Herzlich Willkommen auf dem Blog des Lehrgebiets der Mediendiaktik der FernUniversität in Hagen, welches sich dem speziellen Thema “Social Software” widmet!

Wie kann Social Software die Fernlehre (distance learning) unterstützen? Welche Social Software sind in welcher Lernsituation besonders hilfreich? Welche Lehr-und Lernszenarien eignen sich für das mediengestützte Lernen? Dazu berichten wir auf diesem Blog von unseren Projekten.

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“Bildungswandeln” im SS 2015

Welchen Hintergrund hat das Bildungswandeln?AR1

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Ziel des Bildungswandelns ist es, Ansätze des Social Learning, Mobile Learning und des AR/VR Lernens spielerisch miteinander zu verbinden. In diesem Projekt werden neuartige Lernanwendungen für die Präsenzveranstaltung “Bildungswissenschaft an einem Tag” eingebunden und deren Potenzial erkundet. Der zentrale Aspekt liegt dabei auf Augmented Reality Umgebungen, wobei die Definitionsspanne nach Milgram (1994) sich auf einer sehr großen Skala bewegt.

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Was ist AR?

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Durch Augmented Reality ist es möglich unsere Realitätswahrnehmung zu verändern und durch virtuelle Inhalte zu erweitern. Es können alle menschlichen Sinne durch diese Technologie angesprochen werden, wobei unser Hauptaugenmerk beim Bildungswandel auf visuelle Augmented Reality liegt.

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Verbindung von neuen Technologien und Lernen?

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Das Lernen findet, gestützt durch einen didaktisch begründeten Technologieeinsatz, sowohl selbst gesteuert und individuell, als auch eingebettet im sozialen Kontext des Lernenden und in Lerngruppen statt.

Bei der Präsenzveranstaltung “Bildungswissenschaft an einem Tag” am 25. April 2015 in Hagen konfrontiert Prof. Dr. Bastiaens die Studierenden mit einem neuen Stück FernUni-Realität. Die Teilnehmer/innen können einen “Bildungswandel” und somit die FernUniversität in Hagen in zweierlei Hinsicht hautnah erleben.

Beim “Bildungswandel” können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Campus sowohl aus der Augmented Reality Perspektive (Anreicherung der Realität durch virtuelle Informationen), wie auch aus der virtuellen Perspektive erkunden. Sie erhalten Informationen zu einzelnen Bildungsthemen und werden durch Aufgaben dazu angehalten sich mit diesen Inhalten auseinanderzusetzen.

An jeder Station können Punkte erworben werden, mit denen sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in einer abschliessenden Reflektion spielerisch vergleichen und sich über die Inhalte austauschen können, entweder vor Ort durch Gespräche oder virtuell in dem dafür eingerichteten Etherpad.

In diesem Jahr wurde der Bildungswandel mittels der in diesem Jahr neu erschienen Plattform “holobuilder” umgesetzt. In dieser Plattform kann auf einer grafischen Oberfläche eine eigene AR bzw. VR Umgebung aufgebaut werden.

Die nachfolgend eingebettete Anwendung des Bildungswandels besteht aus acht Stationen. Jede Station ist mit vier Elementen versehen (Theorieerklärung, Anschauungsbeispiel, Aufgaben- und Navigationselement). Die Anwendung wird am besten in den Browsern Google Chrome und Firefox dargestellt.

(Bitte geben Sie der Seite Zeit zum Laden :), damit sie sich in ihrer vollen Pracht entfalten kann.)

In einer anschließenden Erhebung wollen wir herausfinden, welche Inhalte in welcher Form für den Lernenden in dieser digitalen Aufbereitung aufgegriffen werden.

Die Erkenntnisse, bzw. Teilergebnisse sollen in weitere Projekte, wie beispielsweise dem BMBF Antrag einfliessen.

Der “Bildungs-Wandel” findet im Rahmen des Social Software Projekts statt, das vom Rektorat der FernUniversität gefördert wird. Das Projekt dient der Erforschung und Implementierung verschiedener didaktischer Modelle zum praktischen Einsatz innovativer Social Software in der Hochschul- und Fernlehre. Hierdurch sollen empirisch abgesicherte Empfehlungen für Lehrende und E-Learning-Entwickler zur Potentialausschöpfung zusammengestellt werden.

HoTEL Learning Theory Map

Wie der Miniaturansicht zu entnehmen ist, versucht die nachfolgende Übersicht vorhandene Lerntheorien zusammenzufassen bzw. zu bündeln. Die Übersicht ist ein Teil der Dissertation von Richard Millwood und des EU geförderten HoTEL (HOlistic approach to Technology Enhanced Learning) Projektes an der Universität Brunel. Diese wird in seinem Blog näher vorgestellt.

Über den Link kann das interaktive Dokument (ursprünglich im A3-Format) aufgerufen werden, indem weiterführende Informationen zu den einzelnen Theorien (Links verweisen auf Wikipediaeinträge) integriert sind.

Holostic Approach to Technology Enhanced Learning

Learning Theory v6 is a hypertextual concept map of established learning theories 30th April 2013. This is necessarily a reduction of a complete picture of learning theories, but nevertheless it attempts to map and link key scientific disciplines, theorists, concepts and paradigms. Part of deliverable D2.2.1 for the HoTEL EU project designed by Richard Millwood richardmillwood@mac.com (Quelle: http://cmapspublic3.ihmc.us/rid=1LGVGJY66-CCD5CZ-12G3/Learning%20Theory.cmap)

Das Semester (WS 2014/15) ist zu Ende und wie geht es weiter mit der Wikiade?

Das Semester WS 2014/15 ist fast vorbei. Mit diesem Ende wird es Zeit zur Wikiade Eure Meinungen und Euer Feedback einzuholen (Link zur Umfrage).Screenshot 2014-12-09 10.22.10

Angelegt war die Wikiade als Forschungsprojekt für ein Semester, um herauszufinden, ob ein fakultätsübergreifender Austausch bzgl. der Studienbriefe von den Studierenden der FernUniversität in Hagen überhaupt erwünscht ist.

Jetzt sind wir natürlich beispielsweise an folgenden Fragen interessiert!

  • Sollen wir die Wikiade fortführen?
  • Welche Elemente (bspw. Wiki-Wars, Aufgabenstellungen, etc…) in der Wikiade sollen wir weiterführen? Sollen weitere integriert werden?
  • ….

Wir suchen auch noch Interviewpartner. Wenn jemand gerne Feedback geben will, dann einfach eine E-Mail an jana.hochberg@fernuni-hagen.de schreiben.

Wir hoffen die Wikiade war für alle ein interessantes und spannende Anwendung. Die Wikiade als Plattform bleibt für das nächste Semester erhalten. Nach der Auswertung der Daten entscheiden wir (mit dem eingesandten Feedback) über die Weiterentwicklung der Wikiade.

Nachfolgend soll ein möglicher Ansatz der Datenerhebung für Interessierte beschrieben werden:

 

Ansätze der Datenerhebung:

Die angewendete Methode zur Auswertung der Wikiade wird in Form einer Methodentriangulation vorgenommen. Dabei werden qualitative und quantitative Daten nach Flick (2002) und Mayring (2001) miteinander kombiniert. Die quantitative Datenerhebung erfolgt in Form eines Online-Fragebogens (Link). Die qualitative Datenerhebung erfolgt in Form der Online-Ethnographie (Marotzki, 2003), mit Schwerpunkt auf die teilnehmende Beobachtung, welche mit halbstrukturierten Interviews kombiniert wird.

Online-Fragebogen:

Aufbauend auf den Ergebnissen/Erfahrungen vergleichbarer an anderen Institutionen/Universitäten wurde ein standardisierter Fragebogen mit der Schwerpunktlegung auf die Motivation der freiwilligen Teilnahme an der Wikiade entwickelt. Es empfiehlt sich der Online-Fragebogen, da

  1. bereits eine ausreichende Datenbasis vorhanden ist, auf welche die Untersuchung aufgebaut werden kann
  2. FernStudierende mit der Arbeitsweise bereits vertraut sind
  3. Standort- und zeitunabhängiger Einsatz des Fragebogens durch FernStudierende erreicht werden können

Online-Fragebögen haben jedoch die Nachteile, dass Beeinflussungen durch Dritte nicht ausgeschlossen, bzw. auf Unklarheiten und Nachfragen nicht eingegangen werden können.

Der Fragebogen wurde mittels LimeSurvey umgesetzt. Der Fragebogen schlüsselt sich auf in fünf Kategorien auf:

  1. Aufmerksamkeitslenkung
  2. Nutzungsverhalten
  3. Motivation
  4. Usability
  5. Ausblick

Die Kategorie der Motivation setzt sich aus der passiven und aktiven Motivation zusammen. Die aktive Motivation orientiert sich an den aktiven Motivationsquellen und den damit verbundenen Stufen des partizipativen Lernens nach Barbuto und Scholl (1998).

Online-Ethnographie:

Mithilfe der Online-Ethnographie kann man soziale Vergemeinschaftungsformen im virtuellen Raum untersuchen. Die Motivation der Teilnehmenden, sich über die Studieninhalte auf der Wikiade auszutauschen, steht dabei im Mittelpunkt der Betrachtung.

Nach Marotzki (2003) können acht Merkmale, die in allen virtuellen Kulturräumen und einigen sozialen Netzwerken unterschiedlich stark ausgeprägt sind, beobachtet werden:

  1. Die Leitmethapher, welche Funktionen symbolisch darstellt und in einen Kontext einbezieht, der sich in der gesamten Community finden lässt.
  2. Das Regelwerk, an welches sich alle Nutzer halten müssen.
  3. Die Soziographische Struktur, welche die Nutzer in unterschiedliche Rollen einteilt und eine Hierarchie entstehen lässt.
  4. Die Kommunikationsstruktur, welche regelt, wie Nutzer miteinander interagieren können.
  5. Die Informationsstruktur, welche einen einseitigen Charakter hat und zur Aufklärung über Verschiedenes dient.
  6. Die Präsentationsstruktur, welche den Nutzern ermöglich, sich selber darzustellen.
  7. Die Partizipationsstruktur, welche die Mitgestaltung und Mitbestimmung in einer Community durch die Nutzer bezeichnet.
  8. Das Online-Offline Verhältnis, welches zum Beispiel entsteht, wenn sich einige Nutzer in ihrer tatsächlichen Welt treffen, Telefonnummern austauschen, etc.

Innerhalb virtueller Vergemeinschaftungsformen werden durch die Teilnehmenden (unausgesprochene) Werte und Normen im Umgang miteinander ausgehandelt. Der sozialisierende Charakter wird deutlich, denn die User binden diese Werte und Normen in ihr individuelles, zwischenmenschliches Gefüge ein, woraus sie sich ihrer sozialen Stellung in der kulturellen, gesellschaftlichen Umgebung des Internets (Marotzki, 2003) bewusst werden.

Die Online-Ethnographie kann in Form der teilnehmenden Beobachtung, einer „Feldstrategie, die gleichzeitig Dokumentenanalyse, Interviews mit Interviewpartnern und Informanten, direkte Teilnahme und Beobachtung, sowie Introspektion kombiniert“ durchgeführt werden (Flick, 1995, S.157).

Für die Datenerhebung der Wikiade stehen die Aspekte der Motivation der Teilnehmen, sich in die Wikiade freiwillig einzubringen, im Mittelpunkt. Bei der Untersuchung der acht ethnographischen Merkmale virtueller Vergemeinschaftungsformen werden diese an die Frage nach der Motivation angepasst.

Des Weiteren ist bei der Anwendung der Online-Ethnographie nach Marotzki zu berücksichtigen, dass diese unter Umständen nicht vollständig auf die Wikiade angewendet werden kann. Die Online-Ethnographie wurde zur Erforschung von virtuellen Communities entwickelt, die sich jedoch in ihren Strukturen von Sozialen Netzwerken unterscheiden. Die Merkmale der Online-Ethnographie der Präsentation, Partizipation und Kommunikation nehmen bedeutendere Position ein und müssten somit im Mittelpunkt der Analyse stehen.

Die teilnehmende Beobachtung, steht nach Flick (1995) nicht allein, sondern muss mit weiteren Methoden verbunden werden. In der Untersuchung soll ein halbstrukturiertes Interview dabei helfen, erhobene Daten zu deuten.

Literatur:

  •  Barbuto, John und Scholl, Richard (1998). Motivation sources inventory: development and validation of new scales to measure an integrative taxonomy of motivation. In: Psychological Reports. 1998, Vol. 82 (3), S. 1011–1022.
  • Flick, Uwe (1995). Qualitative Forschung. Theorie, Methoden, Anwendung in Psychologie und Sozialwissenschaften. Reinbek: Rowohlt
  • Marotzki, Winfried (2003). Online-Ethnographie –Wege und Ergebnisse zur Forschung im Kulturraum Internet. In: Jahrbuch für Medienpädagogik 3, S. 149-165

 

Wikiade: In jedem Wettkampf kann man sich Auszeichnungen erkämpfen!

Es ist bald soweit!

Mit dem SemesterendeWS 2014/2015 endet auch die Wikiade: dem fakultätsübergreifendem und universitätsinternem Mitmachprojekt für Studierende der FernUniversität in Hagen, für dieses Semester.

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TEILNAHME UND AUSZEICHNUNGEN: Wie bei jedem Wettkampf können die Teilnehmer Preise für qualitative, wie auch quantitative Mitgestaltung der Wikiade gewinnen. Qualitative Auszeichnungen bestehen beispielsweise darin, dass jede Fakultät einen Artikel in der Wikiade zu seinem Fachgebiet prämiert. Die drei maßgeblichen Editoren/Mitwirkenden des exzellenten Artikels werden mit Preisen ausgezeichnet. Der exzellente Artikel muss unter anderem folgende Kriterien aufweisen:

  • inhaltliche Korrektheit
  • Eindeutigkeit
  • Objektivität/intersubjektive Überprüfbarkeit
  • Referenzbezug
  • Transparenz (z.Bsp. Quellenbezug)
  • Validität (Thema “getroffen”?, Fragestellung konsequent verfolgt?)
  • Theoriebezug
  • Begriffsklarheit
  • Kommunikative Absprachen auf der Diskussionsseite des Artikels

Die drei maßgeblichen Autoren der ausgewählten Exzellenz-Artikel in der Wikiade werden mit folgenden Sachpreisen ausgezeichnet:

  • der Autor mit dem höchsten Anteil erhält ein IPad
  • der Autor mit dem zweithöchsten Anteil erhält eine Pebble Smartwatch
  • der Autor mit dem dritthöchsten Anteil erhält einen Kindle E-Book-Reader

Des Weiteren wird unter allen angemeldeten Wikioniken, mit mindesten 300 Bearbeitungen in der Wikiade per Losverfahren eine kleine Aufmerksamkeit ausgelost.

FACHLICHER AUSTAUSCH UND KOMMUNIKATION: Die Wikiade startete mit der Idee einen Begegnungsraum für FernStudierende anzubieten. Unsere Studierenden sind weit über die verschiedenen Regionen verteilt. Eine zufällige Begegnung, die den fachlichen Austausch und die daran anschließende Möglichkeit gemeinsam Projekte zu entwickeln, in denen sich Studierende mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen, auch fakultätsübergreifend, ergänzen können, unterstützt, gestaltet sich für FernStudierende anders. Zur Unterstützung eines fachbezogenen Austauschs wurde die Wikiade entwickelt, die mit diesem Forschungsprojekt genau an dieser Stelle ansetzen will.

INTERDISZIPLINARITÄT UND VERNETUNG: Die Wikiade verbindet die vier Fakultäten der FernUniversität in Hagen. Jede dieser Fakultäten benutzt ihre eigenen Fachtermini. Und doch befinden sich darunter auch Begrifflichkeiten, die sich gleichen und dennoch auf gänzlich andere Inhalte verweisen. Die verschiedenen Perspektiven hinter ein- und demselben Begriff können das Verständnis für Ihre Lerninhalte erweitern.

KOLLABORATIVES ARBEITEN IN UNTERNEHMEN: Aktuelle Entwicklungen zu Arbeitsvorgängen in Unternehmen zeigen, dass Teams oft über große Entfernungen hinweg, gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Die Ursache für den weiter anhaltenden Trend der kollaborativen Arbeitsweise ist unter anderem in der flexibleren Gestaltung der Arbeitszeiten bis hin zu flexibleren Zusammensetzungen internationaler Team zu finden. Der Aufenthaltsort für eine erfolgreiche Zusammenarbeit verliert seinen einstigen hohen Stellenwert. Kennzeichen des kollaborativen Arbeitens sind die Abstimmung und gegenseitige Unterstützung bei der Erfüllung der unterschiedlichen Aufgaben. Über die Wikiade haben unsere Studierenden die Möglichkeit, ihr Expertenwissen einzubringen und andere Projekte damit zu ergänzen. Die Wikiade ist eine Simulation mit der sich unsere Studierenden den kollaborativen Austausch spielerisch erschließen können, ohne Konsequenzen für das Studium befürchten zu müssen.

Link zur Wikiade (Anmeldung nur mit FernUni-Account): http://wiki.fernuni-hagen.de/wikiade

 

Gemeinsames Lesen und Diskutieren der Studienlektüre mit Nota Bene?

“The text is a tissue of citations, resulting from the thousand sources of culture.”

Roland Barthes

 

Studierende und Dozenten können in „Nota Bene“ PDF’s in einer kooperativen Art und Weise online kommentieren. Aus dieser Möglichkeit ergeben sich neue Anwendungsmöglichkeiten. Nachfolgend werden ein paar beispielhaft aufgeführt:

  1. Studierende lesen die Entwürfe von Veröffentlichungen und können daran mitarbeiten
  2. unverständliche Ausdrücke werden offensichtlich und Studierende, wie auch Dozenten können diese erklären,
  3. bzw. bei größeren Unverständlichkeiten, kann dieses Feedback direkt eingesetzt werden.

Was ist Nota Bene?

NB (Nota Bene) ist ein webbasiertes kollaboratives Annotationstool für PDF’s, welches den Austausch über die zu lesende Literatur in der Gruppe, aber auch zwischen Schülern und Lehrern ermöglicht.

Mit NB werden Kommentierungen im Text selbst ermöglicht und komplexes Material kann von den Teilnehmern detailliert diskutiert werden.

Es existieren aktuell nur wenige kollaborative Annotationstools, welche in der Bildung eingesetzt werden.

Entwickelt wurde NB von der Haystack Group and Artifical Intelligence Laboratory am MIT und ist das Produkt der gemeinsame Leistung von Prof. David Karger (Twitteraccount: @karger) und Doktorand Sacha Zyto (LinkedIn). Seit 2009 wird das NB-Tool eingesetzt. Derzeit wird es in mehreren MIT Kurse und in über 100 Kurse in 10 externen Institutionen verwendet.

Karger und Zyto verbinden mit NB folgendes Potenzial:

“NB encourages students to participate in the class material, even students who are not verbally active in class. Questions and comments from students as well as replies from faculty are displayed inplace and provide a new perspective on the content. Evaluation shows that students prefer to use [the] online tool to read their notes, rather than printing out copies that are missing these annotations. Finally, NB provides comment browsing interfaces that help scale the staff’s workload of coping with reading assignments in large classes.”

(Wilkins, P. (2012). NB PDF Annotation Tool. Gallery of Educational Innovation. Gefunden am 26.02.2015 unter http://oeit.mit.edu/gallery/projects/nb-pdf-annotation-tool)

Welche Vorteile im Bildungsbereich können mit einem Einsatz von Nota Bene einhergehen?

Nota Bene hat sich zum Ziel gesetzt eine kollaborative Kommunikation des Vorlesungsstoffs bzw. der Bildungsinhalte zu ermöglichen. Kollaboratives Arbeiten findet heterarchisch statt, was eine mehr oder weniger vollkommene Gleichberechtigung aller Teilnehmer bedeutet.

Daraus ergeben sich folgende Vorteile:

  1. Beim Lesen des Textes können auftretende Fragen bereits von mitlesenden Kommilitonen beantwortet werden. Der Dozent wird damit einerseits entlastet und der Fragende muss nicht über einen längeren Zeitraum auf eine Antwort warten. Des Weiteren können mitlesende Kommilitonen ihr erworbenes Wissen / Erkenntnisse weitergeben.
  2. Zum anderen wird das Wissen und die Kompetenzen von Kommilitonen oft unterschätzt, bzw. liegt es in der Veranstaltung aufgrund der vorgegebenen Struktur brach. Dieses können sie über die Plattform Nota Bene von nun an dem Text beifügen und diesen bspw. durch Beispiele ergänzen oder andere Perspektiven erweitern.
  3. Nota Bene ermöglicht es die zu lesenden Texte auf vielfältige und differenzierte Art und Weise kreativ zu begleiten. Beispielsweise können Beispielvideos, Tonspuren oder andere Fachtexten zu bestimmten Textstellen verlinkt werden.
  4. Verständnis – Loslassen von Wissen (kann nicht alles wissen, deswegen kollaboratives zusammenarbeiten)

Steckbrief: Nota Bene NB

NB
Einsatzgebiet Bildung: Textdiskussionen, gemeinsames erarbeiten / lesen von Textinhalten in PDF-Form
Ziel NB ermöglicht Themen in ihrer Breite zu diskutieren. (Brainstorming)
Zielgruppe Bildung (Studierende, wie auch Dozenten)
Kosten kostenlos nutzbar
Hard-/Software-voraussetzung webbasiert, daher unabhängig von den Gerätearten (Mac/ Windows / Android)
Tutorials

Multimedia- Einbindung Integration von Links
Support Support wird durch FAQ’s, durch ein Forum und weitere Kontaktmöglichkeiten angeboten.
Usability
  • Benachrichtigungsfunktion / Integration einzelner Social Media Eigenschaften
  • Dashboard: auf dem die Aktivitäten, die beobachtet werden sollen zusammengefasst werden
  • mehrere Klassen sind einstellbar
  • Übersichtlichkeit bleibt trotz mehrere User vorhanden
Sprache Englisch (Vorschlag für einen Einsatz: bedarf unterstützender Videotutorials bzw. Screens)
Kategorie Social Reading

Erste Schritte auf Nota Bene

          Dashbord:

Nach der Anmeldung findet der Nutzer in einer Übersicht alle Dokumente die er lesen, bzw. mitlesen kann. Im größeren Fenster werden ihm des Weiteren verschiedene Interaktionsformen, die seit seinem letzten Besuch vollzogen worden, angezeigt, wie bspw.:

  1. neue Kommentare in einer PDF, wo man selbst über Adminrechte verfügt (entweder zugewiesen oder weil man das Dokument hochgeladen hat) und
  2. wenn auf einen eigenen Kommentar reagiert wurde, in Form von Unterstützung durch das „+“, bzw. durch Reaktion mit einem eigenen Kommentar.
Dashboard NB

NB: Dashboard

          Gruppen erstellen:

Eine PDF muss, wenn sie hochgeladen wird, um deren Inhalt mehreren Lesern freizugeben, einer Gruppe zugeordnet werden, die zuvor angelegt wurde. Folgende Einstellungen für die PDF können vorgenommen werden:

  • Allow comments to staff?
  • Allow anonymous comments?
  • Allow guest access?
  • Allow users to download PDFs?
  • Allow users to add any PDF available online by ist URL?
  • Use subscribe URL?
NB Settings

NB: Einstellungen

Die Leser in einer Gruppe werden über eine E-Mail eingeladen.

NB: Einladung zur Bearbeitung eines Textes

NB: Einladung zur Bearbeitung eines Textes

Neuer Eintrag / Markierung:

Durch Markierungen im Text kann die Aufmerksamkeit anderer „Mitleser“ auf den Textteil gelenkt werden, der einen selbst besonders interessiert.

NB social reading

NB: social reading

Auf der linken Seite ist der markierte Text erkennbar, währen auf der rechten Seite eine entsprechende Notiz zu dem markierten Text für weitere Mitleser hinterlassen werden kann. Diese Notiz kann individuell geteilt werden, Des Weiteren kann man durch das Setzen des Häkchens unter „reply requested“ Reaktionen einfordern, indem bspw. derjenige informiert wird, der den Text eingestellt hat. Ebenso kann sich derjenige, der die Notiz zu einer Textstelle schreibt, anonymisieren.

Die Notiz kann entweder:

  1. für die gesamte Gruppe, die das Dokument liest freigeschaltet werden,
  2. für den Admin, bzw. in diesem Fall denjenigen, der das Dokument eingestellt und die Betreuer freigeschaltet werden
  3. oder für denjenigen, der die Notiz anlegt hat, sichtbar sein. kommunikativer Austausch / Kollaboration

 weiterführende Gedanken:

Rührt social reading an den Grundfesten unseres Verständnisses des Lesen? Ein Buch diente in der abendländischen Kultur im wesentlichen dazu, “mich selbst, ganz wie ich da bin, auszubilden“. Allerdings erst durch literarische Eröterungen und den Austausch anderer Leser kann man sich mit einem Buch durch “die allmähliche Vertiefung der Gedanken beim Reden” individuell weiterbilden.

In der nachfolgenden PPT habe ich versucht die unterschiedlichen Kulturtechniken des analogen und des sozialen Lesens gegenüberzustellen. Anschliessend wurden drei verschiedene social reading Plattformen vorgestellt.

PPT-Social reading

Semesterhalbzeit zum ersten bildungsweiten und interdisziplinären Wettkampf zwischen den Fakultäten an der FernUniversität in Hagen

Nach den vielen Wünschen zum neuen Jahr, haben wir realisiert, dass die erste Hälfte des Wintersemesters 2014/2015 geradezu verflogen ist. Es ist also Zeit ein kleines Resümee zum Forschungsprojekt der Wikiade zu ziehen.

logo_wikiade_shine KopieZiel der Wikiade ist, den Studierenden der FernUniversität in Hagen einen Kommunikations-, wie auch Reflexionsraum anzubieten, in dem sie sich über die Inhalte ihres Studiums austauschen können. Die Inhalte des Studiums, wie auch die einzelnen Fachtermini können gemeinsam analysiert und sich verständlich erklärt, im besten Fall sogar gemeinsam entwickelt werden.

In Anlehnung an den olympischen Gedanken wird die Wikiade umgesetzt. Die einzelnen Fakultäten der FernUniversität in Hagen stehen somit in einem qualitativen, wie auch in einem quantitativen Wettbewerb.

In der Wikiade entsteht auf dieser Grundlage ein Netz von Informationen, das über Fachtermini miteinander verknüpft ist. Neue Lerninhalte lassen sich in ein schon vorhandenes Netz von Informationen integrieren. Die zusammenhängende Darstellung des jeweiligen Lerninhaltes unterstützt das Verständnis und den Lernprozess. Ebenso eröffnet sich für jeden Wikioniken die Möglichkeit, sich über angrenzende Themengebiete auszutauschen und dabei auch die Grenzen der eigenen Fakultät zu verlassen.

Für die Studierenden der FernUni wird der Lernprozess mit Hilfe der Wikiade spielerisch unterstützt.

Die Aufgabe der Studierenden besteht überwiegend darin, sich mit ihren studienrelevanten Inhalten beispielsweise durch Diskussionen auseinanderzusetzen. Dazu müssen sie die Informationen und Argumente der Autorin oder des Autors interpretieren und analysieren. Zum anderen werden sie durch den Austausch in der Wikiade angeregt, einen eigenen Standpunkt gegenüber den Inhalten argumentativ zu vertreten. Den Studierenden selbst, obliegt die Entscheidung über einen kollaborativen Aushandlungsprozess, diese gewonnen Informationen über eine selbstgestaltete Struktur in die Wikiade zu übertragen.

Die Wikioniken spiegeln das heterogene Feld der Studierenden an der FernUniversität in Hagen wieder.

Die aktivsten Wikioniken sind zum einen in den beiden größten Fakultäten, den Wirtschaftswissenschaften und den Kultur- und Sozialwissenschaften, zu finden. Zum anderen konnten wir in einer Teildisziplin der Wikiade, den so genannten Wiki-Wars, neben den FernStudierenden aus Deutschland und Österreich, ebenso Studierende aus den USA begrüßen. Die Aufgabe in den Wiki-Wars besteht darin, schneller als der Gegner von einem Wiki-Artikel zu einem thematisch weit entfernten anderen Artikel zu gelangen.

Feedback der Studierenden

Des Weiteren erschließen sich die Wikioniken die Wikiade auf sehr differenzierte Art und Weise. Einige Studierende experimentieren mit der Form eines “E-Portfolios”, während andere Studierende sich an der Wikiade spielerisch beteiligen, indem sie sich mit dem Nickname “Agent XO” auf der Plattform bewegen.

Grundsätzlich wird die Wikiade von den Studierenden der FernUni begrüßt, was sich in den 32.327 Seitenaufrufen, den 1.434 entstandenen Seiten, den 127 hochgeladenen Dateien und 4.908 Seitenbearbeitungen (Stand: 12.01.2015) wiederspiegelt. Die Gruppe der aktiven Wikioniken beträgt einen Anteil von 18 %. Der zusätzliche Aufwand, sich freiwillig mit der Wiki-Syntax auseinanderzusetzen, schreckt viele Studierenden ab. Selbst dann, wenn die Neugier, sich in die Wikiade diskursiv einzubringen über den spielerischen Ansatz, für eine längere Aufmerksamkeitsspanne entfacht bleibt und über regelmäßige mediale Einspielungen, wie beispielsweise den Interviews mit Wikipedianern, immer wieder punktuell aufflammt.

Dennoch wird die Wikiade von den Studierenden der FernUni befürwortet. So bezeichnet Klaus bspw. die

“Wikiade ist ein innovatives Neuland. Problem ist der Lerntransfer, die Produktion von totem Wissen im Studium, man lernt für Klausuren, Scheine, Punkte, bekommt Kompetenzen bescheinigt, aber selbstkritisch kriecht doch der Zweifel hoch, ob man sie wirklich besitzt und nicht nur einer Illusion der Macher aufsitzt, denn nach einiger Zeit sind Begriffe, Wissen, Theorien fast alle wieder bis auf eine dunkle Erinnerung verschwunden, aus dem Bewusstsein getilgt und dem Gedächtnis entfallen. Mit der Wikiade kann man vielleicht einiges vorübergehend mobilisieren, festlegen und lernt obendrein noch den Umgang mit einem Wiki. Eine gute Idee. Nur der zeitliche Rahmen, nebenher zu allem anderen … und man müsste sich richtig hinein steigern, nicht nur ein Alibi-Artikelchen schreiben, um dabei gewesen zu sein, damit man Nutzen daraus zieht.”

Kritisiert wird das Design der Wikiade, welches auf dem ursprünglichen Design der MediaWiki beruht. Im Internet werden bereits zahlreiche Lösungen angeboten, mit denen beispielsweise die grafische Oberfläche, wie auch die Integration von Videos oder Bildern, oder die Administration aufgewertet werden können. An dieser Stelle besteht Verbesserungsbedarf.

Ebenso wird seitens der Nutzer/innen eine Überarbeitung der vorgegebenen inhaltlichen Strukturierung empfohlen, um den neu angemeldeten Wikioniken eine erste Orientierung zu ermöglichen. Die Strukturierung der Inhalte spiegelte sich in der Auflistung der Studienbriefnummern wieder. Eine Strukturierung über die verschiedenen Module der Lehrgebiete, wurde im bisherigen Verlauf der Wikiade als unterstützender herausgearbeitet. Studierende identifizieren sich mit ihren Modulbelegungen, in denen auch schon mal mehrere Studienbriefe die Grundlage bilden können.

Diese Anregungen sollen aufgegriffen und umgesetzt werden.

Dem Forschungsprojekt der Wikiade kommt darüber hinaus eine gesellschaftliche Bedeutung zu, wie der Austausch auf verschiedenen Veranstaltungen wiederspiegelt. Durch die Präsentation der Wikiade als beispielhafte Social Software-Anwendung im Lernkontext auf dem EduCamp 2014 im DGB Bildungswerk Hattingen, wurde die Idee der Wikiade von den anwesenden Bildungseinrichtungen (überwiegend Schulen) positiv aufgegriffen. Von ihr geht die Idee aus, ähnliche Wettbewerbe in Schulkontexten zu integrieren, um den Unterricht anzureichern.

So formulierte Eike Rösch auf seinem privaten Blog nach dem Besuch des EduCamps folgendes Fazit:

“Ich bin überzeugt davon, dass außerschulische Medienpädagogik allein durch ihre Rahmenbedingungen eine Innovationsquelle für die pädagogische Arbeit mit Medien sein muss,“ (Rösch, Eike (2014, 13.10.). Wo sind all die Indianer hin? Gefunden am 13.10.2014 unter: https://eike.io/wo-sind-all-die-indianer-hin)

Wobei er besonderen Wert darauf legt, mediale Trends aufzugreifen und einen pädagogischen Umgang mit ihnen zu finden. Er betont dabei, dass die entstehenden Konzepte nicht immer dauerhaft verwendbar sein und auch nicht immer direkt auf formale Lernkonzepte übertragen werden müssen.

Eike Rösch ist Dozent für Medienbildung an der PH Zürich und Betreiber des Medienpädagogik Praxis-Blog.

Einerseits geht die Wikiade als Forschungsprojekt zum einen der Frage nach der Nutzung und dem Bedarf der Plattform als Kommunikations- und Austauschplattform für Studierende der FernUniversität in Hagen nach. Andererseits erprobt sie ebenso Lehr-/Lernkonzepte für den allgemeinen Bildungsbereich.

 

Über große Entfernungen miteinander zu studieren? In der Social Software Werkstatt der FernUni in Hagen finden Sie Tools die Sie dabei unterstützen.

social media

CC0 Public Domain

Kooperatives und kollaboratives Arbeiten und Lernen wird gerade im Hinblick auf die räumliche Distanz in der Fernlehre immer wichtiger. Ein schneller Austausch von Daten, Informationen und Wissen zwischen den Lernenden und zwischen Lernenden und Lehrenden fordert Tools, die Vernetzung und zeitnahen Austausch ermöglichen.

Wer Informationen schnell per Weblog oder Facebook an eine größere Gruppe Interessierter weitergeben will, wer sich mit der Lerngruppe oder Freunden über Skype oder Google+ austauschen möchte, muss wissen, wie diese Tools funktionieren, wie sie optimal eingesetzt werden können und welche Risiken sie bergen.

Screenshot ILearnkarten

Screenshot iLearnkarten

Kennen Sie zum Beispiel die APP des Lehrgebietes Mediendidaktik, mit der Sie Inhalte aus dem Master Modul 1 vertiefen können? Oder die im Lehrgebiet Bildungstheorie und Medienpädagogik entwickelte APP, die im Bachelor Studiengang Bildungswissenschaften genutzt werden kann?
Oder kennen Sie die Plattform learningapps.org? Hier können Sie eigene APP’s mit verschiedensten Lerninhalten eigenständig und kostenlos entwickeln oder auf schon bestehende Lernapp’s zugreifen und diese Ihren Bedürfnissen anpassen.

Wir, das Lehrgebiet Mediendidaktik bieten Ihnen mit der Social Software Werkstatt eine Plattform, auf der Sie verschiedenste mediale Tools kennenlernen und ausprobieren können.

Diese Tools unterstützen einen interaktiven Austausch und ermöglichen Ihnen aktives und selbstgesteuertes Lernen. Lern-App’s, soziale Netzwerke, das virtuelle Klassenzimmer, Blogs, Podcasts und Wikis sind nur einige der Möglichkeiten, mit denen Sie hier Erfahrungen sammeln können. Im aufgeführten Beispiel wird das Online Whiteboard von Katja Rummler vorgestellt.

Nutzen Sie die Moodle-Umgebung und tauschen Sie sich mit anderen Studierenden über Ihre Erfahrungen mit Social Software aus und schildern Sie dort Ihren eigenen individuellen und beruflichen Umgang mit den unterschiedlichen Tools.

Die Social software Werkstatt wird von uns fortlaufend ergänzt und bearbeitet. Ein Wiederkommen lohnt sich also.

 

Sie erreichen die Moodle-Umgebung (Anmeldung geht nur über einen eigenen FernUni-Account) über folgenden Link: https://moodle2.fernuni-hagen.de/course/view.php?id=17