer Beliebtheit.

6. Mai | ag


Publikation / Sonnabend / VWL

Tribute-Bands und Ticketpreise

Hendrik-sonnabendFoto: FernUniversität
Hendrik Sonnabend

Die Studie mit dem Titel „Pricing in live music: an empirical analysis of the tribute band sector” (mit Samuel Cameron) ist soeben im Journal “Economics Bulletin” veröffentlicht worden (als PDF abrufen).

In der Studie von Dr. Hendrik Sonnabend, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik, geht es um ein Phänomen im Musikgeschäft, die „Tribute-Bands“. Dabei handelt es sich um Musiker und Musikerinnen, die auf Konzerten die Werke eines musikalischen Vorbilds möglichst originalgetreu (d.h. auch mit optischer Ähnlichkeit) präsentieren. Aus industrieökonomischer Sicht ließe sich von imperfekten Substituten sprechen. In der empirischen Arbeit haben wir unter anderem untersucht, wie sich die Verfügbarkeit des „Originals“ auf die (Ticket-)Preisgestaltung der „Copycats“ auswirkt. Es zeigt sich, dass die Ticketpreise am höchsten sind, wenn das „Original“ nicht mehr am Markt existiert.

5. Mai | can


Publikation / Weibler / BWL

Bad Leadership

WeiblerFoto: Hardy Welsch
Prof. Jürgen Weibler

Bad Leadership steht im Rang eines universellen Phänomens und erlebt als Thematik innerhalb der Führungsforschung derzeit einen regelrechten Boom. Die Plattform "Leadership Insiders" skizziert mit einem Beitrag, was Bad Leadership bedeutet. Verdeutlicht wird im Besonderen, wie die Geführten selbst durch verschiedene Formen eines Bad Followership zum Entstehen und Fortbestehen einer schlechten Führung beitragen. Autor ist Prof. Dr. Jürgen Weibler, Leiter des Lehrstuhls für BWL, insb. Personalführung und Organisation. Er hat zudem ein neues Werk über Bad Leadership veröffentlicht.

Kuhn, T./Weibler, J. (2020): Bad Leadership: Von Narzissten & Egomanen, Vermessenen & Verführten. Warum uns schlechte Führung oftmals gut erscheint und es guter Führung häufig schlecht ergeht, Vahlen Verlag, München

26. April | can