Forschungsticker

In regelmäßigen Abständen werfen wir Schlaglichter auf FernUni-Forschungsaktivitäten. Unser Forschungsticker macht FernUni-Forschung sichtbar. Auf welchen Konferenzen sprechen unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler? Welche neuen Bücher haben sie publiziert? Welche Auszeichnungen haben sie erhalten? Und in welchen Lehrgebieten ist Forschungsbesuch zu Gast?


Fachzeitschrift / D²L² / Digitalisierung

D²L²-Forscher:innen geben Sammelband heraus

Foto: FernUniversität

Natalia Reich-Stiebert, Jennifer Raimann, Carsten Thorbrügge und Len Ole Schäfer aus dem Forschungsschwerpunkt D²L² haben im Sommer 2021 die Jahrestagung des Jungen Forums für Medien und Hochschulentwicklung (JFMH) im virtuellen Format an der FernUniversität in Hagen organisiert. Nun erscheint ein Sammelband mit allen Beiträgen der Tagung in „Medienpädagogik - Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung“, herausgegeben von der D²L²-Nachwuchsgruppe.

Insgesamt 15 Beiträge finden sich in dem Heft mit dem Titel „Digitalisierung als Katalysator für Diversität an Hochschulen et vice versa”. Alle sind im sogenannten Shepherding-Verfahren entstanden: Jede Autorin und jeder Autor hatte während des gesamten Veröffentlichungsprozesses jeweils einen Mentor oder eine Mentorin an der Seite. Auf diese Weise profitieren die Nachwuchswissenschaftler:innen insbesondere für künftige Publikationen. Der letzte Beitrag des Sammelbands beschäftigt sich mit diesem Mentoring-Verfahren. Hier gibt es auch eine Checkliste, an der sich künftige Mitglieder des JFMH orientieren können.

22. Juni 2022 | aw


Vorstellungen Forschungsprojekt / Glawe / VWL

Nichtlineare Beziehung zwischen Institutionen und wirtschaftlicher Entwicklung

Foto: Hardy Welsch
Dr. Linda Glawe

Dr. Linda Glawe, Mitarbeiterin des Makroökonomen Prof. Dr. Helmut Wagner, stellte das aktuelle Forschungsprojekt „Nonlinearities in the institutions-growth relationship in a dynamic panel data framework: Evidence from China's provinces“ auf zwei renommierten französischen Konferenzen vor: beim 21. Journées Louis-André Gérard-Varet (LAGV, 6. bis 8. Juni 2022) virtuell sowie vor Ort in Dijon beim 70. Kongress der French Economic Association (AFSE, 14. bis 16. Juni 2022). In dem Projekt wird gezeigt, dass institutionelle Verbesserungen nicht immer einen positiven Effekt auf die Wachstumsraten chinesischer Provinzen haben, sondern dass es vielmehr eine nichtlineare Beziehung zwischen Institutionen und wirtschaftlicher Entwicklung gibt.

In Provinzen mit einem noch verhältnismäßig geringen Grad an institutioneller Qualität können z.B. informelle Substitute wie das „Relational Contracting“ existieren, bei dem man auf langfristige Vertrauensbeziehung setzt. Kommt es nun zu institutionellen Verbesserungen, können derartige informelle Kanäle gestört werden. Die Gewinne aus den institutionellen Reformen (z.B. hinsichtlich verbesserter Anreizstrukturen und daraus resultierender Produktivitätssteigerungen) können diese Effizienzverluste nicht sofort ausgleichen. Nachdem diese Anfangsschwierigkeiten überwunden sind, ist jedoch ein positiver Effekt der institutionellen Verbesserung auf das Wachstum zu konstatieren.

Bei Provinzen, die bereits einen vergleichsweise hohen Entwicklungsstand erreicht haben, kann man dann ab einem gewissen Punkt abnehmende Grenzerträge der Institutionenqualität feststellen, da das Potential an relativ einfach umsetzbaren Reformen bereits ausgeschöpft ist. Komplexere institutionelle Reformen können dahingegen kostspielig werden und einen stark verzögerten positiven Effekt aufweisen.

22. Juni 2022 | Da


Konferenz / Schultz / BWL

Paper vorgestellt: Kaufentscheidung von „Smart Speakern”

Portraitfoto Foto: Hardy Welsch
PD Dr. Carsten Schultz

PD Dr. Carsten D. Schultz, Akad. Rat am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing (Univ.-Prof. Dr. Rainer Olbrich), hat auf der diesjährigen Konferenz der European Marketing Academy vom 24. bis 27. Mai in Budapest ein Paper präsentiert: „Extraverts love Alexa, Neurotics adore Google: Personality as a Determinant for Smart Speaker Brand Preferences ”. Die Tagung, an der über 700 Delegierte teilgenommen haben, zählt zu den bedeutendsten Marketing-Konferenzen weltweit.

In Zusammenarbeit mit PD Dr. Friederike Paetz (Technische Universität Clausthal) untersucht Schultz in der Studie den Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen auf die Kaufentscheidung von sogenannten Smart Speakern. Smart Speaker nutzen digitale Sprachassistenten, wie Alexa von Amazon, Siri von Apple oder Google Assistant, die mit Hilfe einer integrierten Sprachsoftware verbal geäußerte Fragen von Nutzenden – unter Einsatz von künstlicher Intelligenz – interpretieren und beantworten können. Die Präferenzen der Konsumentinnen und Konsumenten werden im Rahmen der Kaufentscheidung sowohl von Preis und Marke der Smart Speaker als auch von eigenen Persönlichkeitsmerkmalen beeinflusst.

Mit dem Titel „The Use of Voice Assistants for Online Shopping: Consumers’ Benefits and their Trust in and Identification with the Operator Brand“ stellte Carsten Schultz außerdem das gemeinsame Projekt mit Kollegen der Universität des Saarlandes (Univ.-Prof. Dr. Bastian Popp, Florian Weyerhäuser und Linus Halberstadt) vor. Neben der Bedeutung von Vertrauen in die Marke stellt diese Untersuchung die funktionalen, hedonischen und symbolischen Nutzenaspekte digitaler Sprachassistenten heraus, die diesen Geräten zum Online-Einkauf durch Konsumentinnen und Konsumenten zugewiesen werden.

9. Juni 2022 | aw


Veröffentlichung / Brüggemann / Marketing

Lebensmittel online und offline kaufen

Foto: Hardy Welsch
Philipp Brüggemann

Wie unterscheiden sich ‚auch online‘ und ‚ausschließlich offline‘ kaufende Haushalte im Lebensmittelhandel? Philipp Brüggemann (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing) untersuchte zusammen mit Prof. Dr. Koen Pauwels (Northeastern University, Boston) Unterschiede zwischen ‚auch online‘ und ‚ausschließlich offline‘ einkaufenden Haushalten am Beispiel des Lebensmittelhandels. Erste Ergebnisse dieser Studie wurden in einem Sammelwerk veröffentlicht und werden im Juni auf einer Konferenz vorgestellt.

Die empirischen Ergebnisse liefern u. a. folgende Erkenntnisse: ‚Auch online‘ einkaufende Haushalte sind jünger, leben in kleineren Haushalten mit weniger Kindern und haben ein geringeres Einkommen als ‚ausschließlich offline‘ einkaufende Haushalte. Darüber hinaus haben sie ein geringeres Preisbewusstsein, eine höhere Markenpräferenz und kaufen online vergleichsweise mehr Herstellermarken. Außerdem haben ‚auch online‘ einkaufende Haushalte eine positivere Einstellung gegenüber Bio- und Fairtrade-Produkten und kaufen online auch tatsächlich vergleichsweise mehr Bio- und Fairtrade-Produkte.

Zur Studie

03. Juni 2022 | Presse


Auszeichnung / Beierle, von Berg und Sanin / Wissensbasierte Systeme

Best Paper Award

Auf der internationalen KI-Konferenz „The 35th International FLAIRS Conference“ in Floria (USA) im Mai 2022 haben Prof. Dr. Christoph Beierle, Lehrgebiet Wissensbasierte Systeme, sein Doktorand Martin von Berg und Arthur Sanin (studentische Hilfskraft) für den Beitrag

„Christoph Beierle, Martin von Berg, Arthur Sanin: ‚Realization of Skeptical C-Inference as a SAT Problem‘“

den „Best Paper Award“ erhalten.

Darin beschäftigen sich die Autoren mit einer Methode zur Modellierung plausibler Schlussfolgerungen und deren effizienter Realisierung unter Einsatz aktueller SAT-Solver.

27. Mai 2022 | Presse


Konferenz / Sonnabend / VWL

Präsentismusstudie in Minneapolis vorgestellt

Foto: Hardy Welsch
Dr. Hendrik Sonnabend

Nach Minneapolis zum Jahrestreffen der Society of Labor Economists (SOLE) ging es für FernUni-Forscher Dr. Hendrik Sonnabend (Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik) vom 6. bis zum 7. Mai. Im Rahmen der Konferenz stellte er das Forschungsprojekt mit dem Titel „Presenteeism when employers are under pressure: evidence from a high-stakes environment“ (zusammen mit Dr. Mario Lackner, Johannes Kepler Universität Linz) vor. Präsentismus wird ein Phänomen genannt, bei dem Menschen zur Arbeit gehen, obwohl es aus medizinischer Sicht vernünftiger wäre, zu Hause zu bleiben. Hendrik Sonnabend hat es anhand von Daten aus dem Profi-Fußball untersucht. Die FernUni berichtete bereits ausführlich über die Untersuchung.

18. Mai 2022 | sam


Auszeichnung / Hintzen / Betriebswirtschaftliche Steuerlehre

Förderpreis Internationales Steuerrecht

Foto: Hardy Welsch
Dr. Christoph Hintzen

Erneut wurde Dr. Christoph Hintzen für seine Dissertationsschrift ausgezeichnet. Sie trägt den Titel „Deutsche Outbound-Investitionen in der digitalen Wirtschaft − eine steuerplanerische Analyse unter besonderer Berücksichtigung der Standortwahl sowie weiterer sachverhaltsgestaltender Aktionsparameter“. Hintzen erhielt den „Förderpreis Internationales Steuerrecht“ der Bundessteuerberaterkammer (BStBK). Die Verleihung des Förderpreises fand im Rahmen des Deutschen Steuerberaterkongresses in Berlin statt. Christoph Hintzen war von April 2015 bis Februar 2021 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Betriebswirtschaftliche Steuerlehre an der FernUniversität in Hagen. Er wurde im Jahr 2020 promoviert. Zuletzt wurde er mit dem renommierten Förderpreis des Vereins „Nürnberger Steuergespräche“ ausgezeichnet.

18. Mai 2022 | sam


Workshop / Linß / Mathematik

18th Workshop on Numerical Methods for Problems with Layer Phenomena

Foto: Hardy Welsch
Prof.Torsten Linß

Mehr als 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zum dreitägigen „18th Workshop on Numerical Methods for Problems with Layer Phenomena“, den das Lehrgebiet Numerische Mathematik (Prof. Dr. Torsten Linß) an der FernUniversität in Hagen organisierte. Im Fokus der gemeinsamen Arbeit stand die theoretische Untermauerung von Algorithmen und numerischen Verfahren zur Simulation physikalisch-technischer Prozesse in der Strömungsmechanik, insbesondere von Grenzschichtphänomenen. Grenzschichten sind dabei geometrisch sehr kleine Bereiche, in denen sich das Lösungsverhalten aber stark ändert, etwa bei der Umströmung von Flugkörpern. Die Simulation mittels numerischer Software erfordert daher speziell angepasste Verfahren.

Torsten Linß bedauerte, dass wegen der Pandemie weniger Kolleginnen und Kollegen kamen als sonst, auch fehlten wegen des Ukraine-Krieges russische Mathematikerinnen und Mathematiker.

25. April 2022 | Da


Veröffentlichung / Löwe und Sonnabend / VWL

Geschlechtsspezifische Vorbilder und frühe Berufsentscheidungen

Foto: Privat; Hardy Welsch
Monique Löwe und Dr. Hendrik Sonnabend

Mädchen, die in der 10. Klasse eine Mathematiklehrerin haben, wählen mit signifikant höherer Wahrscheinlichkeit Mathematik als Leistungskurs als Mädchen, die von einem männlichen Lehrer unterrichtet werden. Das Geschlecht der Lehrkräfte spielt demnach eine Rolle bei der Fächerwahl, wobei Mädchen stärker auf gleichgeschlechtliche Vorbilder reagieren als Jungen. In einem Artikel zum Thema befassen sich FernUni-Absolventin Monique Löwe und Dr. Hendrik Sonnabend (Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik) zusammen mit Dr. Ulf Rinne (Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit, Bonn) mit geschlechtsspezifischen Vorbildern und frühen Berufsentscheidungen. Bereits in ihrer Bachelorarbeit an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft beschäftigte sich Monique Löwe mit dem Einfluss von Vorbildern auf den Berufswunsch von Schülerinnen und Schülern. Für ihre Arbeit wurde sie mit dem Preis der Gesellschaft der Freunde der FernUniversität ausgezeichnet. Die Ergebnisse sollen darauf aufmerksam machen, „dass es für die berufliche Entwicklung junger Frauen und Mädchen durchaus entscheidend sein kann, wenn sie ein Vorbild haben, an dem sie sich orientieren können“, resümierte sie. Das ganze Interview lesen.

Monique Löwe, Ulf Rinne & Hendrik Sonnabend (2022) Gender role models and early-career decisions, Applied Economics Letters, DOI: 10.1080/13504851.2022.2066618

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25. April 2022 | sam


Publikation / Suzuki-Klasen / Japanisches Recht

An Übersetzung mitgewirkt

Foto: Photo-Service-Shop
Dr. Anna Katharina Suzuki-Klasen

Die FernUni-Rechtswissenschaftlerin Dr. Anna-Katharina Suzuki-Klasen war jüngst an der Anfertigung der ersten vollständigen deutschsprachigen Übersetzung des allgemeinen Teils des neuen japanischen Zivilgesetzbuches beteiligt, das am 1. April in Kraft getreten ist. Nachdem im Jahr 2020 eine umfassende Reform des japanischen Zivilrechts die bestehenden deutschsprachigen Übersetzungen obsolet gemacht hatte, liegt nun wieder eine deutsche Fassung vor, die den aktuellen Stand des japanischen Rechts widerspiegelt.

Deutschsprachige Forscher:innern und Praktiker:innen , die sich mit dem japanischen Recht beschäftigen, erhalten nun erstmalig Zugriff auf eine deutschsprachige Fassung des kompletten Gesetzestextes. Durch die Gegenüberstellung von japanischem Original und deutscher Übersetzung bietet diese Ausgabe auch einen Mehrwehrt für Lesende, die ihre Kenntnisse des juristischen Fachvokabulars der japanischen Sprache vertiefen möchten.

Erschienen ist die Übersetzung in dem Band „Das reformierte japanische Schuldrecht: Erläuterungen und Text“ von Keizo Yamamoto und Gabriele Koziol.

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21. April 2022 | Presse


Festschrift / Schneeloch / BWL

Überraschung für Prof. Schneeloch

Foto: FernUniversität
Prof. Dieter Schneeloch (vorne li.) mit seiner Frau und persönlich oder online Teilnehmenden der Feier

Mit einer Festschrift überraschten ehemalige Schülerinnen und Schüler, die alle an der FernUniversität in Hagen promoviert wurden, Prof. Dr. Dieter Schneeloch aus Anlass seines 80. Geburtstages. Das im Vahlen-Verlag erscheinende Werk „Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung – Aktuelle Entwicklungen“ wird von Dr. Guido Patek, Dr. Verena Verhofen, Dr. Katrin Lazarz und Dr. Melanie Frieling herausgegeben. Die 14 Beiträge greifen aktuelle Themen zur Steuerlehre, Rechnungslegung oder Wirtschaftsprüfung – also dem Lehr- und Forschungsgebiet von Dieter Schneeloch – auf.

Überreicht wurde die Festschrift im Rahmen einer kleinen hybriden Feierstunde in der FernUniversität, zu der auch externe Teilnehmende zugeschaltet waren.

Dieter Schneeloch kam 1978 als Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Steuer- und Prüfungswesen nach Hagen. Hier begann er sofort, das Schwerpunktfach „Betriebswirtschaftliche Steuerlehre“ aufzubauen. Heute leitet der Emeritus noch die Abteilung für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre im Centrum für Steuern und Finanzen (CSF).

Inhaltsverzeichnis

mehr Infos

Vorwort

V

Teil 1 Betriebswirtschaftliche Steuerlehre

 

Melanie Frieling:

Die Errichtung einer unternehmensverbundenen Familienstiftung – aktuelle Entwicklungen, insbesondere aus steuerplanerischer Sicht

3

Otto Heidemann:

Steuerliche Aspekte zur Rechtsformwahl mittelständischer Unternehmen

25

Guido Patek:

Die Option zur Körperschaftsbesteuerung bei international tätigen Personenhandelsgesellschaften

– eine steuerliche Vorteilhaftigkeitsanalyse

53

Eigenkapitalzufuhr oder Gesellschafter-Fremdfinanzierung – Versuch eines Vergleichs –

77

Thomas Vogelsang:

Doppelbesteuerung von Renten nach Einführung des Alterseinkünftegesetzes

99

Teil 2 Rechnungslegung

 

Michael Hinz

Bilanzielle Behandlung von Kryptowährungen nach HGB

123

Katrin Lazarz

Anforderungen an deutsche Unternehmen nach dem CSR-Richtlinienentwurf

141

Heidi Reichle

Digitale Transformation in der Rechnungslegung

169

Norbert Seeger

Pensionsrückstellungen nach IAS 19 nach der Niedrigzinsphase

183

Verena Verhofen

Konzernabschlusspolitik – Eine Analyse von Aktionsparametern im Rahmen der Erstellung der nichtfinanziellen Konzernerklärung

199

VIII Inhaltsverzeichnis

 

Teil 3 Wirtschaftsprüfung, Finanz- und Regulierungsmanagement

 

Hans-Dieter Klein

Investor Relations aus Investorensicht

219

Joachim Schindler

Herausforderungen für Prüfungsausschüsse durch das Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz (FISG)

233

Gerrit Volk

Regulierungsmanagement – Strukturierungsüberlegungen anhand der leitungsgebundenen Energieinfrastruktur

251

Norbert Winkeljohann

Neue Rechte und Pflichten des Aufsichtsrats zur Sicherung der Finanzmarktintegrität

273

Autorenverzeichnis

289

Schriftenverzeichnis Univ.-Professor Dr. Dieter Schneeloch

291

Verzeichnis der betreuten Dissertations- und Habilitationsschriften

297

14. April 2022 | Da


Publikation / Wagner und Glawe / VWL

Institutionelle Qualität in China differenziert betrachten

Foto: FernUniversität und Veit Mette
Dr. Linda Glawe und Prof. Helmut Wagner

Es ist mittlerweile eine allgemein anerkannte Tatsache, dass gute Institutionen entscheidend für Wirtschaftswachstum und Entwicklung sind. Doch erst in jüngster Zeit wurden die Auswirkungen dieses grundlegenden Wachstumstreibers für die wohl eindrucksvollste wirtschaftliche Erfolgsgeschichte des letzten Jahrhunderts untersucht: die chinesische Wirtschaft. China stellt eine besonders interessante Fallstudie dar, da es oft als Ausnahme betrachtet wird, weil es trotz relativ geringer institutioneller Qualität über mehrere Jahrzehnte hinweg zweistellige Wachstumsraten erzielt hat.

Neue empirische Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass das Bild innerhalb Chinas differenzierter ist und dass die institutionelle Qualität tatsächlich eine wichtige Rolle für die Wirtschaftsleistung einer Provinz spielt.

In unserem Kapitel fügen wir dieser Diskussion weitere Argumente hinzu, indem wir uns auf den Effizienzindex der Regierung als Stellvertreter für die institutionelle Qualität konzentrieren. Anhand einer 2SLS-Regression zeigen wir, dass die institutionelle Qualität einen hochsignifikanten positiven Einfluss auf das Pro-Kopf-Einkommen der Provinzen hat und damit die beiden verbleibenden tiefgreifenden Determinanten, Integration und Geografie, übertrumpft, die nur einen indirekten Effekt über die Institutionen haben. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die politischen Entscheidungsträger – um das Wachstum in der Zukunft aufrechtzuerhalten und somit eine anhaltende Wachstumsverlangsamung zu vermeiden – diesem wichtigen Wachstumsmotor mehr Aufmerksamkeit schenken sollten, der immer noch ein großes Potenzial für die Schaffung von Wachstum in den Provinzen hat, die derzeit in Bezug auf die institutionelle Qualität im Rückstand sind.

„New Evidence on the Impact of Institutions on Economic Development in China”, erschienen in dem Buch „Institutional Change and China Capitalism”, hrsg. von A. Le Riche, A. Parent und L. Zhang, April 2022 im Verlag World Scientific, S. 137-161 (Chapter 6 des Buches). DOI: https://doi.org/10.1142/9781800611238_0007

08. April 2022 | Presse


Publikation / Suzuki-Klasen / Japanisches Recht

Vertragsabschlüsse im Vergleich

Foto: Photo-Service-Shop
Dr. Anna Katharina Suzuki-Klasen

In ihrer Dissertationsschrift unter dem Titel „A Comparative Study of the Formation of Contracts in Japanese, English, and German Law“ untersucht Dr. Anna Katharina Suzuki-Klasen (Abteilung für Japanisches Recht) von der FernUniversität deutsche, englische und japanische Vertragsschlussregelungen. Sie liefert damit einen wichtigen und spannenden Beitrag zur vergleichenden Rechtswissenschaft des Vertragsrechts, mit besonderem Fokus auf die Anforderungen nach Angebot und Annahme, Rechtbindungswillen und weiteren Voraussetzungen. Ihr besonderes Forschungsinteresse gilt darüber hinaus der Rolle, die Unterschriften und Siegel beim Vertragsschluss in den behandelten Rechtsordnungen jeweils einnehmen. Gerade im japanischen Raum kommt der Praxis des Siegelns von Verträgen eine besondere Bedeutung zu. Dr. Suzuki-Klasen geht bei ihrer Forschung über rechtswissenschaftliche Analyseansätze hinaus und bezieht auch soziokulturelle Erklärungsansätze mit ein. Ihr Buch richtet sich dabei in gleichem Maße an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie rechtliche Praktikerinnen und Praktiker.

Suzuki-Klasen, A. K. (2022). A Comparative Study of the Formation of Contracts in Japanese, English, and German Law. doi.org/10.5771/9783748911777

1. April 2022 | Presse


Konferenz / Sonnabend / VWL

Selbstüberschätzung bei Männern und Frauen

Foto: Hardy Welsch
Dr. Hendrik Sonnabend

Wer neigt eher zur Selbstüberschätzung – Männer oder Frauen? Über Forschungsergebnisse zu Geschlechterunterschieden bei selbstgesetzten Zielen hat Dr. Hendrik Sonnabend (Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik) auf der COPE 2022 in Aarhus berichtet. Einblicke gewährte der FernUni-Forscher in ein gemeinsames Forschungsprojekt mit Dr. Mario Lackner (Universität Linz) und Dr. Bastian Westbrock (Universität Hamburg) zum Apnoetauchen – das Tauchen mit nur einem Atemzug – unter dem Titel „Gender differences in goal-setting behaviour in high-stakes competitions: evidence from freediving contests“. Die 24. Konferenz „Colloquium on Personnel Economics” (COPE) der Universität Aarhus fand vom 16. bis 18. März statt. Das Colloquium on Personnel Economics (COPE) begann 1998 als jährliche Konferenz deutschsprachiger Personalökonomen und wandelte sich 2010 zu einer internationalen Konferenz, an der internationale Forscher teilnehmen, die in der Personalökonomie und sehr häufig in der Bildungsökonomie arbeiten.

Die FernUni berichtete bereits ausführlich über die Studie, in der die Forschenden mehr als 40.000 Tauchgänge im Hinblick auf das Ausmaß der Selbstüberschätzung analysierten.

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22. März 2022 | sam


Publikation / Schubbe-Åkerlund, Lemanski / Philosophie

Schopenhauers Vorlesungen: Neue Edition abgeschlossen

Foto: Veit Mette/Hardy Welsch
Dr. Daniel Schubbe-Åkerlund (li.) und Dr. Jens Lemanski

Die von dem FernUni-Wissenschaftler Dr. Daniel Schubbe-Åkerlund geleitete neue Edition der Vorlesungen Schopenhauers ist abgeschlossen. Mit dem ersten Teil „Theorie des gesamten Vorstellens, Denkens und Erkennens“ ist die vierbändige Ausgabe nun vollständig. Die Vorlesungsmanuskripte sind ein wenig beachteter, aber wichtiger Werkteil Schopenhauers. Besonders auffällig im ersten Teil ist das Kapitel über Logik, das in diesem Umfang kein Pendant im übrigen Werk Schopenhauers hat. „Ich freue mich daher sehr, dass Jens Lemanski eine Einleitung zu dem Band beigesteuert hat, die diese Besonderheit würdigt“, erklärt Schubbe-Åkerlund.

Dr. Daniel Schubbe-Åkerlund arbeitet im Zentralbereich der Fakultät für Kultur und Sozialwissenschaften, PD Dr. Jens Lemanski im Lehrgebiet Philosophie I von Prof. Dr. Hubertus Busche.

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15. März 2022 | Presse


Konferenz / Sonnabend / VWL

Der Effekt von Peer-Feedback auf nutzergenerierte (Online-)Inhalte

Foto: Hardy Welsch
Dr. Hendrik Sonnabend

Wovon werden nutzergenerierte (Online-)Inhalte (User Generated Content) beeinflusst? Ergebnisse dazu hat Dr. Hendrik Sonnabend (Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik) am 9. März im Rahmen der Digital Europe Economic Seminars vorgestellt. Die Seminar-Serie wird von dem mit der Universität Warschau assoziierten Digital Economy Lab (DELab) veranstaltet. Der Vortrag ist Teil eines aktuellen Forschungsprojekts aus dem Bereich der Digital Economy. Das Gemeinschaftsprojekt zusammen mit Dr. Maria Marchenko (Wirtschaftsuniversität Wien) trägt den Titel „The Never Ending Book: The role of external stimuli and peer feedback in user-generated content production“. Die beiden Forschenden untersuchten Daten zu Fan-Fiction, also von Fans erstelle Texte mit neuen, fortgeführten oder alternativen Handlungen bestimmter Bücher oder Filme. Die Untersuchung liefert Belege dafür, dass das Feedback der Gemeinschaft Erstautor:innen dazu ermutigt, weiter zu veröffentlichen („positive pressure“). Bei etablierten Autor:innen hat das Community-Feedback eine eher dämpfende Wirkung auf Textlänge und Schreibzeit.

Der Vortrag von Hendrik Sonnabend ist als Video abrufbar. Zum Video

14. März 2022 | sam


Ehrenamt / Desel / Mathematik und Informatik

In den Vorstand der Gesellschaft für Informatik gewählt

Foto: Hardy Welsch
Prof. Jörg Desel

Prof. Dr. Jörg Desel, Leiter des Hagener Lehrgebiets Softwaretechnik und Theorie der Programmierung, ist eines der beiden neuen Mitglieder im Vorstand der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI). In den nächsten beiden Jahren wird er sich in der renommierten Institution insbesondere um „alles, was mit Lehre zu tun hat, von der universitären bis zur außerhochschulischen“, kümmern. Da es keine scharfe Trennung zwischen den Aufgabenbereichen der sechs Vorstandsmitglieder gibt, wird sich der Dekan der Fakultät für Mathematik und Informatik der FernUniversität in Hagen auch anderen Aufgaben widmen, etwa der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und universitärer Bildung, durch die z.B. Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker leichter in Informatikstudiengänge wechseln können. Ebenso ist die Reform der universitären Informatiklehre ein Bereich, in dem sich Jörg Desel einsetzt. Die GI-Präsidentin Christine Regitz freute sich, „dass mit Jörg Desel ein langjähriges Präsidiumsmitglied und ein renommierter Informatiker“ in den Vorstand gewählt wurde.

In der GI ist der FernUni-Wissenschaftler Sprecher des Fachbereichs Informatik und Ausbildung / Didaktik der Informatik (IAD) sowie Sprecher der Fachgruppe Informatik in Studiengängen an Hochschulen (ISH). Zuletzt hatte er die curricularen Empfehlungen für Data-Science-Studiengänge koordiniert.

Die GI ist mit rund 20.000 Mitgliedern die größte und wichtigste Fachgesellschaft für Informatik im deutschsprachigen Raum. Sie vertritt seit 1969 die Interessen der Informatikerinnen und Informatiker in Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung, Gesellschaft und Politik. Gewählt werden Präsidentin, Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten von allen GI-Mitgliedern, die weiteren Vorstandsmitglieder vom Präsidium.

11. Februar 2022 | Da


Ringvorlesung / Tausendpfund / Kultur- und Sozialwissenschaften

Zufriedenheit mit der Demokratie

Foto: Bernhard Kreutzer
Dr. Markus Tausendpfund

Empirische Ergebnisse zur Zufriedenheit mit der Demokratie hat Dr. Markus Tausendpfund im Rahmen der ALLBUS-Ringvorlesung „40 Jahre Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften“ präsentiert. Ausgerichtet wurde sie vom GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften im Wintersemester 2021/22.

In seinem Vortrag zeichnete der Leiter der Arbeitsstelle Quantitative Methoden der FernUniversität die Entwicklung der Zufriedenheit mit der Demokratie in Deutschland seit der Wiedervereinigung nach und identifizierte zentrale (individuelle) Bestimmungsfaktoren dieser Zufriedenheit.

Zum einen wurde untersucht, wie sich die Zufriedenheit mit der Demokratie in den alten und neuen Bundesländern entwickelt hat, und zum anderen, ob und wie sich die Erklärungskraft der individuellen Bestimmungsfaktoren im Zeitverlauf veränderte.

Eine gekürzte Version des Vortrags ist auf der Videoplattform der FernUniversität verfügbar.

03. Februar 2022 | Presse


Veröffentlichung / Boening / Rechtswissenschaft

Neutralitätsgebot und Rechtsextremismus in der Schule – Vortrag auf dem 6. Deutschen Schulrechtstag

Foto: Privat
Dr. Anja Böning

Die Debatte um die AfD-Online-Meldeportale gegen Lehrkräfte, die angeblich gegen das Neutralitätsgebot verstoßen haben, hat auf brisante Weise deutlich gemacht, dass die Schule ein politischer Diskursraum ist. Lehrkräfte sind in ihrem Unterrichtsalltag mit der Herausforderung konfrontiert, mit dem Spannungsverhältnis zwischen dem Gebot parteipolitischer Neutralität und dem Gebot des aktiven Eintretens für die im Grundgesetz verfasste freiheitlich-demokratische Grundordnung umzugehen. Dieses Spannungsverhältnis kommt vor allem in den politisch bildenden Fächern zum Tragen, für die der Beutelsbacher Konsens gilt. Rechtsextremismus in der Schule ist noch immer ein Tabuthema und ein blinder Fleck der Bildungsforschung. Um dieser Forschungslücke zu begegnen, sind Prof. Dr. Wolfram Cremer, Prof. Dr. Gabriele Bellenberg von der Ruhr-Universität Bochum und Dr. Anja Böning (Lehrstuhl für Gender im Recht) in einer explorativen Interviewstudie der Frage nachgegangen, wie Lehrkräfte dieses Spannungsverhältnis erleben und in ihrem Unterricht verarbeiten. Aus Sicht der Lehrkräfte wurden Erfahrungen, Herausforderungen und Strategien rekonstruiert, die Aufschluss darüber geben, über welches Wissen Lehrkräfte hinsichtlich des Neutralitätsgebotes verfügen, wie sie dieses Wissen in ihre Bildungspraxis einbringen, wie sie mit extremen politischen Positionen im Unterricht konfrontiert sind und wie sie diesen begegnen. Erste Befunde der Studie haben Dr. Böning und Prof. Bellenberg auf dem 6. Deutschen Schulrechtstag vorgestellt, der am 17. Dezember 2021 online stattfand. Ein Beitrag, in dem die Ergebnisse der Studie nachzulesen sein werden, wird im nächsten Themenheft der Zeitschrift „Recht und Bildung“ (R&B) erscheinen.

14. Januar 2022 | Presse


Buchveröffentlichung / Wagner und Glawe / VWL

Ostasiatische Erfolgsgeschichte

Foto: Veit Mette (re.) und FernUniversität
Dr. Linda Glawe und Prof. Helmut Wagner

Prof. Dr. Helmut Wagner und Dr. Linda Glawe haben im Springer-Verlag in der Reihe „Contributions to Economics“ ein neues Buch mit dem Titel „The Economic Rise of East Asia – Development Paths of Japan, South Korea, and China“ veröffentlicht. Es ist das Ergebnis eines intensiven Studiums der einschlägigen Literatur sowie von Vor-Ort-Beobachtungen in Ostasien in den letzten Jahren und Jahrzehnten.

DOI: 10.1007/978-3-030-87128-4

Die ostasiatischen Länder können auf ein halbes Jahrhundert wirtschaftlicher Aufstiege oder „Wunder“ zurückblicken, in dem sich viele vom Status sehr armer, rückständiger Staaten zu hoch entwickelten, wohlhabenden, oft sogar reichen entwickelt haben. Mit anderen Worten: Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich für die ostasiatischen Länder zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt, die heute vielen anderen Entwicklungs- und Schwellenländern als Vorbild dient.

Was steckt hinter dieser Erfolgsgeschichte? Dieser Frage gehen Helmut Wagner und Linda Glawe in diesem Buch nach, sie suchen nach den treibenden Kräften hinter dieser außerordentlich positiven Geschichte.

Dabei untersuchen sie am Beispiel von Japan, Südkorea und China, ob es Gemeinsamkeiten gibt, die das Bild eines „ostasiatischen Entwicklungsmodells“ oder einer ostasiatischen Strategie rechtfertigen. Und ob es gemeinsame Herausforderungen für die (absehbare) Zukunft gibt, die in den ostasiatischen Ländern ähnliche Reaktionen hervorrufen. Gleichzeitig gehen sie aber auch auf die Unterschiede zwischen den drei Ländern in Bezug auf deren Strategien und Antworten ein.

14. Januar 2022 | Presse


Preis / Hintzen / Betriebswirtschaftliche Steuerlehre

Dissertation ausgezeichnet

Foto: Hardy Welsch
Dr. Christoph Hintzen

Mit dem renommierten Förderpreis des Vereins „Nürnberger Steuergespräche“ ist Dr. Christoph Hintzen ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung erhielt er für seine Dissertationsschrift mit dem Titel „Deutsche Outbound-Investitionen in der digitalen Wirtschaft − eine steuerplanerische Analyse unter besonderer Berücksichtigung der Standortwahl sowie weiterer sachverhaltsgestaltender Aktionsparameter“. Christoph Hintzen war von April 2015 bis Februar 2021 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Betriebswirtschaftliche Steuerlehre an der FernUniversität in Hagen. Er wurde im Jahr 2020 promoviert.

Durch den Preis sollen wissenschaftliche Arbeiten (Habilitationen, Dissertationen) angeregt werden. Der Preis wird von dem Softwareunternehmen DATEV zur Verfügung gestellt. Über die Preisvergabe entscheidet ein wissenschaftlicher Beirat.

Christoph Hintzen setzt damit eine Tradition fort: Im Jahr 2016 erhielt den Preis Dr. Melanie Frieling für ihre Dissertation mit dem Titel „Die Familienstiftung als Gestaltungsinstrument im Rahmen der Unternehmensnachfolge. Eine steuerplanerische Untersuchung“. Melanie Frieling war von Januar 2009 bis April 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin der FernUniversität, sie wurde im Jahr 2015 promoviert.

23. Dezember 2021 | Presse


Publikation / Sander, Akko, Schütz / Frühkindliche Bildung

Länderreport in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung

Foto: Hardy Welsh
Felicitas Sander
Foto: Hardy Welsh
Davin Patrick Akko

Der neue „Länderreport Frühkindliche Bildungssysteme“ ist erschienen. Alle zwei Jahre berichtet die Publikation – nun zum achten Mal – über den Stand der frühkindlichen Bildung in den deutschen Bundesländern. Die 16 einzelnen Länderprofile mit den jeweiligen Stärken und Entwicklungsbedarfen der Kindertagesbetreuung basieren auf dem Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme, das seit 2008 kontinuierlich den Status quo und die Entwicklung der Frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung beobachtet.

Die Ausgabe 2021 ist wieder ein Gemeinschaftsprojekt der Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Lehrgebiet Empirische Bildungsforschung der FernUniversität in Hagen (Felicitas Sander, Davin Patrick Akko und Prof. Dr. Julia Schütz).

Der Länderreport hat sich in der Politik, bei Ministerien, Verbänden und der Wissenschaft als Standardwerk etabliert und bietet auch für die bildungsinteressierte Öffentlichkeit wichtige Informationen. Neben den umfassenden Länderprofilen enthält der Report Analysen neuer Herausforderungen und Trends sowie einen ausführlichen Tabellenanhang, der auch Bundesländervergleiche ermöglicht.

Die Auswertungen werden durch Prognoseergebnisse des erstmals veröffentlichten „Fachkräfte-Radars für KiTa und Grundschule“ der Bertelsmann Stiftung ergänzt. Der Fachkräfte-Radar zeigt in datenbasierten Szenarien, wie sich Bedarf und Angebot an KiTa-Fachkräften bis 2030 entwickeln könnten. Ein weiterer Schwerpunkt der 2021-Ausgabe liegt auf den Effekten der Bundesländer-Maßnahmen im Rahmen des „Gute-KiTa-Gesetzes“. Analysiert wurde, welche bisherigen Veränderungen sich in den aktuellen Kinder- und Jugendhilfe-Daten zeigen, die auf Maßnahmen zur Verbesserung der Personal- und Leitungsausstattung zurückgeführt werden könnten.

Mehr über den Länderreport

22. Dezember 2021 | Presse


Vortrag / Pingel / Gender im Recht

Vortrag im Frauenbeirat der Stadt Hagen

Foto: Privat
Lisa Pingel

Die Rechtslage in Bezug auf Schwangerschaftsabbrüche ist seit Jahren ein brisantes und viel diskutiertes Thema. Die Strafbarkeit regeln die Paragraphen 218 - 219b StGB. Aktuell zeigt sich die Relevanz durch den neuen Koalitionsvertrag, welcher eine Abschaffung des höchst umstrittenen Paragraphen 219a StGB vorsieht. Dieser stellt „Werbung“ für Schwangerschaftsabbrüche unter Strafe, wobei unter den Begriff der Werbung auch schon die Zurverfügungstellung sachlicher Informationen fällt, soweit diese von Ärztinnen und Ärzten selbst stammen. Auch dem Frauenbeirat der Stadt Hagen war es ein Anliegen, sich mit diesem Thema genauer zu befassen und über regionale Verbesserungsmöglichkeiten der Versorgungssituation zu diskutieren. Einen Überblick über die historische und aktuelle Rechtslage zu den Paragraphen 218 - 219b StGB gab Lisa Pingel (Lehrstuhl Gender im Recht, Dr. Anja Böning) am 12. November und stieß bei den Teilnehmerinnen zunächst auf betroffenes Schweigen. An der anschließenden regen Diskussion nahmen als Expertinnen eine pensionierte Frauenärztin und Beraterinnen verschiedener Familienplanungsstellen teil.

10. Dezember 2021 | Presse


Veröffentlichung / Glawe und Wagner / VWL

Schulbildung ist nicht gleich Lernen

Foto: Veit Mette und FernUniversität
Dr. Linda Glawe und Prof. Helmut Wagner

Schülerinnen und Schüler, die die gleiche Anzahl von Schuljahren absolviert haben, erzielen teilweise sehr unterschiedliche Lernergebnisse. Dennoch sind die durchschnittlichen Schuljahre immer noch der Standard-Bildungsindikator in makroökonomischen Analysen. In einem Artikel zum Thema stellen Dr. Linda Glawe und Prof. Dr. Helmut Wagner (Lehrstuhl für Makroökonomie) ihre neue Datenbank der sogenannten „Learning-Adjusted Years of Schooling“ (LAYS) vor. Die LAYS vereinen Bildungs-Quantität und Bildungs-Qualität in einer Kennzahl. Das Konzept der LAYS hat in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit von Entwicklungsorganisationen wie der Weltbank erhalten, bis jetzt fehlte jedoch eine umfassende Datenbank, die sich auch für Paneldatenanalysen eignet. Die Analyse von Glawe und Wagner zeigt, dass sich für einige Länder die „learning-adjusted“ Schuljahre im Vergleich zu den „regulären“ durchschnittlichen Schuljahren um ein bis zwei Jahre reduzieren, in einigen Fällen sogar um bis zu vier Jahre. Auch werden die Wechselwirkungen zwischen der Institutionenqualität und der Humankapitalausstattung eines Landes untersucht, was wichtige Implikationen für das Timing und die Priorisierung von institutionellen bzw. Bildungsreformen birgt. Schließlich bietet der Artikel einen Überblick über den variierenden Einfluss des Humankapitals auf die Wachstumsrate von Ländern abhängig vom verwendeten Indikator und der zur Anwendung kommenden Schätzmethode.

Der Artikel „Schooling is not learning – The impact of the learning-adjusted years of schooling on growth in a dynamic panel data framework“ wurde zur Veröffentlichung im renommierten Journal World Development angenommen. Die Fachzeitschrift ist für ihre große Sichtbarkeit bei Entwicklungsökonom:innen und -politiker:innen bekannt. Zum Artikel

9. Dezember 2021 | Presse


Internationale Konferenz / Störl / Datenbanken und Informationssysteme

Konferenz zum Thema Konzeptionelle Modellierung

Foto: Volker Wiciok
Prof. Dr. Uta Störl

Das Lehrgebiet Datenbanken und Informationssysteme nahm an der internationalen Konferenz „40th International Conference on Conceptual Modeling (ER 2021)“ teil und war mit mehreren Beiträgen vertreten. Aufgrund der Corona-Lage fand die Konferenz virtuell in St. John's, Neufundland, Kanada statt.

Die Konferenz behandelte das Thema Konzeptionelle Modellierung im Zeitalter der Ungewissheit. Da Einzelpersonen, Organisationen und Nationen vor neuen Herausforderungen stehen, müssen Software-Systeme entwickelt werden, die mit dieser Ungewissheit in einer sich immer schneller verändernden Welt umgehen können.

Prof. Dr. Uta Störl war Mitorganisatorin des 2. Workshop on Conceptual Modeling for NoSQL Data Stores. Trotz des virtuellen Formats war der Workshop mit über 30 Teilnehmenden sehr gut besucht.

Auf der Hauptkonferenz präsentierte André Conrad (wissenschaftlicher Mitarbeiter) gemeinsam mit Sebastian Gärtner und Uta Störl einen Vortrag zum Thema „Towards Automated Schema Optimization“. Andrea Hillenbrand (externe Doktorandin) stellte in einem Vortrag, gemeinsam mit Stefanie Scherzinger und Uta Störl, ihr Paper „Remaining in Control of the Impact of Schema Evolution in NoSQL Databases“ vor.

30. November 2021 | AG


Publikation / Sonnabend / VWL

Mutige Managerinnen

Foto: Hardy Welsch
Dr. Hendrik Sonnabend

Die Wirtschaftswissenschaftler Dr. Hendrik Sonnabend (Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik) und Dr. Ulf Rinne vom Bonner IZA Institute of Labor Economics untersuchten geschlechtsspezifische Unterschiede in der Risikobereitschaft von Menschen in Führungspositionen in einer von Frauen dominierten Branche. Anhand von Daten aus dem internationalen Frauen-Spitzenfußball belegen sie, dass Trainer im Durchschnitt eine geringere Risikobereitschaft zeigen als Trainerinnen, dennoch sind Frauen unterrepräsentiert. Einen vom Geschlecht unabhängigen Alterseffekt konnten die Forscher darüber hinaus feststellen: Sowohl junge als auch reifere Personen neigen dazu, riskantere Entscheidungen zu treffen. Übertragen auf die Arbeitswelt können die Ergebnisse Zweifel an der Hypothese wecken, die mangelnde Risikobereitschaft von Frauen sei Grund für ihre Unterrepräsentation auf Führungsebene.

Die Studie „Female workers, male managers: Gender, leadership, and risk-taking” wurde zu einem großen Teil durch das Förderinstrument „Genderforschung“ der FernUniversität finanziert und ist jetzt im Southern Economic Journal veröffentlicht worden.

30. November 2021 | sam


Konferenz / Kruse-Becher / Angewandte Statistik

Ökonometrie für Klima und Energie

Foto: Volker Wiciok
Prof. Robinson Kruse-Becher

Die Computational and Financial Econometrics Conference ist mit über 1.000 Vorträgen eine der größten europäischen Konferenzen in den Bereichen computergestützte Statistik und Finanzmarktökonometrie. Als Mitglied des Scientific Program Commitees organisiert Prof. Dr. Robinson Kruse-Becher (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Angewandte Statistik) eine Session mit vier Vorträgen zu dem Thema Climate and Energy Econometrics. Die Vortragenden von Universitäten aus China, den Niederlanden, Deutschland und Dänemark referieren über die statistische Modellierung von Temperaturanomalien, das europäische CO2-Handelssystem, europäische Klimapolitik und das globale Carbon-Budget.

Zur Konferenz-Webseite

11. November 2021 | Presse


Publikation / Schütz / Wissenstransfer

Sprache und Gestaltung in der Wissenschaftskommunikation

Foto: Volker Wiciok
Prof. Julia Schütz

Der Wissenschaftsrat hat jüngst ein Positionspapier zur Wissenschaftskommunikation veröffentlicht. In diesem wird die außerwissenschaftliche Kommunikation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie den Hochschulen betont. Zudem wird darauf verwiesen, dass das Vertrauen in die Wissenschaft nicht gesunken sei. Ebenfalls spricht der Wissenschaftsrat von einer „Übersetzungsleitung“, die von der Wissenschaft geleistet werden muss.

Genau diese Forderung des Wissenschaftsrates haben mehr als 30 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus ganz unterschiedlichen Disziplinen in einem Sammelband bearbeitet. Prof. Dr. Julia Schütz, Leiterin des Lehrgebiets Empirische Bildungsforschung an der FernUniversität in Hagen, gibt die Publikation gemeinsam mit Prof. Gerald Moll (Hochschule Macromedia) heraus.

Die Reduktion der Komplexität spielt in der Vermittlung vielschichtiger Inhalte eine wesentliche Rolle. Wie der Transfer von Wissen auf sprachlicher und gestalterischer Ebene erfolgt und wie der Kommunikationsrahmen die Wahl der Mittel beeinflusst, ist Schwerpunkt des Sammelbandes. In den Beiträgen wird die Wissenschaftskommunikation unter drei Aspekten untersucht: Information der breiten Öffentlichkeit, Lehrveranstaltungen für Studierende und wissenschaftlichen Nachwuchs sowie Fachdiskurse innerhalb der eigenen Disziplin. Die Autorinnen und Autoren diskutieren die Komplexitätsreduktion in Information, Didaktik und Fachdiskurs und betrachten schließlich die Rolle des Designs. Denn - unabhängig vom Kontext - stehen hinter jedem Wissenstransfer diese Fragen: Warum ist die Reduktion der Komplexität des Wissens wichtig? Wem sollen wissenschaftliche Erkenntnisse mit welcher Zielsetzung vermittelt werden? Und: Welche Bedeutung hat dabei die Gestaltung der Inhalte?

Der Sammelband ist als Open Access Publikation erhältlich.

Mehr über den Sammelband

11. November 2021 | can


Publikation / Sonnabend / VWL

Verderben zu viele Köche den Brei?

Foto: Hardy Welsch
Dr. Hendrik Sonnabend

Die Flexibilität am Arbeitsplatz im Zusammenhang mit kollaborativen Aufgaben bietet viele Vorteile, birgt aber auch einige Risiken. Dr. Hendrik Sonnabend (Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik), Dr. Mario Lackner (Universität Linz) und Dr. Bastian Kordyaka (Universität Siegen) haben sich in einer wissenschaftlichen Studie mit einem Zielkonflikt beschäftigt, der in kollaborativen (Projekt-)Arbeiten auftreten kann.

Verteilt sich die Last auf mehrere Schultern, reduziert sich einerseits die individuelle Belastung und Erschöpfung („Erschöpfungseffekt“), andererseits erhöht sich damit der Koordinationsaufwand („Koordinationskosteneffekt“). Die Forscher analysierten die Wirkung zusätzlicher Kollaborateure anhand von Auswechslungen bei Basketball-Spielen. Die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA diente ihnen als Quasi-Arbeitsmarktlabor. Ihre Ergebnisse zeigen, dass eine erhöhte Anzahl von Mitspielern einen negativen Effekt auf die Teamleistung hat. Außerdem stellten die Forscher fest, dass die erfolgreichsten Teams in der Lage sind, sowohl den Ermüdungseffekt als auch den Koordinationskosteneffekt optimal auszugleichen.

Der Artikel mit dem Titel „Can too many cooks spoil the broth? Coordination costs, fatigue, and performance in high-intensity tasks” wurde im Southern Economic Journal ahead of print (vor Erscheinen der Druckversion) online veröffentlicht.

Zum Artikel

8. November 2021 | sam


Tagung / Lemanski / Philosophie

Begriffe der Logik – Logik der Begriffe

Portrait Foto: Hardy Welsch
Vortragsgast und Mitorganisator Jens Lemanski

Eine internationale Tagung und Summer School zum Thema „Logik” führte Expertinnen und Experten sowie den wissenschaftlichen Nachwuchs aus aller Welt in Leipzig zusammen. An insgesamt drei Tagen im Oktober ging es um geläufige Begriffe der Disziplin – zum Beispiel „aristotelische“ beziehungsweise „traditionelle Syllogistik“, „klassische“ oder „moderne Logik“. In den Blick nahmen die Teilnehmenden außerdem Logiken von Leibniz, Fichte und Schopenhauer, die indischen und die nichtklassischen Logiken sowie den logischen Empirismus. Die Veranstaltung wurde vom Institut für Philosophie der Universität Leipzig ausgerichtet. Vonseiten der FernUniversität organisierte PD Dr. Jens Lemanski aus dem Lehrgebiet Philosophie I (Prof. Dr. Hubertus Busche) die Veranstaltung mit. Zudem hielt er einen Vortrag zum Thema „Begriffsbestimmung der Logik mit Diagrammen“.

Auch Claudia Anger, Online-Tutorin im Lehrgebiet, war mit einem Vortrag über „Kants Logik der Begriffe und seine diagrammatischen Darstellungen im Vergleich zu Euler“ an der Tagung beteiligt (Mehr zur Person).

Weitere Infos zur Tagung und Programm

4. November 2021 | br


Expertise / Fisseler / Fachmediendidaktik

Inklusive Digitalisierung in der Hochschullehre

Foto: FernUniversität
Dr. Björn Fisseler

Aufgrund seiner Expertise zur barrierefreien und inklusiven Digitalisierung der Hochschullehre hat Dr. Björn Fisseler (Fachmediendidaktiker der Fakultät für Psychologie) auf der Mattermost-Plattform des Hochschulforum Digitalisierung (HFD) einen Themenkanal bespielt. Aus den Beiträgen auf Mattermost sind zahlreiche Blogbeiträge entstanden, die im HFD-Dossier „Diversität & Barrierefreiheit“ zu finden sind: mit praktischen Hinweisen zur technischen Umsetzung und inklusionssensiblen Gestaltung einer digitalen Hochschullehre. Zudem ist Fisseler seit Herbst 2021 Mitglied der vom HFD geleiteten Arbeitsgruppe zu „Digital Accessibility“, die gemeinsam Impulse für mehr digitale Barrierefreiheit an Hochschulen in Deutschland setzen möchte.

Im Rahmen der EADTU-Taskforce Diversity & Inclusion engagiert er sich zudem auf europäischer Ebene in einer Arbeitsgruppe zum Thema „Digital Accessibility“. Dort wird erarbeitet, vor welchen Herausforderungen die Fernhochschulen der EADTU bei der inklusiven Digitalisierung stehen und welche innovativen Lösungsansätze die Hochschulen entwickeln. Außerdem wird Dr. Fisseler am 5. November 2021 auf der EADTU-Konferenz „Innovating Higher Education 2021“ in Bari eine Keynote zu „Digital Accessibility“ geben.

Daran schließt sich im November eine Veranstaltung auf der Plattform e-teaching.org an. Deren dreiteilige Veranstaltungsreihe zur digitalen Barrierefreiheit findet ihren Abschluss in einer Online-Podiumsdiskussion, an der Björn Fisseler teilnehmen wird.

29. Oktober | aw


Projekttreffen / Störl / Datenbanken und Informationssysteme

DFG-Projekttreffen an der FernUniversität

Foto: dbis
Prof. Uta Störl (zweite von links) mit dem Projektteam am FernUni-Campus.

Am 21. und 22. September fand am Lehrgebiet Datenbanken und Informationssysteme der Kick-Off Workshop für die Fortsetzung des DFG-Projekts „NoSQL Schema Evolution and Big Data Migration at Scale“ statt.

Motivation für dieses Projekt ist die Schemaevolution im Kontext von agilen Software-Projekten und die dadurch notwendig werdende skalierbare Migration von Daten in NoSQL-Datenbanken. Im nun gestarteten zweiten Teil dieses Projekts sollen Methoden für die Schemaoptimierung und -evolution in Polystores entwickelt werden. Polystores sind Systeme, die aus mehreren Datenbanksystemen mit unterschiedlichen Datenbankmodellen zusammen gesetzt sind. Dadurch können die spezifischen Bedürfnisse von Anwendungen noch besser erfüllt werden.

Gemeinsam mit den Projektbeteiligten aus Rostock und Passau tauschte sich Prof. Uta Störl und ihr Team über den Stand des Projektes aus. Der Workshop dauerte zwei Tage und es wurden die nächsten Schritte und Projekt-Meilensteine besprochen.

21. Oktober 2021 | AG


Partnerschaft / von Sachsen Gessaphe / EDELNet

Neuer Präsident des EDELNet Boards

Foto: FernUniversität
Prof. Dr. von Sachsen Gessaphe

Prof. Dr. Karl August Prinz von Sachsen Gessaphe ist neuer Präsident des EDELNet Boards. Im Projekt EDELNet (European Distance Education in Law Network) haben sich drei führende europäische Fernuniversitäten zusammengeschlossen, um Chancengleichheit in der Hochschulbildung zu ermöglichen. Die FernUniversität in Hagen, die Universidad Nacional de Educación a Distancia (UNED) und die Open Universiteit Nederland (OUNl) haben sich auf interkulturelle Kommunikation für ein besseres Verständnis der jeweils anderen Rechtskulturen und -praktiken in ganz Europa und darüber hinaus verständigt.

Als Präsident des Leitungsorgans der Partnerschaft wird Prof. von Sachsen Gessaphe Veränderungsprozesse anstoßen und die Umsetzung wichtiger Entscheidungen überwachen. Er wurde für zunächst zwei Jahre gewählt.

7. Oktober 2021 | sam


Workshop / Gradinari und Böning / Gender und Theologie

Fernuni-Geschlechterforscherinnen zu Gast an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt

Foto: Privat/Volker Wiciok
Dr. Anja Böning und Jun.-Prof. Irina Gradinari

Auch von Theolog:innen wird in wissenschaftlichen Auseinandersetzungen und der kirchlichen Praxis erwartet, dass sie mit Gender-Diskursen vertraut und für Genderthematiken in theologischen Kontexten sensibilisiert sind. Das nahm die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt zum Anlass, einen Online-Workshop zu veranstalten, zu dem Jun.-Prof. Dr. Irina Gradinari (Junior-Professur für literatur- und medienwissenschaftliche Genderforschung) und Dr. Anja Böning (Lehrstuhl für Gender und Recht) als Expertinnen eingeladen waren. Irina Gradinari befasste sich in ihrem Workshop-Beitrag mit Ansätzen, Methoden und Perspektiven der Gender Studies. Anja Böning nahm das Verhältnis von Gender und Recht in den Blick. Die Veranstaltung, die für Studierende und Promovierende der Katholisch-Theologischen Fakultät war, fand vom 29. September bis zum 1. Oktober statt.

6. Oktober 2021 | Presse


Konferenz / Baule / BWL

Internationale Konferenz zu strukturierten Finanzprodukten an der FernUniversität

Foto: Hardy Welsch
Prof. Rainer Baule

Strukturierte Finanzprodukte für Privatanleger sind eine Anlageklasse, die sich seit etwa 20 Jahren einer großen Beliebtheit erfreut. In Europa sind die größten Märkte in der Schweiz und in Deutschland zu finden; weiterhin werden derartige Finanzprodukte beispielsweise auch in Hongkong, Korea und den USA gehandelt. Dabei wird den Banken häufig vorgeworfen, die Unbedarftheit der Kleinanleger auszunutzen, den Markt bewusst intransparent zu gestalten. Vor diesem Hintergrund hat Prof. Dr. Rainer Baule (Lehrstuhl für Betriebs­wirt­schafts­lehre, ins­b. Bank- und Finanz­wirt­schaft) in den letzten Jahren verschiedene Forschungsprojekte in diesem Bereich durchgeführt, unter anderem gefördert durch Drittmittel von der Verbraucherzentrale NRW in Kooperation mit Landesministerien sowie dem Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung.

International beschäftigen sich einige wenige Forschergruppen mit der Thematik. So entstand die Idee, zum Zwecke des Austauschs und der Vernetzung die Wissenschaftler zu einem Workshop nach Hagen einzuladen, der Ende September online stattfand. Die Resonanz war überwältigend, Spitzenforscherinnen und -forscher unter anderem aus den USA, Kanada, Australien, der Schweiz und Deutschland hatten zugesagt.

Zehn Forschungsprojekte

Es wurden zehn aktuelle Forschungsprojekte präsentiert und rege diskutiert, darunter auch Promotionsprojekte zweier Doktoranden des Lehrstuhls für Bank- und Finanzwirtschaft der FernUniversität. Insgesamt fanden sich etwa 30 Teilnehmende zusammen, teilweise in den frühen Morgenstunden in Kanada und den USA, teilweise spätabends in Korea. Vielfach wurde der Wunsch nach einer Neuauflage des Workshops geäußert – dann nach Möglichkeit persönlich auf dem Campus in Hagen.

Näheres zum Workshop, insbesondere zum Programm mit den gehaltenen Vorträgen finden Sie auf der Konferenz-Homepage.

5. Oktober 2021 | Presse


Veröffentlichung und Konferenz / Sonnabend / VWL

Missbrauch der Gelbsperren-Regel

Foto: Hardy Welsch
Dr. Hendrik Sonnabend

Dr. Hendrik Sonnabend (Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik) hat strategisches und antizipierendes Verhalten in mehrstufigen Turnieren untersucht. Hier kann es sinnvoll sein, in der aktuellen Runde Ressourcen zu sparen, wenn der Unterschied in den Stärken der Gegner hinreichend groß und der Ausgang entsprechend gewiss ist. Gleiches gilt, wenn der Unterschied in der nächsten Runde hinreichend groß ist. Diese Hypothesen wurde empirisch mit Daten aus der ersten Fußballbundesliga und mit einem Fokus auf der „Gelbsperre“ von Spielern nach Ansammeln von fünf gelben Karten getestet. Entsprechend den aus der Theorie formulierten Erwartungen passen Teams ihre Ressourcen (= Verfügbarkeit der Spieler) rational an den aktuellen und kommenden Gegner an.

Das Paper mit dem Titel „Strategic investment decisions in multi-stage contests with heterogeneous players”, gemeinsam mit Prof. Dr. Christian Deutscher (Universität Bielefeld), Prof. Dr. Marco Sahm (Universität Bamberg) und Dr. Sandra Schneemann (Universität Bielefeld), ist in Theory and Decision veröffentlicht worden.

Zur Veröffentlichung

Konferenzteilnahme

Zudem hat Dr. Hendrik Sonnabend an der jährlichen Konferenz der European Association of Labour Economists (EALE) teilgenommen. Diese fand pandemiebedingt vom 16. bis 18. September online statt, Organisatorin war die Universität Padua.

Auf der Konferenz hat Hendrik Sonnabend das Forschungsprojekt „Using goals to motivate students: The power of small financial rewards” (gemeinsam mit Sarah Rezaei und Bastian Westbrock) präsentiert. In der Studie geht es darum, Studierende mit selbst gesetzten Zielen, deren Erreichen eine kleine monetäre Prämie verspricht, zu größerer Leistung zu motivieren.

Zum Diskussionspapier

5. Oktober 2021 | Presse


Gast und Vortragseinladung / Hoffmann / Philosophie

Bestimmung des hegelschen Begriffs der Natur

Foto: FernUniversität
Prof. Thomas Sören Hoffmann (li.) und Prof. Luis Eduardo Gama Barbosa

Prof. Dr. Luis Eduardo Gama Barbosa von der Universidad Nacional de Colombia in Bogotá hat vom Deutschen Akademischen Austauschdienst ein Stipendium für einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt am Lehrgebiet Philosophie II, Praktische Philosophie: Ethik, Recht, Ökonomie von Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann erhalten. Das Thema seines Forschungsprojekts lautet „Die Natur im Geist. Unterwegs zu einer Bestimmung des hegelschen Begriffs der Natur“. Prof. Hoffmann und Prof. Gama arbeiten seit vielen Jahren im Kontext von FILORED zusammen.

Das „Deutsch-lateinamerikanische Forschungs- und Promotionsnetzwerk Philosophie“ initiiert, unterstützt und bündelt den deutsch-lateinamerikanischen Austausch im Bereich philosophischer Forschung zur klassischen deutschen Philosophie zwischen Kant und Hegel. Im Zentrum steht dabei eine gezielte Nachwuchsförderung mit der Perspektive einer Doppelpromotion an jeweils zweien der an FILORED beteiligten Universitäten. Einer von Gamas Promovierenden hat bereits die Doppelpromotion an beiden Universitäten durchlaufen.

Gewissen bei Hegel und Kierkegaard

Die Deutsche Gesellschaft für Sozialanalytische Forschung (Köln) hat Prof. Hoffmann eingeladen, bei ihrer Herbsttagung am 25. September einen Vortrag zu dem Thema „Zum Begriff des Gewissens bei Hegel und Kierkegaard“ zu halten.

17. September 2021 | Da


Vorträge / Glawe / VWL

Arbeiten auf Konferenzen vorgestellt

Foto: Hardy Welsch
Dr. Linda Glawe

Dr. Linda Glawe, Wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Helmut Wagner, stellte im Sommer mehrere gemeinsam mit ihm verfasste Arbeiten bei drei Konferenzen vor.

17. September 2021 | Da


Publikation / Schubbe-Åkerlund, Lemanski / Philosophie

Neues Lexikon über das Werk Schopenhauers

schubbe-lemanskiFoto: Veit Mette/Hardy Welsch
Experten für Schopenhauers Schriften (v.li.): Daniel Schubbe-Åkerlund und Jens Lemanski

Die FernUni-Wissenschaftler PD Dr. Jens Lemanski und Dr. Daniel Schubbe-Åkerlund sind Herausgeber eines neuen Lexikons zu Arthur Schopenhauer. Als Teil einer beliebten Lehrbuchreihe bei UTB erklärt es Grundbegriffe und Werk des deutschen Philosophen. „Eine Besonderheit des Lexikons ist seine internationale und interdisziplinäre Ausrichtung“, erklärt Lemanski. So beinhaltet der Band 200 Einträge von 76 Autorinnen und Autoren aus 18 Ländern. „Sie stammen aus unterschiedlichen Fachrichtungen wie etwa Philosophie, Literaturwissenschaft, Psychologie, Mathematik, Jura oder Wissenschaftsgeschichte.“ Den Überblick rundet eine Darstellung der Wirkungsgeschichte Schopenhauers ab, die die beiden Forscher mitverfasst haben. Dr. Daniel Schubbe-Åkerlund arbeitet im Zentralbereich der Fakultät für Kultur und Sozialwissenschaften, PD Dr. Jens Lemanski im Lehrgebiet Philosophie I von Prof. Dr. Hubertus Busche.

Zum Buch

10. September 2021 | br


Konferenz / Sonnabend und Reicherseder-Braun / VWL

Vorträge auf Sportökonomen-Konferenz

Foto: Hardy Welsch / Privat
Dr. Hendrik Sonnabend und Felia Reicherseder-Braun

Dr. Hendrik Sonnabend (Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik) und die Doktorandin Felia Reicherseder-Braun haben an der 12th Conference of the European Sport Economics Association (ESEA) teilgenommen. Die Konferenz fand vom 25. bis 27. August online statt. Hendrik Sonnabend stellte Ergebnisse der Studie „Presenteeism when employers are under pressure: evidence from professional soccer“, zusammen mit Dr. Mario Lackner, Universität Linz, vor. Felia Reicherseder-Braun präsentierte ein gemeinsames Projekt mit dem Titel „When colleagues come to see each other as rivals: Does internal competition affect workplace performance? Evidence from professional soccer“. Dabei ging es um die Frage, wie sich Rivalität am Arbeitsplatz auf die Performance auswirkt: Treibt sie an oder entmutigt sie? Für die Analyse nutzten die Forschenden Daten aus dem Profifußball. Sie widmeten sich der Rivalität zwischen Spielern auf der Torwartposition.

03. September 2021 | sam


Veröffentlichung und Berufung / Susanne Lütz / Politikwissenschaft

The European Union as a Global Actor. Trade, Finance and Climate Policy

Foto: Hardy Welsch
Prof. Susanne Lütz

Das neue Buch von Prof. Dr. Susanne Lütz (Lehrgebiet II: Internationale Politik) et al. konzentriert sich auf die Europäische Union als einen wichtigen Akteur in den internationalen Beziehungen und der internationalen Politischen Ökonomie.

Die EU handelt internationale Wirtschaftsabkommen aus, vertritt Europa in internationalen Organisationen und ist ein bedeutender Handelsblock mit einer wichtigen Reservewährung. Inwieweit und unter welchen Bedingungen die EU ihre beträchtliche Wirtschaftskraft nutzen kann, um ihre Interessen auf internationaler Ebene durchzusetzen, ist eine gleichermaßen relevante Frage für Studierende, Forschende und Praktikerinnen und Praktiker. Um dieser Frage nachzugehen, führt das Lehrbuch in das Konzept von „Actorness“ (Akteurqualität) ein und gibt einen Überblick über die wissenschaftliche Akteursdebatte sowie relevante Theorieansätze. Am Beispiel von drei zentralen europäischen Politikfeldern wie Handels-, Finanz- und Klimapolitik wird die Akteurqualität der EU vergleichend untersucht.

Susanne Lütz, Tobias Leeg, Daniel Otto und Vincent Woyames Dreher, 2021: The European Union as a Global Actor. Trade, Finance and Climate Policy. Springer Texts in Political Science and International Relations (STPSIR). Springer Nature; DOI: https://link.springer.com/book/10.1007%2F978-3-030-76673-3.

Auswahlausschuss für den Heinz Maier-Leibnitz-Preis

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Prof. Susanne Lütz für die nächsten drei Jahre in den interdisziplinären Auswahlausschuss zur Vergabe des Heinz Maier-Leibnitz-Preises berufen wurde. Hierbei handelt es sich um den wichtigsten Nachwuchspreis der DFG.

Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis, benannt nach dem im Jahr 2000 verstorbenen Physiker und ehemaligen Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft Prof. Dr. Heinz Maier-Leibnitz, wird seit 1977 vergeben. Er dient dazu, die exzellenten Leistungen von jungen Forscherinnen und Forschern anzuerkennen und sie anzuspornen, ihre wissenschaftliche Laufbahn weiterzuverfolgen. Die Preise sind mit je 20.000 Euro dotiert.

13. August 2021 | Presse


Konferenz / Sonnabend / VWL

Die Ökonomie der Fan-Fiction

Foto: Hardy Welsch
Dr. Hendrik Sonnabend

Bei der 21st International Conference on Cultural Economics (ACEI), die online vom 6. bis 9. Juli stattfand, hat Dr. Hendrik Sonnabend (Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik) eine gemeinsame Arbeit mit Dr. Maria Marchenko (Wirtschaftsuniversität Wien) vorgestellt. Sie trägt den Titel „From Consumers to Creators: The economics of fan fiction“. In dem Projekt geht es um die Frage, was das Angebot von User Generated Content (nutzergenerierte Inhalte) beeinflusst. Konkret nutzten die beiden Forschenden Daten zu Fan-Fiction. Das sind von Fans erstellte Texte mit neuen, fortgeführten oder alternativen Handlungen bestimmter Bücher oder Filme. Mithilfe der Daten ging es darum, zu untersuchen, welche Effekte das Community Feedback und neue Inhalte des Originalwerks auf die „Produktion“ von Fantexten haben – etwa in Bezug auf die Schreibzeit oder den Umfang.

04. August 2021 | Presse


Vorträge / Glawe / VWL

Neuere Arbeiten bzw. Forschungspapiere

Foto: Hardy Welsch
Dr. Linda Glawe

Dr. Linda Glawe, Wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Helmut Wagner, hat mehrere gemeinsam mit ihm verfasste Arbeiten bei den Konferenzen

  • RCEA 8th Biennial Conference: „Future of Growth”, Online, 20. und 21. Mai 2021
  • 69th AFSE Annual Congress 2021, Online, 8. bis 10. Juni 2021
  • 2021 Chinese Economists Society 2021 Conference, Online, 19. und 20. Juni 2021
  • European Economics & Finance Society Conference 2021, Online, 23. bis 25. Juni 2021

vorgestellt.

Konkret waren dies die neueren Arbeiten bzw. Forschungspapiere

  1. Schooling is not learning – The impact of the learning-adjusted years of schooling on growth in a dynamic panel data framework;
  2. The „Double Trap” in China – Multiple Equilibria in Institutions and Income and their Causal Relationship;
  3. New evidence on the institutional dynamics in China – A club convergence perspective.

30. Juli 2021 | Da


Vortrag / Schultz / BWL

Decision support for digital business models

Foto: Hardy Welsch
Dr. Carsten D. Schultz

Vom 7. bis 9. Juli fand an der Erasmus University Rotterdam die gemeinsame virtuelle Konferenz für „Data Science, Statistics & Visualisation (DSSV)“ und der „European Conference on Data Analysis (ECDA)“ statt. Die diesjährige Zielsetzung bestand darin, einen interdisziplinären Austausch von Data Science und Statistik sowie deren Anwendung zu fördern. Im Rahmen der Arbeitsgruppe Marketing hat Dr. Carsten D. Schultz, Akademischer Rat am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing (Prof. Dr. Rainer Olbrich), die FernUniversität in Hagen bei der Konferenz vertreten. An der Konferenz nahmen mehr als 200 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teil.

Schultz präsentierte die jüngsten Ergebnisse aus seiner Forschung zu digitalen Innovationen, speziell zu digitalen Sprachassistenten. Der Beitrag mit dem Titel „Decision support for digital business models: An empirical study on users’ preferences for digital voice assistants“ ist in Zusammenarbeit mit PD Dr. habil. Friederike Paetz von der Technischen Universität Clausthal entstanden. Der Beitrag untersucht mittels eines sogenannten Discrete Choice-Experiments Nutzerpräferenzen für Markierungen und weiteren Produkteigenschaften (insbesondere Datenverarbeitung, Kommunikationsmöglichkeiten und Preis) von Sprachassistenten.

Basierend auf den Daten von 350 Smart Speaker-Nutzerinnen und -Nutzern werden Latent Class –Multinomiale Logit Modelle geschätzt und fünf Nutzersegmente abgeleitet, die sich maßgeblich in ihren Präferenzen unterscheiden. Die Wichtigkeit der Markierung für den Kauf eines Sprachassistenten zeigt sich in allen identifizierten Segmenten: Während Smart Speaker einer unbekannten Marke generell abgelehnt werden, differieren die Markenpräferenz zwischen den Segmenten stark. Die nachdrückliche Präferenz einzelner digitaler Sprachassistenten verdeutlicht ihre potenzielle Schlüsselfunktion als Intermediäre in digitalen Geschäftsmodellen. Dies kann nicht nur zu Verzerrungen und Umwerfungen im bisherigen Marktgeschehen führen, sondern bedingt unter Umständen auch marktregulierende Eingriffe, sofern der Wettbewerb, z. B. durch direkte Plattformanbindung, deutlich eingeschränkt wird.

28. Juli 2021 | Presse


Veröffentlichung und Vortrag / Tausendpfund / Kultur- und Sozialwissenschaften

Empirische Studien lesen. Einführung in die Praxis der quantitativen Sozialforschung.

Foto: Bernhard Kreutzer
Dr. Markus Tausendpfund

Interview / Wagner / VWL

Wirtschaftsexperte im südkoreanischen Fernsehen

Foto: Hardy Welsch
Prof. Helmut Wagner

Prof. Dr. Helmut Wagner (Lehrstuhl für VWL, insb. Makroökonomie) wurde vom südkoreanischen Fernsehsender Arirang News zum Interview eingeladen. Arirang TV ist ein globaler, englischsprachiger Fernsehkanal in Seoul, Südkorea. Sein Service zielt auf die Überseemärkte, ähnlich wie BBC World News, und wird von der Korea International Broadcasting Foundation betrieben und finanziell vom Kulturministerium von Korea unterstützt. Der Kanal sendet in 105 Länder.

Der Hintergrund des angefragten Interviews war der vor einigen Tagen verabschiedete neue Wirtschaftsplan der südkoreanischen Regierung (der sogenannte $190 billion ‚New Deal 2.0‘ economic plan), wozu Professor Wagner auf Wunsch des Fernsehsenders als international renommierter Experte verschiedene Fragen beantwortete.

23. Juli 2021 | Presse


Konferenz / Beckmann / VWL

Wechselkurserwartungen und abnormale Renditen

Foto: FernUniversität
Prof. Joscha Beckmann

Der Lehrstuhl für Makroökonomie organisierte gemeinsam mit der City University of London vom 23. bis zum 25. Juni die 19. Jahrestagung der „European Economics and Finance Society“ (EEFS). Über 70 Teilnehmende präsentierten in einer Mischung aus Live-Vorträgen und aufgezeichneten Präsentationen ihre Forschungsarbeiten. Die EEFS hat einen breiten Fokus, der viele Bereiche der Wirtschafts- und Finanzwelt abdeckt: unter anderem Finanzmärkte und Institutionen, Internationale Währungsökonomie, Wachstum und Entwicklung und Industrieökonomie und Organisation. Prof. Dr. Joscha Beckmann, Leiter des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insbes. Makroökonomie, ist Vorstandsmitglied der EEFS und referierte über Wechselkurserwartungen und abnormale Renditen als Auswirkung der Corona-Pandemie.

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12. Juli 2021 | sam


Studie, Vortrag, Veröffentlichung / Boening / Rechtswissenschaft

Vom Arbeiterkind zum Juraprofessor – Interviewstudie über soziale Langstreckenmobilität in der Rechtswissenschaft

Foto: Privat
Dr. Anja Böning

Im universitären Fächergefüge stellt die prestigeträchtige Rechtswissenschaft die sozialexklusivste aller Disziplinen dar. Eine Interviewstudie mit Juraprofessoren, die aus statusniedrigen Herkunftsgruppen stammen, hat Dr. Anja Böning (FernUniversität, Lehrstuhl für Gender im Recht) gemeinsam mit Frerk Blome (Leibniz Universität Hannover) und Dr. Christina Möller (Fachhochschule Dortmund) durchgeführt. Tatsächlich ließen sich für die Studie nur Männer finden, die sogenannte „weite Aufstiege“ bis hin zu einer Universitätsprofessur in der Rechtswissenschaft durchlaufen haben. Dies kann mit dem ohnehin geringen Frauenanteil auf juristischen Lehrstühlen (knapp 18 Prozent) erklärt werden. Im Mittelpunkt der Untersuchung standen die Aufstiegsnarrative der interviewten Professoren, die, wie das Autorenteam herausfinden konnte, eng mit der Kohortenzugehörigkeit der Erzählenden verknüpft sind. Schrieben die Professoren älterer Kohorten in ihren Narrativen vor allem Gelegenheitsstrukturen eine hohe Bedeutung für ihren Aufstieg zu, beziehen sich jüngere Kohorten auf die Relevanz von Begabung und Ehrgeiz für ihren Aufstieg – und damit auf individuumsbezogene Narrative. Biographische Narrative wandeln sich im Zeitverlauf mit gesellschaftlichen Transformationsprozessen und sich verändernden normativen Leitbildern, die in der Gesellschaft zirkulieren.

Zur Studie

Geschlecht und Recht

Im Vortrag „Wozu brauchen wir feministische Erkenntnisperspektiven im Recht? Plädoyer für eine reflexive und herrschaftssensible Rechtswissenschaft“ leuchtete Dr. Anja Böning das Verhältnis von Geschlecht und Recht aus einer herrschaftssensiblen und machtkritischen Perspektive aus und zeigte konfigurative Momente des Verhältnisses von Recht und Geschlecht auf. Der Vortrag fand im Rahmen des Lore-Agnes-Projekts „Gender im Recht“ und des Justitia-Programms der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum statt.

Anlässlich des 150-jährigen Bestehens des § 218 StGB kommentierte Anja Böning in dem Blogbeitrag „150 Jahre § 218 StGB: Patriarchat in der Gebärmutter“ die aktuelle Regelungslage zum Abbruch einer ungewollten Schwangerschaft und konfrontierte sie mit den völkerrechtlich verbürgten reproduktiven Rechten von Frauen, die im „Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau“ (CEDAW) und der „Europäischen Menschenrechtskonvention“ (EMRK) verbürgt sind. Der Beitrag ist im „blog interdisziplinäre geschlechterforschung“ des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW nachzulesen.

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07. Juli 2021 | Da

 

Veröffentlichung / Lütz / Politikwissenschaft

Global-Regional Realignments in Trade, Finance and Development

Foto: Hardy Welsch
Prof. Susanne Lütz

Prof. Dr. Susanne Lütz (Lehrgebiet Internationale Politik an der FernUniversität in Hagen) ist Herausgeberin des Sonderhefts der Zeitschrift „Global Policy“ zum Thema „Global-Regional Realignments in Trade, Finance and Development“, in dem es um das Verhältnis globaler Wirtschaftsinstitutionen wie dem IWF, der Weltbank und der WTO zu regionalen Institutionen in den Politikfeldern Handel, Finanzen und Entwicklung geht.

In dem von der FernUniversität geförderten Sonderheft untersuchen die Autoren Motive und Strategien von Akteuren in fragmentierten Regimekomplexen, fragen nach der Konkurrenz oder Komplementarität regionaler und globaler Institutionen und diskutieren die Implikationen der veränderten Institutionenlandschaft für Global Governance. Das Sonderheft geht auf einen Workshop mit dem Titel „Bretton Woods Institutions and Regional Organizations in a Changing Multilateral Order“ zurück, der im September 2019 am Regionalzentrum Berlin der FernUniversität stattfand.

Susanne Lütz (ed.) (2021), Global-Regional Realignments in Trade, Finance and Development. Special Issue of Global Policy 12 (S4), May. DOI: https://onlinelibrary.wiley.com/toc/17585899/2021/12/S4.

02. Juli 2021 | Da


Veröffentlichung / Töller / Politikwissenschaft

Fahrverbote für Dieselautos erforscht

PortraitFoto: Hardy Welsch
Prof. Annette Elisabeth Töller

Sie sind ein wichtiges Thema in vielen deutschen Städten: Fahrverbote für dieselbetriebene Autos. Der konkrete Umgang mit der Maßnahme zur Stickstoffdioxid-Reduzierung fällt jedoch sehr unterschiedlich aus. In manchen Städten gelten die Restriktionen bereits, in anderen stehen sie noch in Aussicht, in wieder anderen wurden sie verhindert. Prof. Dr. Annette Elisabeth Töller hat den politischen Prozess und sein heterogenes Ergebnis untersucht. Die Professorin leitet an der FernUniversität in Hagen das Lehrgebiet Politikfeldanalyse und Umweltpolitik. Ihre Erkenntnisse veröffentlichte sie jetzt in der wissenschaftlichen Zeitschrift European Policy Analysis (EPA).

Töller, A.E. (2021). Driving bans for diesel cars in German cities: The role of ENGOs and Courts in producing an unlikely oucome. European Policy Analysis. https://doi.org/10.1002/epa2.1120

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30. Juni 2021 | br


Förderung / Hoffmann / Allgemeine Psychologie

DFG-Projekt zu den Grenzen der Handlungsemulation

sven-hoffmann-querFoto: FernUniversität
Sven Hoffmann

Dr. Sven Hoffmann (Lehrgebiete Allgemeine Psychologie: Urteilen, Entscheiden, Handeln sowie Psychologische Methodenlehre und Evaluation) ist an einem neuen Projekt beteiligt, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert. Darin forscht der wissenschaftliche Mitarbeiter gemeinsam mit Prof. Dr. Christian Beste (Kognitive Neurophysiologie, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden / Institute of Psychology, TU Dresden) und Prof. Dr. Dr. Markus Raab, Leiter des Psychologischen Instituts an der Deutschen Sporthochschule in Köln.

Das Projekt trägt den Titel „The limits of action emulation – A psychophysiological investigation in athletes and patients with autism spectrum disorder“. Die DFG unterstützt es im Rahmen einer Sachbeihilfe von 2021 bis 2024. Die Handlungsplanung und -ausführung an ihren Grenzen bei Spitzensportler:innen und Menschen mit Autismus wird mithilfe von MRT und EEG neurophysiologisch untersucht und mit Transkranieller Magnetstimulation hinsichtlich ihrer kausalen Mechanismen geprüft. Ziel des Projektes ist die Prüfung und Entwicklung eines integrativen Modells der Handlungssteuerung und des motorischen Lernens. Gutachten sehen das Projekt als wegweisend für das Verständnis des menschlichen Systems zur Handlungskontrolle.

18. Juni 2021 | Presse


Workshop / Beckmann und Schmerer / VWL

„Hagener Workshop on Global Economic Studies“

Foto: FernUniversität
Prof. Joscha Beckmann (li.) und Prof. Hans-Jörg Schmerer

Prof. Dr. Hans-Jörg Schmerer (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbes. Internationale Ökonomie) und Prof. Dr. Joscha Beckmann (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insb. Makroökonomie) organisierten am 25. und 26. Mai den ersten „Hagener Workshop on Global Economic Studies“. In etwa 40 Vorträgen tauschten sich internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen der digitalen Veranstaltung zu Themen wie Internationaler Handel und Internationale Finanzmärkte aus. Mit Prof. Dr. Wilhelm Kohler (Universität Tübingen) und Prof. Dr. Hiro Ito (University of Portland) konnten zwei hochrangige Keynote-Speaker gewonnen werden. Ausgewählte Beiträge des Workshops werden in der international renommierten Zeitschrift Open Economies Review veröffentlicht.

14. Juni 2021 | Presse


Workshop / Brösel / BWL

Prof. Brösel nahm an der WMEMC 2021 teil

Foto: Hardy Welsch
Prof. Gerrit Brösel

Die „14th World Media Economics and Management Conference“ (WMEMC 2021) wurde am 21. und 22. Mai 2021 von der Luiss Business School, Rom, ausgetragen. In regelmäßigen Abständen kommen auf dieser Konferenz weltweit führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem Forschungsschwerpunkt „Medienwirtschaft” zusammen, um sich über aktuelle Themen und wirtschaftliche Entwicklungen in diesem Bereich auszutauschen. Prof. Dr. Gerrit Brösel (Lehrstuhl für BWL, insbesondere Wirtschaftsprüfung) ist Mitglied einer temporären Forschungsgruppe um Dr. Paul Clemens Murschetz, Salzburg, zum Themenschwerpunkt „Strategisches Management und Leistungstreiber im Medienbereich“. In diesem Rahmen stellte die Gruppe in Rom ihre Studie „Big Data, News Automation and Public Service Media. Developing A Generic Public Value Scorecard Model to measure PSM’s PV performance in practice” vor, die zusammen mit sechs weiteren Forschenden aus Finnland, Pakistan, Portugal, Deutschland, Österreich und den Niederlanden entstanden ist.

11. Juni 2021 | Presse


Podcast / Littkemann / BWL

Zahlen hören – Podcast für das BWL-Studium

Portraitfoto Prof. Littkemann Foto: Hardy Welsch
Prof. Jörn Littkemann

In der Podcastreihe von FernUni-Professor Jörn Littkemann gibt es vielfältige Lehr- und Forschungsinhalte zum BWL- und Controllingstudium auf die Ohren. In einem Fach voller Zahlen wie dem Controlling ist es gar nicht so einfach, Inhalte an sehbehinderte Studierende weiterzugeben. Auch aus diesem Grund entstand die Idee bei Prof. Dr. Jörn Littkemann und seinem Team (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Unternehmensrechnung und Controlling) eine Podcastreihe zu beginnen.

Littkemann produziert an der FernUniversität in Hagen bereits Lehrvideos für Moodle und YouTube sowie die Interview-Reihe „Studieren geht über Probieren“. Aus diesen Videos verwendet er die Tonspur für den Podcast. „Momentan haben wir am Lehrstuhl zwei sehbehinderte Studierende, die uns dazu gutes Feedback geben“, sagt Littkemann. Zukünftig möchten der Professor und sein Team noch mehr darauf achten, Forschungs- oder Lehrinhalte besser in den Videos zu erklären, damit es gerade den sehbehinderten Studiereden leichter fällt, das zahlenlastige Fach zu verstehen. Bisher sei es oft so, dass sie auf Hilfe anderer Personen angewiesen sind, die ihnen die Dokumente mit den Zahlen-Tabellen vorlesen. „Der Podcast richtet sich aber auch an alle anderen Studierenden, die vielleicht unterwegs Studieninhalte hören möchten.“

31.05.2021 | ag


Publikation / Rosenthal, Ternes und Strecker / BWL

Zur Simulation von Geschäftsprozessen

Die Simulation von Geschäftsprozessen stellt einen essentiellen Ansatz für die Analyse von Geschäftsprozessen im Rahmen des Geschäftsprozessmanagements (Business Process Management) dar. Der kürzlich erschienene Artikel von Dr. Kristina Rosenthal, Benjamin Ternes und Prof. Dr. Stefan Strecker (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Entwicklung von Informationssystemen) präsentiert einen umfassenden und systematisierenden Überblick über die Forschung zur Simulation von Geschäftsprozessen und es werden Forschungslücken sowie Ideen für zukünftige Forschung diskutiert.

Der Artikel ist im Journal Business & Information Systems Engineering online als Open-Access-Artikel erschienen (Link: https://doi.org/10.1007/s12599-021-00690-3).

Rosenthal, Kristina; Ternes, Benjamin; Strecker, Stefan (2021) Business Process Simulation on Procedural Graphical Process Models: Structuring Overview and Paths for Future Research. Business & Information Systems Engineering, https://doi.org/10.1007/s12599-021-00690-3 (Open Access).

25. Mai | aw


Vortrag / von Gessaphe / Rechtswissenschaft

Vortrag zum Internationalen Privatrecht

PortraitFoto: FernUniversität
Prof. Karl August Prinz von Sachsen Gessaphe

Im Rahmen eines Diplomstudiengangs zum Internationalen Privatrecht für mexikanische Bundesrichterinnen und -richter an der Escuela Federal de Formación Judicial (Bundesschule für die richterliche Ausbildung) hat Prof. Dr. Karl August Prinz von Sachsen Gessaphe einen Vortrag gehalten. Der Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung ist gut mit den Forschenden aus dem mexikanischen Organisationsteam vernetzt. Insbesondere mit dem renommierten Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Jorge Alberto Silva Silva steht er seit den 1980ern im engen Austausch. Zudem ist Prof. von Sachsen Gessaphe – selbst in Mexiko-Stadt geboren – Präsident der Deutsch-Mexikanischen Juristenvereinigung.

„In meinem Vortrag ging es um Probleme des Allgemeinen Teiles des mexikanischen Internationalen Privatrechts“, erläutert Prof. von Sachsen Gessaphe. Die Gemengelage aus verschiedenen Rechtsnormen erweist sich oft als komplex: „Ein Beispiel bildet eine polygame Ehe eines marokkanischen Staatsangehörigen, der in Marokko mit drei Frauen verheiratet ist, mit diesen nach Mexico übersiedelt, dort arbeitet und dann stirbt. Haben die drei Ehefrauen ein Recht auf eine Witwenrente und in welcher Höhe? Dem mexikanischen Recht ist die Polygamie fremd; sie verstößt wohl gegen die mexikanische öffentliche Ordnung und könnte von daher bereits nicht anerkannt werden.“

br | 20. Mai 2021


Berufung / Brösel / BWL

Prof. Brösel in den Fachbeirat der ZCG berufen

Foto: Hardy Welsch
Prof. Gerrit Brösel

Prof. Dr. Gerrit Brösel wurde in den Fachbeirat der Zeitschrift für Corporate Governance (ZCG) berufen. Die Fachzeitschrift befasst sich mit der Leitung und Überwachung in der Unternehmens- und Prüfungspraxis. Insofern ergibt sich hieraus eine enge Verzahnung zum international und interdisziplinär ausgerichteten ForschungsschwerpunktUnternehmensbewertung und Corporate Governance“ der FernUniversität, welcher von Professor Brösel, Lehrstuhl für BWL, insbesondere Wirtschaftsprüfung, koordiniert wird. Die ZCG wird vom Erich Schmidt Verlag (ESV), Berlin, herausgegeben. Aktuell (2021) erscheint die doppelt blind begutachtete Zeitschrift im 16. Jahrgang.

Darüber hinaus macht Prof. Brösel auf die Erscheinung des Lehrbuchs „Business Valuation. Functions – Methods – Principles“ aufmerksam, das er zusammen mit dem Ökonom Prof. Dr. Manfred J. Matschke verfasst hat. Es ist das weltweit erste englischsprachige Lehrbuch, das die funktionale Unternehmensbewertungslehre umfassend beleuchtet. In dem Buch, das bereits in deutscher (vier Auflagen), polnischer und russischer Version erschienen ist, werden die Fehlentwicklungen und Sackgassen aufgezeigt, die aus der einseitigen Ausrichtung auf die marktpreisorientierten Unternehmensbewertungsmethoden resultieren. Zur Verlagsseite

Presse | 30. April 2021


Veröffentlichung / Wagner und Glawe / VWL

Divergence Tendencies in the European Integration Process: A Danger for the Sustainability of the E(M)U?

Eine Frau und ein Mann lächeln in Richtung Kamera. Foto: Veit Mette (re.) und FernUniversität
Dr. Linda Glawe und Prof. Helmut Wagner

Der europäische Integrationsprozess begann mit dem Ziel, die Unterschiede im Einkommen bzw. Lebensstandard zwischen den teilnehmenden Ländern im Laufe der Zeit zu verringern. Um dies zu erreichen, wurde eine gewisse Angleichung der Institutionen und Strukturen als notwendige Voraussetzung angesehen. Während das Ziel dieser Einkommens- und institutionellen Konvergenz über einen langen Zeitraum erfolgreich erreicht wurde, hat sich diese Konvergenzentwicklung in den letzten ein bis zwei Jahrzehnten abgeschwächt oder sogar in Divergenz verwandelt.

Hierzu haben Prof. Dr. Helmut Wagner und Dr. Linda Glawe den Artikel "Divergence Tendencies in the European Integration Process: A Danger for the Sustainability of the E(M)U?" im Journal of Risk and Financial Management 14: 104 (pp. 1-22), https://doi.org/10.3390/jrfm1403010, veröffentlicht. Dieses Papier gibt einen Überblick über die Hintergründe und die empirische Evidenz für diese Konvergenz- und Divergenzentwicklungen und zeigt politische Implikationen (die Herausforderungen und mögliche Auswege) auf.

19. April 2021 | Da


Publikation / Weibler / BWL

Digitale Führung. Beziehungsgestaltung zwischen Sinnesarmut und Resonanz

Foto: Kenzo Volgmann
Prof. Jürgen Weibler

Digitale Führung bzw. Führen aus der Distanz ist inzwischen vielerorts Normalität. Aber was ist eigentlich anders, wenn wir miteinander ortsungebunden in Kontakt treten, zugleich unsere elementaren Ausdrucks- und Wahrnehmungsmöglichkeiten eingeschränkt sind? Und warum ist es so? Welche Effekte sind zu beobachten? Und vor allem: Was können wir tun? Autor dieser Forschungsstudie ist Prof. Dr. Jürgen Weibler, Leiter des Lehrstuhls für BWL, insb. Personalführung und Organisation. Sein neues Werk „Digitale Führung“ gibt hierauf grundlegende wie praxisorientierte Antworten.

Weibler, J. (2021): Digitale Führung. Beziehungsgestaltung zwischen Sinnesarmut und Resonanz. Roman Herzog Institut, München. Kostenfrei auch als Download zu beziehen: https://www.romanherzoginstitut.de/publikationen/detail/digitale-fuehrung.html

12. März 2021 | Da


Veröffentlichung / Glawe und Wagner / VWL

Endogene institutionelle Konvergenzdynamik

Foto: FernUniversität (li.,) Veit Mette
Dr. Linda Glawe, Prof. Helmut Wagner

Die Angleichung der Institutionen und der Pro-Kopf-Einkommen der EU-Mitgliedstaaten ist ein zentrales Ziel des europäischen Integrationsprozesses. Der neue Artikel von Dr. Linda Glawe und Prof. Dr. Helmut Wagner liefert neue Erkenntnisse, inwiefern nach dem EU-Beitritt eine endogene institutionelle Konvergenzdynamik eintritt. Es handelt sich um den ersten Forschungsbeitrag, der im Rahmen der Analyse der institutionellen Entwicklung innerhalb der EU die Möglichkeit von Club-Konvergenz berücksichtigt. Es werden mehrere institutionelle Cluster identifiziert, die einem geographischen Muster folgen (insbesondere liegt eine Nordwest-Südost Teilung vor). Die anfängliche Institutionenqualität und Humankapitalausstattung der EU-Mitgliedstaaten sowie die Teilnahme an der Währungsunion sind vor allem entscheidend dafür, ob ein Land zu einem Club mit relativ hoher oder niedriger Institutionenqualität konvergiert.

Der Artikel erscheint im Journal of Comparative Economics (2021) und ist bereits online verfügbar.

Glawe, Linda und Wagner, Helmut (2021) Convergence, divergence, or multiple steady states? New evidence on the institutional development within the European Union. Journal of Comparative Economics, In Press. Doi: https://doi.org/10.1016/j.jce.2021.01.006

12. März 2021 | Da


Veröffentlichung / Zhao / Psychologie

Interviews im Lehrkontext richtig editieren

Fang_Zhao-portraitFoto: privat
Fang Zhao

Im e-Learning gewinnen spezielle Interview-Videos an Beliebtheit, in denen Lehrkräfte und Fachleute auf didaktische Fragen antworten. Für den Lernerfolg der Zuschauenden spielt dabei eine Rolle, wie die Filme im Nachhinein bearbeitet wurden. Das belegt eine frisch veröffentlichte Studie von Dr. Fang Zhao Lehrgebiet Allgemeine Psychologie: Lernen, Motivation, Emotion (Prof. Dr. Robert Gaschler). Anhand ihrer Tests identifizierte die FernUni-Psychologin ablenkende Faktoren: Ist die Person, die das Interview führt, zu sehen und zu hören, lernt es sich messbar schlechter. Können sich die Lernenden hingegen ganz auf die befragte Person und ihre Antworten konzentrieren, merken sie sich die Inhalte besser. Im didaktischen Kontext ist es deshalb sinnvoll, Interviews so zu bearbeiten, dass die fragenstellende Person weder zu sehen noch zu hören ist.

Zur Studie

Zhao F.: Interviewer presence can affect learning with interview videos. E-Learning and Digital Media. February 2021. doi:10.1177/2042753021995312

10. März 2021 | br


Publikation / Weitzdörfer / Rechtswissenschaft

Jahrestag – Fukushima und das Recht

Foto: Volker Wiciok
Prof. Dr. Julius Weitzdörfer

Anlässlich des zehnten Jahrestages der Dreifachkatastrophe aus Erdbeben, Tsunami sowie dem Nuklearunfall im japanischen Fukushima am 11. März veröffentlicht Prof. Dr. Julius Weitzdörfer zwei Bücher: eine Kurzmonographie zum Tsunami und einen Sammelband zum Atomunfall. Prof. Weitzdörfer ist Juniorprofessor für Ostasiatisches Recht, insbesondere Japanisches Recht an der FernUniversität und Experte für Japan-, Atom-, Katastrophen- und Umweltrecht.

In der Kurzmonografie „Double Debt Disaster: Law, Policy, and Social Justice in the wake of Japan’s 2011 Tsunami” befasst er sich mit wirtschaftlichen Hindernissen und Gerechtigkeitsfragen, die nach Katastrophen immer wieder auftreten. Im Sammelband „Fukushima and the Law” untersucht er zusammen mit 20 internationalen Experten, welche rechtlichen Lehren aus dem Reaktorunfall gezogen werden sollten. Er wird erst nach dem Jahrestag erscheinen.

Julius Weitzdörfer & S. J. Beard: Double Debt Disaster: Law, Policy, and Social Justice in the wake of Japan’s 2011 Tsunami (Iudicium, München & Tokyo 2021, ISSN 0941-1321, 106 Seiten) Zur Veröffentlichung

Julius Weitzdörfer & Kristian Lauta (Hrsg.), Fukushima and the Law (Cambridge University Press, Cambridge 2021, ISBN: 9781108426114, ca. 640 Seiten)

10. März 2021 | sam


Publikation / Röttgers / Philosophie

Das Soziale denken

Soeben ist das Buch „Das Soziale denken. Leitlinien einer Philosophie des kommunikativen Textes“ (Weilerswist 2021) von Prof. Dr. Kurt Röttgers erschienen. Kurt Röttgers war von 1984 bis 2009 Professor für Philosophie, insbes. Praktische Philosophie an der FernUniversität in Hagen.

Dieses Werk mit 754 Seiten ist die Frucht von mehr als zehn Jahren Arbeit seit seiner Pensionierung. In ihm werden aus einer neuen sozialphilosophischen Perspektive die zentralen Themen der Reflexion auf das Soziale ausgeführt, wie z. B. das Epistemische und das Normative, der Zusammenhang des Sozialen und des Psychischen, die Zeitlichkeit des Sozialen, die Formen der Erkundung im Bereich des Sozialen, Politik und Gewalt, die Übergängigkeiten im Sozialen u.v.a.m.

Zum Buch

23. Februar 2021 | Da


Publikation / Wagner / VWL

China’s “Political-Economy Trilemma”

Foto: Hardy Welsch
Prof. Helmut Wagner

Kann ein kommunistisches Herrschaftssystem auf Dauer Stabilität und Konvergenz (ein hierfür ausreichendes Wirtschaftswachstum) gewährleisten? Dies diskutiert Prof. Dr. Helmut Wagner, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insb. Makroökonomie, am Beispiel Chinas mit Hilfe der in der Ökonomie bekannten Trilemma-Methode in seinem Beitrag China’s “Political-Economy Trilemma”: (How) Can it be Solved? in The Chinese Economy. Es wird gezeigt, dass sowohl die Mao- als auch die Deng-Entwicklungsstrategien in Bezug auf diese Ziele letztlich an zunehmenden systemischen Ungleichgewichten scheiterten. Es wird die Frage gestellt, ob die neue Strategie unter Xi Jinping , die auf teilweise neue Instrumente setzt, nämlich die Nationalismuskarte, das BRI-Programm und die digitale Überwachung, dies vermeiden kann, und es werden Strategiealternativen analysiert.

Helmut Wagner (2021): China’s “Political-Economy Trilemma”: (How) Can it be Solved?, The Chinese Economy, online first version: DOI: 10.1080/10971475.2021.1875158

Zur Studie (Link)

16. Februar 2021 | Da


Publikation / Sonnabend / VWL

Unfaire Vorteile im Profifußball

Foto: Hardy Welsch
Dr. Hendrik Sonnabend

Eine Studie über unfaire Vorteile im Profifußball von Dr. Hendrik Sonnabend, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik, und Dr. Mario Lackner von der Johannes Kepler Universität Linz ist zur Publikation angenommen worden. Die beiden Wissenschaftler haben untersucht, ob unberechtigt gegebene Elfmeter häufiger verschossen werden. Die Analyse zeigt, dass die Qualität der Schiedsrichterentscheidung und die Trefferwahrscheinlichkeit grundsätzlich in keinem Zusammenhang stehen. Allerdings treffen Kicker seltener in Situationen, in denen der Erfolg weniger wichtig ist.

Die Ergebnisse der Studie „Coping with advantageous inequity - Field evidence from professional penalty kicking” erscheinen im Journal of Behavioral and Experimental Economics. Zur Studie

01. Februar 2021 | sam


Vortrag / Glawe / VWL

„The impact of the learning-adjusted years of schooling on economic growth”

Foto: Hardy Welsch
Dr. Linda Glawe

„Schooling is not learning – the impact of the learning-adjusted years of schooling on economic growth“: Ihre gemeinsame Forschungsarbeit mit Prof. Dr. Helmut Wagner stellte Dr. Linda Glawe auf Einladung im Rahmen eines von der Nagoya Universität sowie der Japanese Society for International Development organisierten Webinars in einem eineinhalbstündigen Gastvortrag vor. Zuvor hatte sie den Artikel bereits auf dem Virtual Congress der European Economic Association präsentiert.

Zum SSRN Working Paper „Schooling is not learning“

Im Rahmen des 12th International Symposium on Human Capital and Labor Markets hatte Linda Glawe zudem die Möglichkeit, ein neues gemeinsames Forschungsprojekt mit Prof. Wagner zur Dynamik der Humankapitalentwicklung in China vorzustellen.

18. Januar 2021 | Da


Veröffentlichung / Murach und Wagner / VWL

„The effects of external shocks on the business cycle in China”

Foto: Hardy Welsch
Michael Murach (li.) und Prof. Helmut Wagner

Michael Murach und Helmut Wagner: „The effects of external shocks on the business cycle in China: A structural change perspective”, in: Review of International Economics. 2021;00:1–22.

Die Autoren Dr. Michael Murach und Prof. Dr. Helmut Wagner untersuchen die Auswirkungen von externen Schocks auf den Konjunkturzyklus in China und seinen Sektoren (Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen). Sie zeigen mithilfe von VAR-Analysen, dass China – und dort insbesondere der Industriesektor - anfällig für externe Schocks ist. Dies wirkt sich über einen Handelskanal, einen Finanzkanal und einen Vertrauenskanal der Konjunkturübertragung von wichtigen Handelspartnerländern auf die chinesische Wirtschaft aus.

Sie argumentieren, dass die Tertiarisierung in China ein Weg sein könnte, damit das Land weniger anfällig gegenüber diesen Schocks wird.

Zur Veröffentlichung

18. Januar 2021 | Da


Veröffentlichung / Hoffmann / Philosophie

Dissertation ins Englische übersetzt

Foto: Hardy Welsch
Prof. Thomas Sören Hoffmann

Thomas Sören Hoffmann, Absolute Form: Modality, Individuality and the Principle of Philosophy in Kant and Hegel. Brill: Leiden / Boston 2020, 356 S., ISBN: 978-90-04-44105-7 (Critical Studies in German Idealism, Band 27).

Bei dem Buch handelt es sich um die um ein aktuelles Vorwort erweiterte englische Übersetzung seiner Dissertation (1990, Neudruck 2012), die der Verlag noch knapp zum Hegeljahr 2020 herausgebracht hat.

18. Januar 2021 | Da


Veröffentlichung / Kieckhäfer / BWL

Nachhaltige Lieferketten

Karsten KieckhäferFoto: Volker Viciok
Prof. Dr. Karsten Kieckhäfer

Nachhaltigkeit sollte weniger als inflationär genutztes Schlagwort verstanden werden, vielmehr sollte sie als Leitbild für unser Handeln gelten. In einem Gastbeitrag für den Blog „Inclusive Productivity“ der Bertelsmann-Stiftung beschreibt Prof. Dr. Karsten Kieckhäfer (Lehrstuhl für BWL, insb. Produktion und Logistik) nachhaltige Entwicklungen aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive. Als anschauliches Beispiel für nachhaltige Lieferketten nennt Kieckhäfer die Elektromobilität. In seinem Beitrag gibt er Impulse, bei der Forderung nach nachhaltigen Lieferketten immer ökonomische, ökologische und soziale Ziele mitzudenken. Elektrofahrzeuge sind zwar ein wichtiger Baustein zur Senkung von CO2-Emissionen, jedoch birgt gerade die Batterieherstellung, die von knappen Rohstoffen abhängt, noch einige Herausforderungen. Zum Beitrag

16. Dezember | sam


Veröffentlichung / Diamanti / Philosophie

Publikation zum Hegeljahr 2020

diamantiFoto: privat
Marco Diamanti

Marco Diamanti, Doktorand im Rahmen einer binationalen Promotion an der italienischen Sapienza Università di Roma und der FernUniversität in Hagen, hat im Hegeljahr 2020 einen Band zur italienischen Hegelrezeption im 19. Jahrhundert herausgebracht.

Der Band fußt unter anderem auf Studien, die Marco Diamanti für mehrere Monate am Lehrgebiet Praktische Philosophie I: Ethik, Recht, Ökonomie (Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann) betrieben hat. Er enthält Beiträge von insgesamt neun Fachgelehrten, darunter die Studie „Die Besonderheiten der italienischen Hegelrezeption im Kontext des Internationalen Hegelianismus des 19. Jahrhunderts“ von Prof. Hoffmann (S. 89-106) sowie den Beitrag „Vom Leben zum Denken: Antonio Labriola und das Hegelsche Erbe“ von Marco Diamanti (S. 191-219).

Der Band ist unter dem Titel „La fortuna di Hegel in Italia nell’Ottocento“ bei Bibliopolis in Neapel erschienen.

14. Dezember | proe


Veröffentlichung / MaxFab / Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit

Nachhaltige Entscheidungsfindung in Produktion und Logistik

Die Forschungsinitiative MaxFab – Management Energieflexibler Fabriken des Forschungsschwerpunkts Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit hat eine Sonderausgabe des Journal of Business Economics herausgegeben. MaxFab zielt darauf ab, den Wissensstand zur strategischen Planung und zum operativen Betrieb energieflexibler Fabriken zu erweitern. Das Special Issue behandelt das Thema „Sustainable Decision-Making in Production and Logistics“ aus verschiedenen Perspektiven: Entscheidungsträger in Unternehmen konzentrieren sich immer mehr auf nachhaltig produzierte und transportierte Güter, um den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens zu verbessern sowie die natürlichen Ressourcen zu schützen und damit die Auswirkungen des Klimawandels abzuschwächen. Um diese Ziele schrittweise zu erreichen, müssen zukünftig die jeweiligen Ursache-Wirkungs-Beziehungen zwischen ökologischen und ökonomischen Faktoren aufgedeckt und angemessen in den Entscheidungsprozess eingebettet werden, so der Tenor der Sonderausgabe. Zur Veröffentlichung.

Fandel, G., Kleine, A. & Dellnitz, A. Editorial „sustainable decision-making in production and logistics“. J Bus Econ 90

2. Dezember 2020 | sam


Veröffentlichung / Hoffmann und Stübinger / Kultur, Sozial- und Geisteswissenschaften, Rechtswissenschaft

Hegel-Tagung dokumentiert

Foto: Hardy Welsch / FernUniversität
Prof. Dr. Hoffmann / Prof. Dr. Stübinger

Im neuen Heft der „Zeitschrift für Rechtsphilosophie“ (ZRph) dokumentieren die beiden Herausgeber Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann (Lehrgebiet Philosophie II, Praktische Philosophie: Ethik, Recht, Ökonomie) und Prof. Dr. Stephan Stübinger (Lehrstuhl für Strafrecht und Strafrechtsgeschichte und Rechtsphilosophie) eine Tagung zu Hegels Rechtsphilosophie auf dem Campus der FernUniversität in Hagen. Im Oktober 2019 diskutierten hier elf Referentinnen und Referenten aus sieben Ländern über die „Grundlinien der Philosophie des Rechts“ von Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831). Anlass der Tagung war das Erscheinen der „Rechtsphilosophie“ vor 200 Jahren.

Der aktuelle Band der ZRph vereint dabei vor allem Beiträge, die im Rahmen des Forschungscolloquiums vorgetragen wurden. Mitwirkende sind u.a. Johann Braun (Passau), Kathrin Gierhake (Regensburg), Max Gottschlich (Linz), Jean-François Kervégan (Paris), Diethelm Klesczewski (Leipzig), Jakub Kloc-Konkolowicz (Warschau), Christian Krijnen (Amsterdam), Michael Pawlik (Freiburg), Markus Rothhaar (Fortaleza), Kurt Seelmann (Basel) und Matthias Wachter (Regensburg).

Zeitschrift für Rechtsphilosophie. Neue Folge 4 (2020), hg. von Thomas Sören Hoffmann und Stephan Stübinger, LIT Verlag: Berlin / Hamburg / London / Münster, 206 S., ISSN 1618-4726

30. November 2020 | Da


Online-Vortrag / Falkner / Rechtswissenschaft

Strafphilosophie von Leo Tolstoi

Foto: privat
Dirk Falkner

„The Antagonism Between the Criminal Law and Human Dignity in Leo Tolstoy’s Philosophy“ war der Titel eines Vortrags, mit dem sich Dirk Falkner als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Lehrstuhl für Strafrecht und Strafrechtsgeschichte und Rechtsphilosophie (Prof. Dr. Stephan Stübinger) an der Konferenz „Havoc and Healing: Insights into Human Action in Tolstoy and Dostoevsky“ beteiligte. Organisiert wurde die (Online-)Konferenz von der Universität Uppsala.

In seinem Konferenzbeitrag schilderte er das wesentliche Element der Strafphilosophie von Leo Tolstoi: seine Überzeugung, dass das Strafrecht die Menschen durch die blinde Anwendung der Formalitäten und Gesetzesparagraphen schematisch und gefühllos behandle, sie willkürlich zu rechtschaffenen Bürgerinnen und Bürgern stilisiere oder als ruchlose Verbrecherinnen und Verbrecher verdamme und dabei gerade das Wesentliche außer Acht lasse, bestenfalls als „mildernde Umstände“ abtue.

16. November 2020 | Da


Veröffentlichung / Zhao, Gaschler / Psychologie

Bildschirmabstand bei Kindern untersucht

 
Zwei PortraisFoto: privat/Hardy Welsch
Zhao Fang und Robert Gaschler

„Halt still und konzentrier dich!“ – diese Aufforderung an Kinder ist wenig förderlich: Sollen sie schwere Aufgaben am Computer lösen, hilft es ihnen eher, beim Sitzen Bewegungsfreiheit zu haben. Das zeigt eine neue Studie, die die FernUni-Forschenden Dr. Fang Zhao und Prof. Dr. Robert Gaschler (Lehrgebiet Allgemeine Psychologie: Lernen, Motivation, Emotion) gemeinsam mit Prof. Dr. Wolfgang Schnotz und Dr. Inga Wagner von der Universität Koblenz-Landau veröffentlicht haben. Für den Versuch sollten Kinder möglichst stillsitzen, während ihnen auf dem Monitor verschiedene Aufgaben gestellt wurden. Den jungen Testpersonen fiel die starre Haltung umso schwerer, je größer die Anforderung an sie wurde. „Wenn die Aufgaben schwierig wurden, rutschten die Kinder automatisch näher an dem Bildschirm heran und wippten stärker vor und zurück“, fasst Fang Zhao das Ergebnis zusammen. Die vollständige Studie steht jetzt online zur Verfügung. Zur Studie

Zhao, F., Gaschler, R., Schnotz, W. and Wagner, I. 2020. Regulating distance to the screen while engaging in difficult tasks. Frontline Learning Research. 8, 6 (Nov. 2020), 59 - 76. DOI: https://doi.org/10.14786/flr.v8i6.663

9. November | br


Veröffentlichung / Böning / Gender im Recht

Chancengleichheit im Öffentlichen Recht und Diskriminierung durch KI

Anja BöningFoto: FernUniversität
Anja Böning

Die soziale Zusammensetzung der Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im Öffentlichen Recht hat Dr. Anja Böning (Lehrstuhl für Gender im Recht) in einer explorativen Online-Erhebung untersucht. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt in der Festschrift „Wandlungen im Öffentlichen Recht“ erschienen. Die Daten verweisen auf einen sehr hohen Anteil von Kindern aus sozial privilegierten Bevölkerungsgruppen und bestätigen bisherige Befunde, die die Rechtswissenschaft als eine sozial exklusive und für Bildungsaufsteiger und -aufsteigerinnen wenig offene Disziplin charakterisieren.

Böning, Anja: Zur sozialen Situation der Assistent*innen im Öffentlichen Recht – Explorative Erkenntnisse aus einer Online-Erhebung. In: Bretthauer, Sebastian/Henrich, Christina/Völzmann, Berit/Wolckenhaar, Leonard/Zimmermann, Sören (Hrsg.): Wandlungen im Öffentlichen Recht. Festschrift zu 60 Jahren Assistententagung. Baden-Baden 2020. S. 253-278.

Um eine inklusive KI in Europa ging es bei einem Roundtable, zu dem Dr. Anja Böning eingeladen war. Er wurde von der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland in Kooperation mit dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft veranstaltet. Ziel war es, den Austausch unterschiedlicher Interessensgruppen zu KI zu fördern und Diskriminierungsrisiken, die mit dem Einsatz lernender Systeme verbunden sind, zu diskutieren.

9. November | sam


Veröffentlichung / Meyering, Müller-Thomczik / BWL

100 Jahre Betriebswirtschaftliche Steuerlehre

Stephan Meyering und Sandra Müller-ThomczikFoto: Hardy Welsch
Stephan Meyering und Sandra Müller-Thomczik

Seit einigen Jahrzehnten ist in der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre ein zunehmendes Bestreben nach empirischen Arbeiten wahrzunehmen, dass die analytisch-normative Forschung in den Hintergrund zu treten droht. Prof. Dr. Stephan Meyering und Dr. Sandra Müller-Thomczik (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Betriebswirtschaftliche Steuerlehre) haben in einem Grundlagenaufsatz zur Forschungsmethodik die Relevanz des analytisch-normativen Vorgehens herausgearbeitet. Zudem gelang es ihnen, die grundsätzliche Vorgehensweise zu beschreiben und damit Neuland in der Literatur zu betreten. Im Gegensatz zur empirischen Forschung, die auf zahlreiche methodischen Beschreibungen zurückblicken kann, sind wissenschaftstheoretische Überlegungen im Bereich der analytisch-normativen Forschung bisher rar gesät.

Meyering, Stephan/Müller-Thomczik, Sandra: 100 Jahre Betriebswirtschaftliche Steuerlehre – eine Analyse zentraler Kritikpunkte an analytisch-normativer Forschung, in: Steuer und Wirtschaft (StuW), 78. Jg. (2020), S. 263-275.

5. November | sam


Publikation / Sonnabend / VWL

Wie verhalten sich Teams im Wettbewerb?

Hendrik SonnabendFoto: Hardy Welsch
Hendrik Sonnabend

Die Reaktion auf entmutigende Umstände im Teamsport hat Dr. Hendrik Sonnabend, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik, untersucht. Für seine Studie, die bereits im Frühjahr im Journal „Managerial and Decision Economics“ erschienen ist und jetzt frei zugänglich über den Verlag Wiley-VCH abrufbar ist, hat der Wissenschaftler Daten aus dem professionellen Beachvolleyball herangezogen. Unter anderem konnte er nachweisen, dass es durchaus Reaktionen auf Rückstände oder sehr ungleiche Duelle gibt, die entmutigend wirken und das Ergebnis beeinflussen. Unterschiede zwischen Frauen- und Männerteams existieren nicht. Demgegenüber scheinen altersdiverse Alt-Jung-Duos robuster gegenüber Rückständen zu sein als altershomogene Teams.

Zur Studie „On discouraging environments in team contests: Evidence from top‐level beach volleyball“: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/mde.3153

4. November | sam


Veröffentlichung / Murach, Wagner et. al. / VWL

Wirtschaftsentwicklungen in China, Japan und Südkorea verglichen

Foto: Hardy Welsch
Michael Murach und Prof. Helmut Wagner

Japan und Südkorea sind schnell vom Status der Länder mit mittlerem Einkommen zum Status der Länder mit hohem Einkommen aufgestiegen und bieten der Volksrepublik China wertvolle Lehren.

In ihrem Aufsatz „Trajectories to High Income: Growth Dynamics in Japan, the People’s Republic of China, and the Republic of Korea”, ADB Economics Working Paper No. 622 | October 2020, Asian Development Bank, Manila) verwenden Michael Murach, Prof. Dr. Helmut Wagner (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insb. Makroökonomie), Jungsuk Kim und Donghyun Park Cobb-Douglas-Produktionsfunktionen, um die langfristigen Gleichgewichtsbeziehungen zwischen Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt, Kapital und Arbeit mit Hilfe kointegrierter VAR-Modelle zu untersuchen, um so die wirtschaftlichen Wachstums- und Strukturtransformations-Trajektorien von China, Südkorea und Japan auf der makroökonomischen Ebene zu vergleichen.

15. Oktober | Da


Auszeichnung mit Best Conference Paper Award der SERVSIG-Konferenz 2020

Prof. Dr. Sabine Fließ, Stefan Dyck und Maarten Volkers (Douglas-Stiftungslehrstuhl für Dienstleistungsmanagement) erhielten bei der diesjährigen SERVSIG-Konferenz den Best Conference Paper Award für einen konzeptionellen Beitrag zur Kundensicht des Dienstleistungsprozesses. Darin verwenden sie die „Event Segmentation Theory“ als Erklärungsansatz dafür, wie Kundinnen und Kunden Dienstleistungsprozesse in kleinere Sinneinheiten gliedern. Außerdem gibt der Beitrag Handlungsempfehlungen dazu, wie Dienstleistende diesen Segmentierungsmechanismus nutzen können, um Kundinnen und Kunden dabei zu helfen, an der Erbringung von Dienstleistungen zielführender mitzuwirken.

Abstract zum Artikel „Understanding the Structure of Service Processes from a Customer Perspective – an Event Segmentation Approach“.

13. Oktober | br


Inklusion / Fisseler / Fachmediendidaktik

Inklusive digitale Hochschullehre

Bjoern-fisseler-img-6973Foto: FernUniversität
Björn Fisseler

Als die Hochschulen das digitale Sommersemester inmitten der Corona-Krise einleuteten, hat die FernUniversität Starthilfe geleistet. Dr. Björn Fisseler, Fachmediendidaktiker an der Fakultät für Psychologie, befasst sich professionell mit digitaler Barrierefreiheit und inklusiver Hochschullehre. Die Themen hat er in die Community of Practice beim Hochschulforum Digitalisierung (HFD) sowie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DPGs) eingebracht. Daraus entstanden sind ein Artikel im fnma Magazin sowie mehrere Blogbeiträge für das HFD. Sie werden sukzessive im Dossier „Diversität und Barrierefreiheit“ veröffentlicht .

Zum Thema „inklusive digitale Hochschullehre“ hat Dr. Fisseler am 7. Oktober 2020 den Vortrag „Online Teaching's Future Is in the Margins“ beim University Future Festival des HFD gehalten. Für einen Vortrag zum Thema „Digitale Inklusion in Hochschulen“ hat ihn die Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) zu ihrer Jahrestagung eingeladen. Sie findet dieses Jahr online statt.

Fisseler, B. (2020). Inklusive digitale Hochschullehre. fnma Magazin, 2, 9–12. (PDF)

9. Oktober | br


Publikation / Hoffmann / Philosophie

Leitfaden zum Verständnis von Hegel aktualisiert

Portrait Helmut Wagner Foto: Hardy Welsch
Prof. Dr. Hoffmann

Aus Anlass des 250. Geburtstages des Vollenders des Deutschen Idealismus, Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831), hat der Marixverlag in Wiesbaden den Leitfaden zum Verständnis des Philosophen erneut herausgebracht:

  • Thomas Sören Hoffmann, G.W.F. Hegel. Eine Propädeutik, 4. Aufl. Wiesbaden 2020, 543 S., ISBN 978-3-86539-290-9

Das Werk, das gegenüber der Erstausgabe in aktualisierter, vierter Version vorgelegt wird, ist auch in spanischer (2014) und englischer (2015) Übersetzung erschienen. Eine Übersetzung ins Italienische ist derzeit in Vorbereitung.

Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann leitet an der FernUniversität das Lehrgebiet Philosophie II.

28. September | can


Publikationen / Wagner, Glawe / VWL

Konzept der „Middle-Income-Trap“ modifiziert

Portrait Helmut Wagner Foto: Hardy Welsch
Prof. Helmut Wagner
Portrait Linda Glawe Foto: Hardy Welsch
Linda Glawe

Dr. Linda Glawe und Prof. Dr. Helmut Wagner (Lehrstuhl für Makroökonomie) haben das Konzept der „Middle-Income-Trap“ (MIT) vor dem Hintergrund der Vierten Industriellen Revolution und der Herausforderungen durch Automatisierung (unter Kreierung des Konzepts der „MIT 2.0“) modifiziert und diskutieren die Implikationen für das sich in der Entwicklung befindende Asien: “The Middle-Income Trap 2.0: The Increasing Role of Human Capital in the Age of Automation and Implications for Developing Asia”, in: Asian Economic Papers, Volume 19 | Issue 3 | Fall 2020, p. 40-58.

Insbesondere analysieren sie die Auswirkungen von Automatisierung, künstlicher Intelligenz und Digitalisierung auf die Wachstumstreiber der aufstrebenden Marktwirtschaften und den MIT-Mechanismus. Als wichtigster Erfolgsfaktor für die Überwindung des MIT 2.0 kristallisiert sich die Verbesserung der Qualifikationen, die mit dem raschen Voranschreiten der Automatisierung benötigt werden, heraus.

25. September | aw

 
Publikation / Tausendpfund / Sozialwissenschaften

Analyseverfahren im Überblick

Tausendpfund-demokratiezufriedenheit-portraitFoto: FernUniversität
Markus Tausendpfund

In seinem neuen Buch gibt Dr. Markus Tausendpfund (Arbeitsstelle Quantitative Methoden) einen Überblick über wesentliche Analyseverfahren in den Sozialwissenschaften – etwa Regression, Faktorenanalyse, Qualitative Comparative Analysis oder Inhaltsanalyse. Dabei stellt er die einzelnen Verfahren nicht abstrakt dar, sondern macht sie anhand konkreter sozialwissenschaftlicher Fragestellungen anschaulich. Außerdem erklärt er die Voraussetzungen der Verfahren und diskutiert ihre Vor- und Nachteile. Der Band soll die passive Methodenkompetenz fördern und ein tieferes Interesse für die Verfahren wecken.

Tausendpfund, Markus, Hrsg. 2020. Fortgeschrittene Analyseverfahren in den Sozialwissenschaften. Ein Überblick. Wiesbaden: Springer VS.

23. September | br


Paper Award / Beierle, Sauerwald / Informatik

Auszeichnung für KI-Forschung

Foto: Hardy Welsch
Prof. Dr. Beierle

Auf der internationalen Konferenz „The 24th European Conference on Artificial Intelligence“ (ECAI 2020) in Santiago de Compostela/Spanien haben Prof. Dr. Christoph Beierle und Kai Sauerwald, beide Lehrgebiet Wissensbasierte Systeme, gemeinsam mit Prof. Dr. Gabriele Kern-Isberner, TU Dortmund, den „Distinguished Paper Award“ erhalten. Den Preis, mit dem die besten sechs Arbeiten der ECAI 2020 aus mehr als 1700 Einreichungen ausgezeichnet wurden, erhielten sie für den Beitrag „A Conditional Perspective for Iterated Belief Contraction“. Die alle zwei Jahre stattfindende ECAI ist eine der weltweit renommiertesten und größten KI-Konferenzen.

In ihrem Paper entwickeln die Autorin und die Autoren eine neue Betrachtungsweise für das gezielte Zurücknehmen und Vergessen von Wissen. Die Arbeit zeigt dabei insbesondere auf, wie sich grundlegende Prinzipien für Wissensänderungen kompakter beschreiben lassen und entstand im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Kooperationsprojekts FADE. Das Projekt ist Teil des DFG-Schwerpunktprogramms 1921 „Intentional Forgetting“ und soll Methoden des menschlichen Vergessens für komplexe Systeme in Organisationen nutzbar machen.

8. September | aw


DFG-Projekt / Liepelt / Allgemeine Psychologie

DFG bewilligt Projektförderung

Foto: Hardy Welsch
Prof. Dr. Liepelt

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ein Drittmittelprojekt bewilligt, das Prof. Dr. Roman Liepelt (Lehrgebiet Allgemeine Psychologie: Urteilen, Entscheiden, Handeln) in Kooperation mit Prof. Dr. Rico Fischer von der Universität Greifswald durchführt. Das Vorhaben trägt den Titel: „Verstärkte Wahrnehmungs-Handlungs-Verknüpfung durch verkörperte Kognition“.

Das Projekt erforscht, ob Menschen besser im Multitasking sind, wenn ihre körperlichen Reaktionen in direkter Nähe zu äußerlichen Reizen stattfinden – etwa bei der Bedienung eines Touchscreens mit der Hand. Die Wissenschaftler interessiert dabei besonders, wie Menschen mit moderner Technik interagieren.

10. August | br


Publikationen / Wagner / VWL

Evolution aus makroökonomischer Perspektive

Foto: Hardy Welsch
Prof. Helmut Wagner

Asiatischer Monetary Fund

Die Asiatischen Länder haben aus den Erfahrungen der Asienkrise heraus in den letzten zwei Jahrzehnten häufiger versucht, einen eigenen Asiatischen Monetary Fund als Gegenstück und als Abgrenzung zum International Monetary Fund (IWF) zu etablieren. Hier werden die Realisierungschancen sowie die Fallstricke eines solchen Vorhabens näher betrachtet.

Helmut Wagner: „Comments on Toward an Asian Monetary Fund: Ideas for Transition”, in: Asian Economic Papers, Volume 19 | Issue 2 | Summer 2020

06. August | Da


Publikationen / Prinz von Sachsen Gessaphe / Rechtswissenschaft

Europäischer Rechtsverkehr in Zivil- und Strafsachen

Von-sachsen-gessaphe-500Foto: FernUniversität
Prof. Prinz von Sachsen Gessaphe ist mit zwei Beiträgen im Jahrbuch für Italienisches Recht vertreten.

Der Band 32 des Jahrbuchs für Italienisches Recht befasst sich schwerpunktmäßig mit dem europäischen Rechtsverkehr in Zivil- und Strafsachen und weist eine breite Palette von Themen auf. Er enthält zwei Beiträge von Prof. Dr. Prinz von Sachsen Gessaphe (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung). Der Beitrag „Die Adhäsionsklage und das Verhältnis zwischen Strafverfahren und Zivilklage in der deutschen Rechtsordnung“ befasst sich mit der Möglichkeit für das Opfer einer Straftat, seine zivilrechtlichen Schadensersatzansprüche bereits im Strafverfahren gegen den vermeintlichen Straftäter geltend zu machen (Adhäsionsverfahren). Der zweite Beitrag „Unionsrechtliche Regelung von Unterhaltssachen mit Auslandsbezug“ beleuchtet die Auswirkungen der Europäischen Verordnung (EG) Nr. 4/2009 über die Zuständigkeit, das anwendbare Recht, die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen und die Zusammenarbeit in Unterhaltssachen v. 18.12.2008 an Hand von Beispielfällen aus der grenzüberschreitenden Rechtspraxis, wie sie von deutschen Gerichten und dem EuGH entschieden worden sind.

30. Juli | sam


Publikationen / Dimitris-Tsatsos-Institut / Europäische Verfassungswissenschaften

Handbuch- und Editionsprojekt: Zwei neue Bände

Handbuecher DtievFoto: FernUniversität

Das am Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften angesiedelte Handbuch- und Editionsprojekt zur europäischen Verfassungsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert hat weitere Ergebnisse in zwei neuen Bänden vorgelegt. Die Publikationen behandeln auf jeweils über 1.500 Seiten die europäische Verfassungsentwicklung der Zeitabschnitte 1848-1870 und 1989-2013.

Band 3 (1848-1870) setzt die vorangegangene Betrachtung der verfassungsgeschichtlichen Entwicklung Europas im 19. Jahrhundert fort: Der Band setzt mit der großen europäischen Revolutionswelle von 1848/49 ein und veranschaulicht bis 1870 die weitere Ausgestaltung des spannungsreichen Verhältnisses zwischen mehrheitlich monarchisch geprägter Staatsspitze und nach politischer Partizipation drängender Bürger- und Arbeiterschaft.

Band 5 (seit 1989) bildet den Schlussstein der neu eröffneten Handbuchreihe zum 20. Jahrhundert, die die verfassungsgeschichtliche Betrachtung der Vorgängerbände aus der Reihe zum 19. Jahrhundert fortsetzt. Beginnend mit den Umwälzungen von 1989/90 veranschaulicht der Band bis in die 2010er-Jahre hinein das Spannungs- und Wechselverhältnis zwischen der einzelstaatlichen Verfassungsentwicklung sowie der Ausbildung einer supranationalen Verfassungsebene im Zuge des europäischen Integrationsprozesses.

28. Juli | sam


Publikationen / Wagner, Turke, Glawe / VWL

VWL-Übungsbuch und Artikel zu China

Prof. Dr. Helmut Wagner und Hilke Turke haben die Neuauflage des Übungsbuchs „VWL-Klausuren. Ein Übungsbuch“ (De Gruyter Oldenbourg 2020, 4. Auflage) veröffentlicht.

Zwei neue Artikel zu China haben Dr. Linda Glawe und Prof. Helmut Wagner veröffentlicht:

02. Juli | Presse


Projekt / Bildungsforschung / Literarisches Schreiben

FernUniversität evaluiert Fortbildung für Lehrkräfte

Das Programm „Weltenschreiber – Das Literaturvermittlungsprogramm für Kinder und Jugendliche“ der Robert Bosch Stiftung will junge Menschen für Literatur begeistern. Ein zentraler Baustein des Programms ist unter anderem eine 18-monatige Fortbildung für Lehrkräfte zum Literarischen Schreiben. Die Evaluation dieser Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer an den Standorten Göttingen, Rostock und Stuttgart ist Gegenstand des Forschungsprojektes am Lehrgebiet Empirische Bildungsforschung an der FernUniversität in Hagen. Der Stellenwert des literarischen Schreibens im Deutschunterricht und in der öffentlichen Wahrnehmung soll so anerkannt und die Weiterbildung nachhaltig in der Förderpolitik der Länder verankert werden. Wie diese Ziele erreicht werden können und welche Gelingensbedingungen es hierfür gibt, soll die Evaluation zeigen.
Die zweite Evaluationsrunde startet in Kürze und läuft insgesamt 24 Monate (1. Juli 2020 bis 30. Juni 2022). Die Piloten der Weiterbildung in Göttingen und Rostock wurden bereits von Prof. Dr. Julia Schütz, Nora Berner und Davin Patrick Akko (Lehrgebiet Empirische Bildungsforschung) evaluiert.

10. Juni | can


Artikel / Kauff / Psychologie

Der Glaube an Diversität und seine Konsequenzen

PortaitFoto: Hardy Welsch
Prof. Mathias Kauff ist Hauptautor der neuen Studie

„Wir sollten die Vielfalt in unserem Land schätzen, denn sie kann uns einen Nutzen bringen.“ So könnte ein öffentliches Statement zu kultureller Diversität lauten. Prof. Dr. Mathias Kauff sieht in dieser Haltung ein Problem, auch wenn sie meist wohlgemeint ist: „Diversität wird nicht aus sich heraus wertgeschätzt, sondern weil sie einen Gewinn bringen soll. Die Wertschätzung von Vielfalt ist hier abhängig von einer unterstellten Nützlichkeit.“ Vor seinem Ruf an die Medical School Hamburg arbeitete Prof. Kauff im Lehrgebiet Psychologische Methodenlehre der FernUniversität in Hagen. Dort befasste er sich gemeinsam mit Lehrgebietsleiter Prof. Dr. Oliver Christ und Prof. Dr. Katharina Schmid (ESADE Business School, Barcelona) mit dem Thema. Ein neuer Artikel fasst die Ergebnisse nun zusammen: „When good for business is not good enough: Effects of pro-diversity beliefs and instrumentality of diversity on intergroup attitudes“ Den Rahmen bildete das DFG-Projekt: „Die Dunkle Seite nutzenbezogener Wertschätzung von Diversität – Outgroup-Abwertung durch Personen mit Pro-Diversity Beliefs als Reaktion auf nicht-nützlichen Intergruppenkontakt“.

8. Juni | br


Workshop / Dettmers / Psychologie

17. Nachwuchsworkshop der DGPs-Fachgruppe Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie

nachwuchsworkshop-dgpsFoto: Torsten Silz

Das Lehrgebiet Arbeits- und Organisationspsychologie der FernUniversität in Hagen (Prof. Dr. Jan Dettmers) richtet den 17. Nachwuchsworkshop der Fachgruppe Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie aus. Die Veranstaltung findet vom 3. bis 5. Februar auf dem Hagener Campus statt.

Der Nachwuchsworkshop ist ein Angebot für Doktorandinnen und Doktoranden in unterschiedlichen Phasen ihres Promotionsvorhabens, die auf Fragestellungen aus der Arbeits-, Organisations- oder Wirtschaftspsychologie ausgerichtet sind. Ziel ist es, sie bei der Weiterentwicklung ihrer Dissertation zu fördern und strategisches Wissen für die eigene Karriereentwicklung zu vermitteln. Zudem erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit aktuellen (auch kontroversen) Themen der Forschungspraxis (Publikation, Zeitschriften, Drittmittel) und Karrierewegen.

Die Teilnehmenden haben im Workshop die Möglichkeit, ihre Vorhaben in einem kleinen Kreis vorzustellen und intensives Feedback von Peers und Senior Scientists zu erhalten. Der Workshop ist damit nicht nur eine gute Gelegenheit, Rückmeldung zum eigenen Promotionsvorhaben zu erhalten, sondern auch andere Doktorandinnen und Doktoranden sowie erfahrenere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kennenzulernen.

12. Mai | proe


Forschungsprojekt / Baule / BWL

Sind Informationen der Banken transparent und vergleichbar?

Rainer-baule Hw 800x480Foto: Hardy Welsch
Prof. Rainer Baule

Nach über zehn Jahren nach der Finanzkrise untersuchen Prof. Dr. Baule und David Shkel (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Bank- und Finanzwirtschaft) in einem bewilligten Drittmittelprojekt, wie sich der Anlegerschutz im Zusammenhang mit strukturierten Finanzprodukten entwickelt hat. Das Forschungsprojekt fördert das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Im Projekt möchten Prof. Baule und David Shkel die Kostentransparenz für Verbraucher näher analysieren. Konkret soll untersucht werden, inwieweit die Regulierungsmaßnahme nach der Finanzkrise tatsächlich einen Mehrwert für den Kleinanleger hinsichtlich Information und Vergleichbarkeit der in den Finanzprodukten enthaltenen (mitunter versteckten) Kosten erzielt. Dieses Marktsegment ist in Deutschland häufig unter dem Begriff „Zertifikate“ bekannt und erfreut sich großer Beliebtheit.

6. Mai | ag


Publikation / Sonnabend / VWL

Tribute-Bands und Ticketpreise

Hendrik-sonnabendFoto: FernUniversität
Hendrik Sonnabend

Die Studie mit dem Titel „Pricing in live music: an empirical analysis of the tribute band sector” (mit Samuel Cameron) ist soeben im Journal “Economics Bulletin” veröffentlicht worden (als PDF abrufen).

In der Studie von Dr. Hendrik Sonnabend, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik, geht es um ein Phänomen im Musikgeschäft, die „Tribute-Bands“. Dabei handelt es sich um Musiker und Musikerinnen, die auf Konzerten die Werke eines musikalischen Vorbilds möglichst originalgetreu (d.h. auch mit optischer Ähnlichkeit) präsentieren. Aus industrieökonomischer Sicht ließe sich von imperfekten Substituten sprechen. In der empirischen Arbeit haben wir unter anderem untersucht, wie sich die Verfügbarkeit des „Originals“ auf die (Ticket-)Preisgestaltung der „Copycats“ auswirkt. Es zeigt sich, dass die Ticketpreise am höchsten sind, wenn das „Original“ nicht mehr am Markt existiert.

5. Mai | can


Publikation / Weibler / BWL

Bad Leadership

WeiblerFoto: Hardy Welsch
Prof. Jürgen Weibler

Bad Leadership steht im Rang eines universellen Phänomens und erlebt als Thematik innerhalb der Führungsforschung derzeit einen regelrechten Boom. Die Plattform "Leadership Insiders" skizziert mit einem Beitrag, was Bad Leadership bedeutet. Verdeutlicht wird im Besonderen, wie die Geführten selbst durch verschiedene Formen eines Bad Followership zum Entstehen und Fortbestehen einer schlechten Führung beitragen. Autor ist Prof. Dr. Jürgen Weibler, Leiter des Lehrstuhls für BWL, insb. Personalführung und Organisation. Er hat zudem ein neues Werk über Bad Leadership veröffentlicht.

Kuhn, T./Weibler, J. (2020): Bad Leadership: Von Narzissten & Egomanen, Vermessenen & Verführten. Warum uns schlechte Führung oftmals gut erscheint und es guter Führung häufig schlecht ergeht, Vahlen Verlag, München

26. April | can