Besuch aus Brasilien

In den letzten Tagen erhielt unser Lehrgebiet weit entfernt angereisten Besuch. Elena Maria Mallmann von der Universidade Federal de Santa Maria aus Brasilien stand mit Markus Deimann über das Thema OER, einem gemeinsamen Forschungsinteresse, schon länger im Austausch. Ein Besuch an der FernUni in Hagen ermöglichte ihr einen Einblick in unsere Arbeitsweisen.

Auf dem Foto stellt ihr Christine Schulmann aus dem Lehrgebiet der Mediendidaktik (Prof. Bastiaens) unter anderem sie Social-Software Werkstatt vor. Des Weiteren traf sie sich mit dem ZMI, wo sie sich mit unserer Moodle Umgebung vertrauter machen konnte und weiteren E-Learning Formate wurden ihr vorgestellt.

Besuch aus Brasilien

auf dem Foto von links nach rechts: Dr. Markus Deimann, Profa. Dra. Elena Maria Mallmann, Christine Schulmann

 

HoTEL Learning Theory Map

Wie der Miniaturansicht zu entnehmen ist, versucht die nachfolgende Übersicht vorhandene Lerntheorien zusammenzufassen bzw. zu bündeln. Die Übersicht ist ein Teil der Dissertation von Richard Millwood und des EU geförderten HoTEL (HOlistic approach to Technology Enhanced Learning) Projektes an der Universität Brunel. Diese wird in seinem Blog näher vorgestellt.

Über den Link kann das interaktive Dokument (ursprünglich im A3-Format) aufgerufen werden, indem weiterführende Informationen zu den einzelnen Theorien (Links verweisen auf Wikipediaeinträge) integriert sind.

Holostic Approach to Technology Enhanced Learning

Learning Theory v6 is a hypertextual concept map of established learning theories 30th April 2013. This is necessarily a reduction of a complete picture of learning theories, but nevertheless it attempts to map and link key scientific disciplines, theorists, concepts and paradigms. Part of deliverable D2.2.1 for the HoTEL EU project designed by Richard Millwood richardmillwood@mac.com (Quelle: http://cmapspublic3.ihmc.us/rid=1LGVGJY66-CCD5CZ-12G3/Learning%20Theory.cmap)

Über große Entfernungen miteinander zu studieren? In der Social Software Werkstatt der FernUni in Hagen finden Sie Tools die Sie dabei unterstützen.

social media

CC0 Public Domain

Kooperatives und kollaboratives Arbeiten und Lernen wird gerade im Hinblick auf die räumliche Distanz in der Fernlehre immer wichtiger. Ein schneller Austausch von Daten, Informationen und Wissen zwischen den Lernenden und zwischen Lernenden und Lehrenden fordert Tools, die Vernetzung und zeitnahen Austausch ermöglichen.

Wer Informationen schnell per Weblog oder Facebook an eine größere Gruppe Interessierter weitergeben will, wer sich mit der Lerngruppe oder Freunden über Skype oder Google+ austauschen möchte, muss wissen, wie diese Tools funktionieren, wie sie optimal eingesetzt werden können und welche Risiken sie bergen.

Screenshot ILearnkarten

Screenshot iLearnkarten

Kennen Sie zum Beispiel die APP des Lehrgebietes Mediendidaktik, mit der Sie Inhalte aus dem Master Modul 1 vertiefen können? Oder die im Lehrgebiet Bildungstheorie und Medienpädagogik entwickelte APP, die im Bachelor Studiengang Bildungswissenschaften genutzt werden kann?
Oder kennen Sie die Plattform learningapps.org? Hier können Sie eigene APP’s mit verschiedensten Lerninhalten eigenständig und kostenlos entwickeln oder auf schon bestehende Lernapp’s zugreifen und diese Ihren Bedürfnissen anpassen.

Wir, das Lehrgebiet Mediendidaktik bieten Ihnen mit der Social Software Werkstatt eine Plattform, auf der Sie verschiedenste mediale Tools kennenlernen und ausprobieren können.

Diese Tools unterstützen einen interaktiven Austausch und ermöglichen Ihnen aktives und selbstgesteuertes Lernen. Lern-App’s, soziale Netzwerke, das virtuelle Klassenzimmer, Blogs, Podcasts und Wikis sind nur einige der Möglichkeiten, mit denen Sie hier Erfahrungen sammeln können. Im aufgeführten Beispiel wird das Online Whiteboard von Katja Rummler vorgestellt.

Nutzen Sie die Moodle-Umgebung und tauschen Sie sich mit anderen Studierenden über Ihre Erfahrungen mit Social Software aus und schildern Sie dort Ihren eigenen individuellen und beruflichen Umgang mit den unterschiedlichen Tools.

Die Social software Werkstatt wird von uns fortlaufend ergänzt und bearbeitet. Ein Wiederkommen lohnt sich also.

 

Sie erreichen die Moodle-Umgebung (Anmeldung geht nur über einen eigenen FernUni-Account) über folgenden Link: https://moodle2.fernuni-hagen.de/course/view.php?id=17

Infoveranstaltung auf dem Campus der FernUniversität in Hagen

Die nachfolgenden Folien wurden auf der Einführungsveranstaltung am 14.10.2014 auf dem Campus der FernUniversität in Hagen gezeigt.

Mitmachprojekt für Studierende und Beschäftigte auf FernUni-Campus vorgestellt

An der FernUni -„Wikiade“ können Studierende und Beschäftigte noch bis 31. Mai 2015 teilnehmen. Preise gibt es für besondere Leistungen.

Lurking in Massive Open Online Courses (MOOCs)

In ihrer BA-Arbeit ging Frau Martina Giebkes dem Phänomen des Lurking (eine passive Nutzungsform in Online Lehrveranstaltungen) im Kontext von Massive Open Online Courses (MOOCs) nach. Bislang gibt es kaum empirische Studien, die sich mit motivationalen Fragen des Lurking in MOOCs beschäftigen (auch weil MOOCs ein relativ junge Lernform sind). Folgende Fragen sollten untersucht werden:

  • aus welchen motivationalen Gründen nehmen Lurker an einem MOOC teil?
  • welche Motive veranlassen sie dazu?
  • welchen Nutzen versprechen sie sich von der Teilnahme?
  • welche Nutzungsmöglichkeiten bevorzugen sie bei der Bearbeitung?

Mit einer Online Umfrage (115 Teilnehmende aus MOOCs, 67 Lurker) wurden diese Fragen bearbeitet, was zu folgenden Ergebnissen führte:

  • Aktive Teilnehmer haben ein signifikant höheres Interesse als Lurker.
  • Die Amotivation ist signifikant höher bei Lurkern als bei aktiv Teilnehmenden.
  • Hinsichtlich der Motive, der Nutzungsmöglichkeiten, der intrinsischen Motivation und auf den Stufen der externalen, introjizierten und identifizierten Regulation konnten keine signifikanten Unterschieden zwischen den Gruppen festgestellt werden.

Weitere Informationen zur Studie finden sich hier:

PowerPoint_BA_Martina_Giebkes_PDF

Vielen Dank an Frau Giebkes für die Veröffentlichung Ihrer Folien.

 

 

 

Anspruch und Wirklichkeit zum Lernen im Social Web

Es ist eigentlich keine große Überraschung, dass sich in der Dissertation von Birgit Spies „Lernen im Social Web. Eine Vergleichsstudie mit deutschen und amerikanischen Studierenden“ erhebliche Unterschiede hinsichtlich der beiden Konstrukte ergaben.

So zum Themenkomplex Lernen (S. 211):

Der Lernbegriff wird von den Studierenden beider Länder unterschiedlich assoziiert: Deutsche Studierende verbinden Lernen eher mit der Auseinandersetzung mit unbekannten Themen und der Bearbeitung von Skripten als amerikanische Studierende. Amerikanische Studierende verbinden Lernen eher mit dem Gewinnen von neuen Ein- bzw. Ansichten und der Erweiterung von Lebenserfahrung als deutsche Studierende.

und zum Bereich informelles Lernen in sozialen Netzwerken (S. 213):

Informelles Lernen in Sozialen Online Netzwerken hat sich zumindest für einen Teil der Studierenden etabliert. Das Netzwerk wird jedoch von den Studierenden unterschiedlich genutzt: Deutsche Studierende nutzen das Soziale Online Netzwerk eher für Organisation und Absprache, amerikanische Studierende eher zur Weitergabe von Wissen.

Überraschend im Sinne von „es gibt keine klaren Befunde“ dürfte es eher für alle sein, die in Web 2.0 und Social Media so starke Kräfte sehen, um das Lernen zu revolutionieren. Es ist prinzipiell auch wenig sinnvoll, Technologien per se bestimmte pädagogische Qualitäten zuzusprechen. Das wird zwar durchaus von der Bildungsindustrie immer wieder versucht, nur um dann enttäuscht zu reagieren, wenn sich die Hoffnungen (wie in der oben genannten Dissertation) nicht bewahrheiten.

In ihrem sehr lesenswerten Artikel zeigen Edward Hamilton und Norm Friesen auf, mit welchen Mythen nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in der Wissenschaft gearbeitet wird, wenn es darum geht, die Vorteile von „neuen Medien“ anzupreisen. Sie unterscheiden dabei zwei gleichermaßen problematische Orientierungen:

1. Essentialismus (=die Annahme, es gibt bestimmte, inhärente Eigenschaften, die außerhalb unseres Einflussbereichs sind)

Essentialism privileges technology itself in assessing its social value. Here, it is expected that technical functionality will lead to the realization of an associated human potential once the technology is in place. In online education research, this approach is evident in the vast number of studies that claim an intrinsic connection between learning systems and some school of pedagogical thought and practice – most frequently constructivism or cognitivism. (p. 4f)

2. Instrumentalismus

Whereas essentialist accounts internalize social functions to technology, instrumentalism privileges users and their pre-defined goals. In instrumentalist accounts of online education, the functional moments of education (delivering content, providing feedback, conducting research, scaffolding, etc.) are described and then linked to the abstract features of a technology. (p. 7)

Es scheint somit wichtig, nicht per se mit bestimmten Erwartungen und Werthaltung an die pädagogische Arbeit mit Technologien zu gehen. Spannend wird es doch ohnehin erst dann, wenn Technik auf Menschen trifft. Denn wer kann schon so genau antizipieren, was dann passiert. Ethan Zuckerman gibt in seinem Buch „Rewire“ zahlreiche Beispiele dafür, wie im Unterschied zu geplanter bzw. vorgeschriebener Nutzung, Menschen Innovationen verwendeten.

Für die Bildungswissenschaft ergibt sich dadurch nicht weniger, sondern eher mehr Arbeit.

 

 

Macht Facebook wirklich glücklich?

Facebook, Twitter, Google+ und Co. sind deshalb so beliebt, weil sie mit kurzen Statusmeldungen (Like, Favorite) einen ständig aktuellen Informations(zu)fluss gewährleisten. Es steckt jedoch noch mehr dahinter. Wie in dieser Studie (Abstract, PPT-Zusammenfassung) gezeigt wird, hat das Posten von Statusmeldungen einen Einfluss auf die empfundene Verbundenheit und das Einsamkeitsempfinden. Teilnehmende aus der Experimentalgruppe wurde gebeten, in einem bestimmten Zeitraum mehr Statusmeldungen als sonst üblich zu veröffentlichen. Die Kontrollgruppenteilnehmende sollten unverändert posten.

Es zeigte sich dann, dass diejenigen, die mehr als bisher posteten, sich weniger einsam fühlten und mehr mit anderen verbunden. Interessanterweise zeigte sich dieser Effekt auch dann, wenn die Statusmeldungen nicht auf Reaktionen stießen. Also auch dann, wenn es kein Like für einen Beitrag gibt.

 

 

Social Software bei Verbänden und Parteien – Der Partizipationsmythos

Gerade erschien bei der Otto Benner Stiftung die Studie „Der Partizipationsmythos“. Entgegen der oft verbreiteten Ansicht, dass Social Media zu höherer Beteiligung der NutzerInnen führen, konstatiert diese Untersuchung:

„Verbände und Parteien nutzen soziale Medien vorwiegend für Verlautbarungen und Einweg-Kommunikation. “

Eine aktive Beteiligung von Interessengruppen scheint somit nicht die Regel zu sein. Stattdessen geht es primär um den „Vertrieb“ von Informationen, also die klassische Pressearbeit, die bisher über Zeitung, Rundfunk und Fernsehen stattgefunden hat. Allerdings handelt es sich dabei um  One-To-Many Medien, die Botschaften an möglichst viele Menschen übermitteln, ohne dabei jedoch Aufschluss darüber zu haben, ob diese auch tatsächlich ankommen.

Mit dem sog. „Mitmach-Web“ kann sich das radikal ändern, da nun im Prinzip alle Empfänger der Botschaft die Möglichkeit haben, diese zu kommentieren. Im Prinzip meint dabei, dass neben einem Internetanschluss auch die Kompetenz und die Bereitschaft vorhanden sein sollte, sich mit digitalen Medien auseinanderzusetzen. Wie die bekannte 90-9-1 Regel von Nielsen nahelegt, ist die Möglichkeit zur Partizipation in der Realität weniger technisch als sozial bzw. individuell eingeschränkt.

Problematisch ist, und das macht die Studie deutlich, wenn die Partizipation von vornherein eingeschränkt wird und ein Mythos konstruiert wird:

„Viele Verbände versprechen eine neue Mitmachkultur, mehr Transparenz und damit eine lebendigere Demokratie. In der grauen Wirklichkeit finden sich vor allem Einbahnstraßenangebote“, so der Leiter der Studie, Olaf Hoffjann.

Zertifikat zum MOOC #exif13

Liebe Teilnehmende im MOOC #exif13,

Sie möchten gern Ihre Teilnahme am ExIF13 zertifiziert haben? Dann senden Sie bitte eine Email mit dem Betreff „ExiF13 Zertifikat“ an Markus Deimann und Sebastian Vogt. Bitte teilen Sie uns darin folgende Informationen mit:

* Name, Vorname
* Wohnanschrift
* Geburtsdatum und Geburtsort

* Links zu allen medialen Artefakten, an denen Sie während des ExIF13 beteiligt waren und mit denen wir Ihre Kompetenzentwicklung messen dürfen.

Bei weiteren Fragen bitte fragen.

Grüße vom cMOOC-Team,

Markus Deimann und Sebastian Vogt