Erleben von Immersion in virtuellen Umgebungen

Virtual Reality ist eine Zukunftstechnologie, die zunehmend an Bedeutung in einer Vielzahl von Anwendungsgebieten in Forschung und Industrie gewinnt. Das liegt vor allem an den rasanten Entwicklungen der letzten Jahre in:

  1. Hardware zum Erleben der virtuellen Umgebungen, wie neuer Interaktionsgeräte und Trackingsysteme (Auf diesem Gebiet werden mittlerweile Virtual Reality Anwendungen entwickelt, die vor wenigen Jahren ausschließlich in großen Forschungslaboren realisierbar gewesen wären.),
  2. Hardware und Software zum Aufnehmen virtueller Umgebungen, wie bspw. Kameras und Apps für verschiedene mobile Endgeräte und
  3. Software zum Bearbeiten von virtuellen Umgebungen und anderen zur Verfügung zu stellen.

Die Entwicklung des Head Mounted Displays, einer Datenbrille zur Visualisierung dreidimensionaler Umgebungen (McLellan, 1996), bietet Nutzern eine vollständige Immersion in einer (interaktiven) virtuellen Umwelt. Wie stark die Immersion, das Eintauchen, in die virtuelle Umgebung erlebt wird, hängt davon ab wie viele Sinne durch das Medium stimuliert werden und wie realistisch diese Eindrücke sind (Butz, Malaka & Hußmann, 2009).

Nachfolgend ist der Artikel gegliedert in:

  1. Unterschiedliche Tiefen von Immersion desselben medialen Inhaltes
  2. Bildungshintergrund
  3. Hintergrund zum Immersionsbegriff

Unterschiedliche Tiefen von Immersion desselben medialen Inhaltes

YouTube und Facebook ermöglichen mittlerweile das Anschauen von 360 Grad Videos, so dass ihr eigene Erfahrungen mit den unterschiedlichen Immersionstiefen bei demselben Inhalt machen könnt.

Mediale Grundlage ist die 360° Reportage: „Verstrahlt, verlassen, verwaist: Pripjat – eine Geisterstadt in 360° | WDR“ In neun Minuten Video begegnet der Besucher (Zuschauer) einem Ehepaar im zerstörten und verstrahlten Pripjat, die von ihren Erlebnissen an dem Tag des Unfalls in Tschernobyl berichten.

Dieses Video kann auf verschiedene Arten angesehen und damit verschiedene Immersionstiefen erreicht werden:

  1. Über den Browser am Standbildschirm: Über die Navigationskugel kann sich der Zuschauer im Video über die Mausnavigation bzw. die Navigationskugel bewegen. Screenshot 2016-06-03 15.36.43
  2. Über die Youtube-App: Während des laufenden Filmes kann sich der Zuschauer in alle Richtungen, indem das Handy bewegt wird, umsehen. Screenshot: VR 2
  3. Der größte Grad an Immersionstiefe wird durch die Zuhilfenahme eines Head Mounted Displays erreicht. Die Preisspanne für Head Mounted Systeme ist dabei sehr groß. Wer sich einen ersten Eindruck verschaffen will und dabei bereit ist bis zu 25 € zu investieren, kann sich in einem ersten Schritt eine Card Board von Google kaufen. Die preiswerteste ist schon für etwa 5,00 € zu erwerben. Die Navigation über ein Head Mounted System erfolgt ebenfalls über Kopfbewegungen. Das Video wird dabei im YouTube über das Card Board Symbol gestartet.

Die Aufnahmen wurden mit einer Drohne und GoPros aufgenommen (Weitere Informationen dazu findet ihr auf den Seiten des WDR. Auch dieses kurze Interview mit dem Kameramann ist sehr sehenswert, da er auf Dramaturgie, Herausforderungen beim Filmen und unterschiedlichen Immersionstiefen eingeht.).

Bildungshintergrund

Bei dem Einsatz neuer technischer Möglichkeiten in der Lehre steht nicht die neue Technik um der Technik Willen im Vordergrund. Vielmehr rückt die Frage nach den Möglichkeiten von neuer Lehre nach Vorne. Die Lehre wird durch neue Lernräume, sogenanntes situiertes Lernen ergänzt.

Dunleavy & Dede (2014) halten fest, dass durch Virtual Reality Szenarien die Interaktivität mittels Immersion im Lernprozess erhöht werden kann. Der Grad der Immersion wird dabei durch die Integration verschiedener virtueller Elemente bestimmt (S.736). Die an VR gebundenen Lernprozesse sind gekennzeichnet durch situiertes Lernen, durch Unterstützung des Wissenstransfers und der Ausbildung verschiedener Perspektiven des Lerninhaltes. VR-Lernszenarien lassen sich daher besonders in konstruktivistisch und kognitivistisch geprägten Lernumgebungen einsetzen. Steht die kognitivistische Perspektive im Vordergrund, findet das Lernen innerhalb verschiedener Kontexte mittels eines Transfers statt. Die Qualität des kognitivistisch geprägten Lernprozesses ist ein Resultat der Interaktion zwischen den beteiligten Menschen, Orten, Objekten und Prozessen (Brown, Collins, & Duguid, 1989).

Bei konstruktivistischen lerntheoretischen Anteilen in MR basierten Lernszenarien definieren Dunleavy & Dede folgende Ansätze:

  1. der Lernprozess wird in relevante Umgebungen eingebettet und somit an einen Ort gebunden,
  2. Unterstützung des sozialen Austauschs als integralen Bestandteil der Lernerfahrung,
  3. multiple Perspektiven,
  4. selbstgesteuerter Lernprozess und
  5. Support und metakognitive Erfahrung

Hintergrund zum Immersionsbegriff

Die Erzeugung der Reize (überwiegend visueller) ist nur eine Aufgabe der Virtuellen Realität. Der Mensch will die Welt nicht nur betrachten, er will auch in ihr handeln. Dies erfordert, dass die virtuelle Welt simuliert wird. Mögliche Handlungsoptionen sind dabei der Simulation bekannt und je nach Wahl der Aktion wird der weitere Handlungsablauf beeinflusst.

Vollständige Immersion ist eine Zielvorstellung, die durch aktuelle VR-Displays mehr oder minder umgesetzt wird. Die Begriffsverwendung der Immersion kommt aus der technischen Perspektive. Andere Autoren beschreiben diesen Prozess des Eintauchens in eine virtuelle Umgebung hingegen als mentale Qualität beim Erleben von virtueller Realität (Witmer & Singer, 1998). Zur Unterscheidung der beiden Verwendungen wird auch von physikalischer Immersion und mentaler Immersion gesprochen (Sherman & Craig, 2003) bzw. von physiologischer bzw. psychologischer Immersion (Sadowsky & Stanney, 2002).

es führt ein „Pfad“ zum wissenschaftlichen Arbeiten

PfadLerner-Logo

PfadLerner-Logo

Am 04.06.2016 wird im Rahmen der modulübergreifenden Präsenzveranstaltung „Bildungswissenschaft an einem Tag“ eine location-based learning Anwendung „PfadLerner“ angeboten. Teilnehmende der Veranstaltung erhalten die Möglichkeit einen Pfad zum wissenschaftlichem Arbeiten nachzugehen. Das Spielen dieses Pfades ist hilfreich, wenn der Spielende einen ersten Überblick / Eindruck in die Thematik zum „wissenschaftlichen Arbeiten“ erhalten möchte, bzw. nach der intensiven Auseinandersetzung den Inhalt zum wissenschaftlichen Arbeiten noch einmal spielerisch wiederholen möchte.

Das Spielen des Pfades „wissenschaftliches Arbeiten“ eignet sich nicht, um sich tiefgehend in das Thema einzuarbeiten!

Nachfolgend soll anhand dieses Beispielpfades die inhaltliche Umsetzung eines Pfades dargestellt werden, um einen Eindruck in die Erstellung zu ermöglichen. Der zeitliche Aufwand für Recherche, Grafikerstellung, inhaltliche Formulierungen, Testen und Einarbeiten von Veränderungen betrug etwa 1 Woche.

Achtung!

Wer den Pfad (bspw. in der Präsenzveranstaltung/ durch einen Besuch der FernUni in Hagen) selbst entdecken möchte, sollte an dieser Stelle nicht weiterlesen.

Des Weiteren werden die Lösungen in der nachfolgenden Übersicht nicht angegeben. Ebenso werden kleinere Details, die den Pfad gestalten, nicht aufgeführt.

Allgemeine Beschreibung des Pfades wissenschaftliches Arbeiten:

„Das Lehrgebiet der Mediendidaktik begrüßt Sie herzlich auf diesem Pfad.

Wissenschaftliches Arbeiten bedeutet kritisch zu sein, zu hinterfragen, zu präzisieren, beginnt mit dem eigenen Denken, führt zu nachvollziehbaren Ergebnissen und stützt sich auf die Ergebnisse der Wissenschaft.

Wissenschaftlich Arbeiten heißt, ein Thema einzugrenzen, sich in kurzer Zeit einzuarbeiten, sich mit Fakten auseinanderzusetzen, einen komplexen Sachverhalt zu analysieren und Argumentationen nachzuvollziehen, sowie ein Thema adressatenorientiert darstellen zu können.

 Alle diese Kompetenzen werden ebenso in der Berufspraxis gefordert.

Ein Tipp! Bleiben Sie auf den Wegen. Sicherlich könnten Sie, um die Stationen schneller zu erreichen über Grünflächen abkürzen. Davon raten wir Ihnen jedoch ab! Auch der Weg des wissenschaftlichen Arbeitens verlockt durch Abkürzungen, durch die man sich aber auch Erkenntnisse vergibt.

 Dieser Pfad kann auch im Offline-Modus gespielt werden, dazu sollten Sie sich diese zuvor auf ihrem mobilen Endgerät herunterladen.“

  • Dauer: 60 Min
  • zusätzliches Equipement: QR-Code Reader, Internetzugang

Nachfolgend werden die einzelnen Stationen dargestellt:

  1. Station: Schatzkiste der Idee
    • allgemeine Beschreibung: „Wissenschaftliches Arbeiten zeigt sich in einer systematischen und methodisch kontrollierten Verbindung eigenständiger und kreativer Gedanken mit bereits vorliegenden wissenschaftlichen Befunden. Das Vorgehen ist sorgfältig, begriffsklärend und fach-bzw. disziplinbezogen.“ (Bohl 2008, S. 13)Um in den wissenschaftlichen Diskurs eintreten zu können, ist die Beherrschung der handwerklichen Grundwerkzeuge eine wesentliche Voraussetzung. Nachfolgenden sind einige typische Studienelemente aufgelistet! Welcher dieser Elemente erfordern eine wissenschaftliche Vorgehensweise?Achtung: Bei der nachfolgenden Aufgabe müssen Sie sich die Farbe hinter den falschen Antworten merken, um an der nächsten Station weiter vorwärts zu gelangen.
    • Multiple-Choice-Aufgabe: Welche dieser Elemente erfordern eine wissenschaftliche Vorgehensweise?
      • Referat
      • Hausarbeit
      • Lerntagebuch
      • Journalistisches Schreiben
      • Bachelorarbeit
      • Masterthesis
  2. Station: „Insel der Forschung“
    • allgemeine Beschreibung: Der Anfang einer jeder wissenschaftlichen Arbeit ist mit der Ankunft auf der „Insel der Forschung“ zu vergleichen. Dabei versuchen Sie soweit wie möglich, sich dem Thema durch Recherche, Ideensammlung, etc. zu öffnen und einen Überblick über das Thema selbst, wie auch zur angrenzenden Literatur zu erhalten. Erst nachdem Sie sich einen ersten Überblick erarbeitet haben, ist es möglich, sich auf ein Thema zu fokussieren und selektiv das Material zu sondieren.Können Sie sich noch an die gesuchten Farben aus der letzten Frage erinnern? Suchen Sie eine Kiste in der Umgebung! Die gesuchte Kiste erkennen Sie daran, dass auf ihrem Deckel die „Insel der Forschung“ abgebildet ist.Fügen Sie nun die Puzzleteilchen zusammen, auf deren Rückseite die Farbe zu sehen ist, die erscheint, wenn beide gesuchten Farben aus der vorherigen Frage, miteinander gemischt werden! Dieses Vorgehen soll Ihnen handwerklich bewusst werden lassen, „sei am Anfang so offen wie möglich und am Ende so fokussiert wie möglich“.
      In der Mitte des Puzzles befindet sich ein QR-Code. Scannen Sie diesen und geben Sie die Zahl in das Lösungsfeld ein. Dann geht es weiter!
    • Zahlen-Aufgabe:  Wie lautet die gesuchte Zahl?
  3. Station: Wanderung im Themengebirge
    • allgemeine Beschreibung: Eine gute Recherche ist das A und O einer wissenschaftlichen Arbeit. ‚Gut‘ heißt dabei nicht ‚möglichst viel‘, sondern die für das wissenschaftliche Projekt sachdienstlichsten Quellen finden. Dazu sollten führende Fachvertreter, mit ihren inhaltlichen Positionen, Modelle, Theorien und Methoden benannt werden können.Begleitet wird die Recherche durch aktives Lesen. Nur wenn man die Argumentationslinie eines Textes nachvollzieht, seine wesentlichen Aussagen und Thesen erfasst, kann man inhaltliche Mängel, logische Brüche in der Argumentationsstruktur und Fehldeutungen erkennen.Eine Technik des wissenschaftlichen Lesens ist die SQ4R Methode:-        Survey (Kapitel überfliegen und die wichtigsten Abschnitte identifizieren)

      –        Questions (Abschnittsüberschriften in Fragen (hermeneutisch) umformulieren)

      –        Read (Lesen und dabei Randnotizen machen)

      –        Reflex (den Text zum Vorwissen in Beziehung setzen)

      –        Recite (Informationen mit eigenen Worten wiedergeben)

      –        Review (wesentl. Punkte erinnern)

    • Zuordnungs-Aufgabe: Die SQ4R Methode ist eine Methode zum effektiven Lesen. Dabei muss die Abfolge eingehalten werden. Ordnen Sie die sechs Schritte der Reihenfolge entsprechend an!
  4. Station: Tor der Klarheit
    • allgemeine Beschreibung: Eine wissenschaftliche Argumentation beruht auf Hypothesen, die mit Belegen (Zitaten etc.) zu beweisen sind. Ist die Behauptung nicht ausreichend belegt, bleibt es eine Hypothese. Die Hypothese wird zu einer These, sobald die Behauptung bewiesen ist. Wissenschaftlich argumentieren kann man z.B. mit Fakten, Daten, Statistiken und Zitaten (Bohl, 2008).
    • Aufgabe: Welche der nachfolgenden Aussagen ist nicht richtig? Eine Untersuchung ist wissenschaftlich, wenn …·       … sie einen erkennbaren Gegenstand behandelt, der so genau umrissen ist, dass er auch für Dritte erkennbar ist.·       … sie über einen Gegenstand Dinge sagt, die noch nicht gesagt worden sind, oder sie Dinge, die schon gesagt worden sind, in einen neuen Blickwinkel stellt.·       … Argumente aneinandergereiht und persönliche Bekenntnisse formuliert werden.

      ·       … die Untersuchung für andere von Nutzen ist.

      ·       … die Untersuchung Angaben enthält, die es ermöglichen die aufgesetzten Hypothesen nachzuprüfen.

  5. Station: V-Heuristik
    • allgemeine Beschreibung: Zum Verständnis von empirischen Texten dient die V-Heuristik. Durch sie soll der innere Zusammenhang von Theorie, Methode und Ergebnissen verdeutlicht werden (Stary & Kretschmer, 1994). V-Heuristik wird sie nach der grafischen Darstellung in Form eines V benannt. Sie dient als Instrument / Methode, welche speziell zur Erarbeitung der Zusammenhänge von konzeptionellen und methodischen Aspekten eines Themas eingesetzt wird. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der wechselseitigen Beziehung der theoreth. (Konzepte, Prinzipien, Theorien) und methodischen Aspekte (Fragestellung, Versuch, Ergebnisse, Schlussfolgerung).Die Aufgabe zur Station beinhaltet eine beispielhafte Anwendung um mit einer V-Heuristik die Sachverhalte zu erkennen.Sehen Sie sich das Bild zu dieser Station an. Es handelt sich dabei um eines der berühmten Bilder dieser Welt. Suchen Sie dieses Bild in einer nahgelegenen Bibliothek oder, wenn sie geschlossen ist, im Internet.
    • Zahlen-Aufgabe: In welchem Jahr entstand dieses Bild?
  6. Station: Stadt der Forschung
    • allgemeine Beschreibung: Der Forschungsplan soll darstellen, was man wie und warum untersuchen möchte!Der Forschungsplan enthält die Fragestellung und die Zielsetzung des Untersuchungsvorhabens und das so präzise wie möglich. Das ist notwendig, um einschätzen zu können, ob das Thema evtl. zu breit oder zu eng gefasst wurde. Forschungspläne werden einerseits für Dritte geschrieben, um über das Vorhaben aufzuklären, andererseits auch für sich selbst, um sich des Umfangs des Vorhabens bewusst zu werden.In einem Exposé werden die weiteren Arbeitsschritte für das Forschungsvorhaben festgehalten. Exposés unterscheiden sich je nach Kontext und Adressat im Aufbau. (Kruse, 2007, S.187).
    • MultipleChoice-Aufgabe:Welche der nachfolgenden Gliederungspunkte gehören in jedes Exposé?·       Problemstellung des Forschungsprojekts·       aktueller Forschungsstand zum Thema

      ·       Erkenntnisinteresse des Verfassers

      ·       vorläufige Gliederung der Arbeit

      ·       Zeitplan bis zum Abgabetermin

      ·       die Methode(n), nach der/denen vorgegangen werden soll

      ·       die Theorie(n), auf die Bezug genommen werden soll

      ·       das Ziel bzw. die der Arbeit zugrundeliegende Hypothese(n)

  7. Station: Organisation und Planung
    • allgemeine Beschreibung: Wissenschaftliches Arbeiten benötigt die Formulierung von Aufgaben, eine Planung bzw. Organisation dieser. Damit verbunden sind komplexe Teilschritte wie zum Beispiel Empirie, Besprechungen, Evaluation und ein relativ großer Ressourcenaufwand. Gute Koordination und sinnvolles Zeitmanagement zahlen sich hier deshalb aus (Witschi, 1999, S.3).
    • Aufgabe: Welche der Aussagen ist in Bezug zum Projektmanagement einer wissenschaftl. Arbeit falsch!1.     Projekt in Etappen gliedern (Gliederung macht den Werdegang einer Lösung überschaubar).2.     Vom Groben ins Detail arbeiten (es empfiehlt sich, von einem weiten Betrachtungsfeld auszugehen, dass dann schrittweise eingeengt wird).3.     Projektmanagement prozesshaft gestalten (Projekte sind nicht von Anbeginn bis Ende planbar. Prozesshaftes Projektmanagement lässt Raum für Erkenntnis etc.).

      4.     Lösungsvarianten berücksichtigen (Projektmanagement flexibel gestalten und Alternativen bzw. Widersprüche einbeziehen).

      5.     Setzen eigener methodischer Vorstellung (ein Forschungsvorhaben ist einmalig, daher ist Erfahrungseinbeziehung anderer nicht notwendig).

  8. Station: Talwanderung durch die Datenanalyse
    • allgemeine Beschreibung: Die Datenanalyse ist die systematische Erfassung und Deutung sozialer Erscheinungen. „Empirisch bedeutet, dass theoretisch formulierte Annahmen an spezifischen Wirklichkeiten geprüft werden. ‚Systematisch‘ weist darauf hin, dass dies nach Regeln vor sich gehen muss. Theoretische Annahmen und die Beschaffenheit der zu untersuchenden sozialen Realitäten sowie die zur Verfügung stehenden Mittel bedingen den Forschungsablauf“ (Atteslander, 2008, S.4).In der Wissenschaft existieren qualitative und quantitative Vorgehensweisen!
    • Zuordnungs-Aufgabe: Ordnen Sie nachfolgende Aussagen der qualitativen bzw. quantitativen Forschung zu!·       Ist an der Beschaffenheit und an den Sinn- und Bedeutungszusammenhängen von etwas interessiert.·       Erfahrungsrealität wird verbalisiert (Verbalisierungen werden interpretativ ausgewertet)·       Gegenstände, die beschrieben, interpretiert und verstanden werden sind individuelle Meinungen und Eindrücke.

      ·       Die Fragen sind eher offen, d.h. die Befragten haben viel Spielraum für Antworten. Die Interaktion zw. Interviewer und Interviewten spielt eine große Rolle.

      ·       Strebt die Messbarkeit eines Gegenstandes an.

      ·       Beobachtungsrealität wird in Zahlen abgebildet.

      ·       Die Fragen sind geschlossen und lassen nur bestimmte Antwortmöglichkeiten zu.

  9. Station: Auf der Straße der Forschungarbeit
    • allgemeine Beschreibung: Wissenschaftliches Arbeiten setzt einen spezifischen Sprachstil voraus. Wesentliche Begriffe einer Arbeit werden geklärt und man positioniert sich mit einer begründeten Entscheidung für eine bestimmte Definition. Wissenschaftssprache bedeutet klar, sachlich, präzise, möglichst objektiv und für Fachleute verständlich schreiben (vgl. Bohl 2005, S.11).
    • Zuordnungs-Aufgabe: Ordnen Sie die Begriffe den Inhalten zu!·       Systematisieren·       Beschreiben·       Zusammentragen

      ·       Belegen

      ·       Paraphrasieren

      ·       Zitieren

      ·       Begründen

      ·       Bezüge herstellen

      ·       Vergleichen

      ·       Begriffe definieren und präzisieren

  10. Station: Hafen der Forschung
    • allgemeine Beschreibung: Noch eine Herausforderung, wartet auf Sie, herzlichen Glückwunsch, dass Sie sich bis hierin vorgekämpft haben.Ein schriftlicher wissenschaftlicher Text steht (hinsichtlich seiner Fragestellung, seiner Methoden, seinen sachlichen Voraussetzungen) im Zusammenhang einer fachlichen Diskussion. Ein solcher Zusammenhang wird durch die Bezugnahme auf andere Texte hergestellt. In der Regel darf nur auf veröffentlichte Texte Bezug genommen werden. (Man spricht auch von zitierfähigen Texten.) Das soll sicherstellen, dass die Bezugnahmen überprüfbar sind.
    • Zahlen-Frage: Wie nennt man den Prozess, in dem Sinninhalte aus Texten mit eigenen Worten wieder gegeben werden? Errechnen Sie aus den umgedrehten Buchstabenwerten die Summe!

location based learning beim Bildungswandeln 2016

Zur Präsenzveranstaltung am 04.06. 2016 in Hagen wollen wir ein digital gestaltetes Lernszenario beispielhaft für die Inhalte aus der Veranstaltung vorstellen. In dem Lernszenario finden sich verschiedene Bildungsansätze wieder, wie bspw. informelles Lernen, location based learning, mixed reality learning.

So wurde eigens für die FernUniversität die Plattform „PfadLerner“ entwickelt, eine Plattform auf der jeder angemeldete Nutzer im Browser eigene LernPfade erstellen kann. Über die App können ebenfalls Pfade erstellt werden, diese ist aber vordergründig zum Spielen der Lernpfade konzipiert.

PfadLerner ist ein Location Based Game, das mittels GPS-Signal über das mobile Endgerät, den Aufenthaltsort des Spielers ermittelt und selektiv Informationen, die mit dem abgerufenen Standort übereinstimmen, bereit stellt.

PfadLerner befindet sich gerade in einem erweiterten Testmodus und ist daher zum Zeitpunkt der Präsenzveranstaltung nur über Endgeräte mit dem Betriebssystem Android spielbar (die Apple-Version befindet sich gerade in der Umsetzung).

Eine Anmeldung in der App ist notwendig, um den Spielstand einer Person zuordnen zu können. Einige Lernpfade können sich über einen längeren Spielzeitraum erstrecken und dann ist es von Vorteil, auf den alten Spielstand zurückgreifen zu können, wenn etwas dazwischen kommt, wie bspw. ein überraschender Abbruch des Pfades, durch das Treffen von Freunden/Familien, zufälliges Ausschalten des Telefons, dem Schließen der App, etc…

Ebenso notwendig zum Spielen der Lernpfade ist die Standortaktivierung, da Informationen Koordinaten zugeordnet werden. Diese kann vor dem Spiel aktiviert und nach dem Spiel deaktiviert werden. In den folgenden Screenshots ist abgebildet, wie erkannt werden kann, ob der Standort auf dem mobilen Endgerät aktiviert ist, bzw. wie er aktiviert werden kann.

PfadLerner: Lernen in Communities of Practice

PfadLerner: Lernen in Communities of Practice

PfadLerner: Lernen durch Erfahrung

PfadLerner: Lernen durch Erfahrung

PfadLerner: Lernen durch Schnittstellen

PfadLerner: Lernen durch Schnittstellen

PfadLerner: Lernen durch Lehren

PfadLerner: Lernen durch Lehren

PfadLerner: Lernen durch Kollaboration und Partizipation

PfadLerner: Lernen durch Kollaboration und Partizipation

Screenshots - Überprüfung und Aktivierung der Standortortung

Screenshots – Überprüfung und Aktivierung der Standortortung

Um sich auf der Plattform „PfadLerner“ für die PV anzumelden ist eine Registrierung über die Webseite ratsam. Hierzu kann einfach auf den Button „Registrieren“ geklickt werden.

Screenshot Anmeldung auf PfadLerner im Browser (https://pfadlerner.fernuni-hagen.de)

Screenshot Anmeldung auf PfadLerner im Browser (https://pfadlerner.fernuni-hagen.de)

Daraufhin öffnet sich ein Registrierungsfenster. Das Registrierungsfenster ist in den nachfolgenden Screenshots leer und ausgefüllt abgebildet. Eine Registrierung ist nur mit einer FernUni-Adresse möglich. Des Weiteren wird ein Passwort, die Zustimmung der AGB’s und des Datenschutzes, sowie die Sicherheitsabfrage benötigt.

(Offtopic: Aktuell, da wir gerade noch ein paar Tests durchführen, kann man sich auch mit weiteren Email-Adressen registrieren, diese werden aber in ein paar Tagen abgeschaltet und ein Zugriff auf die Plattform ist dann nur noch über FernUni-Email-Adressen möglich.)

Screenshots im Registrierungsprozess auf PfadLerner

Screenshots im Registrierungsprozess auf PfadLerner

Nachdem die App „PfadLerner“ aus dem Google-Store heruntergeladen wurde, findet sich diese auf dem mobilen Endgerät wieder. Das Logo ist in dem nachfolgenden Screenshot abgebildet:

Screenshot von PfadLerner auf dem OnePlus 2

Screenshot von PfadLerner auf dem OnePlus 2

Mit dem Öffnen der App „PfadLerner“ und der Aktivierung des Standortes, wird einem nach der Anmeldung in der App der reale Standort, wie im Beispiel des Screenshots, angezeigt. Der eigene Standort stellt sich in Form eines blauen Punktes dar. In der Abbildung ist neben dem blauen Standort der Anfang eines Pfades gekennzeichnet. Dieser wird am 30.05.2016 (Montag) sichtbar geschaltet.

 

Screenshot Anmeldung und Standorterkennung in der PfadLerner App

Screenshot Anmeldung und Standorterkennung in der PfadLerner App

Screenshot Anmeldung und Standorterkennung in der PfadLerner App

Screenshot Anmeldung und Standorterkennung in der PfadLerner App

Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren und sind auf das Feedback zur PV sehr gespannt. Bis dahin.

 

Erfahrung: Stanford

Erwartungen

Auf dem Weg nach Stanford rufe ich mir mein weniges bisheriges Wissen über Stanford in Erinnerung. Stanford gilt erst seit kurzer Zeit als eine exzellente, ja gar herausragende Universität. Mit dem Aufstieg des Silicon Valleys schien auch ihr Aufstieg einherzugehen. Dennoch gilt ihre akademische Leistung heute als exzellent, forschungsstark und rangiert in der Weltspitze ganz oben. 21 Nobelpreisträger lehren aktuell an der Stanford University (Quelle: Webseite Stanford, 2015). Seit ihrer Gründung wurden 30 Fakultätsangehörige mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Heute kann es sich Stanford aufgrund seines Rufes leisten, nur die besten Studenten dank geringer Zulassungsquote aufzunehmen. Daraufhin ergibt sich ein ganz eigener Kreislauf des Erfolges, der höhere Spenden , bessere Betreuung, mehr Doktoranden, bessere Unirankings etc. nach sich zieht.

(In dem Bildungsrundgang, auf dem Slide 1, finden Sie Vergleichszahlen zur Universität in Köln aufgeführt.)

erster Eindruck

Am Bahnhof von Palo Alto am frühen Morgen angekommen, kann ich einfach in einen der wartenden Stanford-Busse einsteigen, um kostenlos auf den Campus gefahren zu werden. Da der Campus mit 3.310 ha jedoch sehr groß ist, erkundige ich mich vorher bei der zusätzlich, neben den Busfahrern bereitgestellten Person, wohin die Busse auf den Campus fahren und welcher Bus meinem Ziel das „CERAS Building (Center for Educational Research)“ am nächsten kommt.

Der Campus ist überwältigend schön. Er ist weitläufig angelegt und ich glaube einen spanischen Stil in ihm zu entdecken. Überall duftet es nach Blumen und auf den Grünflächen stehen Palmen und Nadelbäume. Am besten bewegt man sich auf dem Campus wohl mit dem Fahrrad vorwärts. Von allen Seiten strömen Fahrräder an mir vorbei. In den Pausen ist es an manchen Stellen schwierig den Weg zu wechseln. Auch weitere Shops rund um die wichtigsten Bedürfnisse finde ich auf dem Campus, so erscheint mir nur verständlich, dass die Studierenden auch gerne das Wochenende über in Stanford bleiben.

Education Research Center in Stanford

Nach diesem ersten Eindruck treffe ich Pamela Levine, wissenschaftliche Mitarbeiterin im CERAS Building. Sie hat sich heute für mich Zeit genommen, Vielen Dank dafür 🙂 Auch hier fällt mir auf, dass wieder viele bequeme Sitzmöglichkeiten zum Austausch einladen. Das Büro von Pamela hingegen hat kein Fenster und ist geschätzt vielleicht wenige Quadratmeter groß. Eine riesige Scheibe ersetzt eine Wand, so dass Sie in ständigen Kontakt mit ihren Kollegen stehen kann.

Sie zeigt mir einen großzügig geschnittenen Vorlesungsraum mit gepolsterten für mich riesig erscheinenden Sesseln. Am Beamer erklärt sie mir, dass sie in diesem Semester mit Studenten auf dem Markt befindliche Apps auf ihre Bildungstauglichkeit testet (Bsp. IOS and Android favorites for education). Im letzten Semester hat sie mit den Studierenden eigene Lernumgebung designt. Ein Ergebnis hängt in Form mehrerer touchbarer Bildschirme an den Wänden im CERAS. Über diesen Bildschirm kann sich der Besucher schnell im Gebäude orientieren. Wer sitzt wo? Wer ist für was zuständig? Wie komme ich am Schnellsten dahin?

In der Forschung wird gerade an vier für mich beeindruckenden Projekten gearbeitet:

Projekt 1: SMILE

Mit dem Projekt SMILE (Stanford Mobile Inquiriy-based Learning Environment) wurde eine interaktive Lernumgebung geschaffen, die den eigenen Lernprozess unterstützt. Anwender (Schüler, Studierende, etc.) können multimedial unterlegte Artikel erstellen, die von Mitschüler oder Mitstudierenden in ihrer Relevanz bewertet werden. SMILE kann eingesetzt werden, um:

  • die Lernenden in der Reflexion von Lerninhalten zu unterstützen
  • ermöglicht ein aktives, medial- und communityestützes Lernen von jedem Ort aus
  • ermöglicht durch multimediale Erstellungen seitens des Lerners eine stärkerer Auseinandersetzung mit den Lerninhalten
  • unterstützt kollektives Lernen und Identifizierung mit der Lerngruppe
  • ermöglicht eine aktuelle Übersicht über den Wissensstand des Lerners
  • schafft einen Wettbewerb oder auch eine spielerische Zusammenarbeit

Projekt 2: ROSE 

ROSE (Remotely Operated Science Experiment) ermöglicht Studierenden, die bspw. keine Möglichkeit besitzen auf ein Labor zuzugreifen, die Entwicklung einer Pflanze durch Live-Streaming nach zuverfolgen. Dabei sind die Studierenden in der Lage aus der Ferne externe Einflüsse, wie Belichtung, Wasser, Luft Temperatur zu steuern und das Wachstum der Pflanze zu beeinflussen. Durch den Prozess der Manipulation dieser Instrumente und sofortigen Rückmeldungen werden die Kursteilnehmer in die Lage versetzt, die Beziehungen zwischen den analogen Variablen in die Erdatmosphäre zu verstehen.

Projekt 3: DBL 

DBL (Design-Based Learning) soll die Integration von Design- und Technologietools in der wissenschaftlichen Bildung untersuchen. Dabei werden Lernende in kleineren Projekten im Prozess der Entwicklung, der Umsetzung und der Auswertung von Produkten begleitet. Die verschiedenen Prozesse werden über das Smartephone in einer Art E-Portfolio dokumentiert.

Projekt 4: PocketSchool

Die PocketSchool umfasst Untersuchungen, wie der Zugang zu Bildung in ressourcenschwachen Gebieten, wie bspw. Dritte-Welt Länder unterstützt werden kann.

(In dem Bildungsrundgang, auf der Slide 5 und 6, erhaltet ihr einen Eindruck von CERAS.)

Design Thinking

Danach führt mich Pamela Levine in ein weiteres Gebäude und stellt mir das Innenleben der D.School (Design School) vor. Es ist hell. Überall laden unterschiedliche Sitzgelegenheiten zum Austausch ein. Der enge Arbeitsplatz an den mobilen Wänden soll den Austausch fördern, die beschreibbaren Wände und Fußböden in den wenigen abgeschlossenen Räumen, hingegen die Kreativität.

Design Thinking kann kurz und knapp als innovativer und kreativer Prozess zusammengefasst werden. Was ursprünglich als Innovationsmethode für Produkte und Services in Stanford entwickelt wurde, avanciert heute zu einer ganz neuen Art, den Menschen in Bezug zur Arbeit zu sehen, das Konzept der Arbeit zu denken und zu fragen, wie wir im 21. Jahrhundert leben, lernen und arbeiten wollen.

Design Thinking basiert auf der Annahme, dass Probleme besser gelöst werden können, wenn Menschen unterschiedlicher Disziplinen in einem die Kreativität fördernden Umfeld zusammenarbeiten, gemeinsam eine Fragestellung entwickeln, die Bedürfnisse und Motivationen von Menschen berücksichtigen, und dann Konzepte entwickeln, die mehrfach geprüft werden. Das Verfahren orientiert sich an der Arbeit von Designern, die als eine Kombination aus Verstehen, Beobachtung, Ideenfindung, Verfeinerung, Ausführung und Lernen verstanden wird.

Design Thinking besteht aus den drei Hauptkomponenten:

  • Multidisziplinäre Teams – Vielfältige, innovative Ideen entstehen am besten in starken und multidisziplinären Teams.
  • Prozess – Der Weg zu innovativen Ideen besteht aus einer Folge von sechs Schritten, die iterativ durchlaufen werden: Verstehen, Beobachten, Sichtweise definieren, Ideen finden, Prototypen entwickeln und Testen.
  • Variable Räumlichkeit – Erfinderisches Entwickeln gedeiht in einer Kultur der offenen Zusammenarbeit in variabler, auf Flexibilität ausgerichteter Arbeitsumgebung.

(In dem Bildungsrundgang, auf dem 7 und 8, findet ihr euch in der D.School in Stanford, wieder.)

„Bildungswandeln“ im SS 2015

Welchen Hintergrund hat das Bildungswandeln?AR1

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Ziel des Bildungswandelns ist es, Ansätze des Social Learning, Mobile Learning und des AR/VR Lernens spielerisch miteinander zu verbinden. In diesem Projekt werden neuartige Lernanwendungen für die Präsenzveranstaltung „Bildungswissenschaft an einem Tag“ eingebunden und deren Potenzial erkundet. Der zentrale Aspekt liegt dabei auf Augmented Reality Umgebungen, wobei die Definitionsspanne nach Milgram (1994) sich auf einer sehr großen Skala bewegt.

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Was ist AR?

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Durch Augmented Reality ist es möglich unsere Realitätswahrnehmung zu verändern und durch virtuelle Inhalte zu erweitern. Es können alle menschlichen Sinne durch diese Technologie angesprochen werden, wobei unser Hauptaugenmerk beim Bildungswandel auf visuelle Augmented Reality liegt.

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Verbindung von neuen Technologien und Lernen?

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Das Lernen findet, gestützt durch einen didaktisch begründeten Technologieeinsatz, sowohl selbst gesteuert und individuell, als auch eingebettet im sozialen Kontext des Lernenden und in Lerngruppen statt.

Bei der Präsenzveranstaltung „Bildungswissenschaft an einem Tag“ am 25. April 2015 in Hagen konfrontiert Prof. Dr. Bastiaens die Studierenden mit einem neuen Stück FernUni-Realität. Die Teilnehmer/innen können einen „Bildungswandel“ und somit die FernUniversität in Hagen in zweierlei Hinsicht hautnah erleben.

Beim „Bildungswandel“ können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Campus sowohl aus der Augmented Reality Perspektive (Anreicherung der Realität durch virtuelle Informationen), wie auch aus der virtuellen Perspektive erkunden. Sie erhalten Informationen zu einzelnen Bildungsthemen und werden durch Aufgaben dazu angehalten sich mit diesen Inhalten auseinanderzusetzen.

An jeder Station können Punkte erworben werden, mit denen sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in einer abschliessenden Reflektion spielerisch vergleichen und sich über die Inhalte austauschen können, entweder vor Ort durch Gespräche oder virtuell in dem dafür eingerichteten Etherpad.

In diesem Jahr wurde der Bildungswandel mittels der in diesem Jahr neu erschienen Plattform „holobuilder“ umgesetzt. In dieser Plattform kann auf einer grafischen Oberfläche eine eigene AR bzw. VR Umgebung aufgebaut werden.

Die nachfolgend eingebettete Anwendung des Bildungswandels besteht aus acht Stationen. Jede Station ist mit vier Elementen versehen (Theorieerklärung, Anschauungsbeispiel, Aufgaben- und Navigationselement). Die Anwendung wird am besten in den Browsern Google Chrome und Firefox dargestellt.

(Bitte geben Sie der Seite Zeit zum Laden :), damit sie sich in ihrer vollen Pracht entfalten kann.)

In einer anschließenden Erhebung wollen wir herausfinden, welche Inhalte in welcher Form für den Lernenden in dieser digitalen Aufbereitung aufgegriffen werden.

Die Erkenntnisse, bzw. Teilergebnisse sollen in weitere Projekte, wie beispielsweise dem BMBF Antrag einfliessen.

Der „Bildungs-Wandel“ findet im Rahmen des Social Software Projekts statt, das vom Rektorat der FernUniversität gefördert wird. Das Projekt dient der Erforschung und Implementierung verschiedener didaktischer Modelle zum praktischen Einsatz innovativer Social Software in der Hochschul- und Fernlehre. Hierdurch sollen empirisch abgesicherte Empfehlungen für Lehrende und E-Learning-Entwickler zur Potentialausschöpfung zusammengestellt werden.