Die neuen Videos sind da! – Videoreihe EduSmart wird interaktiv fortgesetzt

In einem zurückliegenden Blog-Beitrag haben wir bereits über die Videoreihe EduSmart berichtet. Vielleicht erinnern Sie sich noch an unser Dreiergespann, bestehend aus Jan, Terra und Prof. Dr. Theo Bastiaens. Seit 2017 ergänzen die Lernvideos, des durch uns betreuten Bachelor Moduls 2B im Studiengang Bildungswissenschaften, das digitale Lernangebot. Nach dem großen Erfolg dieser
ersten Lehrvideos können wir nun Stolz berichten, dass unseren Studierenden seit dem Sommersemester 2019 eine weitere Videoreihe zur Verfügung steht. Dieses Mal wird thematisch jedoch ein Mastermodul abgedeckt.

 

Neuer Look, Neue Themen, Neues Konzept

Auch in dieser Lernvideoreihe steht wieder der ehemalige Lehrgebietsleiter des Fachbereichs Mediendidaktik der Fernuniversität in Hagen Prof. Dr. Theo Bastiaens vor der Kamera. Ansonsten hat sich im Studio aber einiges verändert. Das für das Bachelor Modul gewählte Comicartige Design mit aufwendigen Animationen weicht nun im Master einem cleanen und puristischen Look. Thematisch behandelt werden nun Inhalte des Moduls M1 aus dem Masterstudiengang „Bildung und Medien: eEducation“. Zur Seite steht Herrn Bastiaens neuerdings ein intelligent voice assistant mit dem Namen „IVA“. Dieses kleine Helferlein hat alle nötigen Tricks zur Unterstützung des Professors auf Lager und präsentiert sich auch gerne mal Spitzzüngig. Das Modell der „IVA“ wurde eigens für die Videoproduktion in einem 3D-Drucker angefertigt. Die wichtigste Neuerung und Besonderheit stellt jedoch ein auf Lernsoftware basierendes, interaktives Konzept der Videoreihe dar.

 

Die Interaktivität steht im Mittelpunkt

Die neuen Videos sind genauso wie die letzten Videos in die Online Lernplattform Moodle eingebettet und dort jederzeit für die Studierenden des Moduls M1 abrufbar. Die größtmögliche Flexibilität des Lernens der Studierenden steht für uns im Vordergrund, um eine zeitgemäße Fernlehre zu gewährleisten. Deshalb sind die Videos dieses Mal nicht nur jederzeit und überall für die Studierenden auf allen Endgeräten verfügbar, sie haben nun auch einen interaktiven Charakter. Verwendet wurde dazu die Software H5P, mit der in der Postproduktion verschiedenste Bearbeitungen vorgenommen wurden. Die Studierenden haben beispielsweise die Möglichkeit, durch so genannte „Crossroads“, den weiteren Verlauf des Videos mitzubestimmen. So können Teile des Videos übersprungen werden die bereits ausreichend verstanden wurden, oder Abschnitte wiederholt werden, falls Unklarheiten bestehen. Hinzu kommen verschiedene Quizze und Wissenstests, die den Studierenden dabei helfen ihr Wissen zu überprüfen und das Gesehene zu reflektieren. Dadurch gewinnen wir einen neuen Grad an Individualisierbarkeit und Adaptierbarkeit des Lernens für die Studierenden. Wir hoffen somit das Lernerlebnis noch einmal verbessern zu können und den unterschiedlichen persönlichen Anforderungen der Studierenden entgegenzukommen.

eingebunden mit Embedded Video

YouTube Direkt

Wir haben noch viel vor

Die Fernuni in Hagen, als größte staatliche Fernuniversität, leistet hier also einen weiteren Beitrag zum digitalen und dezentralen Lernen von Studierenden. In der Nachbereitung und einer möglichen Evaluation könnte nun überprüft werden, inwiefern diese Form von Videos den Lernerfolg der Studierenden beeinflusst hat und wie das Lernerlebnis in Zukunft noch weiter verbessert werden kann. Davon ausgehend, werden auch dies wohl nicht die letzten Lehrvideos sein, die das Lehrgebiet Mediendidaktik erstellt hat. Vielleicht erwartet die Studierenden beim nächsten Mal ja ein Video in VR? Wir sind jedenfalls gespannt auf die kommenden Projekte.  Wir bedanken uns an dieser Stelle auch wieder recht herzlich für die reibungslose und fruchtbare Zusammenarbeit mit unseren Kollegen*innen aus dem Zentrum für Medien und IT (ZMI).

 

Diversität und Komplexität muss heute ausgehalten und eingefordert werden! (Bericht)

Die Gesellschaft wartet nicht auf den Wandel etablierter Institutionen, um sich mit drängenden gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen. Zu dieser, meiner Gesellschaft gehören auch

  • Schüler*innen und Studierende, die Freitags für den Klimaschutz demonstrieren (#fridaysforfuture),
  • Gründer*innen, die neue Konzepte von Bildung entwickeln und erproben wollen (Stichworte: die Zukunftsbauer, Forderungen nach dem bedingungslose Lernguthaben),
  • Gründer*innen, die etablierte wirtschaftliche Handlungsweisen hinterfragen, wie Vertrieb, Herstellung, Zusammenarbeit mit Banken, etc. (wie bspw. Einhorn)
  • Und die vielen kleinen weiteren Ansätze …

Ich als ein Teil dieser Gesellschaft, habe den Wunsch durch diese Impulse auch meine Handlungsweisen zu reflektieren und ggf. neu zu verorten.

Der Inhalt von Moby-Dick, Roman von Herman Melville, verbindet die Hallen der re:publica 2019 miteinander

Der Inhalt von Moby-Dick, Roman von Herman Melville, verbindet die Hallen der re:publica 2019 miteinander

Daher besuchte ich dieses Jahr die re:publica mit dem Interesse zu erfahren, wie ich die unterschiedlichen Ansätze in Form verschiedener Veranstaltungs- und Austauschformate wahrnehmen würde. Im Vorfeld der re:publica 2019 wurden diese bereits kommuniziert und ich war neugierig auf die Wechselwirkung zwischen Format und Inhalt. Diese vielfältigen Ansätzen, mit denen weitere Zielgruppen für den gesellschaftlichen Austausch motiviert werden konnten und die re:publica dementsprechend öffneten, machten mich neugierig.

Die Digitalisierung, als Beschleuniger gesellschaftlicher Entwicklungen, wirkt sich auf alle gesellschaftlichen Bereiche und damit auch auf Hochschulen und Wissenschaft, ein Bereich in dem ich mich bewege, aus. Damit konfrontiert uns die Digitalisierung erneut und in einem ständig wiederkehrenden Rhythmus mit der Frage nach der Gestaltung eines guten Lebens (Ariadne von Schirach: Podcast: Raubt uns die Digitalisierung den Verstand?). In diesem Sinne beeinflusst sie unsere Denkweisen und Handlungslogiken, verändert unsere gesellschaftliche und individuelle Kommunikation und wandelt unsere vertrauten Umgebungen, wie unsere Arbeits-, Lern- und Freizeitumgebungen.

Mit der Digitalisierung geht ein Wandel an Fähigkeiten, wie Kreativität, kritisches Denken, Empathie, Reflexion, interdisziplinäres Denken und Arbeiten und Kommunikation einher (in Anlehnung an den 21st Century Skills) (Fadel, Bialik, & Trilling, 2015).

Diese sind auch aktuell gesellschaftlich notwendig, so interpretiere ich jedenfalls das Motto der re:publica 2019 (#rp19) als Aufruf für mich. Das Motto, abgekürzt mit einer Buchstabenkombination, tl;dr ist die Abkürzung für „too long; didn’t read“ (zu lang nicht gelesen) und ist als Kommentar unter Texten zu finden, wenn diese als zu lang empfunden werden. Werden jedoch anderseits Verkürzungen als Parolen und Slogans missbraucht, kann damit unsere Gesellschaft und damit unser demokratisches System unverhältnismäßig beeinflusst werden. Mit Hintergrundwissen und Informationen, mit Empathie, Dialog und Solidarität kann gegen Falschinformationen und „Fake-News“ dagegengehalten werden. Auf diesen Hintergrund wollte das Motto der #rp19 sensibilisieren.

Sensibilisierung für das Annehmen von Komplexität

Durch digitale Produktionstechniken werden Benachrichtigungen und andere Inhalte grenzenlos vervielfältigt. Deswegen habe ich oft das Gefühl, dass ich regelrecht von Benachrichtigungen überschwemmt werde. Mir bleibt jedoch nur eine begrenzte Zeit des Konsumierens selbst. Meine Situation wird durch mögliche „Fake-News“, Dramatisierung und der Einsatz bewusster Aufmerksamkeitslenkung durch die Verwendung von Stimuli in den Benachrichtigungen nicht einfacher (Medienmanipulation, Desinformation und Misstrauen). Zudem kommt noch weiterhin hinzu, dass mich nicht jede Benachrichtigung gleichermaßen interessiert. Wir erleben mit der Digitalisierung aller Lebensbereiche einen umfassenden Öffnungsprozess mit dem unter anderem Komplexität und Diversität verbunden werden. Das Motto der #rp19 versuchte für eine komplexe Auseinandersetzung zu sensibilisieren und diese somit anzunehmen, als auch für eine Grundeinstellung, die auf Achtsamkeit und Nachhaltigkeit fokussiert ist, zu werben.

In der Diskussionsrunde zu „Communicating complexity in an age of noise“ fand ich sehr schön, dass Lina Srivastava (@lksriv) darauf hinwies, dass in Transformationsprozessen auch immer die gewachsenen Strukturen mitgedacht werden müssen, in denen sich die Leute mit ihrer eigenen „story“ bewegen. Zu allererst sollte man selbst die Geschichte der Entstehung der Strukturen verstehen und wie die Betroffenen diese interpretieren, bevor eine bewusste Veränderung herbeigeführt wird.

https://www.youtube.com/watch?v=FHJTvhF3Z4Y&feature=youtu.be&t=252

Allerdings fehlte mir in diesem Diskurs auf der re:publica der Hinweis, (den ich vielleicht auch aufgrund der Größe der Veranstaltung nicht gehört habe ;)), dass nicht alle Benachrichtigung gelesen oder wahrgenommen werden müssen. Bewusstes Aushalten von Lücken und das Zulassen von Unschärfen gehören zum digitalen Alltag, meiner Meinung nach.

Sensibilisierung für verschiedene Aspekte von Diversität

Diversität zog sich meiner Meinung nach in vielerlei Perspektiven durch die gesamte Veranstaltung der re:publica. Am deutlichsten wird Diversität bspw. durch die Teilgebenden aus 52 verschiedenen Ländern, wie auch der enormen Themenvielfalt. Die Themen begannen bei Thesen der Politikwissenschaften, den Einsatz von Internet im Roten Kreuz, New Work, das Run DMC-Logo als Meme, Gutes und Schlechtes im Essen oder die Faszination von Raumfahrt (Blogartikel: Thomas Knüwer „Indiskretion Ehrensache“, veröffentlicht am 13.05.2019). „One Size fits all“ – Lösungen können unter dem Aspekt der Diversität und Komplexität den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen nicht mehr gerecht werden.

Vorlesewettbewerb auf der digitalen Veranstaltung (Moby-Dick)

Vorlesewettbewerb auf der digitalen Veranstaltung (Moby-Dick)

Nachfolgend sollen die einzelnen unterschiedlichen Formate kurz- und stichpunktartig, die ich auf der re:publica 2019 entdeckt habe, gesammelt werden:

Räume

  • Makerspace, als offene Werkstatt, die den Besuchern das unkomplizierte Anfertigung von hoch individualisierten Einzelstücken ermöglichte oder auch einfach sich ausprobieren wollten
  • Meet-your-Speaker-Ecke für den Austausch nach Vorträgen (Auf dem Blog von Jöran (@joeranDE) findet sich eine schöne Zusammenfassung)
  • Open Space, auf dem man spontan (wenn ein Slot frei ist) sein eigenes Programm (Inhalt, Austausch) anbieten kann
  • Konzerte
  • Lesungen (verschiedene Formate)
  • Ausstellungsfläche
  • Kunst (Moby Dick zog sich durch die Hallen)
  • Netzfest/Bürgerfestival
  • Technikmuseum (Flugtaxi wurde vorgestellt, Vorträge angeboten, E-Scooter konnten getestet werden)
  • Recruitingmesse
  • Tincon (Jugendkonferenz 13 bis 21, wir wollen Menschen zwischen 13 und 21 Jahren Mut machen, die vernetzte Gesellschaft aktiv mitzugestalten – getrieben und befeuert vom eigenen Interesse und mit Spaß. Partizipativ — wir nehmen den Begriff ernst: Jugendliche sind eng eingebunden in die Themenkuration, Programmplanung, Organisation und Redaktion und tragen auch selbst vor. Inspirierend — in Talks, Vorträgen, und Workshops diskutieren Akteure der jugendkulturellen Szene auf Augenhöhe mit Jugendlichen, teilen ihre Leidenschaft, ihr Können und Wissen oder geben einen Einblick in die Berufswelt von morgen.)
  • Büchertauschbörse
  • Barrierefreie bzw. -arme Umsetzung,

Sensibilisierung Nachhaltigkeit (Wertschätzung und Verantwortung)

  • Sensibilisierung für den Umgang mit Daten und Umwelt,
  • Urbanisierung von Städten (Mikael Colville-Andersen auf Twitter: @colvilleandersn)
  • Kommunikation: (Aufzeichnung der Session von Gunter Dueck) gegen Pointierungen, Aufmerksamkeitshascherei mit Aufklärung, und Hintergrundrecherche zur „gesellschaftlichen Aufklärung“ beitragen,
  • Wissenschaft einer breiteren Menge zugänglich machen, sie ist Teil der Gesellschaft und kann sich dementsprechend auch mehr einbringen. Wissenschaftskommunikation ist ein wichtiger Part von Wissenschaft, der aktuell zu kurz kommt. Dieser muss gesellschaftlich unterstützt und eingefordert werden.
  • Digitale Fortschritt kann zum Vorteil der Demokratie werden (ist noch nicht überzeugt) fragt nach dem Grund toxischer Debatten, Dringendste Aufgabe ist nicht die Digitalisierung der Demokratie, sondern Demokratisierung der Digitalen Welt. Populisten nehmen das kurze Wort. Demokraten argumentieren länger
  • Aufruf beginnt mit Wertschätzung und geht über zu Motivation und Eigeninitiative des Einzelnen

Gamification in der Fernlehre

In der Fernlehre versuchen wir unsere virtuellen Umgebungen in den sich unsere Studierenden bewegen mit kleinen Gamification-Elementen attraktiver zu gestalten. Diese gestalterische Anreicherung der Lernumgebungen mit spielerischen Elementen (Gamification) bietet die Möglichkeiten der Motivierung und des selbständigen Arbeitens.

Theoretisch  kann die didaktische Gestaltung an der Selbstbestimmungstheorie von Deci/Ryan ausgerichtet werden, nach denen der Mensch drei psychologische Grundbedürfnisse hat. Eine Person erledigt eine Aufgabe mit hoher Motivation, wenn die Aufgabe diesen drei Bedürfnissen (soziale Eingebundenheit, Autonomie und Wirksamkeit) entspricht. Spiele sind vielfach so entworfen, dass sie auf diese drei Bedürfnisse eingehen können.

Mit der „Gamification“ speziell im Bereich der Fernlehre beschäftigt sich Klaudia Bovermann im Rahmen ihrer Dissertation. Im nachfolgenden Podcast ist sie Gesprächsgast bei der FernUni-Podcast „vorgestellt“ und erklärt, welche Vorteile spielerische Anreize beim Lernen bringen. Viel Spaß beim Anhören!

Podcast © FernUniversität

Foto © FernUniversität

Bereits während des Studiums können Sie Erfahrungen in einem internationalen und virtuellen Projektteam sammeln!

Die enge Verwebung von Globalisierung und Digitalisierung macht es notwendig in internationalen Projektteams zusammen zu arbeiten. Werden Projekte mit internationalen Teams in der aktuellen Zeit umgesetzt, stellen sie in erster Linie eine große Herausforderung dar. Herausforderung, an denen die Teams wachsen und dazu lernen können sind die verschiedenen Zeitzonen, unterschiedliche (Arbeits-)Kulturen, divergierende lokale und globale Interessen sowie die räumliche Entfernung. In dieser Zusammenarbeit erfahren sie die Unterschiede und Vorzüge anderskulturell bedingter Arbeitsweisen und der konsequenten Umsetzung davon auf Unternehmens- und Mitarbeiterebene kennen.

Daher freuen wir uns, dass wir in diesem Semester 2018/19 im Master „Entwicklung und Evaluation von digitalen Medien“ der FernUniversität in Hagen unseren Student*innen ein internationales Kooperationsprojekt mit der Open Universiteit (Niederlande) und der University of Jyväskylä(Finnland) anbieten zu können.

Unsere Studentent*innen arbeiten kollaborativ in gemischten Gruppen mit Student*innen aus allen drei Universitäten an einem gemeinsamen bildungswissenschaftlichen Medienprodukt unter der Nutzung einer vorgegebenen Software. In der gemeinsamen virtuellen Lernumgebung von „Instructional Design – Creating an educational media product“ auf einer externen Moodle-Plattform ist die Kurssprache englisch.

eingebunden mit Embedded Video

YouTube Direkt

 

weiterführende Literatur zu Projektarbeit in internationalen Teams:
  • Zaninelli, S. (2004). Internationale Projektteams und globale roll-outs: Chancen und Herausforderungen weltweiter Zusammenarbeit über die Entfernung. interculture journal: Online-Zeitschrift für interkulturelle Studien, 3(8), 1-9. http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-454286
  • Bauer, P., Geib, F., Kogler, C. (2016): Internationale Online-Kooperation: Videowettbewerb EDIT. In. Wachtler, J., Ebner, M., Gröblinger, O., Kopp, M., Bratengeyer, E., Steinbacher, H.-P., Freisleben-Teutscher, C., Kapper, C.: Digitale Medien: Zusammenarbeit in der Bildung. Münster, New York: Waxmann, S. 117-126.

Erstellung der Videoreihe „Mediendidaktik – EduSmart“: Produktion der Videos

Nachdem bereits in zwei Beträgen berichtet wurde, wie die beiden Video-Produktions-Novizinnen des Lehrgebietes Mediendidaktik die Drehbucherstellung und den Arbeitsprozess der neuen Lernvideoreihe „Mediendidaktik EduSmart durchlaufen haben, wird nun ein kleiner Einblick in den Prozess der Umsetzung und Produktion gegeben. Außerdem steht für Interessierte am Ende des Beitrages ein Trailer zur Verfügung.

Die Produktion

Greenscreen im Studio des ZMI der FernUniversität in Hagen.

 

Die Aufzeichnung der Videos fand im Studio des Zentrums für Medien und IT (ZMI) der FernUniversität in Hagen unter Mithilfe von Sascha Senicer und Alexander Reinhagen statt. Da sowohl das Setting der Videos als auch die beiden Nebendarsteller, Jan und Terra, virtueller Natur sind, wurden die Szenen vor einem sogenannten Greenscreen aufgenommen.

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FernUniCamp 2017-Workshops

Abbildung 1. Teilnehmende des FernUniCamps 2016.

In diesem Blogbeitrag wollen wir euch die drei Themenfelder für den Workshop-Tag am Freitag (d. 08.09.2017), als Teil des Fernunicamp. vorstellen. Ebenso erhaltet ihr Infos über den jeweiligen Referenten und über die beabsichtigte Teilnehmeranzahl.

Dabei werden wir zuerst den Workshop zu „Lesen im Medienwandel“ kurz einführend beschreiben. Anschließend gehen wir auf den zweiten Themenschwerpunkt  „Dimensionen öffnen durch digitales Lernen? Gender und Diversity im Fernstudium“ ein. Zuletzt wird das Thema „360° Umgebungen und Virtual Reality“ dargestellt. Bei dem letztgenannten Workshop steht der Erfahrungsaustausch besonders im Fokus.

Die Bilder dieses Blogs halten Szenen des letzten FernUniCamps 2016 fest und sollen euch neugierig auf das kommende FernUniCamp im September machen :).

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FernUniCamp 2017:

Vom 08. bis 09. September wird an der FernUniversität in Hagen unter dem Motto „Vereinheitlichung oder Vielfalt? Digitalisierung in der (Fern)Lehre“ das zweite FernUniCamp stattfinden, ein offenes Format für Wissensaustausch und Networking. Im Rahmen des FernUniCamps 2017 sollen Diversity und Digitalität mit Fokus auf die hochschuldidaktische Fernlehre diskutiert werden.

Das Motto findet sich jedoch zusätzlich im Format selbst wieder. So können Interessierte am 09. September das FernUniCamp über die Regionalzentren Berlin und Hamburg mit gestalten. An diesem Tag werden verschiedene hybride Formate zur Beteiligung und zum Austausch angeboten.

Weitere Informationen werden demnächst im Blog des FernUniCamps veröffentlicht.

Wie können Online-Lernumgebungen persönlicher und sozialer gemacht werden?

Soziale Einbindung und zwischenmenschliche Erfahrungen sind für viele Studierende ein wichtiger Teil des Lernprozesses. Dennoch werden diese Aspekte in der Online- und Fernlehre noch oft vernachlässigt, sodass das Lernen von Alleingängen und relativer Isolation gekennzeichnet sein kann. In diesem Blogbeitrag werden wichtige Konzepte und neue Erkenntnisse im Zusammenhang mit „Social Presence“ und sozialer Interaktion zwischen Studierenden erläutert. Zudem wird ein Ansatz aufgezeigt, wie man Online- und Fernlehre persönlicher und sozialer gestalten kann.

Dieser Blogpost basiert auf der kürzlich veröffentlichten Studie: Weidlich, J., & Bastiaens, T. J. (2017). Explaining social presence and the quality of online learning with the SIPS modelComputers in Human Behavior72, 479–487. [Kostenloser Link bis 29. April 2017]

Was ist Social Presence?

Social Presence ist ein Konzept, das bereits seit Längerem im Zusammenhang mit computergestützter Kommunikation, aber auch Online- und Fernlehre untersucht wird. Der Begriff wurde bereits 1976 von Short, Williams & Christie geprägt und in den folgenden Jahrzehnten weiter ausgearbeitet.

Social Presence bezeichnet das Gefühl, dass sich in der Kommunikation und beim Lernen mit Anderen, trotz der räumlichen Trennung und der wenigen Informationen, die man über andere Online-Lerner oftmals hat, dennoch ein Gefühl der Nähe und des Kennens einstellen kann. Manche nennen es „the illusion of non-mediation“, also das Gefühl, dass man in authentischer Weise und nicht über ein Medium kommuniziert. Obwohl sich Forscher bislang noch nicht sicher sind, inwieweit sich dieses Phänomen tatsächlich auf den Lernerfolg auswirkt, gibt es dennoch bereits viele Befunde, die darauf hinweisen, dass Studierende Social Presence als etwas Positives empfinden. Es ist ein klassischer Befund, dass diejenigen, die eine hohen Grad an Social Presence empfunden haben, auch größere allgemeine Zufriedenheit mit dem Lehr/Lernszenario angeben.

Ein kurzes Video zur Einführung zum Thema Social Presence finden Sie hier.

Für besonders Interessierte: Es gibt gute Einführungen zum Thema Social Presence von Lowenthal, 2009  und Cui, Lockee, & Meng, 2013.

Social Presence in der Online- und Fernlehre

Online- und Fernlehre stehen seit jeher vor dem Problem hoher Drop-Out-Quoten und geringer aktiver Beteiligung der Studierenden (Allen & Seaman, 2013), sodass auch ambitionierte didaktische Konzepte oftmals hinter den Erwartungen zurückbleiben oder gar nicht erst umgesetzt werden. Die Vermutung liegt also nahe, Social Presence als wichtigen Faktor zur Bekämpfung dieser Probleme von Online- und Fernlehre zu betrachten. Die naheliegende Vermutung ist: Wenn Studierende sich stärker sozial eingebunden fühlen, bleiben Sie länger am Ball und zeigen größere Beteiligung an den Aktivitäten in den Kursen & Modulen.

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Cut me some slack…oder mit Slack Lernräume schaffen

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Social-Software-Plattform Slack. Nach einem kurzen Einstieg gehen wir der Frage nach, was Slack eigentlich ist und wofür es gedacht ist. Dass sich daraus Möglichkeiten für die Lehre ergeben, zeigen wir kurz im letzten Absatz.

Slack – von Kanada nach Kalifornien in die ganze Welt

Slack. So mancher dürfte mittlerweile zumindest einmal davon gehört haben. Von dem 2009 in Vancouver gegründeten und jetzt in San Francisco ansässigen Start-Up-Unternehmen Slack Technologies entwickelt und 2013 auf den Markt gebracht, wurde Slack dazu entwickelt, Arbeiten innerhalb von Gruppen effizienter zu machen. Offizielle Zahlen des Unternehmens zeigen einen rasanten Anstieg der Nutzer: 2015 noch über 500.000 konnten Anfang 2016 bereits 2,3 Millionen tägliche User vermeldet werden. Der Wert von Slack wurde bereits 2015 auf über zwei Milliarden US-Dollar geschätzt. Namhafte Unternehmen aus dem begeisterungsfähigen und innovationsaffinen Silicon Valley investierten. Im Dezember 2016 wurde zudem eine Kooperation mit dem Internetriesen Google verkündet. Zum rasanten Aufstieg von Slack kann hier [Quelle: www.computerworld.com] ein interessanter Artikel aufgerufen werden.

Slack zielt in erster Linie auf kleine Teams in der Bürowelt ab. Thorsten Schröder teilte die Erfahrungen, die sein Team mit Slack machte, bereits 2014 in einem Artikel [Quelle: Zeit Online]. Was im Silicon Valley und auch in hiesigen Büros immer besser und immer häufiger funktioniert, ermöglicht auch Lernenden neue Wege, kollaboratives Lernen effizienter zu gestalten. Erste Berichte zum Einsatz von Slack an Universitäten gibt es bereits. Anlass genug, Slack hier als Lern- und Austauschplattform vorzustellen.

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Teil 3 – Eine erste Auswertung

Dies ist Teil 3 einer Blogserie zum Thema funktionale Rollen. In Teil 1 wurden funktionale Rollen auf allgemeiner Ebene thematisiert und vorgestellt. Im zweiten Teil wurden dann erklärt, wie diese in einem Master-Modul des Studiengang „eEducation“ an der FernUni Hagen umgesetzt wurde. Lesen Sie nun, wie das Konzept bei den Studierenden ankam und wie es sich auf die kollaborativen Aktivitäten ausgewirkt hat.

Um sich einen Überblick darüber zu verschaffen, wie intensiv die Kollaboration der Studierenden war, kann man die Versionsverzeichnisse der Wikis einsehen. Darin kann man sehen wie oft das Wiki überarbeitet wurde. Diese Zahlen können mit dem vorigen Semester verglichen werden:

 

WS15/16 SS16 Unterschied
Wiki-Aufgabe 1 82 123 34,96%
Wiki-Aufgabe 2 74 99 25,25%

Wie den Zahlen zu entnehmen ist, wurde bei beiden Wiki-Aufgabe im SS16 mehr im Wiki gearbeitet, der gemeinsame Text wurde häufiger überarbeitet. Der Unterschied beträgt bei Aufgabe 1 ca. 35%, bei Aufgabe 2 ca. 25%. Der direkte Vergleich ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, da Aufgabe 1 im WS15/16 eine andere Metaanalyse als Erarbeitungsgrundlage vorsah.

Im vorhergehenden Semester wurden keine Rollen vordefiniert und auch keine Hinweise darüber gegeben, wie die Wiki-Aufgabe am Besten kollaborativ zu erledigen sei. Zudem wurde kein expliziter Hinweis dazu gegeben, dass die Diskussionsseite des jeweiligen Wikis zur Abstimmung zu nutzen sei. Dementsprechend zeigen sich sehr unterschiedliche Zahlen in der Überarbeitung der Diskussionsseiten.

 

WS15/16 SS16
Diskussion für Aufgabe 1 0 5
Diskussion für Aufgabe 2 1 30

Wie in den Zahlen zu sehen, wurde die Diskussionsseite im WS15/16 praktisch nicht genutzt. Im Gegensatz dazu wurde sie im SS16, insbesondere bei Aufgabe 2, intensiv genutzt; es gab 30 Überarbeitungen der Diskussionsseite.

Leider ist momentan noch nicht ersichtlich, inwieweit sich die Studierenden an ihre selbstgewählte Rolle gehalten, ob sie flexibel zwischen Rollen gewechselt oder sich gar nicht an den Rollen orientiert haben. Natürlich ist es ebenso noch nicht möglich, aus diesen Zahlen Rückschlüsse über die Qualität der Wiki-Beiträge, die Effizienz der Interaktion und Abstimmung zwischen den Studierenden oder gar auf den Lernerfolg zu schließen. Ebenso ist wird aus diesen Daten nicht ersichtlich, wie viele Studierende des Moduls tatsächlich an dieser kollaborativen Aktivität teilgenommen haben.

Allerdings deutet der Vergleich zwischen beiden Semestern einen begrüßenswerten Trend an, denn: Wer wünscht sich nicht, dass die Fernstudierende intensiver miteinander interagieren?

Um einen Einblick in Erfahrungen der Studierenden mit dieser kollaborativen Wiki-Arbeit zu erhalten, hier einige ausgewählte Auszüge aus der Diskussionsseite des Wikis und den Lerntagebüchern der Studierenden:

 

Auszüge aus der Diskussionsseite des Wikis

„Ich denke, wir sollten uns hier auf ein Phasenmodell einigen, das wir genauer beschreiben und dann darauf hinweisen, dass es weitere Modelle gibt.“

„Hallo zusammen, sehr hilfreich als zusätzliche Literatur sind auch die MARS-Kriterien aber hauptsächlich sollen wir uns auf Pant beziehen. Das stimmt, Studienbriefe darf man in M1 nicht zitieren. Abkürzungen wie vgl. sind laut APA auch nicht erwünscht.“

„Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die bisherige Wiki-Aufgabe überhaupt keine Wiki-Formatierung nützt. Ein Wiki ist ja vor allem ein Tool um Hypertexte zu erstellen, d.h. eigentlich sollte auf der eigentlichen „Startseite“ lediglich eine Art „Inhaltsverzeichnis“ abgebildet sein, über dessen Verlinkungen man zur eigentlichen Information kommt.“

Auszüge aus den Lerntagebüchern

„Eine kleine Hemmschwelle empfand ich beim erstmaligen Ausfüllen dieser Rolle [Peer-Reviewer] im Wiki hinsichtlich der Artefakte meiner KommilitonInnen“

„Nach wie vor liegt mir das Peer-Reviewen am wenigsten. Aber es ist spannend die Beiträge zu lesen und so verschiedene Zugänge zu erkennen. Die Charaktere der einzelnen MitstudentInnen zu „analysieren“ und so irgendwie auch den eigenen Platz in diesem Team zu finden.“

„Ich bin stolz auf unsere Zusammenfassung im Wiki, auch wenn meine Rollen nicht so klar definiert waren, da ich zuerst als Autorin begann, aber danach doch noch in die Rolle der Korrekturleserin [Lektorin] schlüpfte.“

 

Fazit

Die Auszüge aus den Diskussionsseiten zeigen, dass tatsächlich eine Abstimmung über die Inhalte des Wikis stattfand, und hier auf verschiedenen Ebenen, z.B. auf Ebene der Inhalte, der Textstruktur und der Formalia, diskutiert wurde. Dies deckt sich mit dem Eindruck, der sich aus den Auszügen der Lerntagebücher ergibt. Außerdem scheint es so, dass tatsächlich verschiedene Rollen, zumindest zeitweise, eingenommen und ausprobiert wurden. Die Zahlen, die aus den Versionsverzeichnissen gewonnen wurden, bestärken diesen Eindruck.

Es hat insgesamt eine umfangreichere Überarbeitung der Wikis stattgefunden als im letzten Semester. Die Nutzung der Diskussionsseite zeigt zudem, dass diese Überarbeitung gemeinsam und durch asynchrone Interaktion zwischen den Studierenden entstanden ist, statt durch isoliertes Schreiben an einem von anonymen Personen erstellten Text. Als erstes Zwischenfazit lässt sich also sagen: Es findet eine echte Kollaboration statt!

Für die weitere Optimierung dieser kollaborativen Aktivitäten wäre es interessant zu erfahren, ob sich auch die Qualität der erarbeiteten Texte durch funktionale Rollen verbessert und ob sich ein höherer Grad an Interaktion (absolut und/oder pro Person) unter ansonsten gleichbleibenden Bedingungen beobachten lässt.

Im kommenden Wintersemester wird das Kollaborations- & und Rollenkonzept des Moduls M1 überarbeitet und verfeinert. Anregungen und Vorschläge dazu, wie die Kollaboration noch besser unterstützt werden könnte, können Sie uns gerne in den Kommentaren mitteilen. Über die Ergebnisse wird dann hier berichtet.