Mit OneNote Gruppenarbeit koordinieren?

Sie wollen mit Ihren Kommilitonen Studienmaterialien untereinander austauschen?

Im Idealfall sollte dieser Austausch auch noch ohne jeden Aufwand umgesetzt werden (kein Einsortieren, etc.)? Immerhin sind die Schlagworte „intuitive Benutzerführung und Usability“ in aller Munde! Des Weiteren sollen die Inhalte so strukturiert werden können, dass kaum (am liebsten gar kein Zeitverlust) mit dem Suchen von Material verloren geht.

OneNote bietet Ihnen und Ihren Kommilitonen den Zugriff auf Studienunterlagen, Arbeitsblätter, interessante Berichte, Zeitungsausschnitte oder anderweitig Veröffentlichungen und Prüfungsvorbereitungsklausuren, so man will und sie diese gemeinsam gesammelt haben.

kollaboratives Arbeiten und Austauschen

OneNote können Sie zwar auch für sich allein nutzen, aber es ist auch so konzipiert, dass sie

Screenshot: Beispiel für eine OneNote Umgebung

Screenshot: Beispiel für eine OneNote Umgebung

sowohl zu zweit, als auch mit 20 Kommilitonen auf den erstellten Dokumenten bewegen können – man braucht also keine kritische Masse oder eine Mindestteilnehmerzahl. Das Material wird stetig im Hintergrund bei allen Anwendern aktualisiert. Dabei ist es wichtig, dass die Sammlung und der Austausch ohne nennenswerten Aufwand zu realisieren ist.

Damit die Zusammenarbeit funktioniert, sollte jeder, der sich einbringt, der von einer Gruppe oder dem Initiator vorgegebenen Struktur folgen, welche am Besten beim erstmaligen Aufrufen der gemeinsamen Umgebung leicht auffindbar ist.

Vernetzung

Mit OneNote kann man sich mit seinen Kommilitonen auch über das Studium hinaus fachlich vernetzen und dieses als gemeinsame Dokumentationsgrundlage mit Beispielen aus der Praxis oder aktuellen Problemen anreichern, welche dann in OneNote gemeinsam reflektieren. Die Moodle-Umgebung der FernUni in Hagen muss man mit seiner Exmatrikulation verlassen. Die Strukturierungspflege übernimmt jeder, der sich in diesem Austauschprozess beteiligen will. Jeder Beteiligte übernimmt die Verantwortung für die Einstrukturierung der eigenen Dokumente in das zugrundeliegende System.

Video-Tutorial gefunden auf YouTube von Tech Impact, veröffentlicht am 01.03.2015:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube Direkthttps://youtu.be/Qc-2OUCbvO0

Vorteile

  • Legen Sie so viel Notizbücher, Seiten und Abschnitte an wie Sie möchten
  • Texte, Bilder, handschriftliche Aufzeichnungen, Zeichnungen, eingebettete Dateien und andere Objekte können Sie völlig frei platzieren, verschieben und sortieren.
  • Webseiten können nicht nur als Adresse mit Titelseite verlinken, sondern es lassen sich auch ganze Webseiten oder Auszüge inklusive Bildern und Links einbinden
  • Sie können Ihre Aufzeichnungen mit Dateien und sogar mit bestimmten Stellen in Audio- oder Videoaufzeichnungen, Word-Dokument, Powerpoint-Präsentationen, anderen Notizen und ähnlichem verknüpfen.
  • Über die umfassende Suche finden Sie ganz einfach das, was Sie gerade brauchen.
  • Alles, was Sie hinzufügen oder ändern, wird vollautomatisch und umgehend gespeichert. Sollten Sie versehentlich einmal etwas gelöscht haben, können Sie es aus einem der Papierkörbe wieder herausholen. Auch ein integriertes Backupsystem mit Versionsverwaltung ist vorhanden.
  • Sie können von unterschiedlichen Geräten auf Ihre Notizen zugreifen: Mit Smartphones oder Tablets mit Windows, Android oder iOS oder per Webbrowser von Geräten, auf denen OneNote nicht installiert ist. Jede Änderung wird via OneDrive sofort synchronisiert und gilt überall
  • Teilen Sie Ihre Notizbücher oder Auszüge aus diesen mit anderen. Es können sogar mehrere Personen gleichzeitig an den Aufzeichnen arbeiten – alles wird nahezu sofort für alle sicht- und nachvollziehbar.

Nützliches

  1. PDF-Dateien in OneNote editieren und speichern: Mithilfe von OneNote können Sie sogar ohne zusätzliche Software PDF-Dateien bearbeiten und in Ihrem Notizbuch speichern. Voraussetzung ist ein PDF-Reader. Öffnen Sie hierfür in OneNote die PDF-Datei durch Einfügen/Dateien/Dateiausdruck und klicken Sie auf “Einfügen”. Wenn die PDF-Datei geladen ist, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das eingefügte PDF und wählen Sie anschließend je nach Bedarf “Text von dieser Seite des Ausdrucks kopieren” oder “Text von allen Seiten des Ausdrucks kopieren”.
  2. Notizen kategorisieren: Um den Überblick zu behalten und schnell Notizen wieder zu finden, können Sie Notizen auch mit Kategorien versehen. Öffnen Sie hierzu die entsprechende Notiz. Im Reiter “Start” finden Sie unter der Gruppe “Kategorie” verschiedene Symbole, die zur Kategorisierung dienen. Wählen Sie Ihr entsprechendes Symbol aus. Ihre Kategorien finden Sie dann bei Bedarf unter Start > “Kategorien suchen”.
  3. OneNote rechnen lassen: Auch Kopfrechnen kann Ihnen OneNote abnehmen. Tragen Sie hierfür einfach die Rechenaufgabe in das Dokument ein,drücken Sie auf das Gleichheitszeichen und die Anwendung liefert sofort das Ergebnis. Die wichtigsten Operatoren sind: + (Addition), – (Subtraktion), * oder x (Multiplikation), / (Division), % (Prozent), ^ (Potenz) und ! (Fakultät). Aber auch komplexe mathematische Gleichungen lassen sich damit lösen.
  4. OneNote erweitern: Einige Funktionen werden Sie vielleicht vermissen, beispielsweise benutzerdefinierte Textvorlagen oder die Erstellung automatischer Inhaltsverzeichnisse. Hierfür lässt sich OneNote mit Add-ins erweitern. Das umfassendste ist OneTastic von Omer Atay, einem Mitglied des OneNote-Entwicklerteams. Es bringt unter anderem einen Kalender mit, Bilderwerkzeuge und Makros mit. OneTastic gibt es auch in deutscher Sprache und lässt sich hier herunterladen. Microsofts Mathematics Add-In 2013 für OneNote vereinfacht das Erstellen von Diagrammen in 2D und 3D, das Lösen von Gleichungen oder Ungleichungen und das Hinzufügen von Ausdrücken aus der Algebra.

Kann Pinterest im Bildungsbereich eingesetzt werden?

Pinterest ist ein soziales Netzwerk, das mit einem Social Bookmarking Systems verglichen werden kann, bei dem die Nutzer ihre eigenen Foto-Collagen an virtuellen Pinnwänden nutzen, um über ihre Hobbys, Interessen oder Fachgebiete zu informieren und sich mit anderen Interessierten auszutauschen.

Pinterest ist gerade die Social Media In-Plattform. Sie bietet zwar nicht den Funktionsumfang von Facebook & Co, bringt aber eines derer Features zur Perfektion – das Teilen von Inhalten. Damit ist Pinterest Vorreiter einer neuen Welle von so genannten Kuratierungsplattformen, auf denen Nutzer mit einfachen Mitteln Inhalte sammeln und zusammenstellen können. Über die Suchfunktion können einzelne Beiträge (Pins) unterschiedlicher Nutzer zu einem Thema, wie bspw. das des „elearning“ gefunden werden. Allerdings lassen sich auf Pinterest auch Accounts finden, die sich speziell einem Thema widmen, wie bspw. „Mein Unterricht“ und auf den eigenen Pinnwänden dieses Thema (Unterricht) in Unterkategorien aufteilen, wie „Technik im Klassenzimmer„, etc.

Jede Pinnwand kann mit einer kurzen Beschreibung versehen werden. Der Name „Pinterest“ setzt sich zusammen aus „to pin = anheften“ und „interest = Interesse“. Diese individuell gestalteten Pinnwände können öffentlich aber auch privat geteilt werden. Kommentieren und Re-Pinnen ermöglichen den kollaborativen Austausch. Neben Fotos können auch Videos von youtube und vimeo auf eine Pinnwand gestellt werden.

Die Anmeldung bei Pinterest ist kostenlos und kann über den eigenen Facebook-/ Twitter- oder Goggle account erfolgen.

In dem Podcast „Social media im Bildungsbereich – Pinterest“ erklärt Bence Lukacs (u.a. Studierender der FernUniversität in Hagen), wie Pinterest im Bildungsbereich sinnvoll eingesetzt werden kann.

Versuchen Sie es einfach selbst einmal und erstellen eine Pinnwand, die Sie hier mit anderen Studierenden teilen!

Viel Erfolg!

Weitere Anregungen, wie Social Software Dienste das Studium, bzw. die Lehre unterstützen können, finden sich auf der Moodle-Plattform der FernUni Hagen, der „Social Software Werkstatt“ (nur mit FernUni Hagen Account abrufbar).

Die KSW gewinnt den ersten fakultätsübergreifenden und inter-disziplinären Wettbewerb der Wikiade

Pokalüberreichung an den Dekan der Kultur- und Sozialwissenschaften, Prof. Dr. Armin Schäfer, erfolgt durch Prof. Dr. Theo J. Bastiaens

(abgebildete Personen von rechts nach links: Prof. Dr. Theo Bastiaens (Lehrgebietsleiter der Mediendidaktik), Prof. Dr. Armin Schäfer (Dekan der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften), M.A. Jana Hochberg (Projektleiterin des Social Software-Projekts). Die Preise wurden von der Gesellschaft der Freunde der FernUniversität e. V. gesponsert.)

(abgebildete Personen von rechts nach links: Prof. Dr. Theo Bastiaens (Lehrgebietsleiter der Mediendidaktik), Prof. Dr. Armin Schäfer (Dekan der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften), M.A. Jana Hochberg (Projektleiterin des Social Software-Projekts). Die Preise wurden von der Gesellschaft der Freunde der FernUniversität e. V. gesponsert.)

Im Wintersemester 2014/2015 bildete eine Wiki-Plattform an der FernUniversität in Hagen die Grundlage für einen interdisziplinären Austausch in Form eines fakultätsübergreifenden Wettkampfes. Die vier Fakultäten der FernUniversität in Hagen standen dabei in einem qualitativen, wie auch in einem quantitativen Wettbewerb. Ziel war es, den Studierenden der FernUniversität in Hagen einen Kommunikations-, wie auch Reflexionsraum anzubieten, in dem sie sich über die Inhalte ihres Studiums austauschen können. Die Inhalte der Studienbriefe (Grundlage des Studiums), wie auch die einzelnen Fachtermini konnten gemeinsam analysiert und verständlich erklärt, im besten Fall sogar gemeinsam entwickelt werden.

Das Projekt fand im Rahmen des Social Software-Projekts statt, das vom Rektorat der FernUniversität gefördert wird und dient der Erforschung und Implementierung verschiedener didaktischer Modelle zum praktischen Einsatz innovativer Social Software in der Hochschul- und Fernlehre. Durchgeführt wurde es von dem Lehrgebiet der Mediendidaktik unter der Leitung von Prof. Dr. Theo J. Bastiaens.

(abgebildete Personen von rechts nach links: Jan-Hendrik Wupper (Fakultät für Mathematik und Informatik), M.A. Jana Hochberg (Projektleiterin des Social Software-Projekts). Die Preise wurden von der Gesellschaft der Freunde der FernUniversität e. V. gesponsert.)

(abgebildete Personen von rechts nach links: Jan-Hendrik Wupper (Fakultät für Mathematik und Informatik), M.A. Jana Hochberg (Projektleiterin des Social Software-Projekts). Die Preise wurden von der Gesellschaft der Freunde der FernUniversität e. V. gesponsert.)

Mit 75 % Anteil an allen in der Wikiade vorgenommenen Editierungen, war die Fakultät der KSW überproportional in der Wikiade vertreten. Diese quantitative Leistung wurde mit einem Pokal ausgezeichnet. Weitere qualitative, wie auch quantitative Leistungen wurden ebenfalls honoriert.

So konnte Jan-Hendrik Wupper, Mitarbeiter beim ZMI und Student der Fakultät MI ein iPad für seine qualitative Leistung in der Wikiade überreicht werden.

 

Eine Wiki als Grundlage für einen interdisziplinären Wettkampf?

An der FernUniversität in Hagen fand im Wintersemester 2014/2015 der erste interdisziplinäre und fakultätsübergreifende Wettkampf in Form der Wikiade statt!

Realisiert wurde die Wikiade im Lehrgebiet der Mediendidaktik (Prof. Dr. Theo J. Bastiaens). Die Projektleitung übernahm M.A. Jana Hochberg.

Im Wintersemester 2014/2015 bildete eine Wiki-Plattform an der FernUniversität in Hagen die Grundlage für einen interdisziplinären Austausch in Form eines fakultätsübergreifenden Wettkampfes. In Anlehnung an den olympischen Gedanken wurde die Wikiade umgesetzt.

Die vier Fakultäten der FernUniversität in Hagen standen in einem qualitativen, wie auch in einem quantitativen Wettbewerb. Der spielerisch gestaltete Austausch stand dabei jedoch im Vordergrund, um vor allem bei den FernStudierenden die Barriere der Kommunikation untereinander in ihrer räumlichen und zeitlichen Isolation zu minimieren.

In der Wikiade entstand auf dieser Grundlage ein Netz von Informationen. Insgesamt wurden in der Wikiade 1.587 Seiten angelegt. Mit 225 Artikel wird deutlich, dass 86 % der Aktivität der Nutzenden in den kommunikativen Austausch investiert und dieser entsprechend bedeutsam gewertet wurde. Einzelne Artikel wurden mit eigens von Studierenden erstellten Veranschaulichungen ergänzt. 130 unterschiedliche Grafiken wurden über das Wintersemester in die Wikiade integriert. Weitere Grafiken und Lerninhalte lassen sich zukünftig in ein schon vorhandenes Netz von Informationen integrieren. Die zusammenhängende Darstellung des jeweiligen Lerninhalts unterstützt das Verständnis und den Lernprozess. Ebenso eröffnet sich für jeden Wikioniken die Möglichkeit, sich über angrenzende Themengebiete auszutauschen und dabei auch die Grenzen der eigenen Fakultät zu verlassen. Mit verschiedenen Preisen, wurden qualitative und quantitative Ziele einzelner Wikioniken, wie auch die kooperative Zusammenarbeit und Austausch gefördert. Unterstützt wurde die Wikiade hierbei von der Gesellschaft der Freunde der FernUniversität e.V.

Die Teilnahme an dem Wettbewerb erfolgte freiwillig und in einem informellen Rahmen. Etwa 1.000 Wikioniken nahmen diese Herausforderung an und schrieben gemeinsam um die Wette. Die Wikiade sollte Studierende dazu motivieren, sich über Lerninhalte zu verständigen bzw. diese kollaborativ zu reflektieren und auf neue Umgebungen übertragen. Lehrende erhielten über das Wiki Feedback zum Wissens- und Verständnisstand ihrer Studierenden. Über den gesamten Zeitraum wurden der Prozess des Austausches durch den Einsatz verschiedener motivationaler Elemente, wie differenzierter Hilfeoptionen, individuelle und kollaborative Wettbewerbe und Video-Tutorials mit Infotainment-Elementen, unterstützt. Für die Studierenden der FernUniversität in Hagen wurde der Lernprozess mit Hilfe der Wikiade spielerisch unterstützt.

Mit dem Ende des Wintersemesters 2014/2015 und zum Start des Sommersemesters 2015 beginnt die Evaluation der Wikiade und wird in Form einer Methodentriangulation umgesetzt. Dabei werden qualitative und quantitative Daten nach Flick (2002) und Mayring (2001) miteinander kombiniert. Die quantitative Datenerhebung erfolgt in Form eines Online-Fragebogens. Die qualitative Datenerhebung erfolgt in Form der Online-Ethnographie (Marotzki, 2003), mit Schwerpunkt auf die teilnehmende Beobachtung, welche mit halbstrukturierten Interviews kombiniert wird.

In einer ersten Sichtung der Daten spiegeln sich die Stufen des partizipativen Lernens (Fletcher, 2005) wieder, in denen der Beteiligungsgrad der Wikioniken ausgehend von dem niedrigsten Grad der Partizipation bis hin zum höchsten Grad der Partizipation abnimmt. Der niedrigste Grad der Partizipation in der Wikiade besteht in der Überwindung zur Anmeldung. Aufgrund der geschlossenen Plattform an der sich nur Wikioniken mit einem FernUniversitätsaccount beteiligen konnten, gab es keine nur lesenden und unsichtbaren Teilnehmer (Lurker). Waren noch 100 % der Wikioniken angemeldet, so verteilte sich die Teilnahme wie in dem nachfolgendem Diagramm. Zur aktivsten Zeit, welche am Ende des ersten Monats der Wikiade, in ihrer sechsmonatigen Durchführungsphase lag, waren 57 Wikioniken gleichzeitig aktiv. Diese Anzahl änderte sich mit dem Jahreswechsel auffällig und schwankte am Ende der Wikiade zwischen zehn und fünf aktive Teilnehmende. Auffällig ist dabei, dass die von außen eingefügten Spiel- und Orientierungselemente in Form von den Wiki-Wars und den Orientierungsaufgaben am wenigsten angenommen wurden. In der Planung und Organisation der Wikiade ging das Organisationsteam von der These aus, dass diese die Nutzung der Wiki-Plattform unterstützen könnten.

(Tabelle 1:  Grad der Partizipation anhand einzelner Aktivitätsmöglichkeiten)

(Tabelle 1: Grad der Partizipation anhand einzelner Aktivitätsmöglichkeiten)

Die aktivsten Wikioniken sind zum einen in den beiden größten Fakultäten, den Wirtschaftswissenschaften und den Kultur- und Sozialwissenschaften, zu finden. Wobei die Fakultät der Kultur- und Sozialwissenschaften mit 79,3% gegenüber den Wirtschaftswissenschaften mit einer Teilnahme von 15,4% deutlich dominiert.

Grundsätzlich wurde die Wikiade von den Studierenden der FernUniversität in Hagen begrüßt, was sich in den 36.415 Seitenaufrufen, den 1.587 entstandenen Seiten auf denen 225 Artikel geschrieben und miteinander diskutiert wurden, den 132 hochgeladenen Dateien und 5.737 Seitenbearbeitungen wiederspiegelt. Auch in den bereits geführten Interviews wurde signalisiert, dass die Wikiade auf Interesse bei den Studierenden stößt, sobald es die Zeit der Studierenden zulässt. So schreibt Klaus, die “Wikiade ist ein innovatives Neuland. Problem ist der Lerntransfer, die Produktion von totem Wissen im Studium, man lernt für Klausuren, Scheine, Punkte, bekommt Kompetenzen bescheinigt, aber selbstkritisch kriecht doch der Zweifel hoch, ob man sie wirklich besitzt und nicht nur einer Illusion der Macher aufsitzt, denn nach einiger Zeit sind Begriffe, Wissen, Theorien fast alle wieder bis auf eine dunkle Erinnerung verschwunden, aus dem Bewusstsein getilgt und dem Gedächtnis entfallen. Mit der Wikiade kann man vielleicht einiges vorübergehend mobilisieren, festlegen und lernt obendrein noch den Umgang mit einem Wiki. Eine gute Idee. Nur der zeitliche Rahmen, nebenher zu allem anderen … und man müsste sich richtig hinein steigern, nicht nur ein Alibi-Artikelchen schreiben, um dabei gewesen zu sein, damit man Nutzen daraus zieht.”

Des Weiteren erschlossen sich die Wikioniken die Wikiade auf sehr differenzierte Art und Weise. Einige Studierende experimentieren mit der Form eines “E-Portfolios”, während andere Studierende sich an der Wikiade spielerisch beteiligen, indem sie sich mit dem Nickname “Agent XO” auf der Plattform bewegen.

Kritisiert wird das Design der Wikiade, welches auf dem ursprünglichen Design der MediaWiki beruht. Im Internet werden bereits zahlreiche Lösungen angeboten, mit denen beispielsweise die grafische Oberfläche, wie auch die Integration von Videos oder Bildern, oder die Administration aufgewertet werden können.

Ebenso wird seitens der Nutzenden eine Überarbeitung der vorgegebenen inhaltlichen Strukturierung empfohlen, um den neu angemeldeten Wikioniken eine erste Orientierung zu ermöglichen. Die Strukturierung der Inhalte spiegelte sich bisher in der Auflistung der Studienbriefnummern wieder. Eine Strukturierung über die verschiedenen Module der Lehrgebiete, wurde im bisherigen Verlauf der Wikiade als unterstützender herausgearbeitet.

Dem Forschungsprojekt der Wikiade kommt darüber hinaus eine gesellschaftliche Bedeutung zu, wie der Austausch auf verschiedenen Veranstaltungen wiederspiegelt. Durch die Präsentation der Wikiade als beispielhafte Social Software-Anwendung im Lernkontext auf dem EduCamp 2014 im DGB Bildungswerk Hattingen, wurde die Idee der Wikiade von den anwesenden Bildungseinrichtungen (überwiegend Schulen) positiv aufgegriffen. Von ihr geht die Idee aus, ähnliche Wettbewerbe in Schulkontexten zu integrieren, um den Unterricht anzureichern.

Einerseits geht die Wikiade als Forschungsprojekt zum einen der Frage nach der Nutzung und dem Bedarf der Plattform als Kommunikations- und Austauschplattform für Studierende der FernUniversität in Hagen nach. Andererseits erprobt sie ebenso Lehr-/Lernkonzepte für den allgemeinen Bildungsbereich.

Die Wikiade fand im Rahmen des Social Software-Projekts statt, das vom Rektorat der FernUniversität gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie auf dem Social Software-Blog des Lehrgebiets der Mediendidaktik (Prof. Theo Bastiaens) in der Kategorie „Wikiade„. Das Projekt dient der Erforschung und Implementierung verschiedener didaktischer Modelle zum praktischen Einsatz innovativer Social Software in der Hochschul- und Fernlehre. Hierdurch sollen empirisch abgesicherte Empfehlungen für Lehrende und E-Learning-Entwickler zur Potentialausschöpfung zusammengestellt werden.

Besuch aus Brasilien

In den letzten Tagen erhielt unser Lehrgebiet weit entfernt angereisten Besuch. Elena Maria Mallmann von der Universidade Federal de Santa Maria aus Brasilien stand mit Markus Deimann über das Thema OER, einem gemeinsamen Forschungsinteresse, schon länger im Austausch. Ein Besuch an der FernUni in Hagen ermöglichte ihr einen Einblick in unsere Arbeitsweisen.

Auf dem Foto stellt ihr Christine Schulmann aus dem Lehrgebiet der Mediendidaktik (Prof. Bastiaens) unter anderem sie Social-Software Werkstatt vor. Des Weiteren traf sie sich mit dem ZMI, wo sie sich mit unserer Moodle Umgebung vertrauter machen konnte und weiteren E-Learning Formate wurden ihr vorgestellt.

Besuch aus Brasilien

auf dem Foto von links nach rechts: Dr. Markus Deimann, Profa. Dra. Elena Maria Mallmann, Christine Schulmann

 

HoTEL Learning Theory Map

Wie der Miniaturansicht zu entnehmen ist, versucht die nachfolgende Übersicht vorhandene Lerntheorien zusammenzufassen bzw. zu bündeln. Die Übersicht ist ein Teil der Dissertation von Richard Millwood und des EU geförderten HoTEL (HOlistic approach to Technology Enhanced Learning) Projektes an der Universität Brunel. Diese wird in seinem Blog näher vorgestellt.

Über den Link kann das interaktive Dokument (ursprünglich im A3-Format) aufgerufen werden, indem weiterführende Informationen zu den einzelnen Theorien (Links verweisen auf Wikipediaeinträge) integriert sind.

Holostic Approach to Technology Enhanced Learning

Learning Theory v6 is a hypertextual concept map of established learning theories 30th April 2013. This is necessarily a reduction of a complete picture of learning theories, but nevertheless it attempts to map and link key scientific disciplines, theorists, concepts and paradigms. Part of deliverable D2.2.1 for the HoTEL EU project designed by Richard Millwood richardmillwood@mac.com (Quelle: http://cmapspublic3.ihmc.us/rid=1LGVGJY66-CCD5CZ-12G3/Learning%20Theory.cmap)

Über große Entfernungen miteinander zu studieren? In der Social Software Werkstatt der FernUni in Hagen finden Sie Tools die Sie dabei unterstützen.

social media

CC0 Public Domain

Kooperatives und kollaboratives Arbeiten und Lernen wird gerade im Hinblick auf die räumliche Distanz in der Fernlehre immer wichtiger. Ein schneller Austausch von Daten, Informationen und Wissen zwischen den Lernenden und zwischen Lernenden und Lehrenden fordert Tools, die Vernetzung und zeitnahen Austausch ermöglichen.

Wer Informationen schnell per Weblog oder Facebook an eine größere Gruppe Interessierter weitergeben will, wer sich mit der Lerngruppe oder Freunden über Skype oder Google+ austauschen möchte, muss wissen, wie diese Tools funktionieren, wie sie optimal eingesetzt werden können und welche Risiken sie bergen.

Screenshot ILearnkarten

Screenshot iLearnkarten

Kennen Sie zum Beispiel die APP des Lehrgebietes Mediendidaktik, mit der Sie Inhalte aus dem Master Modul 1 vertiefen können? Oder die im Lehrgebiet Bildungstheorie und Medienpädagogik entwickelte APP, die im Bachelor Studiengang Bildungswissenschaften genutzt werden kann?
Oder kennen Sie die Plattform learningapps.org? Hier können Sie eigene APP’s mit verschiedensten Lerninhalten eigenständig und kostenlos entwickeln oder auf schon bestehende Lernapp’s zugreifen und diese Ihren Bedürfnissen anpassen.

Wir, das Lehrgebiet Mediendidaktik bieten Ihnen mit der Social Software Werkstatt eine Plattform, auf der Sie verschiedenste mediale Tools kennenlernen und ausprobieren können.

Diese Tools unterstützen einen interaktiven Austausch und ermöglichen Ihnen aktives und selbstgesteuertes Lernen. Lern-App’s, soziale Netzwerke, das virtuelle Klassenzimmer, Blogs, Podcasts und Wikis sind nur einige der Möglichkeiten, mit denen Sie hier Erfahrungen sammeln können. Im aufgeführten Beispiel wird das Online Whiteboard von Katja Rummler vorgestellt.

Nutzen Sie die Moodle-Umgebung und tauschen Sie sich mit anderen Studierenden über Ihre Erfahrungen mit Social Software aus und schildern Sie dort Ihren eigenen individuellen und beruflichen Umgang mit den unterschiedlichen Tools.

Die Social software Werkstatt wird von uns fortlaufend ergänzt und bearbeitet. Ein Wiederkommen lohnt sich also.

 

Sie erreichen die Moodle-Umgebung (Anmeldung geht nur über einen eigenen FernUni-Account) über folgenden Link: https://moodle2.fernuni-hagen.de/course/view.php?id=17

Infoveranstaltung auf dem Campus der FernUniversität in Hagen

Die nachfolgenden Folien wurden auf der Einführungsveranstaltung am 14.10.2014 auf dem Campus der FernUniversität in Hagen gezeigt.

Mitmachprojekt für Studierende und Beschäftigte auf FernUni-Campus vorgestellt

An der FernUni -„Wikiade“ können Studierende und Beschäftigte noch bis 31. Mai 2015 teilnehmen. Preise gibt es für besondere Leistungen.

Lurking in Massive Open Online Courses (MOOCs)

In ihrer BA-Arbeit ging Frau Martina Giebkes dem Phänomen des Lurking (eine passive Nutzungsform in Online Lehrveranstaltungen) im Kontext von Massive Open Online Courses (MOOCs) nach. Bislang gibt es kaum empirische Studien, die sich mit motivationalen Fragen des Lurking in MOOCs beschäftigen (auch weil MOOCs ein relativ junge Lernform sind). Folgende Fragen sollten untersucht werden:

  • aus welchen motivationalen Gründen nehmen Lurker an einem MOOC teil?
  • welche Motive veranlassen sie dazu?
  • welchen Nutzen versprechen sie sich von der Teilnahme?
  • welche Nutzungsmöglichkeiten bevorzugen sie bei der Bearbeitung?

Mit einer Online Umfrage (115 Teilnehmende aus MOOCs, 67 Lurker) wurden diese Fragen bearbeitet, was zu folgenden Ergebnissen führte:

  • Aktive Teilnehmer haben ein signifikant höheres Interesse als Lurker.
  • Die Amotivation ist signifikant höher bei Lurkern als bei aktiv Teilnehmenden.
  • Hinsichtlich der Motive, der Nutzungsmöglichkeiten, der intrinsischen Motivation und auf den Stufen der externalen, introjizierten und identifizierten Regulation konnten keine signifikanten Unterschieden zwischen den Gruppen festgestellt werden.

Weitere Informationen zur Studie finden sich hier:

PowerPoint_BA_Martina_Giebkes_PDF

Vielen Dank an Frau Giebkes für die Veröffentlichung Ihrer Folien.