Welche Unterrichtsmedien sind für welche Unterrichtsmethoden geeignet? Einige grundsätzliche Vorüberlegungen.

Dieser Blogbeitrag beleuchtet die Frage, mittels welcher Analyseschritte Lehrpersonen Medien für Ihren Unterricht systematisch auswählen können und gibt einige Faustregeln an die Hand, die zu einer fundierteren Medienwahl in der Bildungspraxis beitragen können. Dabei erfolgt zugleich eine kurze Einführung in die Ansätze des  Instruktionsdesigns (nach Merrill, 2002) und der instruktionalen Medienwahl (nach Sugrue & Clark, 2000), welche die wissenschaftliche Basis für die hier gemachten Überlegungen bereitstellen.

Continue reading

Erste Auswertung zum MOOC #iddg13: Diskussionsschwerpunkte

Woche 1: Lehren und Lernen in der digitalen Gesellschaft
Das mit 51 Beiträgen am intensivsten diskutierte Thema war „Mobiles Lernen mit dem Handy in der Schule – Herausforderung und Chance“. Zentrale Aspekte dieser Diskussion, waren neben den Potenzialen des mobilen Lernens, wie einem ubiquitären Zugang zu Lehrinhalten, auch dessen Probleme, wie die oft noch fehlenden didaktischen Einsatzkonzepte für Smartphones, das mancherorts innovationsfeindliches Klima in Schulen und das Risiko für die Kinder, auf ein wertvolles technisches Gerät Acht geben zu müssen.

Mit 41 Beiträgen ebenfalls stark frequentiert war das Thema „Digital Natives“, in dem die wissenschaftliche Legitimät und der empirische Geltungsbereich  dieser Generationendiagnose differenziert diskutiert wurde.

Woche 2: Informationsmanagement: Brücke zwischen Business und IT
Am meisten diskutiert war mit 32 Beiträgen das Thema „Beteiligungen in sozialen Organisationen/Non-Profits“. Zentral war die Frage, inwieweit auch nicht gewinnorientierte, soziale Organisationen das Web-2.0 für ihre Wertschöpfungsprozesse nutzbarmachen können.

Mit 20 Beiträgen folgt das Thema „WKI“ (Webbasierte kollektive Intelligenz). Im Zentrum der Debatte stand die Frage, ob die webgestützte Partizipation an unternehmerischen Entwicklungsprozessen ein weiterer Entwicklungsschritt hin zum „arbeitenden Kunden“ ist oder ob letztlich beide Seiten Vorteile davon haben.

Woche 3: „Internetanschluss – für die eigenwirtschaftliche Lebensführung von überragender Bedeutung“
Mit 24 bzw. 20 Beiträgen wurde die Debatte von den Treads „Grundrecht auf Internet“ und „Was würden wir nur ohne Internet machen“ beherrscht. Dabei stand besonders die Frage im Vordergrund, ob das Schlagwort vom „Grundrecht auf Internet“ nicht konsequenterweise auch ein Grundrecht auf die den Zugang ermöglichenden technischen Gerät impliziert. Daneben wurde diskutiert, inwieweit es sinnvoll ist, den Internetanschluss in die Klasse der Güter aufzunehmen, die für die eigenwirtschaftliche Lebensführung von überragender Bedeutung sind.

Woche 4: „Digitale Unterschriften und Zertifikate – Mit wem rede ich gerade im Internet?“
Mit 30 Beiträgen stand in dieser Woche das Thema „Gibt es Unterschiede zwischen Vertrauen im echten Leben und im Web?“ im Vordergrund. Zentral für die Diskussion war die Frage, ob internetvermittelte Kontakte grundsätzlich weniger vertraulich als Echtweltkontakte ausfallen müssen und welche unterschiedlichen Vertrauensindizien im Web und in der Echtwelt zur Verfügung stehen.

Daneben wurde auch die nicht ganz unproblemtische Einrichtung eines Zertifikats für die Fernuni-Mailadressen der Teilnehmer thematisiert.

 

Insgesamt zeigte sich eine lebhafte und fundierte Diskussion, die viele Aspekte der aktuellen Debatten zur digitalen Gesellschaft aufgriff. Wir hoffen, dass sich diese spannende Auseinandersetzung an anderen Stellen im Netz fortsetzt.