es führt ein „Pfad“ zum wissenschaftlichen Arbeiten

PfadLerner-Logo

PfadLerner-Logo

Am 04.06.2016 wird im Rahmen der modulübergreifenden Präsenzveranstaltung „Bildungswissenschaft an einem Tag“ eine location-based learning Anwendung „PfadLerner“ angeboten. Teilnehmende der Veranstaltung erhalten die Möglichkeit einen Pfad zum wissenschaftlichem Arbeiten nachzugehen. Das Spielen dieses Pfades ist hilfreich, wenn der Spielende einen ersten Überblick / Eindruck in die Thematik zum „wissenschaftlichen Arbeiten“ erhalten möchte, bzw. nach der intensiven Auseinandersetzung den Inhalt zum wissenschaftlichen Arbeiten noch einmal spielerisch wiederholen möchte.

Das Spielen des Pfades „wissenschaftliches Arbeiten“ eignet sich nicht, um sich tiefgehend in das Thema einzuarbeiten!

Nachfolgend soll anhand dieses Beispielpfades die inhaltliche Umsetzung eines Pfades dargestellt werden, um einen Eindruck in die Erstellung zu ermöglichen. Der zeitliche Aufwand für Recherche, Grafikerstellung, inhaltliche Formulierungen, Testen und Einarbeiten von Veränderungen betrug etwa 1 Woche.

Achtung!

Wer den Pfad (bspw. in der Präsenzveranstaltung/ durch einen Besuch der FernUni in Hagen) selbst entdecken möchte, sollte an dieser Stelle nicht weiterlesen.

Des Weiteren werden die Lösungen in der nachfolgenden Übersicht nicht angegeben. Ebenso werden kleinere Details, die den Pfad gestalten, nicht aufgeführt.

Allgemeine Beschreibung des Pfades wissenschaftliches Arbeiten:

„Das Lehrgebiet der Mediendidaktik begrüßt Sie herzlich auf diesem Pfad.

Wissenschaftliches Arbeiten bedeutet kritisch zu sein, zu hinterfragen, zu präzisieren, beginnt mit dem eigenen Denken, führt zu nachvollziehbaren Ergebnissen und stützt sich auf die Ergebnisse der Wissenschaft.

Wissenschaftlich Arbeiten heißt, ein Thema einzugrenzen, sich in kurzer Zeit einzuarbeiten, sich mit Fakten auseinanderzusetzen, einen komplexen Sachverhalt zu analysieren und Argumentationen nachzuvollziehen, sowie ein Thema adressatenorientiert darstellen zu können.

 Alle diese Kompetenzen werden ebenso in der Berufspraxis gefordert.

Ein Tipp! Bleiben Sie auf den Wegen. Sicherlich könnten Sie, um die Stationen schneller zu erreichen über Grünflächen abkürzen. Davon raten wir Ihnen jedoch ab! Auch der Weg des wissenschaftlichen Arbeitens verlockt durch Abkürzungen, durch die man sich aber auch Erkenntnisse vergibt.

 Dieser Pfad kann auch im Offline-Modus gespielt werden, dazu sollten Sie sich diese zuvor auf ihrem mobilen Endgerät herunterladen.“

  • Dauer: 60 Min
  • zusätzliches Equipement: QR-Code Reader, Internetzugang

Nachfolgend werden die einzelnen Stationen dargestellt:

  1. Station: Schatzkiste der Idee
    • allgemeine Beschreibung: „Wissenschaftliches Arbeiten zeigt sich in einer systematischen und methodisch kontrollierten Verbindung eigenständiger und kreativer Gedanken mit bereits vorliegenden wissenschaftlichen Befunden. Das Vorgehen ist sorgfältig, begriffsklärend und fach-bzw. disziplinbezogen.“ (Bohl 2008, S. 13)Um in den wissenschaftlichen Diskurs eintreten zu können, ist die Beherrschung der handwerklichen Grundwerkzeuge eine wesentliche Voraussetzung. Nachfolgenden sind einige typische Studienelemente aufgelistet! Welcher dieser Elemente erfordern eine wissenschaftliche Vorgehensweise?Achtung: Bei der nachfolgenden Aufgabe müssen Sie sich die Farbe hinter den falschen Antworten merken, um an der nächsten Station weiter vorwärts zu gelangen.
    • Multiple-Choice-Aufgabe: Welche dieser Elemente erfordern eine wissenschaftliche Vorgehensweise?
      • Referat
      • Hausarbeit
      • Lerntagebuch
      • Journalistisches Schreiben
      • Bachelorarbeit
      • Masterthesis
  2. Station: „Insel der Forschung“
    • allgemeine Beschreibung: Der Anfang einer jeder wissenschaftlichen Arbeit ist mit der Ankunft auf der „Insel der Forschung“ zu vergleichen. Dabei versuchen Sie soweit wie möglich, sich dem Thema durch Recherche, Ideensammlung, etc. zu öffnen und einen Überblick über das Thema selbst, wie auch zur angrenzenden Literatur zu erhalten. Erst nachdem Sie sich einen ersten Überblick erarbeitet haben, ist es möglich, sich auf ein Thema zu fokussieren und selektiv das Material zu sondieren.Können Sie sich noch an die gesuchten Farben aus der letzten Frage erinnern? Suchen Sie eine Kiste in der Umgebung! Die gesuchte Kiste erkennen Sie daran, dass auf ihrem Deckel die „Insel der Forschung“ abgebildet ist.Fügen Sie nun die Puzzleteilchen zusammen, auf deren Rückseite die Farbe zu sehen ist, die erscheint, wenn beide gesuchten Farben aus der vorherigen Frage, miteinander gemischt werden! Dieses Vorgehen soll Ihnen handwerklich bewusst werden lassen, „sei am Anfang so offen wie möglich und am Ende so fokussiert wie möglich“.
      In der Mitte des Puzzles befindet sich ein QR-Code. Scannen Sie diesen und geben Sie die Zahl in das Lösungsfeld ein. Dann geht es weiter!
    • Zahlen-Aufgabe:  Wie lautet die gesuchte Zahl?
  3. Station: Wanderung im Themengebirge
    • allgemeine Beschreibung: Eine gute Recherche ist das A und O einer wissenschaftlichen Arbeit. ‚Gut‘ heißt dabei nicht ‚möglichst viel‘, sondern die für das wissenschaftliche Projekt sachdienstlichsten Quellen finden. Dazu sollten führende Fachvertreter, mit ihren inhaltlichen Positionen, Modelle, Theorien und Methoden benannt werden können.Begleitet wird die Recherche durch aktives Lesen. Nur wenn man die Argumentationslinie eines Textes nachvollzieht, seine wesentlichen Aussagen und Thesen erfasst, kann man inhaltliche Mängel, logische Brüche in der Argumentationsstruktur und Fehldeutungen erkennen.Eine Technik des wissenschaftlichen Lesens ist die SQ4R Methode:-        Survey (Kapitel überfliegen und die wichtigsten Abschnitte identifizieren)

      –        Questions (Abschnittsüberschriften in Fragen (hermeneutisch) umformulieren)

      –        Read (Lesen und dabei Randnotizen machen)

      –        Reflex (den Text zum Vorwissen in Beziehung setzen)

      –        Recite (Informationen mit eigenen Worten wiedergeben)

      –        Review (wesentl. Punkte erinnern)

    • Zuordnungs-Aufgabe: Die SQ4R Methode ist eine Methode zum effektiven Lesen. Dabei muss die Abfolge eingehalten werden. Ordnen Sie die sechs Schritte der Reihenfolge entsprechend an!
  4. Station: Tor der Klarheit
    • allgemeine Beschreibung: Eine wissenschaftliche Argumentation beruht auf Hypothesen, die mit Belegen (Zitaten etc.) zu beweisen sind. Ist die Behauptung nicht ausreichend belegt, bleibt es eine Hypothese. Die Hypothese wird zu einer These, sobald die Behauptung bewiesen ist. Wissenschaftlich argumentieren kann man z.B. mit Fakten, Daten, Statistiken und Zitaten (Bohl, 2008).
    • Aufgabe: Welche der nachfolgenden Aussagen ist nicht richtig? Eine Untersuchung ist wissenschaftlich, wenn …·       … sie einen erkennbaren Gegenstand behandelt, der so genau umrissen ist, dass er auch für Dritte erkennbar ist.·       … sie über einen Gegenstand Dinge sagt, die noch nicht gesagt worden sind, oder sie Dinge, die schon gesagt worden sind, in einen neuen Blickwinkel stellt.·       … Argumente aneinandergereiht und persönliche Bekenntnisse formuliert werden.

      ·       … die Untersuchung für andere von Nutzen ist.

      ·       … die Untersuchung Angaben enthält, die es ermöglichen die aufgesetzten Hypothesen nachzuprüfen.

  5. Station: V-Heuristik
    • allgemeine Beschreibung: Zum Verständnis von empirischen Texten dient die V-Heuristik. Durch sie soll der innere Zusammenhang von Theorie, Methode und Ergebnissen verdeutlicht werden (Stary & Kretschmer, 1994). V-Heuristik wird sie nach der grafischen Darstellung in Form eines V benannt. Sie dient als Instrument / Methode, welche speziell zur Erarbeitung der Zusammenhänge von konzeptionellen und methodischen Aspekten eines Themas eingesetzt wird. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der wechselseitigen Beziehung der theoreth. (Konzepte, Prinzipien, Theorien) und methodischen Aspekte (Fragestellung, Versuch, Ergebnisse, Schlussfolgerung).Die Aufgabe zur Station beinhaltet eine beispielhafte Anwendung um mit einer V-Heuristik die Sachverhalte zu erkennen.Sehen Sie sich das Bild zu dieser Station an. Es handelt sich dabei um eines der berühmten Bilder dieser Welt. Suchen Sie dieses Bild in einer nahgelegenen Bibliothek oder, wenn sie geschlossen ist, im Internet.
    • Zahlen-Aufgabe: In welchem Jahr entstand dieses Bild?
  6. Station: Stadt der Forschung
    • allgemeine Beschreibung: Der Forschungsplan soll darstellen, was man wie und warum untersuchen möchte!Der Forschungsplan enthält die Fragestellung und die Zielsetzung des Untersuchungsvorhabens und das so präzise wie möglich. Das ist notwendig, um einschätzen zu können, ob das Thema evtl. zu breit oder zu eng gefasst wurde. Forschungspläne werden einerseits für Dritte geschrieben, um über das Vorhaben aufzuklären, andererseits auch für sich selbst, um sich des Umfangs des Vorhabens bewusst zu werden.In einem Exposé werden die weiteren Arbeitsschritte für das Forschungsvorhaben festgehalten. Exposés unterscheiden sich je nach Kontext und Adressat im Aufbau. (Kruse, 2007, S.187).
    • MultipleChoice-Aufgabe:Welche der nachfolgenden Gliederungspunkte gehören in jedes Exposé?·       Problemstellung des Forschungsprojekts·       aktueller Forschungsstand zum Thema

      ·       Erkenntnisinteresse des Verfassers

      ·       vorläufige Gliederung der Arbeit

      ·       Zeitplan bis zum Abgabetermin

      ·       die Methode(n), nach der/denen vorgegangen werden soll

      ·       die Theorie(n), auf die Bezug genommen werden soll

      ·       das Ziel bzw. die der Arbeit zugrundeliegende Hypothese(n)

  7. Station: Organisation und Planung
    • allgemeine Beschreibung: Wissenschaftliches Arbeiten benötigt die Formulierung von Aufgaben, eine Planung bzw. Organisation dieser. Damit verbunden sind komplexe Teilschritte wie zum Beispiel Empirie, Besprechungen, Evaluation und ein relativ großer Ressourcenaufwand. Gute Koordination und sinnvolles Zeitmanagement zahlen sich hier deshalb aus (Witschi, 1999, S.3).
    • Aufgabe: Welche der Aussagen ist in Bezug zum Projektmanagement einer wissenschaftl. Arbeit falsch!1.     Projekt in Etappen gliedern (Gliederung macht den Werdegang einer Lösung überschaubar).2.     Vom Groben ins Detail arbeiten (es empfiehlt sich, von einem weiten Betrachtungsfeld auszugehen, dass dann schrittweise eingeengt wird).3.     Projektmanagement prozesshaft gestalten (Projekte sind nicht von Anbeginn bis Ende planbar. Prozesshaftes Projektmanagement lässt Raum für Erkenntnis etc.).

      4.     Lösungsvarianten berücksichtigen (Projektmanagement flexibel gestalten und Alternativen bzw. Widersprüche einbeziehen).

      5.     Setzen eigener methodischer Vorstellung (ein Forschungsvorhaben ist einmalig, daher ist Erfahrungseinbeziehung anderer nicht notwendig).

  8. Station: Talwanderung durch die Datenanalyse
    • allgemeine Beschreibung: Die Datenanalyse ist die systematische Erfassung und Deutung sozialer Erscheinungen. „Empirisch bedeutet, dass theoretisch formulierte Annahmen an spezifischen Wirklichkeiten geprüft werden. ‚Systematisch‘ weist darauf hin, dass dies nach Regeln vor sich gehen muss. Theoretische Annahmen und die Beschaffenheit der zu untersuchenden sozialen Realitäten sowie die zur Verfügung stehenden Mittel bedingen den Forschungsablauf“ (Atteslander, 2008, S.4).In der Wissenschaft existieren qualitative und quantitative Vorgehensweisen!
    • Zuordnungs-Aufgabe: Ordnen Sie nachfolgende Aussagen der qualitativen bzw. quantitativen Forschung zu!·       Ist an der Beschaffenheit und an den Sinn- und Bedeutungszusammenhängen von etwas interessiert.·       Erfahrungsrealität wird verbalisiert (Verbalisierungen werden interpretativ ausgewertet)·       Gegenstände, die beschrieben, interpretiert und verstanden werden sind individuelle Meinungen und Eindrücke.

      ·       Die Fragen sind eher offen, d.h. die Befragten haben viel Spielraum für Antworten. Die Interaktion zw. Interviewer und Interviewten spielt eine große Rolle.

      ·       Strebt die Messbarkeit eines Gegenstandes an.

      ·       Beobachtungsrealität wird in Zahlen abgebildet.

      ·       Die Fragen sind geschlossen und lassen nur bestimmte Antwortmöglichkeiten zu.

  9. Station: Auf der Straße der Forschungarbeit
    • allgemeine Beschreibung: Wissenschaftliches Arbeiten setzt einen spezifischen Sprachstil voraus. Wesentliche Begriffe einer Arbeit werden geklärt und man positioniert sich mit einer begründeten Entscheidung für eine bestimmte Definition. Wissenschaftssprache bedeutet klar, sachlich, präzise, möglichst objektiv und für Fachleute verständlich schreiben (vgl. Bohl 2005, S.11).
    • Zuordnungs-Aufgabe: Ordnen Sie die Begriffe den Inhalten zu!·       Systematisieren·       Beschreiben·       Zusammentragen

      ·       Belegen

      ·       Paraphrasieren

      ·       Zitieren

      ·       Begründen

      ·       Bezüge herstellen

      ·       Vergleichen

      ·       Begriffe definieren und präzisieren

  10. Station: Hafen der Forschung
    • allgemeine Beschreibung: Noch eine Herausforderung, wartet auf Sie, herzlichen Glückwunsch, dass Sie sich bis hierin vorgekämpft haben.Ein schriftlicher wissenschaftlicher Text steht (hinsichtlich seiner Fragestellung, seiner Methoden, seinen sachlichen Voraussetzungen) im Zusammenhang einer fachlichen Diskussion. Ein solcher Zusammenhang wird durch die Bezugnahme auf andere Texte hergestellt. In der Regel darf nur auf veröffentlichte Texte Bezug genommen werden. (Man spricht auch von zitierfähigen Texten.) Das soll sicherstellen, dass die Bezugnahmen überprüfbar sind.
    • Zahlen-Frage: Wie nennt man den Prozess, in dem Sinninhalte aus Texten mit eigenen Worten wieder gegeben werden? Errechnen Sie aus den umgedrehten Buchstabenwerten die Summe!

FernUni-MOOCs: „Interdisziplinärer Diskurs zur digitalen Gesellschaft“

Am 12. Juni startet bereits der zweite MOOC: Teilnehmen können alle Interessierten

Ihren ersten MOOC (Massive Open Online Course) bot die FernUniversität in Hagen vom 29. April an vier Wochen lang in Form eines „Interdisziplinären Diskurses zur digitalen Gesellschaft“ über die Lernplattform Moodle an. Alle vier Fakultäten waren an diesem MOOC beteiligt, alle Studierendenden der FernUniversität zur kostenfreien Teilnahme unter http://mooc.fernuni-hagen.de eingeladen.

Inhalte mit Social-Software-Tools bearbeiten

Am Anfang jeder Woche gab es ein rund 15-minütiges Impulsreferat und thematisch daran anschließend eine Aufgabe. Als Studienleistung wird der MOOC zwar nicht anerkannt, aber wer „am Ball“ blieb, alle vier Aufgaben löste und am Ende einen Erfahrungsbericht in Moodle hochlud, bekam ein Teilnahmezertifikat. Zur Bearbeitung standen den Studierenden in diesem MOOC nicht nur verschiedene Hintergrundinformationen (z. B. Texte, Videos), zur Verfügung. Sie konnten und sollten außerdem über verschiedene Social-Software-Tools – zum Beispiel den Kurznachrichtendienst Twitter oder die Plattform Scoop.it – ihre Ideen und Gedanken mit den anderen Teilnehmenden diskutieren, eigene Beiträge veröffentlichen und die der anderen analysieren. „Die Studierenden generierten so neues, eigenes Wissen und stellten dieses im Idealfall auf der MOOC-Internetseite der FernUniversität wiederum der Community zur Verfügung. Es war auch möglich, nicht-öffentlich im geschützten Moodle-Bereich zu agieren“, erklärt Prof. Dr. Theo Bastiaens. Der Leiter des Lehrgebiets Mediendidaktik hatte den ersten MOOC der FernUniversität im Rahmen seines Forschungsprojekts „Social Software“ initiiert.

MOOC ist Experiment

In diesem von der FernUniversität finanzierten Projekt erforschen und implementieren Bastiaens und sein Team ein didaktisches Modell zum Einsatz von Social Software in der Hochschullehre. Unter dem Begriff Social Software sind webbasierte Anwendungen wie Blogs, Wikis und Netzwerkplattformen zusammengefasst. Das Ziel des Forschungsprojekts ist es, Lehrende und Studierende durch den Einsatz von Social Software in konkreten Lernsituationen zu unterstützen. Das große Potenzial von Social Software in der Hochschullehre sieht der Bildungswissenschaftler vor allem darin, dass die Akteure im Lernprozess miteinander in eine soziale Beziehung treten und interagieren. So wird der Aufbau kollaborativer Wissenskonstruktionen gefördert. „Damit der Einsatz von Social Software einen Mehrwert in der Lehre hat, ist ein didaktisches Konzept Voraussetzung. Und genau daran arbeiten wir gerade. Dieser erste MOOC ist deshalb als Experiment zu verstehen. Er ist eines von vielen Instrumenten, das wir in unserem Forschungsprojekt testen“, unterstreicht Bastiaens.

„Hauptzielgruppe sind unsere Studierenden“

MOOCs werden bereits von Hochschulen, Institutionen und Unternehmen weltweit eingesetzt. Nicht immer erfolgreich. „Viele dieser Angebote scheitern, weil sie nicht strukturiert sind, die Zielgruppe nicht klar definiert und vor allem zu groß ist“, weiß Bildungswissenschaftler Bastiaens. „Deshalb war dieser erste MOOC der FernUniversität ein Angebot für unsere Hauptzielgruppe – für die rund 84.000 Studierenden.“ Die Ergebnisse aus diesem ersten MOOC wurden unter http://mooc.fernuni-hagen.defür alle Interessierten veröffentlicht.

Illustration(Copyright: Christine Schulmann)

Die vier Themenwochen

Prof. Bastiaens eröffnete am 29. April den MOOC mit seinem Impulsreferat „Neues Lernen – neue Lehre? Der Homo Zappiens an der Uni“. Woche zwei startete mit dem Vortrag „Informationsmanagement: Brücke zwischen Business und IT“ von Prof. Dr. Ulrike Baumöl, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft. Das Thema von Prof. Dr. Ulrich Wackerbarth, Rechtswissenschaftliche Fakultät, war in Woche drei „Internetanschluss – für die eigenwirtschaftliche Lebensführung von überragender Bedeutung“. Die letzte Woche drehte sich um die Frage „Digitale Unterschriften und Zitate – Mit wem rede ich gerade im Internet?“ Das Impulsreferat hierzu hielt Prof. Dr. Jörg Keller, Fakultät für Mathematik und Informatik.

Stimmen (Erfahrungen und Einschätzungen) zum FernUni-MOOC.

  • Offen für alle Interessierten: Zweiter MOOC der FernUni startet im Juni

Thema des sechsteiligen cMOOC ist das wissenschaftliche Arbeiten

Nach dem erfolgreichen Auftakt legen die Lehrgebiete Mediendidaktik und Allgemeine Bildungswissenschaft der FernUniversität ab 12. Juni 2013 einen weiteren Massive Open Online Course auf: Teilnehmen können beim so genannten cMOOC – das „c“ steht für konnektivistisch – diesmal alle Interessierten. Sie entdecken auf einer sechsteiligen Reise „die Insel der Forschung“ (siehe Abbildung der Insel in diesem Wiki) und beschäftigen sich mit vielfältigen Fragen zum wissenschaftlichen Arbeiten in der Sozialwissenschaft. Teilnahme und Rückmeldungen beim cMOOC sind über den Kurznachrichtendienst Twitter möglich.

Die Umsetzung des cMOOC ist eine Kooperation der Lehrgebiete Mediendidatik (Prof. Dr. Theo Bastiaens, Dr. Markus Deimann) und Allgemeine Bildungswissenschaft (Dr. Sebastian Vogt) und ist Teil des Forschungsprojektes „Social Software“, das von der FernUniversität finanziert wird.

Sechs Referentinnen und Referenten geben Anregungen und Impulse

Das Konzept der cMOOC-Veranstalter begreift das Netz als offenen, digitalen Raum zur Kollaboration und Kommunikation. Verschiedene Referentinnen und Referenten werden live spannende Fragen des wissenschaftlichen Arbeitens aufgreifen. Ihre Namen möchten wir an dieser Stelle noch nicht verraten, schließlich handelt es sich um eine Forschungs- und Entdeckungsreise…

Die Termine und Themen der Vorträge stehen bereits fest:

  • Mi, 12. Juni 2013, 18 Uhr: Was ist wissenschaftliches Arbeiten?
  • Do, 20. Juni 2013, 18 Uhr: Wie funktioniert eine Literaturrecherche?
  • Do, 27. Juni 2013, 18 Uhr: Wozu brauche ich eine Forschungsfrage?
  • Do, 4. Juli 2013, 18 Uhr: Wie findet man methodisch Antworten auf die Forschungsfrage?
  • Do, 11. Juli 2013, 18 Uhr: Wozu braucht man ab und an Mathematik und Statistik im Forschungsprozess?
  • Do, 18. Juli 2013, 18 Uhr: Auf den Punkt gebracht: Wie schreibe ich eine wissenschaftliche Arbeit?

Twitter als aktiver Rückmeldekanal während der Vorträge

Alle Impulsvorträge überträgt das Zentrum für Medien und IT der FernUni per Live-Stream ins Netz. Die Teilnehmenden können sich während und nach der Übertragung beim Kurznachrichtendienst Twitter zu Wort melden, Fragen stellen und mitdiskutieren. Schlagwort des zweiten FernUni-MOOC, der so genannte Hashtag, ist#exif13. Zudem gibt es ein eigenes Twitterprofil unter www.twitter.com/exif13 mit Neuigkeiten, Hinweisen und Links (u.a. zu den Live-Streams) rund um die Vortragsthemen.