Artikelserie: FernUniCamp Teil 2 – Reliabilität

Abbildung 1: Verschiedene Methoden zur Reliabilitätsschätzung,Hinweis: Die Abbildung wird vergrößert dargestellt, wenn sie angeklickt wird.

Im zweiten Teil des Statistikblogs richtet sich der Fokus auf die Reliabilität bzw. auf die Methode der internen Konsistenz, da sie für die Bestimmung der Reliabilität häufig verwendet wird.

(Teil 1: zentrale statistische Kennwerte)

Jede empirische Messung kann mit zufälligen und systematischen Messfehlern verbunden sein. Systematisch verzerrte Messungen treten z.B. dann auf, wenn die Befragten nicht ihre tatsächliche Meinung, sondern eine „sozial erwünschte“ Antwort abgeben. Zufällige Messfehler haben dagegen zur Folge, dass dieselbe Messung bei der gleichen Untersuchungseinheit mal zu einem höheren und mal zu einem niedrigeren Wert führt, obwohl sich der tatsächliche Wert der gemessenen Eigenschaft nicht verändert hat.

So soll ein Intelligenztest möglichst fehlerfrei die Intelligenz messen und sonst nichts anderes. Dabei kann die Reliabilität, wie durch diesen Blog verdeutlicht, mit verschiedenen Methoden erfasst werden.

Die Reliabilität bezeichnet die Messgenauigkeit einer Erfassung, in unserem Fall der Umfrage zum FernUniCamp. Mit anderen Worten ermöglicht uns die Reliabiltät Einblicke in die Zuverlässigkeit unserer Messergebnisse, die wir mit bestimmten Methoden erhoben haben.

Nachfolgend werden mit der internen Konsistenz, der Retest– und der Paralleltestmethode drei Methoden vorgestellt, mit denen die Reliabilität geschätzt werden kann. Diese Methoden sind für die Schätzung der Reliabilität als gleichwertig anzusehen. Je nach Fragestellung ergeben sich für die jeweiligen Methoden verschiedene Vor- und Nachteile (siehe Abbildung 1, Hinweis: Die Abbildung wird vergrößert dargestellt, wenn sie angeklickt wird).

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FernUniCamp 2017:

Vom 08. bis 09. September wird an der FernUniversität in Hagen unter dem Motto „Vereinheitlichung oder Vielfalt? Digitalisierung in der (Fern)Lehre“ das zweite FernUniCamp stattfinden, ein offenes Format für Wissensaustausch und Networking. Im Rahmen des FernUniCamps 2017 sollen Diversity und Digitalität mit Fokus auf die hochschuldidaktische Fernlehre diskutiert werden.

Das Motto findet sich jedoch zusätzlich im Format selbst wieder. So können Interessierte am 09. September das FernUniCamp über die Regionalzentren Berlin und Hamburg mit gestalten. An diesem Tag werden verschiedene hybride Formate zur Beteiligung und zum Austausch angeboten.

Weitere Informationen werden demnächst im Blog des FernUniCamps veröffentlicht.

Artikelveröffentlichung: Gestaltung und Erforschung eines Mixed-Reality-Lernsystems

In diesem Artikel (veröffentlich in der Medienpädagogik Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung) wird ein Entwurf eines Lernsystems vorgestellt, in welchem Mixed-Reality (MR) Technologien und didaktischen Modelle für den Einsatz in der industriellen Weiterbildung kombiniert werden. Mit diesem System soll das Erlernen von Problemlösekompetenzen über visuelle Einblendung simulierter Problemsituationen und Anwendungsaufgaben, die in der realen Welt schwer abzubilden sind, verbessert werden.

Diese Technologie wird in einem didaktischen Setting eingebunden, welches die Lernenden schrittweise von einfacheren an komplexere Aufgaben heranführt. Über ein Lerntagebuch werden die Lernenden zusätzlich motiviert ihre Erfahrungen mit dem didaktischen Setting zu reflektieren. Über das, in das MR Lernsystem integrierte Lerntagebuch werden den Betreuenden Feedbackangaben zu den simulierten Problemsituationen und Anwendungsaufgaben ermöglicht. Weiterhin können Lernende über dieses Tagebuch Kontakt zum Betreuenden aufnehmen. Das Lernsystem bietet den Betreuenden eine nutzerfreundliche Funktion, die Anwendungsaufgaben und MR-Einblendungen abzuwandeln bzw. neukonstruieren.

Wir empfehlen für die Einführung und Erprobung dieses Konzeptes einen Design-Based-Research Ansatz, durch den der Entwicklungs- und Einführungsprozess strukturiert und gleichzeitig erforscht werden kann. Ziel der Erforschung sollten Leitlinien sein, die es ermöglichen, die gewonnenen Erkenntnisse auf ähnliche Kontexte zu übertragen und weiter einen Beitrag zur theoretischen Konstruktion zu leisten.